Produktbild: Oberkampf

Oberkampf Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3334 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462321623

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Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Erscheinungsdatum

20.08.2020

Verlag

KiWi eBooks

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

3334 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783462321623

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  • Wedma

    5/5

    20.08.2020

    eBook (ePUB 3)

    Großartig! Bitte mehr davon!

    „Oberkampf“ habe ich sehr gern gelesen empfehle ich gern weiter. Ein gelungener Mix aus der Hommage auf den Literaturbetrieb, der Gesellschaftskritik, einer guten Prise Humor uvm. Es war keine Liebe auf den ersten Blick. Es hat eher wie ein Versehen angefangen. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass es so geschehen ist. Sonst wäre mir diese tolle Neuerscheinung entgangen, was ausgesprochen schade wäre. Zugegeben, am Anfang musste ich mich ein wenig gedulden, aber je weiter ich las, je mehr ich von Jonas Gedanken mitbekam, die Menschen ich um ihn kennenlernte und die Geschichte sich weiterentspann, desto besser gefiel mir das Ganze. Jonas ist kein typischer Held. Er hat sein Leben in Deutschland aufgelöst und ist nach Paris gegangen, um die Biografie eines ehem. berühmten Schriftstellers zu schreiben, der in Paris seit einigen Jahren lebt. Hier eröffnet sich die Pandorabüchse. Der ältere Herr ist alles andere als ein Kind der Traurigkeit. Es ist höchstinteressant, ihn und seine Freunde kennenzulernen. Und zu vergleichen: seine Generation und die von Jonas, oder auch Jonas und den Alten. Wenn man einfach auf die Gedanken der Figuren achtet, beobachtet, was passiert, die Kommentare dazu wahrnimmt, mitdenkt, schaut, wie die Konflikte ausgetragen wurden usw., dann entwickelt sich das Ganze zu einer tiefgründigen und sehr unterhaltsamen Angelegenheit. Diese Ironie zwischendurch! Dieser Humor! Die Sprüche! Oft genug musste ich schmunzeln, paarmal auflachen und noch öfter „wie wahr!“, wie „treffend gesagt!“, „herrlich, und ganz und gar nicht abgedroschen“ denken. Dass diese bemerkenswerten Gedanken so unerwartet auftauchten, war stets eine nette Überraschung. Und auch sonst wurde für Überraschungen gesorgt, besonders zum Schluss. Jedes Kapitel ist beeindruckend auf sein eigene Art. Spätestens ab der zweiten Hälfte habe ich extra langsamer gelesen, damit so etwas Gutes nicht zu schnell vorbeigeht. „Oberkampf“ ist ein Roman, bei dem man über so vieles nachdenken kann! Eine Vielfalt an Themen wurde hier in den Erzählteppich authentisch eingewoben. Der Autor Hilmar Klute versteht es, die Atmosphäre so frisch, alles andere als banal, und zum Greifen nah rüber zu bringen. Man merkt, hier wurde Wert auf das Unverbrauchte, Originelle, Eigenartige gelegt. Und es ist vollauf gelungen. Vor allem die Art, WIE diese Geschichte erzählt wurde, ist mitunter das aufregende, das für Spannung und Lesegenuss sorgt. Selten genug: So ein Mix aus der hohen Dichte an großartigen Sätzen, Gedankentiefe, dem tollen Erzählstil trifft man nicht alle Tage. Der Roman gehört mMn mit Preisen überschüttet. Ich glaube, nach einer Pause lese ich „Oberkampf“ nochmals. Beim zweiten Mal wird es evtl. noch schöner. Wie es bei tollen literarischen Werken meist der Fall ist. Fazit: Eine großartig erzählte Geschichte, die viele Aspekte des heutigen zwischenmenschlichen Daseins unter die Lupe nimmt und der Gesellschaft den Spiegel vor Augen hält, dabei den Humor nicht vergisst. Bitte mehr davon.

  • Buecherseele79

    5/5

    03.02.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Neuanfang im Oberkampf

    Mit 40 versucht Jonas nochmals einen Neuanfang. Nach gescheiterter Beziehung und Firma will er in Paris sich als Schriftsteller versuchen und sein Idol Richard Stein interviewen. In der Oberkampf beginnt sein Leben in Paris und mit ihm auch die schrecklichen Terroranschläge auf Charlie Hebdo. "Die Stadt, das Land, die ganze Welt verfolgte diese zwei oder drei Männer, die mit ein paar Kalaschnikow- Salven die Zivilisation zum Krüppel geschossen hatten. Die Gewalt machte aus einem Volk ein anderes Volk. Sie stellte die Angst an die Stelle der Sicherheit. Und der Krieg, von dem es so viele Bilder, Texte und Vorstellungen gab, der Krieg war in Endlosschleife im Fernsehen zu sehen." (Seite 64) Ich kann mir vorstellen dass nicht viele meine Begeisterung für dieses Buch verstehen werden. Und es fällt mir auch schwer diese genau zu beschreiben, zu umschreiben, aber Hilmar Klute hat mich gepackt mit seinem Buch. Was für mich unglaublich gelungen ist - der Schreibstil, die Erzählungen über das französische Leben. Diese Leichtigkeit, diese pure Lebensfreude, diese Offenheit aber auch das Kulinarische bringt der Autor so gekonnt, bunt, laut und vielfältig an den Leser heran. Es war herrlich mit Jonas seinen Augen durch Paris zu schlendern. Jonas ist eine gescheiterte Existenz, möchte aber in Paris einen Neuanfang wagen. Einen roten Faden im Leben von Jonas gibt es nicht. Er schweift sehr oft und zu Beginn ab in die Zeit als er noch in Berlin lebte. Dies war zu Beginn auch etwas schwer zu verfolgen und brachte Unruhe in das Verstehen und lesen. Mit der Zeit legt sich dies aber. Wie die Welt ist auch Jonas von den Anschlägen auf die Redaktion von Charlie Hebdo schockiert. Er verfolgt die Berichterstattung sehr genau, womöglich ebenso wie viele Leute zu dieser Zeit auch. Wie sehr es den Alltag beeinflusst und das Leben und die Leichtigkeit verändert. Wie Ängste plötzlich mehr Raum erhalten. Es geht um soviel mehr. Um einen Neuanfang wo andere schon Haus, Familie und Jahresurlaub haben. Um alte und neue Liebe. Um das selbst finden. Wie das Leben nehmen und genießen? Was zählt? Wie will ich mein Leben gestalten. Wie Frankreich anfing mit dem Terror zu leben, versucht sich nicht seine Werte stehen zu lassen. Aber auch wo die Probleme liegen, wie leicht es diese Terroristen haben. Auch die Gedanken zu diesem Thema haben mich bei Jonas fasziniert und selbst zum nachdenken angeregt denn er, als "Nicht" Franzose geht damit immer noch anders um als die Landsleute selbst. Wie gesagt, vieles wird nur angeschnitten,nicht vertieft und doch ist es das Buch wie das Leben selbst. Einen roten Faden hat nicht wirklich jeder, oder? Ich persönlich bin sehr angetan und empfehle dieses Buch gerne weiter.

  • Lesendes Federvieh

    aus München

    5/5

    13.12.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lebendige Zeitgeschichte erstklassig erzählt

    Jonas Becker lässt sein altes Leben inklusive gescheiterter Beziehung hinter sich und beginnt einen Neuanfang als freier Schriftsteller in Paris. Möglich macht dies sein Verlag, der ihm eine kleine Wohnung in der Rue Oberkampf bezahlt, während Jonas ein Buch über den hochbetagten Schriftsteller Richard Stein schreibt, der in Paris lebt. Er arbeitet am Manuskript und genießt mit seiner neuen Freundin Christine das Leben. Doch Jonas Aufenthalt wird von den Auswirkungen des Anschlags auf die Redaktion von Charlie Hebdo überschattet. Doch nicht nur dadurch, sondern auch negative Nachrichten aus der Heimat belasten seine neugewonnene Freiheit… Hilmar Klute hat einen wunderbaren Roman geschrieben, der eine Lebendigkeit versprüht, die mich von Anfang an begeisterte. Durch die bildgewaltige Sprache und die atmosphärische Dichte der Ortsbeschreibungen findet man sich bei einem Spaziergang durch Paris wieder. Man merkt, dass der Autor Paris „selbst gelebt hat“, so authentisch beschreibt er die französische Lebensweise. Vor dieser grandiosen Kulisse lässt er ein Stück Zeitgeschichte wieder aufleben, das Attentat auf die Redaktion von Charlie Hebdo und die damit verbundene Fassungslosigkeit in ganz Frankreich. Dabei schafft er es mühelos durch seinen sprachgewaltigen Schreibstil diese Stimmungen einzufangen. Gleichzeitig fokussiert er seine Betrachtungsweise nicht einseitig auf das Verbrechen, sondern versucht einen Einblick in die Lebensumstände der Menschen aus den Banlieues zu geben, aus denen die Attentäter entstammen. Zugleich nimmt er den Leser mit zu Jonas, seinen Schatten der Vergangenheit, seiner Freude an guten Büchern, seinen Eindrücken zum Attentat und seiner aufreibenden Arbeit mit dem nicht immer leichten Richard Stein. All das erzählt der Autor in leichten, gewaltig dahinfließenden Sätzen, die gespickt sind von grandiosen Dialogen. Abgerundet wird die Geschichte durch ein fulminantes Ende. Alles Geschriebene verdichtet sich zu dem einzig schlüssigen und unabwendbaren Schlussakzent, alles andere würde sich einfach falsch anfühlen. Der letzte Satz wird mir noch lange im Gedächtnis bleiben. "Oberkampf" kommt auf jeden Fall auf die Liste meiner Lieblingsbücher 2020, denn darin wird lebendige Zeitgeschichte erstklassig erzählt.

  • Sikal

    5/5

    29.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein angehender Schriftsteller auf der Suche

    Jonas Becker zieht es nach der Trennung von seiner Lebensgefährtin und dem Auflösen des gemeinsamen Unternehmens nach Paris. Er möchte eine Biografie über Richard Stein schreiben, einen etwas egozentrischen Autor. Bereits am ersten Tag in Paris wird Jonas mit den Anschlägen auf Charlie Hebdo konfrontiert und doch wahrt er eine gewisse Distanz zu dieser Katastrophe. Ebenso lernt er gleich zu Beginn Christine kennen, mit der er eine Affäre beginnt. Doch irgendwie scheint Jonas seine letzte Beziehung noch nicht ganz abgeschlossen zu haben, was ihn etwas hemmt, sich voll und ganz auf Christine einzulassen. Außerdem liegt die Vermutung nahe, dass er sich von Stein manipulieren lässt. Dieser nimmt Jonas das Zepter aus der Hand und organisiert sogar eine USA-Reise, auf der Stein seinen verlorenen Sohn suchen will – mit der Unterstützung von Jonas. Der Autor Hilmar Klute hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mich bereits nach wenigen Seiten in die Geschichte gezogen hat. Man meint förmlich Jonas über die Schulter zu blicken, während er die zerstörten Büros Charlie Hebdos betrachtet. Man findet sich mitten in der Zerrissenheit Jonas, der doch nicht so ganz mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat – obwohl er sich dies immer wieder vor Augen halten will. Besonders fasziniert haben mich viele originelle Dialoge, Gedankenwanderungen, die den Leser mit in die Tiefe nehmen während wieder leicht und locker ein Glas Wein genossen wird. Ein großartiger Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und den ich unbedingt weiterempfehlen möchte. 5 Sterne.

  • https://lieslos.blog/

    5/5

    18.09.2020

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gekonnter Bogen zwischen zeitgeschichtlichem und individuellem Wendepunkt.

    Frankreich, Paris, Anfang 2015. Der Mittvierziger Jonas Becker, der bisher in Berlin gelebt hat, zieht nach Paris. In eine kleine Wohnung in der Rue Oberkampf. Er hat eine Trennung hinter sich und seine Selbständigkeit in seiner Agentur über Bord geworfen und will nun, in der „Stadt der Liebe“, als freier Schriftsteller arbeiten. Warum gerade Paris? Jonas will eine Biografie über den gleichermaßen berühmten wie wenig erfolgreichen älteren Schriftsteller Richard Stein schreiben und dieser Lebemann wohnt seit einigen Jahren in der französischen Hauptstadt. Es läuft gut an. Der Verlag bezahlt seine Miete, er lernt Richard Stein, den er nun fast täglich trifft, näher kennen und eine Liebschaft mit der Französin Christine bahnt sich an. Tagsüber Interviews, nachts Amüsement mit Christine in den Pariser Kneipen, Bars und Bistros. Und dann ereignet sich, schon wenige Tage nach seiner Ankunft, eine einschneidende Begebenheit: das Attentat auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo. Ganz Paris und seine Einwohner geraten in den Ausnahmezustand. Auch weitere Geschehnisse sorgen für Wirbel. Die beiden Schriftsteller kommen sich näher und Jonas erfährt, dass Richard in Amerika einen Sohn hat. Elias kam mit hochgesteckten Zielen und vielen Träumen in die USA und ist jetzt dort irgendwie verschollen. Schließlich machen sich die beiden Männer auf den Weg, um den verlorenen Sohn aufzuspüren, der abzustürzen droht. Ein Roadmovie beginnt... Die Geschichte zog mich in ihren Bann und ich konnte in Windeseile eintauchen und versinken. Es geht letztlich um die Verstörung und Sinnsuche im Großen und Kleinen. Eine Stadt sucht Sinn und Halt nach einem katastrophalen Anschlag und Jonas sucht Sinn und Halt in seinem Leben, das er kürzlich völlig umgekrempelt hat. Auch Elias sucht Sinn... und braucht Halt. Hilmar Klute ist ein scharfsinniger Beobachter und hat hier einen bravourösen Bogen geschlagen zwischen zeitgeschichtlichem und individuellem Wendepunkt. Kurswechsel in der Gesellschaft. Kurswechsel im persönlichen Leben. Der Autor erweckt seine Figuren und Handlungsorte durch seine wortgewaltige Sprache und ausdrucksstarken Bilder zum Leben. Er schreibt tiefgründig, unterhaltsam, ironisch und humorvoll, benutzt treffende Formulierungen und regt zum Nachdenken an. Mir gefallen Klutes ausdrucksstarke und pointierte Sprache und sein bildgewaltiger Schreibstil. Ein Highlight.

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