Produktbild: Treue Seelen
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Treue Seelen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.05.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,4 cm

Gewicht

565 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003684579

Beschreibung

Rezension

»Eine Geschichte in kleinbürgerlichem Rahmen, aber die Gefühle sind groß. Raethers Prosa sowieso.« ("Brigitte")
»Schon für die in ihrer Beiläufigkeit oft sehr komischen Beobachtungen lohnt sich das Lesen.« ("Hamburger Abendblatt")
»›Treue Seelen‹ ist ein toller Berlinroman, der mit Sprachwitz und historischer Genauigkeit einfängt, wie Westberlin, Sehnsuchtsort der bundesdeutschen Provinzjugend, eben auch war: unspektakulär, spießig und klein. Am Ende weht ein Hauch Agententhriller durch diesen Roman, der sich von Anfang bis Ende so süffig liest wie eine Berliner Weiße mit Schuss.« ("Nina Apin, taz")
»Ein Roman wie ein Film, mit vielen poetischen Anklängen. Eine gelungene Mischung aus Liebesgeschichte und Blick zurück auf eine turbulente Zeit, drei Jahre vor dem Mauerfall.« ("Beate Rottgardt, Ruhr Nachrichten")
»Und so ist ›Treue Seelen‹ aufgeladenen Heimatkunde, fiebriger Liebesroman und subjektive Berlin-Historie im weichen Ton des poetischen Realismus.« ("Berliner Zeitung")
»Bitter komisch!« ("WOMAN")

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Zustand

Gut

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.05.2021

Verlag

btb

Seitenzahl

352

Maße (L/B/H)

22,1/14,4/3,4 cm

Gewicht

565 g

Sprache

Deutsch

EAN

2710003684579

Herstelleradresse

Btb
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    16.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das Inselleben West-Berlins

    Wir schreiben das Jahr 1986. Die Republik ist weiterhin geteilt. In diesem Frühjahr machen sich Achim und seine Frau Barbara auf nach Berlin. Sie nehmen alle Vorteile mit, die man damals bekam, wenn man nach West-Berlin zog: Beamtenstatus beim Bundesamt für Materialprüfung, Zulagen von 8% (!) und sie erhoffen sich ein wenig mehr Glamour als in Bonn/Bad Godesberg. Tja, aber dann sollte man vielleicht nicht nach Zehlendorf ziehen und bequem bleiben, sondern eher nach Kreuzberg….nur eines der differenziellen Aspekte des Romans! Aber keine Sorge, es wird anderweitig spannend, denn da gibt es die aus Ostberlin stammende Marion in der Nachbarschaft, die Achim, dem Protagonisten, den Kopf verdreht und damit auch vieles unerwartete ins Rollen bringt, Achim landet sogar in Hohenschönhausen und über allem hängt die dicke Tschernobylwolke – je nach Osten und Westen anders interpretiert. Till Raether hat mit ‚Treue Seelen‘ aus meiner Sicht einen sehr gelungenen Roman über das Leben auf der Insel West-Berlin geschrieben und auch den Osten aus der Westbrille beleuchtet (soweit ich das beurteilen kann, bin auch eine West-Berliner Kind). Wie ein Krimiplot im Berlin der 80er Jahre geht er hier mit seinem Protagonisten durch die Straßen. Eingängig, gut und unterhaltsam geschrieben. Es ist für mich auch ein Roman der Perspektiven, sei es die Innenansicht aus Ostberlin oder Westberlin. Auch Marions Perspektive, die als Teenager aus dem Osten kam und dann wurde just die Mauer gebaut, ist eine andere Perspektive als die des Wessis Achim aus Bonn. Wiedermal ein deutsch/deutscher Roman, aber er ergänzt vorhandene Lektüren gut und natürlich erfreut es einen das selbst erlebte noch einmal Revue passieren zu sehen, auch wenn es damals aus Kinderaugen war. Ich bin gespannt wie meine Eltern den Roman lesen/erleben werden! Taugt für die „breite Masse“ und ist zugleich aber doch sehr speziell. Gelungen!

  • Joshua

    aus Neuwied

    5/5

    02.07.2021

    eBook (ePUB)

    Sehr guter Roman!

    Ich finde den Roman sehr gut und es macht Spaß ihn zu lesen. Ich kann ihn auf jeden Fall weiterempfehlen und werde das Buch wahrscheinlich noch einige Male lesen.

  • SternchenBlau

    4/5

    27.11.2024

    Hörbuch-Download

    Diese Zeitreise in die 80er konnte ich riechen, schmecken und fühlen.

    Schon die ersten paar Minuten haben mich richtig geflashed: Das Buch hat mich gefühlt sofort in die BRD der 80er gebeamt. Das fängt schon beim Figurenensemble an, in dem Häuserblock in Zehlendorf wohnen Beamte mit ihren Familien – alle haben mich so an die Freund*innen und Bekannte meiner Eltern erinnert. Achim und seine Lebensgefährtin Barbara sind die neuen und Achilm findet Nachbarin Marion gleich besonders interessant. Till Rather flicht zusätzlich viele Kleinigkeiten ein, alles bewirkte, dass ich diese Zeit sofort in meinem Kopf hatte. Auch, wenn ich vor der Wende nie in West-Berlin war, fand ich gerade diesen Mikrokosmos nochmal besonders spannend. Schon allein die ganz unterschiedlichen Kommentare und Herangehensweisen an die Katastrophe von Tschernobyl – der Roman spielt im Frühjahr und Sommer 1986 – hat Raether wundervoll beobachtet und beschrieben. Diese Zeitreise in die 80er konnte ich riechen, schmecken und fühlen. »Das ganze Land, hilflos in der Sehnsucht nach einem Ort, wo man dazugehörte, aber nicht mehr dabei war.« Meist folgt der Roman der Perspektive Achims, Marions, Barbaras und Marions Manns, bekommen aber auch manchmal andere Gedanken mit. Dabei springt die Geschichte auch ab und an vor und zurück, um bereits bekannte Geschehnisse aus der anderen Perspektive zu erzählen. Die Zeit hat manchmal ein etwas bräsiges Familienbild, aber das Frauenbild des Romans ist modern und die Protagonistinnen zeigen durchaus ein Bewusstsein darum. Ich wollte schon länger mal ein Buch von Till Raether lesen, da ich seine Kommentare auf SocialMedia mag. Als ich die ungekürzte Lesung von Florian Lukas entdeckte, war die Wahl klar, da ich dessen T.C. Boyle Lesungen klasse finde. Und Lukas’ Lesung lässt mich zusätzlich in die Köpfe der Protagonist*innen und das Berlin der 80er eintauchen. Roman und Sprecher ergänzen sich einfach klasse. Ab der zweiten Hälfte war mir dann einiges klar. Das Buch hat da für mich einen kleinen Durchhänger, den ich aber mit Lukas‘ pointierter Lesung gut überbrücken konnte. Mit Ost-Berlin wurde es dann wieder interessant – auch von der Figurenentwicklung. Tolle Zeitreise in eine kleinbürgerliche Westberliner-Schicht der 80er-Jahre. 4 von 5 Sternen.

  • Forti

    3/5

    13.07.2021

    eBook (ePUB)

    Eindrückliche Stimmung, mittelmäßige Handlung

    34 Jahre vor Corona befand sich die Welt schon mal im Ausnahmezustand: nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Heute wie damals durchaus erwartbare, aber dann doch überraschende Katastrophen, die den Alltag der Menschen massiv beeinflussen und ihnen zeigen, dass ihre Allmacht über die Natur begrenzt ist und ihr Handeln sowie auch ihr Nichthandeln Konsequenzen hat. In dieser Zeit von Tschernobyl also spielt „Treue Seelen“ und dazu auch noch in West-Berlin, was der Szenerie noch bedrückender macht. Allerdings ist das auch nichts Neues. Alles was ich hier über die Zeit nach Tschernobyl und das Leben in West-Berlin gelesen habe, habe ich so auch schon woanders gelesen oder gehört. Dennoch ist diese Stimmung so spürbar beschrieben, dass ich, als in meinem realen Leben Regen aufzog, kurz alarmiert war. Leider ist die erzählte Liebesgeschichte eher unspektakulär – die Ost-West-Geschichte, die es auch noch gibt, wirkt konstruiert. Die Handlung dümpelt so vor sich hin, das Personal bleibt unscharf. Erwähnenswert ist vielleicht noch die Erzählart mit ungewöhnlichen Sprüngen vor und zurück und einer manchmal etwas abgehackten Sprache. Ich kam mit beidem zurecht, einen Mehrwert hatte es für mich aber nicht. Der Reiz des Buches ist für mich die eindringlich beschriebene Stimmung und der sich aufdrängende Vergleich, den die Lesenden zwischen der Zeit nach Tschernobyl und der Corona-Zeit ziehen können. Bei der Handlung bleibt es dafür leider eher mittelmäßig.

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    Silja Sasse

    Thalia Mayersche Hattingen

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    4/5

    16.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Angst vor der radioaktiven Wolke...

    Angst vor der radioaktiven Wolke aus Tschernobyl und die Wende noch in weiter Ferne: "Treue Seelen" bringt beim Lesen das Lebensgefühl des Jahres 1986 zurück. Die eigentliche Handlung bleibt etwas blass, die Atmosphäre des Buches macht aber vieles wieder wett.

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