Produktbild: Die Summe des Ganzen
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Die Summe des Ganzen

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.06.2022

Verlag

Secession Verlag Berlin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/1,6 cm

Gewicht

308 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003776670

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Gut

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Altersempfehlung

16 - 99 Jahr(e)

Erscheinungsdatum

27.06.2022

Verlag

Secession Verlag Berlin

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

20,5/13,2/1,6 cm

Gewicht

308 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710003776670

Herstelleradresse

Prolit Verlagsauslief.
Siemensstraße 16
35463 Fernwald
DE

Email: service@prolit.de

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  • hamburg.lesequeen

    aus Bargfeld-Stegen

    5/5

    20.04.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die liebe Kirche!

    „Padre, glauben sie, dass man Sünden lernt? Oder ist es vielmehr so, dass wir sündig geboren werden und zur Reinheit finden müssen?“ (S.27) DIE SUMME DES GANZEN Steven Uhly Selten habe ich ein Buch an einem Tag durchgesuchtet und beendet. Gestern war so ein Tag, wo ich nicht aufhören konnte zu lesen. Dieses Thema, was aktueller nicht sein könnte, das mich dermassen einsog und in seinem Besitz nahm, bis ich Stunden später wieder erwachte. Ich hatte das Gefühl soeben noch mitten in Madrid, in einem Beichtstuhl, gesessen zu haben. Lauschte über Stunden den unfassbaren Bericht des Lucas Hernández. Konnte nicht glauben was ich hörte. Wäre am liebsten aufgestanden, hätte in der Kirche laut geschrieen, und mit dem Finger auf ihn gezeigt. Aber dann kam es ganz anders. „Doch er kann sich nicht bewegen. Er muss sitzenbleiben und Priester dieser Kirche sein, weil er sonst niemand mehr ist, weil er sonst jemand ist, dessen Antlitz er nicht zu schauen wagt.“ (S.93) Es geht um pädophile Neigungen der Priester, geduldet und vertuscht von der Katholischen Kirche. Das Buch ist eine Anklage auf 156 Seiten, durch die ich nur so geflogen bin. Ein Buch mit einer unglaublichen Dynamik. Lest dieses Buch!

  • Bewertung

    aus Peine

    5/5

    28.09.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wichtiges Thema

    Padre Roque de Guzmán sitzt im Beichtstuhl seiner Pfarrkirche in Madrid und harrt der Sünder und Sünderinnen, die ihn aufsuchen werden. Die meisten von ihnen kennt er und weiß, was sie auf dem Herzen haben. Da ist José María, der immer wieder Bordelle besucht und seine Frau betrügt. Oder Señóra Barros, mit ihrer Wut auf ihren toten Mann. Er legt ihnen Vaterunser und Rosenkränze auf und erteilt die Absolution. Doch an diesem Tag sitzt ein junger Mann auf der anderen Seite des Gitters, dessen Sünde offenbar so ungeheuerlich ist, dass er sie nicht gleich beichten kann. Erst nach weiteren Besuchen kristallisiert sich heraus, um das es geht. Lucas Hernández fühlt sich zu seinem Nachhilfeschüler hingezogen, der noch ein Kind ist. Und seine Geständnisse erinnern den Padre zum ersten Mal seit langer Zeit daran, dass auch er selbst nicht ohne Sünde ist, wecken Begierden in ihm, die lange unter der Oberfläche schlummerten. „Die Summe des Ganzen“ von Steven Uhly greift ein wichtiges Thema auf, über das sich schwer sprechen lässt und über das von der katholischen Kirche schon viel zu oft ein Mantel des Schweigens gebreitet wurde. Es ist manchmal fast unerträglich, sich hier in der Gedankenwelt eines Päderasten zu finden, dessen Rechtfertigungen und Verharmlosungen zu lesen. Gleichzeitig wird in Uhlys Roman auch das unerträgliche Leid deutlich, das durch diese Menschen und ausgelöst wird. Und das noch dadurch vertieft wird, dass ihre Taten verschleiert werden und wurden. Trotz der Kürze der Geschichte werden hier auch noch andere Themen verhandelt, wie die Frage ob Rache jemals gerechtfertigt sein kann und wie ein Mensch, der unerträgliches erlebt hat, wieder in ein lebenswertes Leben zurückfinden kann. Was braucht es, damit ein Mensch, dessen Leben bis in die Grundfesten erschüttert wurde, wieder Frieden finden kann? Ich habe den Roman mit großer innerer Anspannung gelesen und muss mich letztlich vor der Kunstfertigkeit verbeugen, mit der die Geschichte aufgebaut wurde und durch die erst nach und nach klar wird, was wirklich die Hintergründe sind. Es macht wütend zu lesen, auf welche Weise Taten vertuscht werden, auch wenn man sich der Gefahr bereits bewusst ist. Meiner Meinung nach ist es eine der Aufgaben von Literatur, mutig auf Missstände hinzuweisen und diese aufzudecken und das geschieht hier in eindrucksvoller Weise. Gleichzeitig eine Geschichte, die mich sprachlich überzeugt hat, und die menschlichen Abgründe, aber auch tiefes Leid mit großer erzählerischer Kraft darstellt. Absolute Empfehlung.

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Bewertungen (2)

Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von M. Riedel

    M. Riedel

    Thalia Dresden – Haus des Buches

    Buchhändler*in

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    5/5

    27.01.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Unheimlich und doch so wahr

    Steven Uhly traut sich an ein Thema, worüber es kaum fiktive Literatur gibt. Es geht um Kindesmissbrauch in der Katholischen Kirche. Der 160 Seiten kurze Roman ist allerdings kein literarisches Häppchen, sondern sehr schwere Kost. Und trotz des sensiblen Inhalts sehr lesenwert.
  • Zum Bewerterprofil von Gudrun Krüper

    Gudrun Krüper

    Thalia Freudenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    14.09.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Dieses Buch hat mich umgehauen....

    Dieses Buch hat mich umgehauen. Die Innenansichten der beiden Protagonisten im Beichtstuhl.. Ein außerordentlich wichtiges (und heikles) Thema - Kindesmissbrauch - sensibel erzählt. Ein großer Roman über menschliche Abgründe in leisen Tönen. Unbedingte Leseempfehlung
  • Zum Bewerterprofil von Alex Wilke

    Alex Wilke

    Thalia Berlin – Mall of Berlin

    Buchhändler*in

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    5/5

    15.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Du weißt, dass ein Buch gut ist,...

    Du weißt, dass ein Buch gut ist, wenn es dich emotional mitnimmt. Dies ist hier definitiv der Fall. Jedoch sollte man hier wissen, worauf man sich einlässt, da es explizit Themen behandelt vor denen wir gerne die Augen verschließen würden. Ein unfassbar gutes Leseerlebnis!
  • Zum Bewerterprofil von Kayla Heim

    Kayla Heim

    Thalia Pirmasens

    Buchhändler*in

    5/5

    21.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Summe des Ganzen

    Diese Geschichte greift einen bei der Hand, zieht einen mitten ins Geschehen und lässt erst wieder los, sobald der letzte Satz gelesen ist! In spannenden Dialogen wird die Geschichte eines Sünders erzählt, dem bei seiner Beichte immer wieder der Mut verlässt. Man möchte wissen was passiert ist und gleichzeitig beschleicht einen schon relativ früh eine dunkle Vorahnung. Doch egal was man dachte: Das Ende kommt dann doch unerwartet. Hier geht es um dunkle menschliche Abgründe und dessen Opfer. -sehr feinfühlig erzählt!

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