Deutliche Gebrauchsspuren z.B. Notizen. Könnte ein Mängelexemplar sein, aber voll funktionsfähig und lesbar. Die gelieferte Auflage und das Cover können ggf. abweichen.
Die junge Wölfin Liora versteht ihr Leben nicht mehr: Wieso wollen eigentlich nicht alle die Welt zu einem schöneren Ort machen? Für ihre großen Träume belächelt, ist sie es leid, sich der Eintönigkeit des Alltags anzupassen.
Durch Zufall begibt sie sich auf eine Reise nach dem Sinn ihres Lebens, die eine emotionale Achterbahn voller Höhen und Tiefen bereithält. An einem Ort, an dem Liora niemals damit gerechnet hätte, erkennt sie, dass weder ihr Leben als Außenseiterin noch ihre Reisebegleitung Zufälle sind. Doch wie ist es möglich, dem Unbekannten zu vertrauen, wenn es nicht mit dem Verstand greifbar ist?
Julia Mai interpretiert in ihrem Kunstmärchen Klischees aus Fabeln auf eine inspirierende Art und Weise vollkommen neu. Sie verdeutlicht, welch wichtige Begleiter Alleinsein, Vertrauen sowie Geduld auf unserer persönlichen spirituellen Reise sind und wem wir öfters lauschen dürfen: unserer Intuition.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Inhalt:
Die junge Wölfin Liora sucht ihren Platz im Leben. Sie fühlt sich von all den Erwartungen, die von außen an sie herangetragen werden erschlagen. Sie ist unzufrieden und ihr mangelt es an Energie. Als sie ein uraltes Symbol findet, begibt sie sich, unterstützt von ihrer Großmutter, auf eine Reise, um Antworten zu finden. Antworten, die ihr vielleicht eine weise Eule geben kann – - oder vielleicht doch eher die schwarze Wölfin, der sie begegnet?
Meine Meinung:
Am Anfang hat mich die Erzählung ein klein wenig verwirrt, waren die Wölfe dieser Geschichte doch etwas arg menschlich. Sie trinken Tee, lieben Kräuter und tun auch ansonsten einige Dinge, die man von einem Wolf so nicht erwarten würde.
Nachdem ich diese Prämisse aber einmal akzeptiert hatte, fiel es mir leicht, mich der Handlung zu öffnen und Lioras Weg zu verfolgen.
Die Fragen, die die junge Wölfin plagen, haben wir uns wohl fast alle schon einmal gestellt und auch das Gefühl, dass das eigene Leben viel zu sehr fremdbestimmt wird, konnte ich gut nachvollziehen. Entsprechend gerne bin ich der Entwicklung Lioras gefolgt, die zunächst einmal zu sich selbst finden muss, um dann ihren eigenen Weg im Leben zu finden.
Dabei haben mir die gewählten Bilder und Beispiele in Form von Begegnungen mit anderen Tieren sehr gut gefallen. Die Ermunterung, öfter auf die eigene Intuition zu hören und das Plädoyer für Geduld habe ich als wichtige Punkte empfunden. Da ich selbst schon ein paar Jahre auf dem Buckel habe, kann ich durchaus aus Erfahrung sagen, dass sich Dinge wirklich manchmal von selber finden, wenn man ihnen genug Zeit lässt, um zu reifen.
Zwar würde ich selbst nicht soweit gehen, zu sagen, dass unser Schicksal vorherbestimmt ist, aber auch da sind die Autorin und ich nicht so weit voneinander entfernt. Da sie in ihrem Text auf die Macht des freien Willens hinweist, kämen wir in einer Diskussion sicherlich leicht auf einen Punkt gegenseitiger Akzeptanz.
Die finale Botschaft des Buchs hat mir sehr gut gefallen und Empathie, gegenseitiger Respekt und das Plädoyer offen zu sein für den Weg, den anderer Menschen für sich gewählt haben, kann ich nur unterstützen.
Ein unterhaltsames Buch, das dazu auffordert sich selbst mehr zu vertrauen und mitgutem Beispiel voranzugehen, ohne zu missionieren, oder den eigenen Lebensentwurf als das universelle Nonplusultra anzusehen.
Wer mit einem Hauch Esoterik gut kann, der findet hier eine unterhaltsame und lehrreiche Geschichte mit einer ordentlichen Portion Empowerment, die dazu angetan ist, das eigene Handeln häufiger zu hinterfragen und der Stimme im Bauch mehr Platz einzuräumen, gegenüber dem alles kühl durchkalkulierenden Verstand.
Unser eigenes Leben
clematis am 08.06.2023
Bewertungsnummer: 1956853
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Liora, eine junge Wölfin, welche schon früh ihre Eltern verloren hat, wird umso mehr von der Großmutter, einer phantastischen Köchin und vom Großvater, dem Leitwolf, unter deren Fittiche genommen, soll doch Liora selbst innerhalb eines Jahres die Position an der Spitze des Rudels übernehmen. Aber will sie diese Verantwortung überhaupt auf sich laden, dem vorgezeichneten Plan ohne Hinterfragen folgen? Hat Liora vielleicht ganz andere Vorstellungen und Ziele? Was ist denn ihre Bestimmung? Als sie von der weisen Eule hört, möchte sie diese um Rat fragen, aber auch der Weg zum wissenden Orakel der Tiere ist kein einfacher.
Vom Titelblatt schon magisch angezogen, vermag Julia Mai auch mit ihrer melodischen Sprache den Leser sofort zu inspirieren. Allein die Widmung, welche dem Buch vorangestellt ist, löst Emotionen und zustimmendes Kopfnicken bei mir aus. Ebenso ergeht es mir beim sehr persönlichen Vorwort von Julia, die klingt, als wäre sie bereits eine gute Freundin, die einen kennt mit all den Träumen, die irgendwo schlummern und mit Zweifeln, welche diese verhindern.
Und dann geht es auch schon hinein in Lioras bezauberndes Märchen, das voller spannender Erlebnisse steckt und möglicherweise das Leben des Lesers (zumindest in Teilen) widerspiegelt. Etliche Tiere begegnen der jungen Wölfin, erzählen von ihrem eigenen Schicksal, geben Tipps oder verwirren eher als zu helfen. Aus allen Begegnungen und Gesprächen aber darf Liora dazulernen, nicht nur die „Wahrheit“, denn was ist schon die „Wahrheit“, sondern Grundlegendes über Vertrauen und Intuition. Liora sieht und begreift, dass sie eigene Erfahrungen sammeln darf und auf ihre innere Stimme, auf ihr Bauchgefühl hören soll. Das Leben ist keine eindimensionale Sache, die angepasst an die Normen anderer starr abgearbeitet werden muss, vielmehr ist es doch aufregend, vielerlei Facetten zu erkennen und auszuprobieren.
Interessante Hinweise stecken in diesem so liebevoll gestalteten Büchlein, Großmutters duftender Tee steigt mir sofort in die Nase, etliche Assoziationen mit Bachblüten und entsprechenden Bildern sehe ich vor mir, die erwähnte Ayurveda-Anwendung fügt sich stimmig ein. „Es wärmte dabei nicht nur meinen physischen Körper, sondern auch mein Herz.“ (Pos. 233). „Folge diesem Ruf deiner Seele, auch wenn dein Verstand es nicht erfassen kann.“ (Pos. 386), sollte als Motto wieder viel mehr in den Mittelpunkt unseres Seins rücken. Positives auch aus schwierigen oder im Moment unüberwindbar scheinenden Hürden zu ziehen, das lässt die schönen Tage wieder umso mehr erstrahlen.
Es gibt viele Stürme in unserem Leben, Julias Buch da zur Hand zu nehmen, lässt uns vielleicht leichter durchnavigieren und gut am nächsten Etappenziel ankommen. In diesem Sinne empfehle ich „Die Stimme, die ich sah“ von Herzen gerne weiter.
Titel Die Stimme, die ich sah
Autor Julia Mai
ASIN B0B92TXH9L
Sprache Deutsch
Ausgabe ebook, ebenfalls erhältlich als Taschenbuch (216 Seiten) und Hörbuch
Erscheinungsdatum 27. September 2022
Verlag Nova MD
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