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Der Mann, das Opfer »Dieses Buch ist ein genuiner Verständigungsversuch. Das ist erfrischend.« SZ

1

24,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

354

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,4 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Weiß / Marine

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28864-5

Beschreibung

Rezension

»Es bringt frischen Wind in den aktuellen Diskurs und schafft eine Sprache, in der sich weiterdenken lässt.« Hannah Kämpfer, Der Freitag, 8.10.26
»Ich habe das dringende Bedürfnis, mit diesem Buch auf die Straße zu gehen und es allen Menschen, vor allem Männern, in die Hand zu drücken.« Anika Falke, Papierstau-Podcast, 7.10.26
»Der oft sehr persönliche Zugang erleichtert zudem die Identifikation von Lesenden und eröffnet viele Möglichkeiten des Abgleichs mit eigenen Erfahrungen.« Christa Nebenführ, Buchkultur, 2.10.26
»Ihre Bücher sind bedacht und reflexiv. Immer wieder versucht Fritz, auch die Emotionen der Lesenden zu antizipieren. Das macht sie so besonders.« Annanina Metz, Der Spiegel, 1.10.26

Produktdetails

Verkaufsrang

354

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Hanser Berlin in Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG

Seitenzahl

288

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,4 cm

Gewicht

390 g

Farbe

Weiß / Marine

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-446-28864-5

Herstelleradresse

Hanser Berlin
Lehrter Straße 57 Haus 4
10557 Berlin
DE

Email: info@hanser.de

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  • Bewertung

    5/5

    26.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lange gewartet auf so ein Buch!

    Bücher haben schon öfter meine Sicht auf die Dinge beeinflusst. Mein Denken und Fühlen, mein ganzes Leben verändert haben aber nur einige wenige Bücher. Und ich muss zugeben, dass ich bei einem Buch mit dem Titel "Der Mann, das Opfer" nicht davon ausgegangen bin, dass es mich auf dieser Ebene verändern würde. Aufklären, inspirieren, beeindrucken, all das hielt ich für möglich, zugleich fürchtete ich mich ein bisschen davor, von dem Buch enttäuscht zu werden, schließlich könnte ein Text mit so einem Titel auch schnell eine eher unangenehme Richtung einschlagen. Ich bin ein als Mann geborener Mensch Mitte 30. Seit etwa 15 Jahren beschäftige ich mich intensiv mit Feminismus, feministischer Literatur und feministischen Perspektiven. Ich dachte, ich hätte schon sehr viel gecheckt, ohne zu glauben, dass ich deshalb meine patriarchale Sozialisation und problematisches Verhalten automatisch dadurch hinter mir gelassen hätte. Der Feminismus war auf gewisse Art und Weise meine Rettung gewesen, in einer Welt, in der ich mich als Mann nicht zurechtfand, nicht zurechtfinden wollte; er zeigte mir, wie ich halbwegs so sein konnte, wie ich sein wollte, ohne in einer permanten Identitätskrise zu leben. Ich hielt das lange für den besten Zustand, den ich als Mann erreichen konnte: eine halbwegs stabile Identität, weiteres Bemühen um Reflexion, langsames Abarbeiten meiner Sozialisation und meiner Verstrickung in patriarchale Muster. Was fehlte war aber lange eine echte Perspektive. Ich wusste, wie ich NICHT sein wollte, was ich nicht tun und wo ich nicht dazugehören wollte. Aber was wollte ich, wo wollte ich hin? Ich wollte mich aus dem Patriarchat emanzipieren, aber als was und wie? Und dann kam: dieses Buch. Dieses umsichtige und direkte, feinfühlige und nachdrückliche Buch und mit ihm eine frische Tiefe in meine bis dahin vorhandene, aber flache, rutschige, unsichere Perspektive aufs Mann sein. Ich wünschte ich könnte hier irgendwie kurz zusammenfassen, was dieses Buch alles klug und gut verhandelt. Ich hoffe es reicht zu sagen, dass es ganz viele begonne Transformationen in mir hat wachsen und gedeihen lassen, sie teilweise vollendet, teilweise hat Fahrt aufnehmen lassen. Dafür bin ich dankbar, zutiefst. Und ich wünsche dem Buch, dass es in dieser polarisierten Zeit mit seiner umsichtigen, nie naiven, aber immer differenzierten Stimme die Aufmerksamkeit und Leser*innenschaft bekommt, die es verdient. Wir brauchen mehr solcher Stimmen, die die Zukunft öffnen, statt nur die Fronten der Gegenwart (derer es auch bedarf!) zu ziehen und daran entlang zu patroullieren.

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