KI-Beratung Beta

Produktbild: Creative Leadership

Creative Leadership Was Führungskräfte von Künstlern wie Picasso lernen können

Aus der Reihe essentials
1

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22803

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2026

Abbildungen

XVII, 61 S. 2 Abb.

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

61

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,5 cm

Gewicht

117 g

Farbe

Marine / Hellblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-51584-3

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22803

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

31.05.2026

Abbildungen

XVII, 61 S. 2 Abb.

Verlag

Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

Seitenzahl

61

Maße (L/B/H)

21/14,8/0,5 cm

Gewicht

117 g

Farbe

Marine / Hellblau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-658-51584-3

Herstelleradresse

Springer-Verlag GmbH
Europaplatz 3
69115 Heidelberg
DE

Email: ProductSafety@springernature.com

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Marius

    aus Wuppertal

    1/5

    16.08.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Warum Michail Lifschitz Recht hatte: Ulrike Lehmann und der Kapitalismus der Gegenwart

    Oberflächlich kommt der Essay, den die Kunsthistorikerin Ulrike Lehmann vorgelegt hat, wie eine von hunderttausenden erbaulichen Manager-Lektüren daher. Kreativität ist wichtig, und natürlich geht es um Lösungen für die Probleme der Zeit: KI, Krise, Unsicherheit, Stagnation und dergleichen mehr. Formal ist über ihren Essay wenig zu sagen: zwei, drei Thesen werden ständig wiederholt; um die in jedem Absatz geforderte Kreativität ist die Stilistik unbekümmert. Stichwortlisten helfen, auf rund 50 Seiten zu kommen. Die Kernthese: Um auf dem krisengeschüttelten Weltmarkt erfolgreich zu sein, müssen sich Manager Methoden des modernen Kunstschaffens aneignen. Sie erlauben, Konventionen fundamental zu brechen und riesige Innovationspotenziale freizusetzen, die einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil bieten. Leicht wäre, Lehmann Geschmacklosigkeit vorzuwerfen. Picasso, an dem sie ihre Thesen illustriert, war natürlich (obwohl, wie sie zu Recht schreibt, geschickter Geschäftsmann) alles andere als ein Befürworter des Kapitalismus. Seine Kunst hatte völlig andere Ziele, als Tipps zu liefern, um dem Kapitalismus aus der Misere zu helfen. Picasso war Mitglied der Kommunistischen Partei Frankreichs. In Bildern wie Guernica oder Massaker in Korea prangerte er die brutalen Folgen kapitalistischer Verhältnisse an. Anlässlich Stalins Tod malte er ein respektvoll gemeintes Portrait, das freilich seitens der sowjetischen Kulturbürokratie auf wenig Gegenliebe stieß. All diese Zusammenhänge sind einer Kunsthistorikerin selbstverständlich klar, und dass sie sie nicht erwähnt, gereicht ihr nicht zur Ehre. Eine Kritik an „kapitalistischer Vereinnahmung“ Picassos, die selbst noch die Gesellschaftskritik geschickt vermarktet, wäre naheliegend, aber unzureichend. Entgegen seinem sozialkritischen, ja revolutionären Aplomb war der ästhetische Modernismus immer Widerspieglung wie auch Antrieb der kapitalistischen Funktionslogik. Oft wird angenommen, der Kapitalismus sei konservativ, fördere eine rigide „bürgerliche Moral“ usw. In Wirklichkeit sind Moral und Tradition mit der kapitalistischen Produktionsweise unvereinbar. Moralische und traditionelle Regeln bedeuten Grenzen. Der Kapitalismus funktioniert aber nur, wenn ständig neue Geschäfte und neue Möglichkeiten entstehen, Geld in mehr Geld zu verwandeln. Der sowjetische Kunstphilosoph Michail Lifschitz, im Westen leider weitgehend unbekannt, beschrieb diesen Zusammenhang schon in den 1960er Jahren: Die moderne Kunst löst die Vorstellungen davon auf, was schön, richtig oder gelungen ist. Es gab eine Zeit, da war klar, dass es Kriterien der Schönheit gäbe. Demgegenüber meint die moderne Kunst, Schönheit sei subjektiv; es könne auch keine objektiven Normen der Schönheit geben. Oder sie erklärt dem Schönen den Krieg. Dieses sei obsolet, oberflächlich, falsch. Es müsse abgeschafft, überwunden werden. Eine Kunst, deren einziger Sinn darin liegt, ständig mit bestehenden formalen Regeln zu brechen, passt perfekt zu einer Wirtschaftsordnung, die ständig etablierte Regeln und Konventionen bricht, um neue Produkte, Märkte und Nachfragen zu schaffen. Die radikale Pose der modernen Kunst wird von der Widerspiegelung des Kapitalismus zur Inspiration immer radikalerer „Überwindung“ von Werten und Maßstäben. Hinzu kommt die Bedeutung von Konsum. Dieser soll nicht der Befriedigung realer Bedürfnisse dienen (die grundlegendsten menschlichen Bedürfnisse bleiben im Kapitalismus für einen Riesenteil der Menschheit unerfüllt), sondern ist ganz auf Profit ausgerichtet. Zum Konsum animiert werden muss nur ein kaufkräftiger Teil der Weltbevölkerung. Das Ergebnis ist der ständige Wechsel der Moden und Trends. Alexander Grau bemerkt dazu mit einem durchaus lifschitzianischen Argument: „Nicht das Ewige und Dauerhafte hat einen Wert, sondern Flexibilität und Innovationen. Normen, die bisher nur in der Geschäftswelt galten, erreichen so die Gesamtgesellschaft. Nicht nur Unternehmen müssen permanent innovativ sein. Auch das einzelne Individuum. Ein konstantes Leben wirkt einfältig und provinziell. Der Mensch der Spätmoderne hat sich permanent neu zu erfinden, dynamisch und kreativ.“ Diese Eigenschaft des Kapitalismus hat Lehmann treffend erfasst, wenn sie schreibt: „Künstler machen nicht immer das Gleiche, sie erfinden sich (und auch die Kunstgeschichte) immer wieder neu, jedes Original ist eine Neuheit. Ihre Werke werden an ihrer Neuheit gemessen – auch im Hinblick auf das, was andere Künstler bisher gemacht haben. Ihr innerer Antrieb ist es, nach dem letzten Werk wieder ein neues zu schaffen, um ein noch besseres als das vorherige in die Welt zu bringen. […] Picasso war ein Genie im eigentlichen Sinne – ein Künstler, der sich ständig neu erfand, der nie bei einer Form verweilte, sondern in ständiger Bewegung blieb.“ Sie schreibt weiter: „Wir leben in einer Zeit, in der sich die Welt – und damit auch die Unternehmen – schneller verändert als je zuvor. Digitale Transformation, der demografische Wandel, Klimawandel, geopolitische Spannungen und die allgegenwärtige Präsenz künstlicher Intelligenz stellen Führungskräfte vor Herausforderungen, die mit klassischen Managementmethoden kaum mehr zu bewältigen sind. Planung, Kontrolle und reine Effizienzoptimierung stoßen an ihre Grenzen, wenn Märkte unvorhersehbar, Systeme komplex und Sicherheiten brüchig geworden sind.“ Der Kapitalismus gerät seiner Natur nach in zyklische Wirtschaftskrisen (eine solche meint sie, wenn sie deren Symptome auflistet). In der Tendenz fällt jedoch die Profitrate stetig. Vereinfacht gesagt: Es wird immer schwieriger, mit bereits erschlossenen Geschäftsfeldern dauerhaft hohe Gewinne zu erzielen, die im Konkurrenzkampf notwendig sind. Für Lehmann ist die modern-künstlerische Haltung des Nihilismus eine Methode, in einem übersättigten Markt neue Sphären der Profitextraktion ausfindig zu machen. Je weiter sich der Kapitalismus entwickelt, je weniger Sphären werden, die als Profitquelle erschließbar sind, desto mehr jagt das Kapital – vor allem das Finanzkapital – dem kurzfristigen Maximalprofit nach. Es investiert nicht mehr langfristig oder strategisch, weil entsprechende Investitionsmöglichkeiten nicht mehr existieren. In der Konsequenz wird das wirtschaftliche Handeln der Unternehmen riskant, im alltäglichen Sinne unvernünftig. Auch das erkennt Lehmann: „Um ein Künstler zu bleiben, ist ein hohes Maß an Kreativität, Mut, Neugier und Risikobereitschaft erforderlich. Und Picasso hatte noch eine andere Mut machende Botschaft: “Der Hauptfeind der Kreativität ist der gesunde Menschenverstand.“ […] Eine solche Kultur ist in Unternehmen noch nicht weit verbreitet. Oft werden Fehler als Schwächen oder Risiken angesehen. Künstlerische Führung definiert Scheitern jedoch neu als wesentlichen Bestandteil von Innovation.“ Spätestens hier wird deutlich: Lehmanns Text ist gegen seinen Anspruch keine Anleitung, sondern eine Beschreibung. Beschrieben wird, wie im Kapitalismus des Finanzkapitals Profit generiert wird. Kein kleines oder mittelständisches Unternehmen kann es sich leisten, dem gesunden Menschenverstand entgegengesetzte Entscheidungen zu treffen. „Fehler“ sind hier irreparable ökonomische Verluste, die den Tod des Unternehmens bedeuten können. Faktisch beschreibt sie die Investitions- und Managementpolitik des Großkapitals, das genug Mittel hat, um Gewinneinbußen auszugleichen, wenn sie dazu dienen, Profitquellen zu erschließen. Damit zeigt ihr Essay, wenn auch unbeabsichtigt, dass die moderne Kunst immer zutiefst auf den Kapitalismus bezogen ist: Der avantgardistische Impetus hält das Juggernaut-Rad des Kapitalismus mit scheinradikalen Impulsen in Schwung. Sie zeigt die kritische Brisanz, die der fast vergessene Michail Lifschitz heute hat. Als Lehrbuch ist ihr Essay unbrauchbar. Aufschlussreich ist er für jeden, der sich mit der Auflösung alles Guten, Wahren und Schönen unter den Bedingungen nihilistischer Profitmaximierung nicht abfinden will.

Kundinnen und Kunden meinen

5

0

4

0

3

0

2

0

1

1

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

  • Produktbild: Creative Leadership

  • Kernprinzipien künstlerischer Führung.- Praxisbeispiele: Künstlerische Führung in der Unternehmenswelt.- Zukunftsperspektiven: Die Kunst der Führung im digitalen Zeitalter.- Implementierungsstrategien.- Kreativitätstechniken für Manager.- Die Rolle der Kunst in Transformationsprozessen.- Leadership-Modelle im Wandel.