Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten.
Kundinnen und Kunden meinen
4.6/5.0
coala
Thalia Book Circle Community
5/5
15.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Zwischen Traum und Wirklichkeit
Jeremias verbringt die Herbstferien mit seinen Eltern auf Kreta. Dort begegnet er den geheimnisvollen Kindern Mond und Nyx und erfährt von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte. Also machen sie sich gemeinsam auf die Suche nach dem König der Nacht, denn nur er kann die Katzen vor einer großen Gefahr retten. Während die Grenzen zwischen Realität und Fantasie zunehmend verschwimmen, lauern dunkle Schatten und ein rätselhafter Mann im silbernen Anzug verfolgt seine ganz eigenen Pläne.
Katzenmond ist ein besonderes Kinder-Fantasybuch, denn die Geschichte verbindet ein spannendes Abenteuer mit einer märchenhaften Atmosphäre und entwickelt dabei einen ganz besonderen Zauber. Die griechische Insel, die geheimnisvolle Nachtwelt und die vielen Streunerkatzen ergeben ein stimmiges Setting, das schnell zum Träumen einlädt. Gut gelungen ist dabei die Erzählweise aus Jeremias’ Sicht. Dadurch wirkt die Geschichte authentisch und lässt viel Raum für Fantasie. Gleichzeitig steckt zwischen den Zeilen deutlich mehr, als auf den ersten Blick erkennbar ist. Themen wie Trauer, Einsamkeit oder Ausgrenzung werden sensibel verarbeitet, ohne dabei die Leichtigkeit der Geschichte zu verlieren, so bietet das Buch sowohl jungen als auch erwachsenen Lesern unterschiedliche Ebenen zum Entdecken. Und auch die Figuren wachsen schnell ans Herz. Jeremias, Mond und Nyx ergänzen sich wunderbar und natürlich stehlen die Katzen mit ihren eigenwilligen Persönlichkeiten immer wieder die Show. Der Schreibstil ist dabei bildhaft und poetisch, bleibt aber angenehm lesbar und sorgt dafür, dass man sich die Szenen lebhaft vorstellen kann.
Ein außergewöhnliches Fantasyabenteuer voller Magie, Geheimnisse und liebenswerter Katzen, welches mit seiner besonderen Atmosphäre und einer Geschichte begeistert, die gleichermaßen spannend, berührend und nachdenklich ist.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fantasievolles Katzenabenteuer in Griechenland
Der 12-jährige Jeremias verbringt mit seinen Eltern die Herbstferien auf der Insel Kreta in Griechenland. Im Ferienhaus denkt er über die seltsamen Ereignisse dort nach und schreibt sie auf.
Aus seiner kindlichen Perspektive erfahren wir von seinem fantastischen Katzenabenteuer, das einem wie ein großer Traum erscheint – in dem alles möglich ist. Ferien, in denen Jeremias alle Freiheiten hat und den geheimnisvollen Jungen Mond und das Mädchen Nyx kennenlernt. Gemeinsam helfen sie den Katzen im Dorf, den verschollenen König der Nacht zu finden, der sie vor dem eiskalten Wintertod bewahren soll. Damit beginnt die Suche nach der Tür, die in die Nachtwelt führt – einem fantastischen Ort. Doch die Kinder werden von bedrohlichen Schatten verfolgt. Was hat der unsympathische Mann im Anzug damit zu tun, der im Dorf eine Villa gekauft hat, mit seinem vielen Geld um sich wirft und ein Auge auf Jeremias’ Mutter geworfen zu haben scheint?
Werden sie den König der Nacht finden und die Katzen retten?
Antonia Michaelis hat mit „Katzenmond“ ein fantasievolles Abenteuer geschrieben, voller Einfallsreichtum, Spannung und Geheimnissen – mit Urlaubsfeeling und jeder Menge Katzen. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie heben sich auf, um verborgene Wahrheiten zu enthüllen. Wie ein Puzzle fügt sich jedes rätselhafte Teil ein, bis am Ende ein großes Geheimnis sichtbar wird und sich alles harmonisch zusammenfügt. Es macht Spaß, mitzurätseln, auf die Auflösung hinzufiebern, sich der unvorhersehbaren Handlung hinzugeben und ins Träumen zu geraten.
Am Ende habe ich das Buch beinahe widerwillig zur Seite gelegt, so sehr hat es mich beschäftigt. Es war so vielschichtig, tiefgreifend und berührend. Diese Ebene erschließt sich automatisch: Die vielen Andeutungen ergeben für mich ein neues Bild, aber es kann auch einfach ein traumhaftes Abenteuer sein, das sich von anderen Geschichten abhebt und an absurd-witzige Animationsfilme erinnert – die trotzdem zum Nachdenken anregen und mehrdeutige Symbolik aufweisen.
Der Schreibstil verwebt unkomplizierte mit poetischer Sprache – eine Ausdrucksweise, die dem jungen Ich-Erzähler gerecht wird, aber trotzdem die Vorstellungskraft anregt und sich beim Vorlesen leicht von den Lippen löst. Auf den ersten Blick mag er herausfordernd wirken, doch sobald man sich an die prägnanten Sätze gewöhnt hat, stellt sich ein angenehmer Lesefluss ein.
Diese kindliche Perspektive auf das Geschehen prägt auch das Verhalten der Erwachsenen. Besonders gefiel mir dieser erzählerische Freiraum, der Unbefangenheit und Offenheit widerspiegelt und den Erwachsenen weniger Beachtung schenkt – ohne dabei ihre sichere Bindung zu vernachlässigen.
„Katzenmond“ könnte ein Buch sein, das einen beim Erwachsenwerden begleitet – wenn man es später noch einmal liest. Vor allem aber ist es eine absurd-fantasievolle und spannende Geschichte, die in erster Linie für Kinder geschrieben ist – aber auch Erwachsene begeistern kann, die Lust auf ein ungewöhnliches Abenteuer haben. Es regt die Fantasie an und fordert die eigene Logik heraus. Wer einfach nur eine spannende Geschichte mit Katzen sucht, wird hier auch seinen Spaß haben, denn die Samtpfoten sind die eigentlichen Stars der Geschichte.
Holger S.
5/5
10.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wenn Streunerkatzen die Tür zur Nachtwelt öffnen
„Katzenmond“ ist für mich ein ganz besonderes Kinderbuch: märchenhaft, geheimnisvoll, poetisch und gleichzeitig überraschend tiefgründig. Schon der Einstieg hat mich direkt in die Geschichte gezogen. Es gibt kein langes Vorgeplänkel, sondern man landet mit Jeremias sofort auf Kreta, zwischen Meer, engen Gassen, wilden Katzen und einer Atmosphäre, in der man spürt: Hier stimmt irgendetwas nicht ganz. Oder vielleicht stimmt gerade hier alles ein bisschen mehr als in der normalen Welt.
Jeremias verbringt mit seinen Eltern die Ferien auf Kreta und merkt schnell, dass die Streunerkatzen ihn nicht einfach nur zufällig beobachten. Sie scheinen auf ihn gewartet zu haben. Gemeinsam mit Mond und Nyx begibt er sich auf die Suche nach der verschwundenen Tür zur Nachtwelt, einem magischen Ort, an dem Katzen Dinge können, die ihnen in der echten Welt verwehrt bleiben. Diese Idee fand ich wunderschön und sehr fantasievoll umgesetzt.
Besonders stark ist für mich die Sprache. Antonia Michaelis erzählt nicht einfach nur eine Abenteuergeschichte, sondern erschafft Bilder, die lange im Kopf bleiben. Die Nachtwelt, die Insel, die Trauerkatzen, die Schatten und das Gefängnis aus Geld und Flaschen wirken märchenhaft, haben aber gleichzeitig eine zweite Ebene. Jüngere Leserinnen und Leser werden vermutlich vor allem das spannende Fantasyabenteuer sehen, während Erwachsene noch viel mehr zwischen den Zeilen entdecken können.
Das Buch behandelt nämlich durchaus ernste Themen wie Trauer, Depression, Alkoholsucht, Einsamkeit und Ausgrenzung. Trotzdem wirkt es nie schwer oder überladen. Alles ist in eine poetische Bildsprache eingebettet, die die Geschichte fast leicht erscheinen lässt, obwohl sie inhaltlich viel Tiefe hat. Genau diese Mischung hat mir besonders gut gefallen.
Auch die Freundschaft zwischen Jeremias, Mond und Nyx ist sehr gelungen. Die drei sind völlig unterschiedlich, ergänzen sich aber wunderbar. Jeremias nimmt die anderen so an, wie sie sind, Mond bleibt lange geheimnisvoll und Nyx bekommt in der Nachtwelt eine Freiheit, die ihr in der realen Welt oft verwehrt bleibt. Gerade dadurch entsteht eine schöne Botschaft über Akzeptanz, Mut und Zusammenhalt.
Und natürlich sind da die Katzen. Jede von ihnen hat ihre eigene kleine Persönlichkeit, wirkt wild, eigensinnig, frech und manchmal fast weiser als die Menschen. Das Buch ist wirklich eine kleine Hommage an Streunerkatzen und an all die Tiere, die irgendwo zwischen Freiheit, Überleben und Geheimnis leben.
Manchmal weiß man beim Lesen nicht genau, wo Traum, Wirklichkeit und Magie ineinander übergehen. Aber genau das passt hier perfekt. Die Geschichte folgt nicht immer der ganz nüchternen Logik, sondern eher der Logik eines modernen Märchens. Und am Ende fügt sich alles erstaunlich stimmig zusammen.
Für mich ist „Katzenmond“ ein wunderschönes, atmosphärisches Fantasyabenteuer für Katzenfans, Tierfreunde und alle, die magische Geschichten mit Tiefe mögen. Wegen der ernsteren Themen würde ich es eher ab etwa 12 Jahren empfehlen, auch wenn jüngere geübte Leserinnen und Leser sicher ebenfalls viel daraus mitnehmen können.
Ein poetisches, kluges und berührendes Buch, das noch lange nachklingt.
raschke64
aus Dresden
4/5
13.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sehr fantasievoll
Jeremias ist 11 und fährt mit seinen Eltern in den Herbstferien nach Kreta. In einem ganz kleinen Ort haben sie eine Ferienwohnung und der Vater ist den ganzen Tag zum Fotografieren unterwegs. Die Mutter gibt einem reichen Griechen Klavierstunden. Jeremias bemerkt die vielen wilden Katzen im Dorf und füttert sie. Dabei lernt er das im Rollstuhl sitzen die Mädchen Nyx kennen. Sie freunden sich an und bald gesellt sich der Junge Mond dazu. Die drei erleben sehr wilder Abenteuer...
Das Buch ist eine sehr fantasievolle Geschichte über Freundschaft, Tierliebe und Hilfe. Die Abenteuer, die die Kinder erleben, geschehen in der sogenannten Nachtwelt. Und dort ist quasi alles möglich. Das Ganze liest sich sehr gut und wird die Zielgruppe erreichen. Ich selber - weit über das Alter des Buches hinaus - hatte manchmal Probleme mit der Logik. Denn plötzlich passieren die Abenteuer auch in der normalen Welt und alles wechselt ständig hin und her scheinbar ohne Regeln. Das war für mich nicht so leicht, aber wie gesagt, ich bin nicht die Zielgruppe und die Kinder werden das Buch sicherlich sehr gern lesen. Es ist in einer einfachen, direkten und gut verständlichen Sprache geschrieben, es spricht Mädchen und Jungen gleichermaßen an. Das Ganze wird noch untermalt durch wirklich zauberhafte Zeichnungen am Beginn jedes Kapitels. Und die Katzen sind einfach überwältigend. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.
Bewertung
aus Moosburg
4/5
11.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Interessant, regt stellenweise zum Nachdenken an
Der 11-jährige Jeremias fährt mit seinen Eltern nach Griechenland ans Meer. Schon bald bemerkt er, dass die vielen wilden Katzen dort ihn beobachten. Der geheimnisvolle Junge Mond erzählt Jeremias von einer verschwundenen Tür, die einst in eine magische Nachtwelt führte, in der Katzen Dinge können, zu denen sie im echten Leben nicht fähig sind. Gemeinsam mit Mond, der schüchternen Nyx und einem Haufen streunender Katzen begibt sich Jeremias auf Spurensuche. Ist die Nachtwelt in Gefahr? Was hat es mit dem unheimlichen Schatten auf sich, der sie verfolgt? Und warum interessiert sich der Mann im silbernen Anzug so sehr für die rätselhafte Tür? Jeremias muss sich entscheiden, wie weit er gehen will, um die Nachtwelt zu retten. (Klappentext)
Das Buch zieht den Leser sofort in den Bann. Es ist spannend und mysteriös von Anfang an und die Neugierde wird schnell geweckt. Nach wenigen Seiten ist man an der Seite von Jeremias und hat das Gefühl, das Abenteuer fast hautnah mitzuerleben. Die verschiedenen Charaktere, jeder ist einzigartig und einmalig, sind real vorstellbar. Die Handlung ist gut aufgebaut, nachvollziehbar, wenn auch an manchen Stellen vorhersehbar. Dies hat aber der entstehenden Leseatmosphäre nicht geschadet. Interessante Ereignisse und Wendungen lassen keine Langeweile aufkommen. Einmal angefangen zu lesen, kann man das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man will nur noch wissen, was noch alles geschieht, wie es sich weiterentwickelt und vor allem wie es endet. Man wird nicht enttäuscht. Das Buch spricht verschiedene Themen wie z.B. Trauer, Sucht, Krankheiten altersgerecht an. Die Botschaften, die es vermittelt, kommen gut und verständlich an. Ein schönes Fantasyabenteuer, welches aber auch an manchen Stellen nachdenklich macht.
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