Produktbild: »Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen«
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»Nichtalltägliches aus dem Leben eines Beamten« und »Einladung zum Klassentreffen« Zwei Theaterstücke

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.12.2016

Verlag

Engelsdorfer Verlag

Seitenzahl

119

Maße (L/B/H)

20,8/17,7/1 cm

Gewicht

179 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004052582

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Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

06.12.2016

Verlag

Engelsdorfer Verlag

Seitenzahl

119

Maße (L/B/H)

20,8/17,7/1 cm

Gewicht

179 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

EAN

2710004052582

Herstelleradresse

Engelsdorfer Verlag Tino Hemmann
Schongauerstraße 25
04329 Leipzig
DE
info@engelsdorfer-verlag.de

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Großes Kino für die Theaterbühne

Bewertung aus Simmelsdorf am 18.07.2023

Bewertungsnummer: 1982636

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Am letzten Satz angekommen, kann ich aufrichtigen Herzens sagen: Das ist mit Abstand das außergewöhnlichste Buch, das ich je gelesen habe. Wie konnte es dem Autor nur gelingen, sprachliche Virtuosität mit derbem Witz derart zu verknüpfen, dass ein höchst unterhaltsames Werk dabei herausgekommen ist? Im 1. Stück weist der einzige Protagonist alle Merkmale einer multiplen Persönlichkeit auf: Seine Stimmungsschwankungen liefern sich einen grotesken Wettlauf mit den von ihm aufgegriffenen Themen. Es geht Schlag auf Schlag. Zum Piepen, wie er sich mit nicht zweckdienlichen Vorschriften, seinem Chef, einer begehrenswerten Kollegin und den Missständen, denen sein Berufsstand ausgesetzt ist, akribisch auseinandersetzt. Bei Lichte besehen, ist er eine tragische Figur, der Herr Fredenbek, der nur in seinem Büro und im Dialog mit sich selbst zum Helden mutiert. Fazit: Wortgewalt trifft Comedy! Das 2. Stück wird von einem gegenwärtigen Handlungsstrang mit 2 Rollen („sie“ und „er“) dominiert, unterbrochen von mehreren Rückblenden mit Ausschnitten aus ihrem Leben (hier treten auch die Nebenrollen auf). Gespannt und aufmerksam verfolgte ich das Telefonat, in dem „sie“ und „er“ 20 Jahre Revue passieren lassen, die man sich nun nicht gesehen hat. Kommt es zu einem Wiedersehen der beiden, vielleicht sogar zur Wiederaufnahme ihrer damaligen Liebesbeziehung? Der Text wirkte auf mich gar nicht wie ein Theaterstück, sondern authentisch, als erzählte jemand Episoden aus seinem wahren Leben. Auch hier beweist der Autor Talent für Wortwitz und Situationskomik und ein Gespür dafür, traurige und nachdenklich stimmende Momente im richtigen Maß beizumischen. Fazit: Spannend und emotional!

Großes Kino für die Theaterbühne

Bewertung aus Simmelsdorf am 18.07.2023
Bewertungsnummer: 1982636
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Am letzten Satz angekommen, kann ich aufrichtigen Herzens sagen: Das ist mit Abstand das außergewöhnlichste Buch, das ich je gelesen habe. Wie konnte es dem Autor nur gelingen, sprachliche Virtuosität mit derbem Witz derart zu verknüpfen, dass ein höchst unterhaltsames Werk dabei herausgekommen ist? Im 1. Stück weist der einzige Protagonist alle Merkmale einer multiplen Persönlichkeit auf: Seine Stimmungsschwankungen liefern sich einen grotesken Wettlauf mit den von ihm aufgegriffenen Themen. Es geht Schlag auf Schlag. Zum Piepen, wie er sich mit nicht zweckdienlichen Vorschriften, seinem Chef, einer begehrenswerten Kollegin und den Missständen, denen sein Berufsstand ausgesetzt ist, akribisch auseinandersetzt. Bei Lichte besehen, ist er eine tragische Figur, der Herr Fredenbek, der nur in seinem Büro und im Dialog mit sich selbst zum Helden mutiert. Fazit: Wortgewalt trifft Comedy! Das 2. Stück wird von einem gegenwärtigen Handlungsstrang mit 2 Rollen („sie“ und „er“) dominiert, unterbrochen von mehreren Rückblenden mit Ausschnitten aus ihrem Leben (hier treten auch die Nebenrollen auf). Gespannt und aufmerksam verfolgte ich das Telefonat, in dem „sie“ und „er“ 20 Jahre Revue passieren lassen, die man sich nun nicht gesehen hat. Kommt es zu einem Wiedersehen der beiden, vielleicht sogar zur Wiederaufnahme ihrer damaligen Liebesbeziehung? Der Text wirkte auf mich gar nicht wie ein Theaterstück, sondern authentisch, als erzählte jemand Episoden aus seinem wahren Leben. Auch hier beweist der Autor Talent für Wortwitz und Situationskomik und ein Gespür dafür, traurige und nachdenklich stimmende Momente im richtigen Maß beizumischen. Fazit: Spannend und emotional!

Mit den zwei Theaterstücken…

Giselas Lesehimmel aus Landshut am 25.06.2021

Bewertungsnummer: 2746316

Bewertet: eBook (ePUB)

Mit den zwei Theaterstücken hat Martin Schörle Theaterluft in mein Wohnzimmer gezaubert. Bei „Nichtalltägliches aus dem Leben“ erleben wir den Beamten Hans Fredenbek. Einfach nur köstlich, wie ich er sich in einem Monolog über Radiergummi verliert. Überhaupt hüpfen seine Gedanken von Pontius zu Pilatus. Er lebt in seiner kleinen Bürowelt und nimmt das Leben außerhalb nur am Rande wahr. Spontanität muss bei ihm „gut überlegt“ sein! Er ist im Grunde ein sehr sensibler Charakter. Irgendwie! Würde er sonst bemerken, dass Menschen auf dem Clo unter Druck stehen? Wie er zu seiner Beamtenbefriedigung kommt ist wirklich auch nicht ohne. Leicht hat er es wahrlich auch nicht, mit so einem spätpubertierenden Chef von 54 Jahren. Nicht zu fassen! Na, und ein Verehrer sein ist alles andere als leicht. Ich hatte beim Lesen stets ein Lächeln im Gesicht. Dennoch bemerkt man schon eine gewisse Traurigkeit, die dem Hans anhaftet. Einem Vollblutbeamten, der seiner Einsamkeit entflieht, indem er sich in der Arbeit unersetzlich machen will. Von Kollegen belächelt und anscheinend nicht immer ganz ernst genommen. Das Ende fand ich traurig. Traurig aber auch mit Humor rüber gebracht. Das Zweite Stück „Klassentreffen“ ließ dann man meine Lust auf einen Theaterbesuch in schwindelerregende Höhen schießen. Erstens fahre ich gerne mal mit dem Zug. Zweitens habe auch ich schon lustige Dinge bei Zugfahrten erlebt. Drittens hat mich das Ganze eines kleines bisschen, (aber wirklich nur ein kleines bisschen,) an gut gegen Nordwind erinnert. Nur mit dem Unterschied, dass Marina und Carsten sich kennen. Beide Anfang 40. Die Marina sitzt wie immer nach der Arbeit im Zug. Da klingelt ihr Handy. Dran ist kein Geringerer als ihre Schulliebe Carsten. Der informiert sie, dass bald ein Klassentreffen stattfindet. Aus dieser Info wird ein Dialog, der auch eine Frau, die sehr interessiert zuhört, gut unterhält. Ja, sogar den einen oder anderen Kommentar loslässt. Bald kommen noch zwei Herren dazu, die sich nicht minder gut unterhalten fühlen, von dem interessanten Telefongespräch. Vor 20 Jahren haben Marina und Carsten das Abitur gemacht. Marina glücklich geschieden. Carsten geschieden mit regelmäßigen Kontakt zu gemeinsamen Kind. Anfangs ist das Gespräch ganz harmlos. Man unterhält sich über über Klassenkameraden und was aus denen so geworden ist. Dann gehts aber schon sehr bald ins Eingemachte. Marinas Ex sorgt beruflich für ökonomische Toiletten. Die sollten auch ohne Wasser funktionieren. Alles gut und schön. Aber eigentlich hat Marina eine Ehe mit sich alleine geführt. Wie das geht? Na, ihr Mann war ja stets WC-mäßig unterwegs. Kinder wollte er auch keine. Und wie es der Zufall (Teufel) will, kennt der Carsten den Ex von Marina vom Einkaufen her. Wenn der Carsten mit seine Kind einkaufen geht, geht auch der WC_Experte mit einem kleinen Kind einkaufen. Das macht die Marina erst mal sprachlos. Schnell merkt der Carsten, dass das der Marina gar nicht gefällt. Schon alleine der Gedanke, es könnte das Kind zusammen mit der Neuen sein. So will sie wissen, ob denn das Kind schon läuft. Ja, tut es, meint der Carsten. Was so schnell ein KInd mit der Neuen, meint die Marina. Carsten versucht die Situation zu retten. Das Kind läuft grottenschlecht. Kann so alt noch nicht sein. Nie im Leben war das unmittelbar nach der Marina. Die Fangemeinde im Zug fand den Dialog genauso spannend wie ich. Getroffen haben sich Marina und Karsten dann auch. Da war ich aber dann nicht mehr dabei. Die Fangemeinde auch nicht. Ihr denkt ich habe jetzt viel erzählt? Nein! Hab ich nicht! Das ist ein kleiner Bruchteil dessen, was ich mit dem Beamten und den zwei Telefonierenden erlebt habe. Ihr dürft gerne selber einen Theaterbesuch abstatten. Der hier ist im Moment erlaubt.

Mit den zwei Theaterstücken…

Giselas Lesehimmel aus Landshut am 25.06.2021
Bewertungsnummer: 2746316
Bewertet: eBook (ePUB)

Mit den zwei Theaterstücken hat Martin Schörle Theaterluft in mein Wohnzimmer gezaubert. Bei „Nichtalltägliches aus dem Leben“ erleben wir den Beamten Hans Fredenbek. Einfach nur köstlich, wie ich er sich in einem Monolog über Radiergummi verliert. Überhaupt hüpfen seine Gedanken von Pontius zu Pilatus. Er lebt in seiner kleinen Bürowelt und nimmt das Leben außerhalb nur am Rande wahr. Spontanität muss bei ihm „gut überlegt“ sein! Er ist im Grunde ein sehr sensibler Charakter. Irgendwie! Würde er sonst bemerken, dass Menschen auf dem Clo unter Druck stehen? Wie er zu seiner Beamtenbefriedigung kommt ist wirklich auch nicht ohne. Leicht hat er es wahrlich auch nicht, mit so einem spätpubertierenden Chef von 54 Jahren. Nicht zu fassen! Na, und ein Verehrer sein ist alles andere als leicht. Ich hatte beim Lesen stets ein Lächeln im Gesicht. Dennoch bemerkt man schon eine gewisse Traurigkeit, die dem Hans anhaftet. Einem Vollblutbeamten, der seiner Einsamkeit entflieht, indem er sich in der Arbeit unersetzlich machen will. Von Kollegen belächelt und anscheinend nicht immer ganz ernst genommen. Das Ende fand ich traurig. Traurig aber auch mit Humor rüber gebracht. Das Zweite Stück „Klassentreffen“ ließ dann man meine Lust auf einen Theaterbesuch in schwindelerregende Höhen schießen. Erstens fahre ich gerne mal mit dem Zug. Zweitens habe auch ich schon lustige Dinge bei Zugfahrten erlebt. Drittens hat mich das Ganze eines kleines bisschen, (aber wirklich nur ein kleines bisschen,) an gut gegen Nordwind erinnert. Nur mit dem Unterschied, dass Marina und Carsten sich kennen. Beide Anfang 40. Die Marina sitzt wie immer nach der Arbeit im Zug. Da klingelt ihr Handy. Dran ist kein Geringerer als ihre Schulliebe Carsten. Der informiert sie, dass bald ein Klassentreffen stattfindet. Aus dieser Info wird ein Dialog, der auch eine Frau, die sehr interessiert zuhört, gut unterhält. Ja, sogar den einen oder anderen Kommentar loslässt. Bald kommen noch zwei Herren dazu, die sich nicht minder gut unterhalten fühlen, von dem interessanten Telefongespräch. Vor 20 Jahren haben Marina und Carsten das Abitur gemacht. Marina glücklich geschieden. Carsten geschieden mit regelmäßigen Kontakt zu gemeinsamen Kind. Anfangs ist das Gespräch ganz harmlos. Man unterhält sich über über Klassenkameraden und was aus denen so geworden ist. Dann gehts aber schon sehr bald ins Eingemachte. Marinas Ex sorgt beruflich für ökonomische Toiletten. Die sollten auch ohne Wasser funktionieren. Alles gut und schön. Aber eigentlich hat Marina eine Ehe mit sich alleine geführt. Wie das geht? Na, ihr Mann war ja stets WC-mäßig unterwegs. Kinder wollte er auch keine. Und wie es der Zufall (Teufel) will, kennt der Carsten den Ex von Marina vom Einkaufen her. Wenn der Carsten mit seine Kind einkaufen geht, geht auch der WC_Experte mit einem kleinen Kind einkaufen. Das macht die Marina erst mal sprachlos. Schnell merkt der Carsten, dass das der Marina gar nicht gefällt. Schon alleine der Gedanke, es könnte das Kind zusammen mit der Neuen sein. So will sie wissen, ob denn das Kind schon läuft. Ja, tut es, meint der Carsten. Was so schnell ein KInd mit der Neuen, meint die Marina. Carsten versucht die Situation zu retten. Das Kind läuft grottenschlecht. Kann so alt noch nicht sein. Nie im Leben war das unmittelbar nach der Marina. Die Fangemeinde im Zug fand den Dialog genauso spannend wie ich. Getroffen haben sich Marina und Karsten dann auch. Da war ich aber dann nicht mehr dabei. Die Fangemeinde auch nicht. Ihr denkt ich habe jetzt viel erzählt? Nein! Hab ich nicht! Das ist ein kleiner Bruchteil dessen, was ich mit dem Beamten und den zwei Telefonierenden erlebt habe. Ihr dürft gerne selber einen Theaterbesuch abstatten. Der hier ist im Moment erlaubt.

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