Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie mit einigen Frauen bettelnd über Land. Sie weiß nicht, ob sie zehn oder schon elf Jahre alt ist, aber sie weiß von Kindern, die in feinen Häusern arbeiten müssen, weil sie für den Straßenstrich zu jung sind. Während Kommissar Klinkhammer sich bemüht, Licht ins Dunkel um sieben verscharrte Kinderleichen zu bringen, gelingt Jannie die Flucht. Sie wird von Dieter auf seinem einsamen Hof aufgenommen und kümmert sich liebevoll um dessen Mutter. Die alte Frau liegt gelähmt und stumm im Bett, mit Augenzwinkern versucht sie Jannie begreiflich zu machen, in welcher Gefahr sie schwebt. Doch Jannie kennt keine Morsezeichen …
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Vom Großvater an Miro verkauft, zieht die elternlose Jannie bettelnd über Land, bis ihr die Flucht gelingt. Sie wird von Dieter Leuken aufgenommen und kümmert sich auf dem einsamen Hof liebevoll um dessen Mutter! In welcher Gefahr Jannie schwebt, ahnt sie nicht!
Ingesamt ein kurzweiliger spannender Kriminalroman! Die Autorin schafft es die Charaktere im Buch lebendig werden zu lassen! Ich hatte beim Lesen ein sehr realistische Vorstellung von Dieter, seiner Mutter und Jannie! Ich fühlte die Stimmung im Haus und Petra Hammesfahr hat es sogar geschafft, dass ich für den gestörten Dieter teilweise Mitleid empfand! Ein Satz im Buch ist mir besonders im Gedächtnis geblieben: Wer durch die Höhle gegangen ist, fürchtet den Teufel nicht! Die kleine Jannie ist kein dummes Mädchen! Sie hatte nur den schlecht denkbarsten Start in eine Kindheit und landet aus der Not heraus beim Teufel persönlich!
Für mich persönlich etwas zu viel, waren die Handlungen rund um die Kriminalbeamten! Ich habe streckenweise den Faden verloren wer mit wem gegen den Rest der Welt kämpft! Der Spannungsbogen wird sehr langsam aufgebaut und gipfelt erst in den letzen 70 Seiten, ab da MUSSTE ich dann weiterlesen. Bis dahin catchen eher die Charaktere im Buch den Leser und man möchte neben Jannie auch wissen wie es den Nebendarstellern Gina & Dominik in ihrer Beziehung und den Ermitteln Klinkhammer, Grabowski & Scheib ergeht!
Ich kann das Buch uneingeschränkt dem Kriminalroman- Publikum weiterempfehlen.
Laura
aus Hildesheim
5/5
26.09.2019
eBook (ePUB)
Leider anders als erwartet...
Der Roman 'Das Mädchen Jannie' von Petra Hammesfahr wurde mir im Wege einer Leserunde als Hardcover-Ausgabe kostenfrei zur Verfügung gestellt. Hierfür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal bedanken!
Cover, Titel, Klappentext:
Das Cover war ein ausschlaggebender Grund, mich für die Leserunde zu bewerben.
Es strahlt etwas geheimnisvolles aus, wie das kleine Mädchen, in ihren bunten Sachen in der sonst grauen und verregneten Umgebung Richtung Haus läuft. Im Hinblick auf den Titel lässt sich hoffen, dass es um genau dieses Mädchen in dem Roman gehen wird.
Der Klappentext, Titel und Cover haben mich vermuten lassen, dass es hauptsächlich um das Mädchen Jannie gehen wird. Dies ist im Großen und Ganzen auch der Fall, aber leider nicht so umgesetzt, wie ich erhofft hatte.
Inhalt:
Das Buch ist in zwei Teile und mehrere Abschnitte unterteilt. Es gibt verschiedene Erzählstränge.
Das Hauptthema um Jannie sind wohl die Umstände, wie sie dort landen konnte, wo sie nun ist. Es geht um Bettlerei, aber auch um viel schlimmere Dinge, wie Prostitution und Menschenhandel. Jannie selbst gehörte „nur“ zu den Bettlern. Ihr Großvater hat sie an ihren Onkel Miro verkauft, der mittendrin in der Bande um die Menschenhändler ist.
Jannie begibt sich am Anfang der Geschichte mit dem kleinen Jakob auf Betteltour. Da Jakob schwer am Husten ist und scheinbar offensichtlich auch Fieber hat, werden die beiden – so wie es früher oder später ja kommen musste – aufgehalten. Jakob wird Jannie an einer der Türen von einer fremden Frau abgenommen. Daraufhin flieht Jannie instinktiv – sie hat riesige Angst vor der Polizei und keine Hoffnung, dass diese ihr helfen könnte.
Jannie landet nach einiger Zeit im Regen bei Dieter. Dieter lebt zusammen mit seiner bettlägeringen Mutter auf einem Bauernhof. Seine Mutter kann sich seit einem Schlaganfall weder bewegen noch verständigen – das denkt zumindest Dieter.
Bei Dieter ist Jannie allerdings nur bedingt besser aufgehoben. Anfangs scheint es, als ob Dieter ein netter, etwas komischer Mann ist, der gerne an seinem Laptop schreibt. Es dauert, bis Jannie mitbekommt, das dem nicht so ist. Dieter versucht nämlich Thriller zu schreiben, die so real wie möglich wirken sollen. Und um der Realität am nächsten zu kommen, muss er sie vorher erzwingen.
Weitere Hauptcharaktere im Buch sind z. B. Kommissar Klinkhammer sowie Gina und Dominik.
Kommissar Klinkhammer bekommt über mehrere Ecken den Fall zum Laufen. Seine Kollegen wollen zwar seine Hilfe, sind aber keine große Unterstützung.
Gina führt einen eigenen Blog auf dem sie Rezensionen zu Büchern verfasst. Sie beschäftigt sich hauptsächlich mit neuen und unbekannten Autoren, aber auch bekannte Autoren bekommen ihre Meinung zu lesen. Ihre Rezensionen sind meist sehr kritisch, wenn nicht sogar unter der Gürtellinie.
Dominik ist ihr Ehemann. Die Ehe wurde allerdings nie öffentlich gemacht, da Dominik Sohn einer bekannten Schauspielerin und zudem selbst Autor ist.
Meine Meinung:
Dieters Idee, einen Roman zu verfassen, und dafür selbst Menschen töten zu müssen, um den Roman möglichst authentisch zu bekommen, fand ich von Anfang an spannend. Da kommt ihm Jannie sehr gelegen.
Dieter ist wirklich krank. Was auch immer wieder im Umgang mit Jannie und auch seiner Mutter deutlich wird. P. Hammesfahr hat es ganz gut geschafft, dass man sich in den Charakter hineinversetzen kann. Das finde ich sehr positiv.
Die Kapitel um Dieter um Jannie habe ich am liebst gelesen. Um nicht zusagen, nur wegen diesen Teilen habe ich das Buch überhaupt zu Ende gelesen.
P. Hammesfahrs Schreibstil ist in den betreffenden Handlungssträngen meistens gut gewählt. Jannie kommt sehr authentisch rüber. Ihr fehlendes Wissen kommt sehr gut zum Ausdruck. Das Einzige was ich an den Jannie gewidmeten Kapiteln teilweise als schwer zu lesen empfand ist, dass die Kapitel teilweise so verfasst wurden, als ob Jannie selbst denkt und zwei Sätze später, hat man wieder den Eindruck ein Erzähler erzählt die Geschichte.
Nichtsdestotrotz waren diese Kapitel, wie gesagt, meine Lieblingskapitel. Die Ermittlungen und auch die Story um Dominik und Gina haben den Roman und meinen Lesefluss eher gestört. Ich denke, Jannies Geschichte, die illegalen Geschäfte und dass sie von einem Unglück ins nächste gerät und ausgerechnet bei Dieter landet, hätten das Buch ausreichend spannend gefüllt.
Die Ermittlungen sind für mich – gerade zu Beginn des Buches – teilweise einfach nicht nachvollziehbar. Es passiert viel zu viel, was mit der eigentlichen Story nicht wirklich etwas zu tun hat. Das verkompliziert das Ganze wahnsinnig.
Fazit:
Beim Lesen bin ich immer wieder zwischen „jetzt wird’s aber endlich spannend“ und „warum passiert denn nichts?“ geschwankt. Einerseits finde ich die Idee hinter dem Buch super, andererseits hätte ich mir stellenweise eine andere Umsetzung der Hauptthemen gewünscht.
Alles in Allem würde ich das Buch trotz der Längen empfehlen.
suntweety
aus Waltershausen
4/5
04.01.2021
Buch (Taschenbuch)
Vertraue niemanden
Jannie ist 4 Jahre alt als sie von ihrem Großvater an Miro verkauft wird. Gemeinsam zieht sie mit mehreren Frauen durch die Dörfer, um zu betteln. Eines Tages gelingt ihr die Flucht und sie landet auf dem Hof von Dieter, der Landwirt ist und sich als Schriftsteller versucht. Jannie hilft ihm, sich um seine kranke und gelähmte Mutter zu kümmern, die ihr über Augenzwinkern vergebens begreiflich machen will, das sie in Lebensgefahr schwebt...
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es zeigt eine wegrennende Person im Regen. Es wirkt ein bisschen düster.
Am Anfang habe ich mich schwer getan, in die Geschichte hineinzufinden. Der Schreibstil war für mich erstmal gewöhnungsbedürftig, aber nach und nach hat man hineingefunden.
Es wird aus verschiedenen Personenperspektiven erzählt. So lernt man die Protagonisten ganz gut kennen, einschätzen und erfährt das Grauen hautnah.
Die Ermittlersicht war mir teils zu verworren, und ich habe da ab und an den Überblick verloren und musste es nochmal lesen.
Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Man kann sie sich gut vorstellen, auch was in ihren Köpfen vorgehen mag.
Dieter versteht es gut Jannie ein sicheres zu Hause zu bieten und ihr Vertrauen zu gewinnen. Nach und nach lässt sie ihren Misstrauen ihm gegenüber fallen.
Auch Jannie in ihrer Art ist gut ausgearbeitet. Man kann sich ihre Reaktionen gut erklären und was sie antreibt.
Die Geschichte an sich fande ich interessant und spannend. Bis zum Schluss wusste man nicht wie Jannies Schicksal ausgeht.
Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten war das Buch für mich lesenswert.
Melanie Enns
aus L.
4/5
24.12.2020
Buch (Taschenbuch)
Sehr konfus
"Das Mädchen Jannie" ist ein Roman, der einem Thriller oder Krimi gleicht, da genügend Potential diesbezüglich vorhanden ist. Anzumerken ist jedoch, dass die Story sehr konfus ist und ich die Richtung, die die Autorin einschlägt nicht immer nachvollziehen konnte. Letztendlich gelingt es ihr dennoch eine solide Story zu erzählen, die aber mitunter sehr dick aufgetragen und unglaubwürdig erscheint, zumal ein Mord erzählt wird, der sich im Thriller des Autors Dieter, welcher unter Pseudonym schreibt, widerspiegelt und mir unerklärlich ist, das dieses lange im Verborgenen bleibt. Jannies Lebensgeschichte hingegen kann absolut glänzen und das Mädchen ist es auch, welchem dem Roman Authentizität gibt. Ihr Erleben lässt mich verzweifeln, denn kein Kind muss dieses Grauen erleben müssen, was Jannie widerfährt. Auch wenn sie nur Beobachterin zum Teil ist, ist es etwas, was ihr Leben prägen wird. Dieter hat somit leichtes Spiel ihr Vertrauen zu wecken, einfach durch kleine Aufmerksamkeiten und einen Hunger, den er stillen kann. Lediglich seine Mutter erkennt, wie grausam ihr Sohn ist und kann dieses nicht äußern. Jannie selbst schwebt in größter Gefahr und niemand kann sie warnen oder ihr zur Hilfe eilen. Ganz klar definiert ist die Organisation des Menschenhandels, der Prostitution und Kinderbettlerei, die auf mich einen echten Sog ausüben. Es liest sich wie ein Schauermärchen, welches leider nicht fiktiv geschrieben ist, sondern genauso stattfindet. Jannie kann fliehen, aber ab sie sich nun in Sicherheit befindet, lasse ich nun dahin gestellt.
Insgesamt hat mir der Roman sehr zugesagt, wenn ich auch nicht mit allem warm geworden bin. Insbesondere betrifft dies die Bloggerin Gina und ihren Ehemann, der durch Vitamin B ein Bestsellerautor werden konnte. Gina ist so oberflächlich, das es mir wirklich wehtut. Black Devil, wie Dieter sich nennt, möchte ein großer Schriftsteller werden und seine Werke werden von Gina komplett zerrissen. Ob seine Thriller es jemals auf die Bestsellerlisten schaffen würden, lasse ich nun dahin gestellt. Manche Erfahrungen lassen sich besser zu Papier bringen, wenn man sie selbst durchlebt hat, wobei nicht jeder, der einen Thriller schreibt, auch gleich ein Mörder ist.
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung, an einen nicht ganz perfekten Roman, der mir aber dennoch einige gelungene Lesezeit beschert hat. Manches las ich mit großer Spannung, anderes dagegen eher widerwillig und mitunter auch leicht gelangweilt. Es hätte dem Roman definitiv nicht geschadet, hier und da etwas gekürzt zu werden
Bewertung
4/5
25.09.2019
eBook (ePUB)
Das Warten hat sich gelohnt
Sehr spannender Roman, das Warten hat sich gelohnt.
Eine kleine Unstimmigkeit am Ende des Buches hat sich leider ergeben, das mit dem Datum ist zu offensichtlich und gefährlich. würde keiner so machen
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2/5
31.03.2026
eBook (ePUB)
Leider keine Tiefe und keine Spannung
Leider konnte mich das Buch nicht fesseln: Die Handlung zog sich zäh dahin, die Spannung blieb größtenteils aus. Dennoch wollte ich unbedingt wissen, welches Schicksal Jannie erwartet, und habe das Buch bis zum Ende gelesen. Für mich ein eher langsames Leseerlebnis daher nur 2 von 5 Sternen.
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