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Vogelkind Roman. »Ein kluger, … ernster, aber oft auch komischer Roman. Jeder Satz sitzt hier.« Deutschlandfunk Kultur, Tobias Wenzel

1

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.11.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/2,6 cm

Gewicht

283 g

Originaltitel

The Wren, the Wren

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11474-1

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

18.11.2026

Verlag

Penguin

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,7/11,8/2,6 cm

Gewicht

283 g

Originaltitel

The Wren, the Wren

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-328-11474-1

Herstelleradresse

Penguin TB Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

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  • MarieOn

    4/5

    04.04.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr vielschichtig

    Mit zweiundzwanzig war Nell zum ersten Mal so richtig verknallt. Sie wusste so vieles vom Leben, wie man feiert, isst, sich betrinkt, das Liebemachen genießt. Sie konnte tanzen, es ein bisschen übertreiben. Körperlich setzten ihr die Männer zu, emotional eher die Frauen. Auf dem Trinity College lernte sie Malady kennen, den lustigen, schwulen Sohn eines Immobilienmaklers. Sein Vater hatte ihm eine Wohnung geschenkt, die Nell, Lily und Shoa systematisch verwüsteten. Die meiste Zeit aber saß Nell in ihrer verschimmelten WG, fühlte sich unattraktiv und einsam und versuchte mit Reiseberichten und anderen Schreibdiensten zu überleben. Felim hat sie kennengelernt, als sie mit Lily in einer Disco war. Er präsentierte an Lily, wie er Leute am Kopf hochheben kann, natürlich wollte Nell, dass er das auch mit ihr machte. Sie traf ihn im Supermarkt wieder, er blätterte in Autozeitschriften. Einer Eingebung nach wollte sie sich davonschleichen und das wäre eine der besten Ideen gewesen, die sie je gehabt hat, aber im Nachhinein ist man immer schlauer. Und nachdem sie bei ihm, mit ihm, unter ihm übernachtet hatte, war es ihr noch nicht ganz klar, als sie aber die Treppen hinunterlief, die Haustüre hinter sich zufallen hörte und um die nächste Ecke gelaufen war, da machte es peng und sie wusste, dass sie verknallt war. Drei Jahre später fühlt sie sich wie ein Überrest: Ich bin das, was er weder zu Ende bringen noch wegwerfen kann. S. 60 Fazit: Anne Enright hat eine komplexe Familiengeschichte geschrieben. Die ersten zwanzig Seiten fühlte ich mich wie von einem Bus überrollt. Sie lässt die Protagonistin geist- und temporeich erzählen, wie sie sich in einen Typen verliebt, der ihr nicht guttut. Danach zeigt sie das Leben der Mutter und der Ton beruhigt sich. Über die Gedanken der Mutter lerne ich ihre Familiengeschichte, die Schwester, Mutter, den Vater kennen. Die Leben von Mutter und Tochter kreisen um den dubiosen Muttervater, der die Familie verließ. Die Enkelin hat ihn nie kennengelernt, wird nach seiner Beerdigung aber neugierig und forscht nach diesem Dichter, dem die Menschen Ehrerbietung und Bewunderung entgegenbrachten. Das Erstaunliche an dieser Geschichte ist, wie die Autorin kapitelweise die ganze Familie zu Wort kommen lässt und jede/r sich in einer ganz eigenen Stimmfarbe zeigt. Die praktische bodenständige Mutter, der augenscheinlich verträumte, charismatische Dichter mit seinem verzerrten Selbstbild und die quecksilbrige, neugierige Nell. Dieses Zeigen der Charaktere halte ich für besonders. Am Ende schließt sich der Kreis, ich erfahre alles über diese Männerfigur, die alle liebten, außer Mutter und Tochter, als die Einzigen, die ihn durchschauen. Dieses Buch hat, wegen der Vielschichtigkeit und vieler kluger Sätze, meine ganze Konzentration gefordert.

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    Dagmar Küchler

    Thalia Mayersche Essen Innenstadt

    Buchhändler*in

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    5/5

    10.03.2025

    eBook (ePUB)

    Macht der Wörter..

    „Sie hätten eine Weile in Dublin zusammen gelebt, erzählt der berühmte irische Dichter Phil MacDaragh, aber dann ist sie krank geworden, unglücklicherweise, und die Ehe hat es nicht überlebt“ Nicht nur die Ehe sondern auch seine Frau hat es nicht lange überlebt. Sie und seine zwei Töchter hat er vorher verlassen. Könnte man doch gleich voreingenommen sein! Aber so einfach macht es Enright dem Leser nicht. Enright lässt seine Tochter Carmel und seine Enkeltochter Nell, die ihren Großvater nicht mehr kennen gelernt hat, abwechselnd von ihrem Leben erzählen. Was prägt das Leben einer Familie mit so einer Last? Wo ist der Übergang zwischen Erinnerungen und Erlebtem? Die wechselnde Sicht der Frauen wird immer wieder von poetischen Einschüben und Erinnerungen von Phil unterbrochen. Erst zum Ende erfahren wir mehr zur wirkliche Person des berühmten Dichters und man versteht vieles mehr. Ein leises Buch, das sich durch eine poetische Sprache auszeichnet. Bisweilen ist es durchaus auch humorvoll. Ich habe es gerne gelesen.

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