"Ein Fest für Liebhaber des Schrägen und Obskuren." Johanna Grillmayer, Die Presse
Norwich, England, 1901. Hier lebt die 12-jährige Edith Holler im Theater ihres herrschsüchtigen Vaters. Seit ihrer Geburt darf sie das Gebäude nicht verlassen, Edith kennt die Welt draußen nur über Zeitungen und Bücher, die sie verschlingt. Durch das Lesen kommt sie einem skandalträchtigen Geheimnis auf die Spur, an dessen Aufklärung eine bestimmte Person ganz und gar nicht interessiert ist. Es beginnt ein Kampf zwischen der mächtigsten Frau der Stadt und dem blassen, aber willensstarken Mädchen aus dem Holler-Theater. In einer märchenhaft-skurrilen Welt aus Horror und Humor, Gothic und Geistern erzählt Edward Careys neuer Roman von einer resoluten 12-Jährigen, die sich nicht mundtot machen lässt und in einem unermüdlichen Kampf um die eigene Freiheit eine ganze Stadt auf den Kopf stellt.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben: Einfach Barcode scannen, Versandetikett ausdrucken, Bücher verschicken und Thalia Geschenkkarte erhalten.
Die wundersame Geschichte eines kleinen Mädchens, welches das Geheimnis einer Stadt aufdeckt
Renas Wortwelt am 19.01.2026
Bewertungsnummer: 2984857
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Was für ein Roman! Eine verrückte, aber gelungene Mixtur aus Fantasy, Horror, Märchen, Historie, Grusel, Drama und obendrauf die faszinierende Beschreibung des englischen Theaters zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Ein Roman, den man langsam lesen muss, in kleinen Dosen, denn zu viel davon auf einmal könnte verstören, erschrecken. Die Geschichte um die kleine Edith Holler, die im Jahr 1901 zwölf Jahre alt ist und wegen eines Fluchs das Gebäude des Theaters in der Stadt Norwich, welches ihr Vater führt, niemals verlassen darf.
Der Fluch, den eine Verwandte bei Ediths Geburt aussprach, besagt, dass das Theater einstürzen würde, sollte das Mädchen jemals das Haus verlassen und auf die Straße treten. Edith selbst ist kränklich und könnte dabei sterben. So ist ihr Vater stets ungemein besorgt um seine Tochter und alle Beschäftigen im Theater, darunter Ediths diverse Onkel und Tanten, sind bestrebt, das Kind zu beschützen.
Immerhin darf Edith in einer Art Schaukasten kleine Stücke aufführen, aber sie darf niemals sprechen. Dabei ist das Mädchen hochintelligent, hat eine ausgeprägte Beobachtungsgabe und ist darüber hinaus auch noch schriftstellerisch begabt. Um sich zu beschäftigen, liest sie viel, alles, was ihr an Büchern in die Finger gerät. Bei dieser Lektüre alter Aufzeichnungen und Geburts- und Sterbelisten fällt ihr auf, wie viele Kinder in der Vergangenheit aus Norwich verschwanden.
Seit vielen Jahrhunderten verschwinden immer wieder Kinder, tauchen niemals wieder auf. Und anscheinend hat niemand hinterfragt, wo sie blieben, was aus ihnen wurde. Edith beschäftigt diese Frage sehr und sie beginnt, zu kombinieren, zu überlegen. Dabei vertieft sie sich immer mehr in die Stadtgeschichte, die viele skurrile Charaktere hervorbrachte, darunter die sogenannte Maw Meg, eine Vorfahrin der heutigen Fabrikbesitzerin Margaret Unthank (nomen est omen!). In ihrer Fabrik wird „Käfermarmelade“ hergestellt, die, wie der Name sagt, aus Käfern produziert wird.
Schließlich beginnt Edith, ein Theaterstück zu schreiben, in welchem sie darlegen will, was wirklich mit den verschwundenen Kindern geschah.
Besagte Margaret nun wird die neue Frau von Ediths Vater und damit beginnen die Probleme erst so richtig. Denn die Frau entpuppt sich als das Sinnbild jeder bösen Stiefmutter und es kommt noch viel, wirklich viel schlimmer.
Ab jetzt beginnt der Roman endgültig, ins Absurde, Skurrile und Gruselige abzudriften. Dabei bleibt er stets hochspannend, immer auch voller Witz und Ironie. Die Figuren, all die Onkel und Tanten Ediths sind vollgestopft mit Absonderlichkeiten, merkwürdigem Verhalten, doch auch liebenswert, manchmal tollpatschig, manchmal hinterlistig hilfreich für Edith.
Die Ereignisse werden immer spukhafter, fantastischer, verrückter. Doch man kann nicht aufhören zu lesen, weil man unbedingt erfahren will, wie es Edith ergeht, ob es ihr gelingt, sich gegen die böse Margaret durchzusetzen und der Stadtbevölkerung zu zeigen, was mit ihren Kindern geschah.
Dieses Buch passt in keine Schublade, die Handlung so zusammenzufassen, dass man sie versteht, ist kaum möglich.
Dazu kommen noch die genialen, teils verstörenden, teils witzigen Zeichnungen, die den Text auflockern und aus der Feder des Autors selbst stammen.
So kann ich den Roman uneingeschränkt empfehlen, zumindest für Leser:innen mit guten Nerven, mit einen Sinn für gruseligen Humor, mit Gespür für einen immens guten Schreibstil, einen immens guten Autor. Schon den Roman „Petite“ von Edward Carey mochte ich sehr, der ähnlich fantasievoll ist, aber weniger spooky.
Edward Carey - Edith Holler
C.H.Beck, März 2025
Gebundene Ausgabe, 428 Seiten, 28,00 €
Unglaublich
Bewertung am 13.08.2025
Bewertungsnummer: 2566534
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Edith Holler sprengt jeden Rahmen. Sie ist wild, mutig, außerordentlich lustig und komplett unvorhersehbar. Es ist unmöglich, ihre Geschichte in ein Genre zu zwängen; Horror, Fantasy, Humor, sie ist alles und noch viel mehr. Selbst die Grenze zwischen Epik und Dramatik verläuft hier fließend. Dieses Buch ist ein absolutes Abenteuer.
Und jeder Charakter hat eben das: Charakter. Wir treffen ein außerordentliches Ensemble an schrägen Vögeln, ganz vielen Käfern und einer vielschichtigen Protagonistin, die man gerne noch länger begleiten würde.
Abgerundet wird dieses Abenteuer von einem Buch durch gespenstische Zeichnungen des Autors selbst, der -offensichtlich- alle mögliche Kreativität und Liebe zum Detail in diese 420 Seiten gegossen hat.
Meinung aus der Buchhandlung
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht, in welches Genre ich dieses Buch einordnen soll, aber genau das hat mir so wahnsinnig gut gefallen! Diese Geschichte hat mich auf jeder Seite neu überrascht und dadurch wurde es so spannend, fantastisch, verrückt und traurig zugleich. Aber das coolste überhaupt, waren die vielen Zeichnungen im Buch, welche die Geschichte umwerfend ergänzt haben. Ich hatte so viel Spaß beim lesen wie schon lange nicht mehr, ganz große Empfehlung!
Es ist ein Problem aufgetreten. Bitte laden Sie die Seite neu und versuchen es noch einmal.
Edith Holler ist 12 Jahre alt und wohnt im Theater ihres Vaters in Norwich, England. Ein Fluch fesselt sie an dieses Gebäude, jeder Versuch es zu verlassen würde in ihrem Tod und das des Theaters enden und so lernt sie die Welt durch Bücher und Landkarten kennen. Bei der Lektüre der Zeitungen von Norwich stößt sie auf das Geheimnis der verschwundenen Kinder. Sie beginnt zu recherchieren und scheucht eine Person auf, die ganz und gar nicht daran interessiert ist, dass diese Fälle ans Licht kommen.
Dieses Buch ist die Geschichte eines mutigen Mädchens, das sich nichts verbieten lässt und unter allen Umständen ihr geliebtes Theater und ihre Stadt retten will.
Edith Holler lässt sich keinem Genre zuordnen und das ist auch gut so!
Es hat von allem etwas: es ist historisch, magisch, spannend und einfach fantastisch!
Unbedingt lesen!
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.