Ein Mord auf der Waldweihnacht - der zweite Fall für Romy FuchsSchön ist es im verschneiten Bayerischen Wald! In Schweinhütt laufen die Vorbereitungen zur Waldweihnacht, einem romantischen Adventsmarkt unter Tannenbäumen, der alle Jahre wieder viele Besucher anzieht. Doch in diesem Jahr endet die Vorfreude abrupt, als am Tag vor der Eröffnung der örtliche Heimatpfleger ermordet am Süßwarenstand aufgefunden wird - den Kopf wie ein Liebesapfel kandiert.Während die meisten Schweinhütter schockiert sind, beginnt die Journalistin Romy Fuchs auf eigene Faust zu ermitteln. Sehr zum Ärger von Kommissar Ben Jacobs, der in den Bayerwald strafversetzt wurde und ausgerechnet Romys Exmann ist. Ben sieht es gar nicht gern, dass sich nicht nur Romy, sondern ihre gesamte Familie einmischt. Dabei könnte er sich über Hilfe eigentlich freuen, denn ein zweiter Mord lässt nicht lange auf sich warten ...Der zweite Band der neuen Bayern-Krimi-Reihe - humorvoll, herzlich und spannend bis zur letzten Seite. Ein Krimi, der beweist: Hinter bayerischer Gemütlichkeit lauert so manches Verbrechen. Im Bayerischen Wald geht’s nicht nur urig, sondern auch mörderisch zu.beTHRILLED - mörderisch gute Unterhaltung!
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Dieser Krimi hat mich mit einer Mischung aus Heimeligkeit und Ekel überrascht, die ich so selten so stimmig erlebt habe. Die verschneite Kulisse des Bayerischen Waldes und die liebevoll skizzierten Dorfbewohner schaffen eine gemütliche Atmosphäre, die der brutale Mord am Süsswarenstand schmerzhaft konterkariert. Die Bildsprache, der Kopf wie ein kandierter Liebesapfel, ist zugleich grotesk und verstörend. Sie bleibt im Kopf, ohne billig zu schockieren. Romy Fuchs als neugierige, hartnäckige Journalistin bringt Wärme und Witz in die Ermittlungen, während Kommissar Ben Jacobs mit seiner inneren Zerrissenheit für die nötige Spannung sorgt. Besonders gefallen hat mir, wie die Familie und das Dorf in die Aufklärung eingreifen. Das macht den Fall menschlich und zeigt, dass Krimis hier nicht nur Rätsel, sondern auch Gemeinschafts- und Beziehungsfragen erzählen. Der Ton bleibt oft heiter, verliert aber nie die Ernsthaftigkeit des Verbrechens aus den Augen. Für mich ist das Buch ein gelungener Mix aus regionalem Charme, schwarzem Humor und handwerklich solidem Spannungsaufbau ein Wohlfühlkrimi mit bissiger Kante. Der zweite Band der neuen Bayern-Krimi-Reihe, humorvoll, herzlich und spannend bis zur letzten Seite.
odile
Thalia Book Circle Community
5/5
11.10.2026
eBook (ePUB)
Der „Candy-Apple-Mord“ und weitere Katastrophen
Winter im Bayrischen Wald. Für Romy Fuchs eine ganz besondere Zeit. Sie fiebert schon der Waldweihnacht entgegen, dem traditionellen Adventsmarkt von Schweinhütt. Dieses Mal hat sie sogar einen eigenen Stand in dem sie ihre Keramikwaren anbieten kann. Voller Vorfreude geht sie mit Freundin Pauline in den Wald, um dort beim Schmücken der Verkaufshäuschen zu helfen. Bei der Vorbereitung des Weihnachtsmarktes kommt gemütliche Adventsstimmung auf, die nur der barsche Heimatpfleger Kippschütz stört: Weil er mal wieder den jungen Luca ungerecht behandelt, weist ihn Pauline zurecht. Bei leckerem Glühwein und einer Bratwurstsemmel erzählt sie Romy, wie miesepetrig sich der selbsternannte Heimatschützer auch an ihrem gemeinsamen Arbeitsplatz, der örtlichen Sparkasse verhält. Ein klärendes Gespräch mit dem Chef wegen Kundenbeschwerden sei längst überfällig. Dazu kommt es nicht mehr, denn am nächsten Tag findet Pauline einen Toten in der Süßwarenhütte, dessen Kopf mit Liebesapfelzuckermasse überzogen ist. Wer hat Hans Kippschütz ermordet?
Eva Cramer lässt Romy Fuchs, vormals Investigationsjournalistin jetzt Keramikkünstlerin, im zweiten Fall ermitteln. Die heimelige Waldweihnacht als Kulisse und die spannende Tätersuche haben mich bestens unterhalten. Der Winterkrimi ist auch für Quereinsteiger gut geeignet.
Da Romys Exmann Hauptkommissar Ben Jacobs trotz des kürzlich gelösten Doppelmords weiterhin im Bayrischen Wald strafversetzt bleibt, ermitteln er und seine Kollegin Kerstin Frühauf im Candy-Mord. Die bizarre Zurschaustellung des Toten beunruhigt die Ermittler. Was will der Täter mitteilen? Ben ist nicht begeistert, dass Romy über den neuen Fall berichten will und verweigert jede Kooperation. Dieses Mal muss sich die Journalistin mit dem Lokalreporter vom „Ostbayern-Boten“, Anton Bauer, arrangieren. Trotz gegenseitiger Abneigung raufen sich die beiden zu einer funktionierenden Arbeitsgemeinschaft zusammen. Doch die Ermittlungen verlaufen zäh, da sich kein einleuchtendes Motiv finden lässt. Da passiert ein zweiter Mord, wieder auf dem Gelände der Waldweihnacht. Opfer Nummer zwei gehört der Prominenz an, was das Medienecho steigert und die Ermittlungen noch schwieriger macht.
Die Geschichte wird aus Romys und Bens Perspektive abwechselnd erzählt, sodass der Lesende immer auf der Höhe des Geschehens ist, wie ich es mag. Hier stimmt alles. Die Charaktere, allen voran Journalistin Romy und ihr Ex, der Kommissar. Sie verstehen sich immer noch gut. Gibt es für sie in der Provinz vielleicht eine zweite Chance? Auch die anderen Protagonisten sind stimmig. Seien es der knorrige Anton Bauer oder die sympathische Familie Fuchs, allen voran Matriarchin Hildegard, distinguiert und scharfzüngig. Der idyllische Tatort und das skurril anmutende Verbrechen komplettieren das perfekte Setting.
Das kleine Dorf Schweinhütt steht dieses Mal im Mittelpunkt. Mit Friseursalon Elfriede, der inoffiziellen Informationszentrale voller Mitermittler. Die weiblichen Mitglieder der Familie Fuchs sind stets hervorragend frisiert, da zumindest Hildegard 2-3 mal wöchentlich bei Elfriede vorbeischaut. Annemarie und Romy schätzen die Klatschbörse ebenfalls. Die dörfliche Gemeinschaft, das winterliche Ambiente, die liebenswerte Familie Fuchs und die idyllische Waldweihnacht versprühen Charme und schaffen eine Wohlfühlatmosphäre. Umso störender wirken die bizarren Morde, die diese Idylle trüben.
Es hat mir großen Spaß gemacht, in den Fuchsbau, äh in die Villa Seraphina zurückzukehren. Da geht es mir wie Ben. Das Mitraten hat mir gefallen, obwohl die Autorin mich lang an der Nase herumführen konnte. Schließlich wird der Fall zufriedenstellend aufgeklärt. Dank eines gelungenen Kniffs von Eva Cramer entwickelt sich trotzdem alles ganz nach meinen Wünschen. Ich warte gespannt auf Neuigkeiten aus Schweinhütt. Für Freunde von Cosy Crimes, wenig blutig und trotzdem spannend, mit sympathischen Ermittlern und viel Atmosphäre.
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