• Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
Neu

Wildboden Roman | Eine außergewöhnliche Liebe und die erlösende Kraft der Selbstbestimmung vor dem Panorama der Schweizer Alpen

89

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

8551

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Verlag

Insel

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,8 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Dunkellila / Mauve

Auflage

1 Auflage Originalausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64627-3

Beschreibung

Rezension

»Mittels einer beeindruckend dichten und reichen Sprache gelingt esdem jungen Autor Constantin Liebuns Leben und Beziehung dieser beiden Persönlichkeiten gleichwertigvor dem Hintergrund der zunehmend aggressiven Gefahr durch dieNationalsozialisten nahezubringen.Sehr berührend! « ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung")
»In seinem Debüt Wildboden zeichnet der Autor und Dramaturg Constantin Lieb ... ein szenisches Bild von der schicksalshaften Beziehung des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner zu seiner Partnerin und Muse Erna Schilling.« ("ELLE Decoration")

Produktdetails

Verkaufsrang

8551

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Verlag

Insel

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/2,8 cm

Gewicht

358 g

Farbe

Dunkellila / Mauve

Auflage

1 Auflage Originalausgabe

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-458-64627-3

Herstelleradresse

Insel Verlag GmbH
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bewertung

    5/5

    06.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr gelungenes Romandebüt

    Ich war gespannt auf dieses Buch. Das Cover im Stil von Ernst Ludwig Kirchner hat mich sofort angesprochen. Der Kontrast zwischen kräftigen hellen und schwarzen, dunklen Farben, in strengen Linien im Vordergrund, und den verwaschenen Umrissen der hohen Berge im Hintergrund, weist im Zusammenhang mit dem Klappentext auf reichlich emotionale Spannungen und Widersprüche hin. Für einen Debütroman finde ich das Thema, die letzten Lebensjahre eines Ausnahmekünstlers, sehr ambitioniert. Aber dem Autor gelingt ein beeindruckender Roman. Die Sprache ist ruhig, reduziert auf das Nötigste, so wie ihr beider Leben vielleicht auf den ersten Blick scheint. Abgelegen in den Bergen in der Nähe von Davos, inmitten von reservierten Schweizern, erscheint das Leben der beiden wie in einem Kammerspiel. Ihr Leben ist unablässig geprägt von den Spannungen, die in Kirchner innewohnen: mal Genie, mal Wahnsinn, mal selbstzerstörerisch, egozentrisch, immer begleitet von seiner starken Morphinsucht, aber auch von den Bedrohungen der politischen Veränderungen in Deutschland, die die Zerstörung seines Lebenswerkes zur Folge haben könnten. Unzählige Werke werden beschlagnahmt, er wird aus der preußischen Akademie ausgeschlossen, was seinen Schaffensdruck noch erhöht. Doch Erna gibt ihm die nötige Stütze, hält seine Schikanen aus. Dies ist nicht nur ein Blick auf die letzten Jahre eines außergewöhnlichen Künstlers und seine unterschiedlichsten Kämpfe. Es ist aber auch eine Hommage an eine starke Frau an seiner Seite. Erna, ihrerseits mit Depression kämpfend, ist zugleich Muse, Lebensgefährtin, Haushaltshilfe, und Fußabtreter, kümmert sich um das Geschäftliche, kämpft um die materielle Existenz, stellt ihr Leben für ihn hinten an. Sie ist der Fels in der Brandung, wie so manch eine, ohne die viele Künstler nicht überleben können. Es ist beeindruckend, wie es dem Autor gelingt, mit klarer, undramatischer Sprache und wertungsfrei beide Charaktere in all ihren Facetten darzustellen. Er gerät nicht in Versuchung, Kirchner auf einen Sockel zu stellen, und schafft es mühelos, die vorherrschende dunkle Atmosphäre mit all den inneren und äußeren Kämpfen unvoreingenommen vor unserem Auge entstehen zu lassen. Absolut lesenswert.

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    03.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kunst, Exil und Verzweiflung

    Diese Geschichte führt uns in die Schweiz, in die 1930er Jahre, in die Zeit des Nationalsozialismus.   Sie erzählt aus dem Leben des deutschen expressionistischen Künstlers Ernst Ludwig Kirchner und seiner Lebengefährtin Erna Schilling. Eine Biografie mit fiktiven Elementen, die das Bild eines Paares zeichnet, die zum Opfer seiner Zeit geworden ist. Die beiden leben im Exil in Frauenkirch, zurückgezogen, einsam und von Heimweh geplagt. Ihr Zusammenleben ist alles andere als einfach. im Schatten ihrer Depressionen und seiner späteren Abhängigkeit von Medikamenten und Morphium, sowie der politischen Situation, leben sie in dieser toxischen Beziehung mehr neben- als miteinander. Erna opfert sich für ihn auf. Der Autor schreibt sehr fesselnd, bildhaft und ruhig. Er schafft damit eine melancholische Atmosphäre, welche die Einsamkeit widerspiegelt, die hier herrscht. Eine Geschichte, die nachhallt. 

  • Monika Schulte

    aus Hagen

    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Zwischen Kunst, Abhängigkeit und Liebe

    Der Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Lebensgefährtin Erna Schilling führen in den Schweizer Bergen ein einfaches, zurückgezogenes Leben. Im kleinen Ort Frauenkirch sind sie nie wirklich bei den Menschen angekommen. Die Bewohner begegnen ihnen eher misstrauisch und zurückhaltend. Während Kirchner die Abgeschiedenheit und die Ruhe schätzt, leidet Erna darunter. Ihr fehlt die Großstadt, ihr fehlt Berlin. Auch psychisch geht es Erna zunehmend schlechter. Ihre Depressionen verschlimmern sich, doch sie steht bis zum Schluss zu Kirchner und ist immer für ihn da. Dabei ist auch sein eigenes Leben von schweren Dämonen geprägt. Seit dem Ersten Weltkrieg traumatisiert, medikamentenabhängig und später sogar morphinabhängig, geht es Kirchner zunehmend schlechter. Er kann charmant und zuvorkommend sein, gleichzeitig aber auch herablassend und verletzend. Seine Kunst gilt in Deutschland inzwischen als "entartet", und auch persönlich gerät sein Leben immer mehr aus den Fugen. Zwischen Ernst Ludwig und Erna besteht eine zutiefst toxische Beziehung. Sie können nicht wirklich miteinander – und doch können sie auch nicht ohne einander sein. Erna hält zu ihm, versucht, ihn aufzufangen und mit seinen Stimmungsschwankungen und Abhängigkeiten zu leben. Trotz aller Belastungen bleibt sie bis zu seinem Tod an seiner Seite. Doch Kirchners Dämonen gewinnen schließlich die Oberhand: Er nimmt sich das Leben. "Wildboden" ist trotz – oder vielleicht gerade wegen – der Düsternis, die über dem Leben der beiden Protagonisten liegt, ein unglaublich mitreißender Roman. Constantin Lieb erzählt fesselnd und sprachgewaltig. Besonders beeindruckend fand ich, wie unmittelbar man in Kirchners Welt eintaucht und miterlebt, wie in seinem Kopf ein neues Bild entsteht – unabhängig davon, unter welchen Lebensumständen er sich gerade befindet. Die Atmosphäre der Schweizer Berge, Kirchners innere Zerrissenheit und die schwierige Beziehung zu Erna werden so eindringlich beschrieben, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann. Die Spannung bleibt bis zum Finale erhalten, und das Ende ist zugleich erschütternd und sehr berührend. Ein intensiver, sprachgewaltiger Roman über einen großen Künstler, seine Dämonen und eine Frau, die trotz aller Schwierigkeiten bis zum Schluss an seiner Seite bleibt. Nicht nur für Kunstbegeisterte eine Empfehlung!

  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    02.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Frau im Hintergrund

    Auch im Fall des Malers und Bildhauers Ernst Ludwig Kirchner gab es eine Frau, die kaum bekannt ist, die aber dafür sorgte, dass Kirchner ein kreatives Leben führen konnte. Sie hieß Erna Schilling und das Paar hatte sich in Berlin kennengelernt. Erna hielt den Kontakt zu Galerien, besorgte Farben, Pinsel und was es sonst noch für ein Malerleben braucht, sie war die Frau im Hintergrund. Als das Paar in die Schweiz zuerst nach Davos, dann in den Weiler Wildboden zieht, wird das Leben immer schwieriger. Beide haben starke psychische Probleme, Kirchner ist morphiumsüchtig, Erna depressiv. Dazu kommt der Druck von außen: Kirchners Werke werden von den Nazis als “entartet” eingestuft, aus den Museen entfernt und in der berüchtigten Ausstellung in München zur Schau gestellt. Im Wildbodenhaus, dem Lebensmittelpunkt für viele Jahre, spielt auch dieses lesenswerte Buch. Die Situation wird immer unerträglicher, Kirchner behandelt Erna schlecht, aber sie muckt nicht auf. Schließlich ist der Maler so verzweifelt, dass er sich umbringt. Erna fällt in ein tiefes Loch, stellt sich aber der Aufgabe Kirchners Erbe zu bewahren. Mich hat das Buch sehr beeindruckt, ich habe es innerhalb von drei Tagen gelesen und gedanklich lässt es mich nicht los. Hätte Erna anders handeln können oder sogar müssen? Hätte es Hilfe gegeben? Das Buch stellt Fragen, gibt aber keine Antworten, die müssen die Leser selbst finden. Man sollte sich allerdings vor dem Lesen einige Informationen über Kirchner und seine Zeit einholen, dann ist der Lesegenuss größer.

  • Bewertung

    5/5

    30.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tiefe Beziehungseinblicke

    Constantin Lieb gelingt mit „Wildboden“ ein eindringlicher, intelligenter und hellsichtiger Roman über die außergewöhnliche Beziehung zwischen der jungen Erna Schilling und dem Maler Ernst Ludwig Kirchner, der vor dem Hintergrund des drohenden nationalsozialistischen Schattens 1936 in den Schweizer Alpen in Frauenkirch - Wildboden spielt. Der Autor, der Philosophie und Deutsche Literatur studierte und als Dramaturg und Stipendiat der Villa Aurora arbeitet, verwebt in seinem ersten Roman Vergangenheit und Gegenwart zu einem berührenden Porträt menschlicher Stärke, das lange nachhallt. Lieb beleuchtet Kirchner nicht als bloßen Künstler, sondern als einen von inneren Dämonen und einer schweren Morphiumsucht gezeichneten Mann, dessen Tragödie trotz Ernas bedingungsloser Liebe und ihres Widerstandes gegen die äußere Gefahr unvermeidlich bleibt. Erna Schilling steht dabei als Protagonistin für die lebenslange Sehnsucht nach Halt und die Fähigkeit, aus schmerzhaftem Verlust beeindruckende menschliche Stärke zu entwickeln; sie muss ihr Leben radikal überdenken und selbstbestimmt um ihre eigene Zuversicht kämpfen, nachdem sie den Menschen verliert, dem sie sich bedingungslos verbunden fühlte. Der Roman selbst stellt die unerzählte Geschichte einer außergewöhnlichen Liebe dar und verdrängt damit das traditionelle, oft rein kunsthistorisch Biografische, um sich auf die emotionale und psychologische Realität der Beziehung zu konzentrieren. Zwar existieren zahlreiche Biografien, die Kirchner als Künstler porträtieren, doch Lieb fokussiert sich bewusst auf die private, unerzählte Dimension des Menschseins in dunklen Zeiten, die in anderen Werken oft nur am Rand behandelt wird. Lieb stellt durch eine klare, aber tief emotionale Erzählweise die innere Zerreißprobe seiner Protagonisten und die bedrohliche politische Situation in Deutschland kunstvoll dar. Die Handlung begrenzt sich nicht nur auf die Alpenbezogenheit, sondern erweitert sich thematisch auf die menschliche Suche nach Halt und Widerstandskraft, was Lieb in seiner Sprache besonders gelöst und authentisch vermittelt. Das Ende verweigert die klassische Romanbefriedigung und setzt stattdessen auf Nachhall. Es zwingt dazu, das Gelesene nicht als abgeschlossene Liebesgeschichte zu konsumieren, sondern als vielschichtige Geschichte über Macht, Beziehungsdynamik, Grenzen und den Preis von Nähe. Gerade diese Unruhe kann man als Stärke lesen, weil sie den Leser nicht entlässt, sondern zur eigenen Stellungnahme zwingt. Zurück bleiben Nachdenklichkeit und die große Neugier, mit weiterer Recherche die fiktionalen von den realistischen Momenten zu unterscheiden, dem echten Ende doch noch auf die Spur zu kommen. Und der Blick auf den „Potsdamer Platz“ von 1914 in der Neuen Nationalgalerie in Berlin wird danach ein anderer sein. Ein sehr gelungenes Debut.

Kundinnen und Kunden meinen

5

36

4

36

3

12

2

5

1

0

Bewertungen (89)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden
  • Produktbild: Wildboden