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Produktbild: Wildboden

Wildboden Roman | Eine außergewöhnliche Liebe und die erlösende Kraft der Selbstbestimmung vor dem Panorama der Schweizer Alpen

100

21,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Verkaufsrang

20452

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Verlag

Insel

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2036 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783458788218

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
  • alle Texte können angepasst werden

Verkaufsrang

20452

Erscheinungsdatum

02.09.2026

Verlag

Insel

Seitenzahl

240 (Printausgabe)

Dateigröße

2036 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783458788218

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  • Shilo

    aus Ulm

    4/5

    29.09.2026

    eBook (ePUB)

    Wo Liebe an ihre Grenzen kommt

    Erna Schilling und Ernst Ludwig Kirchner leben 1936 zurückgezogen in Frauenkirch in den Schweizer Bergen. Während sich in Deutschland die politischen Verhältnisse verändern, bekommen auch Erna und Kirchner die Folgen davon zu spüren. Ihr Leben in Frauenkirch bleibt davon nicht verschont. Dazu kommen die Schwierigkeiten, die sie schon innerhalb ihrer Beziehung haben. Erna liebt Kirchner und hält lange zu ihm. Seine Morphiumsucht und seine seelischen Schwierigkeiten bestimmen immer mehr ihren gemeinsamen Alltag. Beim Lesen war oft zu spüren, wie sehr Erna zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihren eigenen Bedürfnissen steht. Sie möchte helfen und ihn nicht im Stich lassen, muss dabei aber immer wieder ihre eigenen Grenzen zurückstellen. Seine Ängste und seine Morphiumsucht belasten das gemeinsame Leben immer mehr. Auch seine Art macht es Erna nicht leicht, mit ihm zusammenzuleben. Kirchner wird dabei nicht nur als Künstler gezeigt. Manche Situationen haben beim Lesen Unbehagen ausgelöst, weil deutlich wird, wie wenig Raum ihr selbst in dieser Beziehung bleibt. Die Ruhe der Berge täuscht ein wenig darüber hinweg, was sich im Leben der beiden abspielt. Erna und Kirchner leben sehr zurückgezogen. Die Landschaft vermittelt zwar Ruhe und Weite, doch die Abgeschiedenheit wirkt manchmal auch beklemmend. Trotzdem dringen die Ereignisse aus Deutschland immer näher an sie heran und lassen sich irgendwann nicht mehr aus ihrem Alltag heraushalten. Die politischen Veränderungen werden für Kirchner auch als Künstler zum Problem. Was in Deutschland geschieht, hat damit ganz konkrete Folgen für sein Leben. Diese Verbindung zwischen dem persönlichen Schicksal der beiden und der damaligen Zeit fand ich interessant. Die Geschichte liest sich überwiegend ruhig. Einige Abschnitte brauchten etwas mehr Aufmerksamkeit, andere haben mich stärker erreicht. Vor allem Ernas Situation hat mich beschäftigt. Sie gibt lange sehr viel für einen anderen Menschen und muss irgendwann erkennen, dass auch ihr eigenes Leben weitergehen muss. Der Verlust von Kirchner verändert vieles. Für Erna beginnt damit eine schwere Zeit, aber auch die Möglichkeit, wieder mehr an sich selbst zu denken. Dieser Teil der Geschichte hat mir gefallen, weil ihre Entwicklung dadurch nicht einfach mit der Trauer endet. Wildboden verbindet das Leben von Erna und Kirchner mit der Geschichte dieser Zeit und mit der Welt der Kunst. Die Beziehung der beiden steht dabei klar im Mittelpunkt. Nicht alles hat mich gleichermaßen erreicht, manches blieb für mich etwas auf Abstand. Ernas Lebensweg und ihre schwierige Suche nach einem eigenen Weg haben mich jedoch bis zum Ende begleitet. Für mich ist es ein ruhiger Roman, der eine ungewöhnliche Beziehung zeigt und dabei auch schwierige Seiten nicht ausspart. Die Geschichte hat mich stellenweise nachdenklich gemacht und vor allem Ernas Entwicklung fand ich interessant. 4 Sterne.

  • Bewertung

    5/5

    23.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr interessant

    Das Cover mag ich sehr, die Gestaltungsweise ist spannend und ungewöhnlich und passt daher gut zu diesen Buch, genauso wie der kurze Titel. Es geht um die letzten Lebensjahre eines Künstlers, abgelegen in den Bergen der Schweizern. Ernst Ludwig Kirchner ist von Spannungen und Höhen und Tiefen geprägt. Eigene Lebensentscheidungen, aber auch politische Veränderungen in Deutschland rühren an den unstabilen Lebenspfeilern. Viele Kunstwerke werden beschlagnahmt und er wird zudem aus der preußischen Akademie ausgeschlossen. In Erna findet er Unterstützung und auch ihr Leben wird stark dargestellt. Sie kämpft selbst mit psychischen Problemen, trägt das Leben und die Herausforderungen aber auf ihren Schultern und ist eine starke Persönlichkeit. Beide werden greifbar dargestellt und lebhaft umschrieben. Das war ein ungewöhnlicher, lesenswerter Roman.

  • Marianna H

    5/5

    08.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ergreifend

    1936 leben der Maler Ernst Ludwig Kirchner und seine Partnerin Erna Schilling in Frauenkirch in der Schweiz. Aus der Ferne erleben sie den Aufstieg der Nationalsozialisten. Schilling und Kirchner leiden darunter, aber sie leiden auch wegen einander. Kirchners Sucht und sein Charakter bestimmen das Leben von Erna, bis sie zuletzt zu einem dramatischen Ende finden. Inzwischen gibt es einige Romane über Künstler und ihre "Musen", über herabwürdigende und menschenverachtende Verhaltensweisen der Künstler gegenüber den Frauen an ihrer Seite. Und Romane in denen der Nationalsozialismus eine Rolle spielt gibt es auch einige, die zwar interessant, aber nicht spannend sind. Deswegen war ich schon zu Beginn etwas ernüchtert und habe mir nicht allzuviel erwartet. Die Erzählung hat mich dann überraschend gepackt. Die Beschreibungen sind einerseits sachlich, aber auch sehr berührend. Die Dynamik zwischen den Beiden, auch vorallem der Sucht wegen, wird langsam sichtbar und die Zusammenhänge verständlich. Erna ist die eigentliche Hauptfigur für mich. Ihr Denken und Fühlen nimmt einen großen Teil der Erzählung ein. Sie ist Diejenige, mit der ich als Lesende Mitgefühl entwickelt habe. Es ist spannend, wie der Autor die eigentliche Geschichte als Rückblende einbaut, so wird das Vergangene irgendwie noch realer. Die Erzählung ist sehr klar aufgebaut und das Buch schnell gelesen. Es war mir zu keiner Zeit lang. Die Bezüge zum Nationalsozialismus werden ansatzweise dargestellt. Sie fügen sich nahtlos in die Erzählung und bilden den Rahmen, in dem das Handeln der Charaktere auch noch anders eingeordnet werden kann. Auch wenn Erna die Sympathie gilt, so wird die Komplexität der anderen Charaktere deutlich. Nach der spannenden Erzählung, hat mich das Ende tief beeindruckt. Das Drama kommt sehr sachlich daher und trifft doch mit voller Wucht.

  • Bewertung

    5/5

    14.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Deutschschweizer Tristesse

    Vergleichen lässt sich dieses Werk gut mit dem nahen Sertigbach, der mal leise als Ort der Freude, mal laut als Mahnung in der Nacht als Motiv verwendet wird. "Wildboden" zeichnet eindrucksvoll die wechselhafte Beziehung zwischen Ernst Ludwig Kirchner und Erna Schilling in den schweizer Alpen auf dem Wildboden. Eine solch beeindruckende Beschreibung einer Beziehung und des alltäglichen, bäuerlichen Lebens, habe ich noch nie gelesen und hat mich nachdenklich zurück gelassen. Auch wenn die Motive und die Protagonisten ähnliche Gewohnheiten pflegen, und sich die inhaltlichen Schwerpunkte zu wiederholen scheinen, schafft es Lieb' eine Spannung zu erzeugen, die mich nicht mehr los gelassen hat. Auch die frühe Begleitungen in die Gedankenwelt vergangener Tage, insbesondere Ernas Jugend, sowie einer Rückblende nach Moritzburg bei Dresden hat mir sehr gefallen. Lieb' schafft es dabei die Figuren nahbar wirken zu lassen, und die schon früh erkennbaren Züge bis zur Tragödie weiter auszubauen. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, jedoch insbesondere zum Ende fast in zu viele einzelne Kapitel unterteilt. Der Roman ermöglicht Einblicke, sowohl in die Auseinandersetzung von Kunst und der (politischen) Umwelt, hier die NS-Zeit, als auch in die Beziehung von Kirchner und Schill, in wortgewaltiger Form. Das Cover spiegelt dabei die Stimmung des Roman gut wieder, kann die Notwendigkeit eines Blicks auf die Werke Kirchners selbstverständlich nicht ersetzen.

  • Bewertung

    5/5

    13.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ludwig malt wie andere Schreiben und Constantin Lieb schreibt vllt wie Ludwig malte

    Ein historisch biographischer Roman über einen Maler und seine Lebensgefährtin in der Abgeschiedenheit der Schweizer Berge. An und für sich kein Thema, bei dem ich sofort zum Buch gegriffen hätte. Aber dieses faszinierende Cover hat es mir angetan und auch der Schriftzug des Titels, quasi in einer Kurve geschrieben wirkt besonders. Steckt auch ein besonderes Buch dahinter? Schon ziemlich am Anfang erklärt sich das Cover. Es hält einen besonderen Moment im Leben von Erna Schilling, der Lebensgefährtin des Malers Ernst Ludwig Kirchners fest, ein Lichtspiel der Morgensonne in der Stube des Hauses Wildboden, für Erna ein " Lichtblick inmitten der erdrückenden Stummheit der Berge." Es gibt das Klischee, dass jeder Künstler eine Muse braucht, ohne die er nicht arbeiten kann. Erna ist mehr als Kirchners Muse. Das Buch beleuchtet anschaulich ihr Leben und Mitwirken, ihre Verzweiflung und Sehnsucht ebenso wie Kirchners Schaffenskraft, Versagen und auch Wahnsinn. Es ist die Choreographie eines Zusammenlebens und gleichzeitig ein Abbild der Einsamkeiten. In der Sprache findet sich die Intensität und das Auftreten des Covers, es wundert mich kein bischen, dass eine Verfilmung schon im Gange ist.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    03.10.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Erna

    Eigentlich ist der Maler Ernst Ludwig Kirchner die Hauptfigur dieser Romanbiografie. Für mich ist "Wildboden" zu einem Erna-Buch geworden. Ich war ganz bei dieser Frau, die an der Seite eines schwierigen, morphinabhängigen und lamentierenden Mannes unglaublich viel trägt. Die versprochene Heirat lässt auf sich warten, Kirchners Allüren wollen ausgehalten werden und auch die Schikanen, die Erna erfährt, machen ihr das Leben nicht gerade leichter. Trotzdem hält sie zu ihm, stützt ihn und stemmt den gemeinsamen Alltag. Constantin Lieb erzählt Ernas Leben und die Beziehung der beiden in drei Teilen und macht dabei auch die Situation der Kulturschaffenden während der NS-Zeit erfahrbar. Die Bedrohung wird zunehmend greifbar, während das Leben auf dem Wildboden immer stärker von äußeren Umständen und Kirchners Abhängigkeit bestimmt wird. Gut gefallen hat mir, dass der Autor weder Kirchner noch Erna auf einen Sockel stellt. Der bedeutende Künstler darf zugleich ein schwieriger Partner sein, und Erna ist weit mehr als die Frau an seiner Seite. Lieb erzählt klar und gut lesbar und findet eine Sprache, die zu der Zeit passt, in der der Roman verankert ist. Und ja, ich war ganz bei Erna. Manchmal hätte ich Kirchner am liebsten höchstpersönlich in die Wüste geschickt.
  • Zum Bewerterprofil von Monika Randermann

    Monika Randermann

    Thalia Sankt Augustin

    Buchhändler*in

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    5/5

    25.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Tragisches Schicksal

    Der Autor lässt die letzten Lebensjahre des Malers Ernst Ludwig Kirchner Revue passieren. Der Maler lebt mit seiner Partnerin Erna Schilling, der er seit langem die Ehe versprochen hat, im düsteren, klammen Wildbodenhaus, einem alten Bauernhaus am Rand von Davos. Die Dorfbevölerung schaut skeptisch auf das Malervolk und Erna leidet unter der Abgeschiedenheit und Kirchners Launen. Seit dem 1. Weltkrieg leidet der Künstler an psychischen Störungen und ist morphiumabhängig. In der Malerei findet er jedoch die absolute Erfüllung, taucht völlig ein und hat bereits viele Anhänger. Dieser Erstlingsroman besticht durch seine schöne Sprache und es gelingt dem Autor, dass wir die nervöse Stimmung bei den hevftigen Gewittern nachfühlen und den Duft des Spätsommers einatmen. Eine wirklich gelungene Künstlerbiographie in Romanform...

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