Anfang der 90er-Jahre erschüttert der grausame Mord an der 17-jährigen Nina eine Kleinstadt. Die Freunde David, Meike, Simon und Lars fassen einen waghalsigen Plan: Sie wollen den Fall auf eigene Faust aufklären. Doch je tiefer sie in Ninas scheinbar perfektes Leben eintauchen, desto mehr verstörende Geheimnisse kommen ans Licht. Was als aufregendes Sommerabenteuer beginnt, wird zum Albtraum. 25 Jahre später kehrt David nach Audorf zurück. Alte Wunden reißen auf. Die Freunde werden gezwungen, sich der Schuld zu stellen, die sie damals auf sich geladen haben, den Taten, die sie begangen haben - und einem fatalen Irrtum.
Kundinnen und Kunden meinen
4.8/5.0
Recensio
Thalia Book Circle Community
5/5
28.10.2026
eBook (ePUB 3)
Abstieg in die dunkelsten Winkel der Psyche
Anfang der 90er-Jahre. Ein brütend heißer Sommer trifft auf eine scheinbar verschlafene Kleinstadt und eine Clique Jugendlicher, die glaubt, das Leben läge noch unbeschwert vor ihnen. David, Meike, Simon und Lars verbindet eine Freundschaft, die unerschütterlich scheint. Bis ein grausames Verbrechen alles zerreißt: Die 17-jährige Nina wird ermordet. Anstatt den Erwachsenen die Ermittlungen zu überlassen, beschließen die Freunde, selbst nach Antworten zu suchen. Bald schon werden sie von einem gefährlichen Strudel aus Misstrauen, Eifersucht und dunklen Geheimnissen mitgerissen. Denn hinter mancher Fassade lauert ein Abgrund, den niemand für möglich gehalten hätte. Auch ich nicht!
Und dann, fünfundzwanzig Jahre später, holt die Vergangenheit David mit voller Wucht ein. Gemeinsam mit seiner Tochter Lisa kehrt er an den Ort seiner Jugend zurück. Als in den Auen ein menschliches Skelett gefunden wird, geraten längst verdrängte Erinnerungen wieder an die Oberfläche. Alte Wunden reißen auf, unbequeme Fragen werden gestellt und plötzlich scheint nichts mehr so sicher, wie es einmal war. Hier ist es ratsam, ganz genau zu lesen und Dinge zu hinterfragen. Mehr als einmal hat mich der Autor nämlich auf eine falsche Fährte geführt und gelehrt, dass jeder von uns einen Schatten mit sich trägt - mal ist er direkt sichtbar, mal versteckt er sich.
Benjamin Wiater erzählt seine Geschichte auf zwei Zeitebenen und erschafft damit eine Atmosphäre, die einen unweigerlich in ihren Bann zieht. Auf der einen Seite die flirrende Sommerhitze der 90er-Jahre, die trügerische Unbeschwertheit einer Jugend, die viel zu früh ihre Unschuld verliert. Auf der anderen Seite eine frostige Gegenwart, in der alte Sünden zurückkehren und gnadenlos ihren Preis fordern. Dieser Kontrast sorgt für eine Beklemmung, die sich langsam, aber unaufhaltsam um die eigene Kehle legt. Clever konstruiert!
Und ganz nebenbei bedient sich der Autor einer ziemlich coolen Sprache. Wer Bock auf 90s Vibes und Retro-Slang hat, wird hier bestens unterhalten.
Wenn die letzten Masken fallen und die Wahrheit endlich ans Licht bricht, möchte man das Buch gleichzeitig gegen die Wand werfen, jemanden anschreien und sofort noch einmal von vorn anfangen, um herauszufinden, welche Hinweise man übersehen hat. Daher mein Tipp weiter oben, auf jeden Fall GANZ GENAU zu lesen. (Aber selbst dann wird euch der Autor den Teppich unter den Füßen wegziehen - wetten?!)
Die Auflösung trifft nicht einfach ins Schwarze, sondern zerlegt das gesamte Bild, das man sich von den Ereignissen gemacht hat. Plötzlich erscheinen Zusammenhänge in einem anderen Licht. Ich liebe solche Mindfck-Twists!
Fazit: Blutsfreunde ist für mich ein düsterer, psychologisch aufgeladener Thriller über Freundschaft, Verrat, Schuld und die gefährliche Macht von Geheimnissen. Eine Geschichte, die zeigt, wie weit Menschen gehen, um sich selbst zu schützen, und wie aus einer einzigen verhängnisvollen Entscheidung ein ganzes Netz aus Lügen entstehen kann, das Jahrzehnte später noch immer Leben zerstört. Kein Thriller für nebenbei, eher ein emotionaler Schleudergang, ein Abstieg in die dunkelsten Winkel der menschlichen Psyche.
Was für ein krasser, wilder Ritt!
angi_molly
aus Karlsruhe
5/5
25.10.2026
eBook (ePUB 3)
Absolut genial
Meinung: Manchmal entstehen die schönsten Buchbekanntschaften durch Zufall. Über Instagram bin ich damals auf Benjamin aufmerksam geworden und durfte sein Buch „Bräutigam“ lesen. Als er mich fragte, ob ich auch „Blutsfreunde“ lesen möchte, war meine Antwort natürlich klar!
Und was soll ich sagen? Benjamin hat mich schon wieder komplett umgehauen!
Anfang der 90er-Jahre wird die 17-jährige Nina ermordet. Ihre vier Freunde wollen herausfinden, wer dahintersteckt, und stoßen dabei auf verstörende Geheimnisse. 25 Jahre später kehrt David nach Audorf zurück und die Vergangenheit holt sie alle wieder ein.
Aber wer hat Nina wirklich getötet?
Diese Frage hat meine Spürnase ordentlich auf Trab gehalten!
Benjamin streut immer wieder kleine Hinweise und neue Verdachtsmomente ein. Gerade wenn ich dachte: „Ha! Jetzt habe ich dich durchschaut!“, kam die nächste Wendung und meine mühsam zusammengebastelte Theorie löste sich in Luft auf.
Besonders genial fand ich die beiden Zeitebenen „Damals“ und „Heute“. Kaum hatte ich in der Vergangenheit eine heiße Spur entdeckt, zack, ging es zurück in die Gegenwart! Und dort war es keinen Deut weniger spannend.
Die kurzen Kapitel, fiesen Cliffhanger und Benjamins mitreißender Schreibstil machten es mir unmöglich, das Buch wegzulegen.
Auch die Charaktere haben mich überzeugt. Besonders Davids innere Zerrissenheit hat mich beschäftigt. Denn hinter dem Mordfall steckt so viel mehr: Freundschaft, Schuld und eine Vergangenheit, die niemanden loslässt.
Und während ich fleißig weitergerätselt habe, führte Benjamin mich munter an der Nase herum.
Verdächtige? Jede Menge!
Theorien? Hatte ich reichlich!
Richtig gelegen? Ähm ... reden wir lieber nicht darüber!
Und dann kam die Auflösung ...
BITTE WAS?!
Ich musste das Gelesene erst einmal sacken lassen. Mit dieser Wendung hätte ich im Leben nicht gerechnet! Und trotzdem fügte sich plötzlich alles zusammen.
Genau DAS liebe ich an einem richtig guten Thriller!
Benjamin, du hast es tatsächlich schon wieder geschafft
anja_morling_buchmaus
aus Cottbus
5/5
21.10.2026
eBook (ePUB 3)
Wieder ein grandioser Thriller von Benjamin Wiater
Meine Meinung:
Anfang der 90er Jahre wird in einer Kleinstadt die 17jährige Nina grausam ermordet. Die vier Freunde Meike, Lars, Simon und David fassen den waghalsigen Plan auf eigene Faust den Mord aufzuklären. Aber das scheinbar perfekte Leben von Nina, hat Schatten die nicht verstörender sein können.
Dies ist der 2. Thriller den ich von Benjamin gelesen habe und eins kann ich euch sagen: Vergleicht ihn bitte nicht mit „Der Bräutigam“!!! Beide sind vom Stil und der Erzählweise komplett unterschiedlich, was eine besondere Kreativität von Benjamin zeigt.
Die Geschichte hat zwei Handlungstränge, die erst komplett nebeneinander laufen und zum Ende perfekt ineinander greifen. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel sind von der Länge perfekt. Nicht zu lang und nicht zu kurz.
Für mich war es ein ganz besonderes Leseerlebnis, den die Vibes in den 90er sind so real und perfekt geschrieben, ich schwelgte in Erinnerungen an eine unbeschwerte Zeit. Genauso wie Meike, Lars, Simon und David. Ja wenn da nicht der Mord an Nina wäre. Das ach so perfekte Leben von Nina verwandelt sich in einen absoluten Scherbenhaufen und es öffnen sich Abgründe, welche mich öfters sprachlos zurückgelassen haben.
Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart lieb ich und es fühlt sich an wie, man liest zwei Geschichten in einer. Die Charaktere sind sehr gut ausgearbeitet und sehr authentisch.
Die Tatsache das aus einem Sommerabenteuer der absolute Albtraum wird und selbst 25 Jahre später noch Wunden aufreißt, könnte aus dem realen Leben sein. Am Ende müssen sich die vier sich der Schuld stellen und die Konsequenzen tragen. Das Ende war ein absoluter WTF Moment und ich hatte entgleisende Gesichtszüge.
Mein Fazit:
Dieser Thriller ist ein Stilbruch zum ersten und hat mich wieder mehr als begeistert. wie schon zum Anfang erwähnt: Bitte vergleicht „Der Bräutigam“ und „Blutsfreunde“ nicht mit einander. Von mir gibt’s eine Leseempfehlung mit 90er Jahre Vibes.
Jürg K.
5/5
17.10.2026
eBook (ePUB 3)
Eindrückliches Buch
Eine Kleinstadt erschüttert den grausamen Mord an der 17-jährigen Nina. Die Freunde David, Meike, Simon und Lars sind fest entschlossen den Fall aufzuklären. Dabei kommen sie immer mehr den verstörenden Geheimnissen auf die Spur. Der Roman «Blutsfreunde» hat mich sehr getroffen, weil es mit einer fast schmerzhaften Genauigkeit zeigt, wie sich Freundschaft in Schuld verwandeln kann. Die Idee, dass ein Sommerabenteuer in einen Albtraum kippt, ist hier nicht nur Plot, sondern psychologische Folter: Die Jugendlichen stolpern nicht über äußere Gefahren, sondern über die eigenen Lügen, Eitelkeiten und Fehleinschätzungen. Besonders eindrücklich finde ich, wie die Vergangenheit 25 Jahre später als ein schlecht verheilter Bruch wieder aufbricht und die Protagonisten zwingt, sich ihren Dämonen zu stellen. David kehrt zurück und mit ihm die Erinnerung an Entscheidungen, die damals vielleicht richtig erschienen, heute aber als Verrat wirken. Die Erzählung arbeitet mit Atmosphäre, kleinen Gesten und dem langsamen Zerfall von Gewissheiten. Für mich ist dieser Roman kein reiner Krimi, sondern ein melancholisches, manchmal unerbittliches Porträt über Verantwortung, Reue und die Frage, ob man die Vergangenheit je wirklich geradebiegen kann.
Bewertung
5/5
25.10.2026
Buch (Taschenbuch)
Highlight
Anfang der 90er Jahre erschüttert ein grausamer Mord an der 17-jährigen Nina eine Kleinstadt. Die Freunde David, Meike, Simon und Lars fassen den Plan, den Mord auf eigene Faust aufzuklären. Nina war beliebt und hatte ein scheinbar perfektes Leben, doch die Freunde finden immer mehr Geheimnisse um die 17-jährige.
25 Jahre später kehrt David zurück nach Audorf, ein Skelett wurde gefunden und alte Wunden werden wieder aufgerissen…
Awwww Was hat Benjamin Wiater hier wieder für eine geniale Story geschaffen Ich liebe Bücher die in den 80/90 Jahren spielen und diese Zeitsprünge waren hier so perfekt, dass ich mit den Teenagern durch Audorf ermittelt habe. Es war sowas von bildlich, dass ich es wie einen Film vor mir gesehen habe. Wir springen in den Kapiteln zwischen Damals und Heute, so dass man in beiden absolut am miträtseln ist.
Im Damals erleben wir die Kinder, den Mord, die erste Liebe und wie der Zusammenhalt der Freunde ist. Was sie alles zusammen erleben ist aber nicht immer Deutlich, hier schürt der Autor mit Geheimnissen und man zerbricht sich den Kopf wie das alles zusammenhängt. Doch auch im Heute wird es dem Leser nicht einfach gemacht, denn was hat David zu verheimlichen, mit was kämpft er?
Es war einfach unfassbar spannend und wenn man denkt man hat es, haut der Autor wieder eine Wendung rein, die einen verzweifeln lässt Man bleibt lange im Unklaren und nur Stück für Stück kommen Enthüllungen die einen erschrecken und die man gar nicht glauben kann. Es hat mich nicht losgelassen, ich konnte nicht aufhören zu lesen und ich habe es einfach nicht fassen können, was hier alles passiert
Ein ganz kleiner, minimaler Kritikpunkt habe ich dennoch, das Ende hätte ein wenig ausführlicher sein können, dann hätte ich auch noch länger lesen können ♥️
Für mich war es ein unheimlich atmosphärischer, vielseitiger, wendungsreicher und absolut spannender Thriller und einfach ein HIGHLIGHT ♥️ Ich habe jede Seite geliebt Und ich kann euch diesen und auch „Der Bräutigam“ von Benjamin Wiater unbedingt empfehlen ♥️ Lasst euch die Bücher nicht entgehen ♥️
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