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Die Wütenden und die Schuldigen Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,6 cm

Gewicht

317 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004286611

Beschreibung

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Zustand

Gut

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

19.07.2021

Verlag

DuMont Buchverlag

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

18,8/12,3/2,6 cm

Gewicht

317 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710004286611

Herstelleradresse

DuMont Buchverlag GmbH
Amsterdamer Strasse 192
50735 Köln
DE

Email: herstellung@dumont.de

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Das Wichtigste wird ausgelassen

Brenda_wolf aus Bad Berneck am 12.08.2021

Bewertungsnummer: 1548604

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Wichtigste wird ausgelassen Richard, der protestantische Pfarrer einer kleinen Landgemeinde in der Uckermark ist schwer an Krebs erkrankt. Die Medizin kann nichts mehr für ihn tun. Austherapiert. Seine Enkeltochter Selma besucht ihn mit Frau Dr. Katrin Kuhn, einer Palliativmedizinerin der Charité und gleichzeitig engste Freundin ihrer Mutter Maria, die ebenfalls Ärztin ist, sich jedoch wegen eines Corona-Ausbruchs in der Klinik in Quarantäne befindet. Frau Dr. Kuhn soll dem alten Herrn am Ende seines Lebens mit schmerzlindernden Medikamenten zur Seite stehen. Der Roman spielt in der Zeit des ersten Lockdowns im Jahr 2020. Wir erleben drei Generationen mit den unterschiedlichsten Lebensthemen. „Schuld erstreckt sich über all das, was man nicht getan hat.“ In dieser Familie stimmt einiges nicht. Richards Sohn Holger lebt in der Psychiatrie nach einem Suizidversuch. Selma seine Tochter hatte ihn gefunden. Zwischen ihm und Richard ist noch sehr viel offen, zumal die beiden schon seit Jahren nicht mehr miteinander sprechen. Holgers Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, deshalb wurde Holgers Geburtstag nie gefeiert. Richard ist mit dem Tod seiner Frau nie fertig geworden. Er sah sich als Überlebenden. Er wollte nie mehr jemanden überleben, der ihm nahesteht. So ließ er gefühlsmäßig anscheinend niemanden mehr an sich heran. Richard war der Glaube an Gott abhandengekommen. Gott hatte ihn fallengelassen. Interessant ist, dass es Morpheus, dem zugelaufenen und mickrigsten Kater weit und breit, noch kurz vor seinem Tod gelingt, Richards Einstellung zu ändern. So bangt er sogar um das Leben des kleinen Kerls, der operiert werden muss. Von Katrin Kuhn, dem schwarzen Engel, stammt der Satz: „Es gibt zwei Arten von Sterbenden: Die Wütenden und die Schuldigen.“ Und auch: „Gestorben wird immer und für jeden ist es das erste Mal.“ Selma, die Enkeltochter Richards, ist viel zu ernst für ihr Alter, sie trägt an der Pflicht, die Familie zusammenhalten zu müssen und doch fühlt sie sich von der Familie nicht gesehen. Anders als ihr Bruder Jacob, der ewige Leichtfuß, der sich weigert Pflichten und Verantwortung zu übernehmen. Maria, die sich einst in den Meeresbiologen Holger verliebt hatte, lebt nun von Holger getrennt, wird durch ihren Nachbarn, einem Rabi mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. John von Düffel bietet dem Leser schwere Kost. Der Roman wirft Fragen auf. Genau wie Selma an einer Stelle feststellt, beim Leben und Sterben geht es um Betäubung, im richtigen Maß, an der richtigen Stelle und zur richtigen Stelle. Aber bestimmte Lebensthemen müssen bewältigt werden und lassen sich nicht immer nur unter den Teppich halten. Meine Lieblingsromanfigur ist Kathi. Mit ihr konnte ich mich am ehesten identifizieren. Wobei John von Düffel seine Protagonisten alle sehr lebensnah gezeichnet hat. „Das Wichtigste haben wir ausgelassen. Das Wichtigste wird nie erzählt. Es steht zwischen den Zeilen,“ ist irgendwo zu lesen. Genau dieser Satz bringt es auch in „Die Wütenden und die Schuldigen“ auf den Punkt. Fazit: Kein Wohlfühlbuch, eher ein Buch, dass ernste Lebensthemen anreißt und zum Nachdenken auffordert.

Das Wichtigste wird ausgelassen

Brenda_wolf aus Bad Berneck am 12.08.2021
Bewertungsnummer: 1548604
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Wichtigste wird ausgelassen Richard, der protestantische Pfarrer einer kleinen Landgemeinde in der Uckermark ist schwer an Krebs erkrankt. Die Medizin kann nichts mehr für ihn tun. Austherapiert. Seine Enkeltochter Selma besucht ihn mit Frau Dr. Katrin Kuhn, einer Palliativmedizinerin der Charité und gleichzeitig engste Freundin ihrer Mutter Maria, die ebenfalls Ärztin ist, sich jedoch wegen eines Corona-Ausbruchs in der Klinik in Quarantäne befindet. Frau Dr. Kuhn soll dem alten Herrn am Ende seines Lebens mit schmerzlindernden Medikamenten zur Seite stehen. Der Roman spielt in der Zeit des ersten Lockdowns im Jahr 2020. Wir erleben drei Generationen mit den unterschiedlichsten Lebensthemen. „Schuld erstreckt sich über all das, was man nicht getan hat.“ In dieser Familie stimmt einiges nicht. Richards Sohn Holger lebt in der Psychiatrie nach einem Suizidversuch. Selma seine Tochter hatte ihn gefunden. Zwischen ihm und Richard ist noch sehr viel offen, zumal die beiden schon seit Jahren nicht mehr miteinander sprechen. Holgers Mutter ist bei seiner Geburt gestorben, deshalb wurde Holgers Geburtstag nie gefeiert. Richard ist mit dem Tod seiner Frau nie fertig geworden. Er sah sich als Überlebenden. Er wollte nie mehr jemanden überleben, der ihm nahesteht. So ließ er gefühlsmäßig anscheinend niemanden mehr an sich heran. Richard war der Glaube an Gott abhandengekommen. Gott hatte ihn fallengelassen. Interessant ist, dass es Morpheus, dem zugelaufenen und mickrigsten Kater weit und breit, noch kurz vor seinem Tod gelingt, Richards Einstellung zu ändern. So bangt er sogar um das Leben des kleinen Kerls, der operiert werden muss. Von Katrin Kuhn, dem schwarzen Engel, stammt der Satz: „Es gibt zwei Arten von Sterbenden: Die Wütenden und die Schuldigen.“ Und auch: „Gestorben wird immer und für jeden ist es das erste Mal.“ Selma, die Enkeltochter Richards, ist viel zu ernst für ihr Alter, sie trägt an der Pflicht, die Familie zusammenhalten zu müssen und doch fühlt sie sich von der Familie nicht gesehen. Anders als ihr Bruder Jacob, der ewige Leichtfuß, der sich weigert Pflichten und Verantwortung zu übernehmen. Maria, die sich einst in den Meeresbiologen Holger verliebt hatte, lebt nun von Holger getrennt, wird durch ihren Nachbarn, einem Rabi mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. John von Düffel bietet dem Leser schwere Kost. Der Roman wirft Fragen auf. Genau wie Selma an einer Stelle feststellt, beim Leben und Sterben geht es um Betäubung, im richtigen Maß, an der richtigen Stelle und zur richtigen Stelle. Aber bestimmte Lebensthemen müssen bewältigt werden und lassen sich nicht immer nur unter den Teppich halten. Meine Lieblingsromanfigur ist Kathi. Mit ihr konnte ich mich am ehesten identifizieren. Wobei John von Düffel seine Protagonisten alle sehr lebensnah gezeichnet hat. „Das Wichtigste haben wir ausgelassen. Das Wichtigste wird nie erzählt. Es steht zwischen den Zeilen,“ ist irgendwo zu lesen. Genau dieser Satz bringt es auch in „Die Wütenden und die Schuldigen“ auf den Punkt. Fazit: Kein Wohlfühlbuch, eher ein Buch, dass ernste Lebensthemen anreißt und zum Nachdenken auffordert.

Ein Leben mit der Pandemie

J. Kaiser am 19.07.2021

Bewertungsnummer: 1529837

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klapptext: März 2020: Ein protestantischer Pfarrer in der Uckermark, der dem Tod ins Auge blickt. Eine Anästhesistin der Charité, die mit einem Rabbi zusammen in Quarantäne gerät. Ein Kunststudent, der heillos in seine Professorin verliebt ist und in eine Welt der Betäubung abdriftet. Und Selma, die Enkelin, Tochter und Schwester der Genannten, die diese Familie irgendwie zusammenhalten soll – keine leichte Aufgabe. Fazit: In diesem Buch hängen die Personen miteinander zusammen. Obwohl sie nicht im Kontakt miteinander stehen. Mit den verschiedenen Umständen wird auch unterschiedlich umgegangen. Sei es mit dem Verlust von Freiheit, Quarantäne, von der grossen Liebe, oder einer Person aus der Familie, Wut und Trauer ist genauso schlimm. Die Stimmung in diesem Buch wird sehr realistisch erzählt. Es ist so wie im Leben, es ist nicht alles immer prima. Hier wird nichts unter den Teppich gekehrt, sondern ehrlich dargestellt. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

Ein Leben mit der Pandemie

J. Kaiser am 19.07.2021
Bewertungsnummer: 1529837
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Klapptext: März 2020: Ein protestantischer Pfarrer in der Uckermark, der dem Tod ins Auge blickt. Eine Anästhesistin der Charité, die mit einem Rabbi zusammen in Quarantäne gerät. Ein Kunststudent, der heillos in seine Professorin verliebt ist und in eine Welt der Betäubung abdriftet. Und Selma, die Enkelin, Tochter und Schwester der Genannten, die diese Familie irgendwie zusammenhalten soll – keine leichte Aufgabe. Fazit: In diesem Buch hängen die Personen miteinander zusammen. Obwohl sie nicht im Kontakt miteinander stehen. Mit den verschiedenen Umständen wird auch unterschiedlich umgegangen. Sei es mit dem Verlust von Freiheit, Quarantäne, von der grossen Liebe, oder einer Person aus der Familie, Wut und Trauer ist genauso schlimm. Die Stimmung in diesem Buch wird sehr realistisch erzählt. Es ist so wie im Leben, es ist nicht alles immer prima. Hier wird nichts unter den Teppich gekehrt, sondern ehrlich dargestellt. Ich kann das Buch sehr empfehlen.

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Die Wütenden und die Schuldigen

von John von Düffel

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Meinung aus der Buchhandlung

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Dirk Lengersdorf

Thalia Mayersche Heinsberg

Zum Portrait

5/5

Richtig guter literarischer Familien-...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Richtig guter literarischer Familien- und Gesellschaftsroman, der in Zeiten der Pandemie spielt. Klare Empfehlung für alle, die "Über Menschen" von Juli Zeh gerne gelesen haben.
  • Dirk Lengersdorf
  • Buchhändler/-in

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5/5

Richtig guter literarischer Familien-...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Richtig guter literarischer Familien- und Gesellschaftsroman, der in Zeiten der Pandemie spielt. Klare Empfehlung für alle, die "Über Menschen" von Juli Zeh gerne gelesen haben.

Ulrike Müller

Thalia Fulda

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3/5

Nichts für alle, die eh an der...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nichts für alle, die eh an der Welt leiden - von Düffel arbeitet hier mit dem großen Besteck: Lebensüberdruss und Todeswunsch, die Menschen eine Krankheit der Erde und jedes Leben ein Vergehen an allen Kreaturen, Generationen in wortlosem Nebeneinander, Kunst und...viel zuviel!
  • Ulrike Müller
  • Buchhändler/-in

3/5

Nichts für alle, die eh an der...

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Nichts für alle, die eh an der Welt leiden - von Düffel arbeitet hier mit dem großen Besteck: Lebensüberdruss und Todeswunsch, die Menschen eine Krankheit der Erde und jedes Leben ein Vergehen an allen Kreaturen, Generationen in wortlosem Nebeneinander, Kunst und...viel zuviel!

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Die Wütenden und die Schuldigen

von John von Düffel

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