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Produktbild: Fehlende Gespenster

Fehlende Gespenster

3

26,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2026

Verlag

Residenz

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/3,7 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Himbeer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1829-0

Beschreibung

Rezension

„Man hat als Leserin ununterbrochen das Gefühl, ‚das muss jetzt erfunden sein‘, und dann recherchiert man parallel ein bisschen und sehr vieles davon hat reale Hintergründe.“ – Magdalena Miedl, OE1
„Am stärksten ist Sarah Wipauers Erzählkunst dann, wenn sie sich ganz unmittelbar auf eine österreichische Mentalitätsgeschichte einlässt. Da fängt dann das Ringtheater wieder zu brennen an und die Schreie der Verbrannten werden hörbar.“ – Klaus Kastberger, DIE PRESSE
„Mit Melancholie, schwarzem Humor und teils absurder Lust am Fabulieren führt Merian, die nicht allzu zuverlässige Erzählerin, durch das Wiener Tunnelsystem, wo Dichtung und Wahrheit, wo Leben und Tod, wo Vergangenheit und Gegenwart verwischen und ihre Grenzen verlieren.“ – STADTKIND HANNOVER
„Fehlende Gespenster“ begründet ein neues Genre: feministische Nerdliteratur. – Sebastian Fasthuber, DER FALTER
„Fehlende Gespenster“ ist eine skurril erzählte Beschäftigung mit der Vergänglichkeit. – Allegra Mercedes Pirker, ORF, ZiB
„Ein unheimliches Paralleluniversum, das echter ist als die Wirklichkeit. Sarah Wipauer erschafft mit ihrer Pneumatischen eine Institution, die so tiefe Einsicht in zeitgenössische Entwicklungen gibt, wie es nur das Phantastische vermag und ist dabei zuweilen bitterböse witzig. Chapeau!“ – Raphaela Edelbauer, Schriftstellerin

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

10.08.2026

Verlag

Residenz

Seitenzahl

368

Maße (L/B/H)

21,2/14,1/3,7 cm

Gewicht

486 g

Farbe

Himbeer

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7017-1829-0

Herstelleradresse

Residenz Verlag
Lange Gasse 76/12
1080 Wien
AT

Email: info@residenzverlag.at

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  • Laux

    aus Wels

    5/5

    31.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geniale literarische Tour durch den Wiener Untergrund

    Merian führt eine Gruppe Männer durch die Tunnel und Überreste der Wiener "Pneumatischen", mit der im 'Rohrpostmodus' die Toten Wiens zum Zentralfriedhof verschickt wurden. Historische Fakten werden geschickt mit raffiniert konstruierten Unwahrheiten vermischt, bis man als Leser:in nicht mehr weiß, was denn nun wahr und falsch ist. Auf der Tour durch den Wiener Untergrund kommen wir dabei nicht nur der Stadt Wien mit all ihren Seltsamkeiten näher, sondern treffen auf allerlei Unerwartetes... Ein wahres Jahreshighlight!

  • Johanna

    aus München

    4/5

    23.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    "Man muss erzählen, immer weitererzählen, bis der Tunnel endet."

    In Wien wurden die Leichen bis Dezember 2003 unterirdisch transportiert. Es gab ein ausgeklügeltes System mit Tunneln und Stationen an vielen Orten in der Stadt. Der letzte, auf den alle anderen Tunnel hinlaufen, führte zum Zentralfriedhof in Simmering. Bewerkstelligt wurde das Ganze mithilfe pneumatisch betriebener Leichenwagen auf Schienen, ähnlich der Rohrpost zum Verschicken von Briefen. Der erste Passagier war Mozart, der letzte Niki Lauda. Man kann eine Führung buchen, vergleichbar den beliebten Dritte-Mann-Kanaltouren. Nein. Alles ausgedacht. Oder doch nicht? Die Autorin Sarah Wipauer jedenfalls ist sich inzwischen nicht mehr ganz sicher, was in ihrem Roman wahr ist, was von ihr erfunden. Bei der Lesung im Literaturhaus Wien gibt sie ihren Lesern den Rat, das, was man für besonders unwahrscheinlich hält, für wahr zu halten. Die Wirklichkeit sei durchlässig, jede Stadt habe verschiedene Schichten, lässt sie ihre Erzählerin sagen. Fakt ist, es gab einmal nie verwirklichte Pläne für ein solches System. Die Straßen zum Zentralfriedhof waren sehr schlecht. Wipauers Ich-Erzählerin Merian führt durch das unterirdische Wien ins Totenreich und erzählt wundersame Geschichten vom Weg der Toten, ihrem eigenen Leben (in verschiedenen Variationen). Von den Arbeiterinnen (nur Frauen), die die Leichen in den oberirdischen Kapellen in Empfang genommen haben, sie in kleine, mittlere und große Särge gelegt und sie dann bis zur Endstation „durchgeschossen“ haben. Ihre rein männliche Tour-Truppe wandert durch die stillen Tunnel, in denen es mal scheppert oder merkwürdig riecht. Die Besucher sind ein paar eigenartige junge Männer, die sich nicht mal Merians Namen merken können. Ist ja auch egal für sie: Miriam, Marianne, Maria. Sie wollen Abenteuer in dem „lost place“, kratzen an Tunnelwänden, wollen Knochen, Hinterlassenschaften der Toten finden. „Manchmal fragen mich Besucher, woher ich das alles weiß, was ich ihnen erzähle. Ob es daran liegt, dass ich eine Frau bin? Als Frau muss man immer nachweisen können, ob man das, was man weiß, rechtmäßig erworben hat. […] Ob ich Geschichte studiert habe. […] Wenn sie sagen, Geschichte studieren, meinen sie, Männern zuhören […]. Nein, sage ich, ich habe das alles in der Teeküche gelernt, aus den Gesprächen der Mitarbeiterinnen der Pneumatischen.“ Wer einen spannenden Plot, Realismus und stringente Figurenzeichnung sucht, ist hier falsch. Der Roman ist ein überbordendes, kaum zu bewältigendes Wien-Panoptikum zwischen Meidling und Simmering, bevölkert mit skurrilen Gestalten: ein tolles Setting und abgründiges Erzählen über die dunklen Seiten der Welt und über die Frage, warum man erzählt: „Man muss erzählen, damit man weiß, was passiert ist, woher man kommt, wie man heißt und was man ist. […] Man muss erzählen, immer weitererzählen, bis der Tunnel endet.“

  • S.W.

    aus Wien

    2/5

    19.09.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nicht wie erwartet

    In diesem Buch geht es um Merian, die einer Gruppe von Männern, Führungen durch das Wiener Tunnelsystem gibt. Sie erzählt ihnen Geschichten über die pneumatische Rohrpost, mit der früher Leichen in diesem Tunnelsystem transportiert wurden. Der letzte Leichnam, der auf diese Weise transportiert wurde, war angeblich Niki Lauda. Auch bei allen anderen Geschichten, die Merian erzählt, weiß man nicht, ob sie wahr oder falsch sind. Mich hat das Cover und die Inhaltsangabe von diesem Buch sehr angesprochen und ich war gespant darauf, es zu lesen. Allerdings hat es mich leider überhaupt nicht gepackt. Mir hat der Schreibstil nicht gefallen, der aus langen, verschachtelten Sätzen besteht und ich habe alle Protagonisten durch die Reihe unsympathisch gefunden.

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