Zwei beste Freunde, ein letzter gemeinsamer Sommer, ein Roadtrip und die Frage, ob man wirklich sehen können muss, um gemeinsam in die Zukunft zu schauen - perfekt für Fans von #BestFriendsToLovers, #OneBed, #SheFallsFirst und #Roadtrip
Casper und seine beste Freundin Clea sind seit Jahren unzertrennlich. Doch nach ihrem Schulabschluss steht ihnen der Abschied bevor: Clea möchte fürs Studium raus aus der Kleinstadt Two Pines Port an der US-Ostküste. Casper dagegen soll bleiben und das familieneigene Hotel übernehmen. So kann seine Mom ihn am besten unterstützen, denn Casper ist von Geburt an blind. Dabei träumt er eigentlich davon, mit einem eigenen Foodtruck seine Leidenschaft für gutes Essen zum Beruf zu machen.
Bevor sich ihre Wege trennen, brechen sie zu einem gemeinsamen Roadtrip entlang der Küste Maines auf. Für Clea ist es die letzte Gelegenheit, Casper zu gestehen, dass ihre Gefühle längst über Freundschaft hinausgehen. Doch dieser verhält sich sonderbar abweisend. Wird er den Mut finden, seine Träume zu verwirklichen - und das festzuhalten, was ihm wirklich wichtig ist?
Eine bewegende Roadtrip-Love-Story über Mut, Selbstbestimmung und die Frage, ob Liebe ein Ort ist - oder eine Richtung.
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Träume zwischen Aufbruch und Ankunft
Enara am 16.06.2026
Bewertungsnummer: 3169545
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„The Road Between Us“ zu lesen, war für mich ein bisschen wie das Eintauchen in ein Pinterest-Board. Ich habe mich direkt in der Geschichte wohl gefühlt – und das lag nicht nur an dem Van geschmückt mit Lichterketten und den zahllosen Kissen, in dem Clea und Casper reisen. Yvi Kazis Beschreibungen versetzten mich direkt in die Situationen hinein, sei es nun, dass ich das malerische Städtchen Two Pines Port vor mir sah, den gemütlichen Van oder auch das sommerliche Musikfestival, das Clea und Cas besuchen. Man wird als Leser:in direkt auf diesen Roadtrip mitgenommen und kommt dabei durch den berührenden Schreibstil auch den Figuren immer näher.
Dieses Versinken führt auch dazu, dass diese Geschichte ohne viele dramatische Plottwists auskommt. Obwohl objektiv während der Reise entlang mehrerer kleiner Küstenstädtchen nicht viel passiert, wurde ich doch auf eine Achterbahn der Gefühle geschickt. Für mich war das Buch dementsprechend alles andere als langweilig, und bei den wenigen Gelegenheiten, an denen größere „Plotpoints“ auftauchten, vermochten diese der Geschichte umso mehr eine neue Dynamik zu geben. Lediglich der Konflikt gegen Ende kam mir leider ein wenig konstruiert vor.
Eine große Stärke des Buches – und ein Grund dafür, dass es nicht „plotlastig“ zu sein braucht – sind seine Figuren. Wir sehen sowohl Cleas als auch Caspers Perspektive, wobei Cleas deutlich überwiegt. Clea war mir direkt sympathisch und man fühlt ihre innere Zerrissenheit, die vielen jungen Menschen vermutlich bekannt sein dürften: der Drang nach Freiheit und Aufregung im Widerspruch mit der Angst vor dem Neuen und der Selbstständigkeit. Der Wunsch zu gefallen gegen das Bedürfnis, man selbst zu sein und sich so auszudrücken, wie man möchte. Ich habe ihre Entwicklung wirklich gerne beobachtet – auch wenn ich mir zu Ende hin davon noch ein bisschen mehr gewünscht hätte.
Über Casper erfahren wir erst im Laufe des Roadtrips mehr, vor allem über seine Ängste, Träume und Wünsche für die Zukunft. Mir hat es wirklich gut gefallen, dass ich als Leserin ihn erst nach und nach immer besser kennenlernen konnte und seine persönliche Entwicklung fand ich sogar noch gelungener als die von Clea. Die Dynamik zwischen den beiden ist ebenfalls schön zu lesen, da man die innige Vertrautheit, die sie miteinander teilen, deutlich spüren kann.
Während ein paar Nebenfiguren eher zweidimensional blieben (darunter Cleas ehemalige Freunde), zeichneten sich vor allem Josie und Patrick durch ihre Vielschichtigkeit aus. Josie ist Caspers jüngere Schwester, die ich sofort ins Herz geschlossen habe, während ich Patrick gegenüber eher skeptisch war. Dieser hat mich dann jedoch mehrfach positiv überrascht und anhand der Andeutungen am Ende des Buches hoffe ich jetzt sehr auf einen Band 2 mit den beiden!
Was dieses Buch zudem von anderen YA-Romance-Romanen abhebt, ist die Thematisierung von Caspers Blindheit. Ich muss hier vorab betonen, dass ich persönlich keine Erfahrungen mit Seheinschränkungen habe, weshalb ich nicht beurteilen kann, wie realistisch/passend das hier beschrieben wurde. Allerdings hat es mir aufgezeigt, wo an vielen Stellen noch Bedarf für die bessere Teilhabe in unserem Alltag besteht. Ich bin froh, jetzt zumindest ein bisschen mehr zu wissen – sei es nun über Screenreader, Assistenzhunde oder wie schon „Banales“ wie auf einer Linie ein Dokument zu unterschreiben, zur Herausforderung werden kann. Zudem treten Situationen auf, in denen Casper und auch die Leser:innen mit verschiedenen Formen von Diskriminierung konfrontiert werden. Besonders Situationen von Alltagsdiskriminierung waren für mich eindrücklich, und bei diesen hätte ich mir gewünscht, diese mehr aus Caspers (nicht nur aus Cleas Perspektive) verfolgen zu können.
Gleichzeitig finde ich es ebenfalls sehr gelungen, dass kein ständiger Fokus auf Caspers Blindheit liegt. Stattdessen geht es für ihm vor allem darum, dass er noch darum kämpft, seinen Weg zu finden und seinen Träumen eine Chance zu geben. Dieses Verfolgen von Träumen und was es bedeutet, dafür Risiken einzugehen und vielleicht auch Rückschläge einzustecken, ist ein zentrales Thema, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Seien es nun Clea, die von einer gemeinsamen Zukunft träumt, Josie, die auf eine Ausbildung im Tanz hofft oder auch Caspers Mutter, die sich für ihren Sohn wünscht, dass dieser seine Leidenschaft für ihr Hotel teilt – sie alle setzen sich in irgendeiner Form mit ihren Träumen auseinander, worin sich viele Jugendliche und junge Erwachsene wiederfinden dürften – und was alle anderen vermutlich ebenfalls zu berühren vermag.
Fazit:
„The Road Between Us“ ist für mich ein Buch, welches sich vor allem durch seine Wohlfühlatmosphäre, einen berührenden Schreibstil und Figuren, die einem nahegehen, auszeichnet. Vor allem für alle, die noch nach einer passenden Sommerlektüre suchen, eine große Empfehlung!
Wohlfühlroman mit unglaublich viel malerischer Poesie
Tigerluna am 15.06.2026
Bewertungsnummer: 3168243
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
"The Road between us" ist ein New-Adult-Roman von Ivy Kazi.
Das Cover ist super schön. Ich mag diese warmen Farben sehr und sie passen perfekt zum sommerlichen Thema. Der Farbschnitt ist auch ein richtiges Träumchen.
Der Schreibstil von Ivy Kazi ist super.
Ich konnte mich direkt gut in das Setting der Kleinstadt mit dem schönen Leuchtturm hineinversetzen. Das Sightseeing am Anfang war auch irgendwie cool, um sich alles ein bisschen besser vorstellen zu können.
Die Charaktere sind einfach toll! Clea und Casper sind beides sehr sympathische Charaktere. Ich mag die Beziehung, die sie zueinander haben und finde es gut, dass es hier endlich mal nicht um ein toxisches Miteinander geht.
Ich hab mit viel Gefühl mit den beiden mitgefiebert. Die Perspektivwechsel haben das gut ermöglicht.
Besonders die "Marmeladenglasmomente" muss ich mir für mich selbst merken.
"Der Sonnenuntergang. Er fühlt sich genauso an. Wunderschön. Vergänglich. Wie ein Ende. Und gleichzeitig wie das Versprechen auf einen Neuanfang.“ - Ivy Kazi
Ein wunderschöner Wohlfühlroman mit unglaublich viel malerischer Poesie.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein letzter Roadtrip bevor sich ihre Wege trennen: So lautet der Plan von Clea und Cas, denn während er das dorfeigene Hotel seiner Eltern weiterführen wird, zieht es sie zum Studieren in die große Stadt. Mir hat die Idee ganz gut gefallen, aber die Umsetzung hat mich dann doch enttäuscht, was vor allem an der nicht vorhandenen Kommunikation liegt. Alles worüber Clea nachdenkt, sind ihre Gefühle für Cas, weshalb sie ihm echt oft keine gute Freundin ist. Immer wenn Cas sagt, dass er ihr etwas erzählen muss oder über etwas sprechen möchte, rechnet sie sofort mit einer Liebeserklärung. Jedes Mal ist sie enttäuscht und anstatt Cas trotzdem aufmerksam zuzuhören, denkt sie eher darüber nach, dass sie sich keine Hoffnung machen sollte, weil er sie eh nie lieben würde. Trotzdem macht sie sich jedes Mal wieder Hoffnung. Jedes verdammte Mal, was auf Dauer echt nervig ist. Wenn es ihr so wichtig ist, dann soll sie ihm doch selbst ihre Gefühle gestehen, aber auf die Idee kommt sie auch nicht. Ansonsten liest sich die Geschichte wie ein schlechter Teenie-Film. Auf ihrer Reise treffen sie zufällig Cleas alte Clique aus der Schulzeit, die ihr im Prinzip ins Gesicht sagen, wie hässlich sie doch geworden sei und mal eben ihren Schlüssel und Cas' Assistenzhund klauen. Irgendwann kommen die Protagonisten zusammen und dann beginnt ein Hin-und-Her, wobei Cleas nervige Unentschlossenheit auf Cas abfärbt, denn plötzlich fängt er auch damit an, dass er nicht gut genug für sie ist. Und das alles geht dann 350 Seiten lang so. Nein, danke.
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