Die Ausweichschule Shortlist Deutscher Buchpreis 2025: Die Vermessung des Unfassbaren — Roman
125-
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Sprache:Deutsch
14,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Verkaufsrang
13090
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.11.2026
Abbildungen
1
Verlag
Ullstein TaschenbuchSeitenzahl
304
Maße (B/H)
12/18,5 cm
Farbe
Anthrazit / Seidengrau
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-548-07475-7
Die Vermessung des Unsagbaren
Am letzten Tag der Abiturprüfungen im Jahr 2002 fallen im Erfurter Gutenberg-Gymnasium Schüsse. Der elfjährige Erzähler wird gemeinsam mit seinen Mitschülern evakuiert und erlebt in den folgenden Wochen die Hilflosigkeit der Erwachsenen im Angesicht dieser Tat. Mehr als zwanzig Jahre später bricht das Ereignis völlig unerwartet erneut in sein Leben ein und löst eine obsessive Beschäftigung mit dem Erfurter Amoklauf aus, die in ein Romanprojekt münden soll.
Wenn Erinnerungen ihre eigene Wahrheit entwickeln
Der Erzähler beginnt, sich intensiv mit dem Geschehen auseinanderzusetzen. Doch warum reißt er nach so vielen Jahren alte Wunden wieder auf? Hat er das Recht, über diesen Tag zu schreiben? Und wie verhält es sich mit seinen Erinnerungen? Welche Geschichten hat er so häufig erzählt, dass sie für ihn wahr geworden sind?
Je stärker sich der Erzähler dem Ereignis annähert, desto mehr verschwimmen die Grenzen zwischen persönlicher Erinnerung, erzählter Wahrheit und literarischer Verarbeitung. Dabei stellt sich nicht nur die Frage, wie ein solcher Tag erinnert werden kann, sondern auch, welche Verantwortung mit dem Schreiben über eine reale Gewalttat verbunden ist:
- Wie voyeuristisch ist unser Interesse an der Aufarbeitung von Gewalttaten?
- Wem gehört die Geschichte eines solchen Ereignisses?
- Was gibt dem Erzähler das Recht, über diesen Tag zu schreiben?
- Wie verändern sich Erinnerungen, wenn sie immer wieder erzählt werden?
- Wo liegen die Grenzen zwischen persönlicher Erfahrung und literarischer Aneignung?
Autofiktion, Erinnerung und die Verantwortung des Erzählens
Kaleb Erdmanns Roman Die Ausweichschule ist ein gekonntes Spiel mit Perspektiven und ein Stück Autofiktion. Der Text setzt sich gleichermaßen publikums- wie selbstkritisch mit der literarischen Aufarbeitung des Erfurter Amoklaufs auseinander. Er fragt, wie sich ein Ereignis erzählen lässt, das sich einer eindeutigen Erklärung und einer angemessenen Sprache entzieht.
Pointiert, persönlich und erschütternd erzählt Kaleb Erdmann von Erinnerung, Gewalttat und der Suche nach Worten für das Unsagbare.
»Wie sich Kaleb Erdmann dem Erfurter Amoklauf literarisch annähert ist ein Kunststück – er findet Worte für das Unsagbare und lässt einen wortlos zurück. Das Traurigste, Lustigste und Beste, was ich seit langem gelesen habe.« Caroline Wahl
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