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Die Ausweichschule Roman | Shortlist Deutscher Buchpreis 2025: Die Vermessung des Unfassbaren

121

14,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.11.2026

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,5/12/2,1 cm

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07475-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

26.11.2026

Abbildungen

mit Abbildung

Verlag

Ullstein Taschenbuch

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

18,5/12/2,1 cm

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-548-07475-7

Herstelleradresse

Ullstein Taschenbuchvlg.
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
DE

Email: produktsicherheit@ullstein.de

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Außergewöhnlich und lesenswert

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.06.2026

Bewertungsnummer: 3157186

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein autofiktionaler Roman über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 – kann das gelingen? Erdmanns Erzähler hat den Amoklauf als elfjähriger Fünftklässler erlebt und wirft die Frage auf, ob er sich an das reale Geschehen erinnert oder ob es ihm so oft erzählt wurde, dass er es zu seinen eigenen Erinnerungen macht. Ein sehr interessanter Aspekt, der auch beim Gespräch mit einem ehemaligen Mitschüler zum Tragen kommt. Lange hat der Autor nach einer Form gesucht, um die Geschichte schreiben zu können. Er hat einen sehr eigenen Schreibstil. So werden die Zeitebenen nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, auch die Gegenwart verläuft nicht chronologisch, was nicht immer sofort deutlich wird. Erdmann vermischt Realität mit Fiktion und befragt immer wieder sein elfjähriges Ich, findet aber nicht immer Antworten. Dieser Schreibstil passt hervorragend zum Herantasten an die Erinnerungen und die Verarbeitung daran. Um die Eingangsfrage aufzunehmen: es ist gelungen und zwar ausnehmend gut. Der Roman stand völlig zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Fazit: ein außergewöhnlicher und sehr lesenswerter Roman

Außergewöhnlich und lesenswert

Bewertung (Mitglied der Thalia Book Circle Community) am 03.06.2026
Bewertungsnummer: 3157186
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Ein autofiktionaler Roman über den Amoklauf am Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Jahr 2002 – kann das gelingen? Erdmanns Erzähler hat den Amoklauf als elfjähriger Fünftklässler erlebt und wirft die Frage auf, ob er sich an das reale Geschehen erinnert oder ob es ihm so oft erzählt wurde, dass er es zu seinen eigenen Erinnerungen macht. Ein sehr interessanter Aspekt, der auch beim Gespräch mit einem ehemaligen Mitschüler zum Tragen kommt. Lange hat der Autor nach einer Form gesucht, um die Geschichte schreiben zu können. Er hat einen sehr eigenen Schreibstil. So werden die Zeitebenen nicht nur zwischen Vergangenheit und Gegenwart gewechselt, auch die Gegenwart verläuft nicht chronologisch, was nicht immer sofort deutlich wird. Erdmann vermischt Realität mit Fiktion und befragt immer wieder sein elfjähriges Ich, findet aber nicht immer Antworten. Dieser Schreibstil passt hervorragend zum Herantasten an die Erinnerungen und die Verarbeitung daran. Um die Eingangsfrage aufzunehmen: es ist gelungen und zwar ausnehmend gut. Der Roman stand völlig zurecht auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Fazit: ein außergewöhnlicher und sehr lesenswerter Roman

Juti

Juti aus HD am 23.01.2026

Bewertungsnummer: 3023323

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erstaunliches Buch Der Wunsch, alle Bücher der Shortlist zu lesen, hat mich schon zu so mancher Niete geführt. Auch hier dachte ich, wieder so ein ernstes Thema, eigentlich gar keine Lust zu lesen. Aber recht bald merkst du, es wird gar nicht so traurig, da der Autor auch die Metaebene einbezieht, schreibt, wie er schreibt. So fährt er nach Bamberg zum Theater, um sich ein Stück über den Amoklauf in Erfurt anzusehen, das das Hauptthema des Buches ist und hofft, dass es „sicher witzig wird“, merkt aber das witzig nicht passend, aber der Dramatiker wünscht „viel Spaß“ als Antwort, was er kommentiert mit: „wir waren also quitt.“(28) Selbstverständlich liest Erdmann alles über den Amoklauf. Auch den dreihunderteinundsiebzig Seiten langen Abschlussbericht. Ein Kapitel heißt: „Chronologische Zeittafel der bekannt gewordenen, sei 1999 bis zum Tatbeginn eingetretenen Geschehnisse und Entwicklungen im Leben des Robert Steinhäuser“ „Das klingt wie ein Romantitel aus dem deutschen Barock“ ist der passende Kommentar. (47) Zurück im Theater behauptet die Pädagogin, „Handysignale würden die Signale der Bühnentechnik stören“, was er als absurde Behauptung bezeichnet, die jedoch von niemanden hinterfragt wird. (58) Auf Seite 121 folgt ganz überraschend das „Literaturverzeichnis“ mit allen Büchern über Verbrechen: „Ich knall euch ab“ von Morton Rhue, „kaltblütig“ von Capote, „Atemschaukel“ von Hertha Müller, „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, „Der Widersacher“ und „Alles ist wahr“ von Emmanuel Carrere, „Für heute reicht’s“ von Ines Geipel. Danach gibt es schon Längen. Den Abschnitt über das Fleisch habe ich nicht verstanden und auch das Ende plätschert ein wenig aus, wobei der Epilog mit dem Amoklauf an der Uni in Prag, der in Deutschland kaum wahrgenommen wurde, wieder spannend ist. In der Wertung für den Deutschen Buchpreis gefiel es mir besser als der Preisträger. Deswegen trotz der Mängel 5 Sterne.

Juti

Juti aus HD am 23.01.2026
Bewertungsnummer: 3023323
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Erstaunliches Buch Der Wunsch, alle Bücher der Shortlist zu lesen, hat mich schon zu so mancher Niete geführt. Auch hier dachte ich, wieder so ein ernstes Thema, eigentlich gar keine Lust zu lesen. Aber recht bald merkst du, es wird gar nicht so traurig, da der Autor auch die Metaebene einbezieht, schreibt, wie er schreibt. So fährt er nach Bamberg zum Theater, um sich ein Stück über den Amoklauf in Erfurt anzusehen, das das Hauptthema des Buches ist und hofft, dass es „sicher witzig wird“, merkt aber das witzig nicht passend, aber der Dramatiker wünscht „viel Spaß“ als Antwort, was er kommentiert mit: „wir waren also quitt.“(28) Selbstverständlich liest Erdmann alles über den Amoklauf. Auch den dreihunderteinundsiebzig Seiten langen Abschlussbericht. Ein Kapitel heißt: „Chronologische Zeittafel der bekannt gewordenen, sei 1999 bis zum Tatbeginn eingetretenen Geschehnisse und Entwicklungen im Leben des Robert Steinhäuser“ „Das klingt wie ein Romantitel aus dem deutschen Barock“ ist der passende Kommentar. (47) Zurück im Theater behauptet die Pädagogin, „Handysignale würden die Signale der Bühnentechnik stören“, was er als absurde Behauptung bezeichnet, die jedoch von niemanden hinterfragt wird. (58) Auf Seite 121 folgt ganz überraschend das „Literaturverzeichnis“ mit allen Büchern über Verbrechen: „Ich knall euch ab“ von Morton Rhue, „kaltblütig“ von Capote, „Atemschaukel“ von Hertha Müller, „Dann schlaf auch du“ von Leila Slimani, „Der Widersacher“ und „Alles ist wahr“ von Emmanuel Carrere, „Für heute reicht’s“ von Ines Geipel. Danach gibt es schon Längen. Den Abschnitt über das Fleisch habe ich nicht verstanden und auch das Ende plätschert ein wenig aus, wobei der Epilog mit dem Amoklauf an der Uni in Prag, der in Deutschland kaum wahrgenommen wurde, wieder spannend ist. In der Wertung für den Deutschen Buchpreis gefiel es mir besser als der Preisträger. Deswegen trotz der Mängel 5 Sterne.

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Die Ausweichschule

von Kaleb Erdmann

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Meinung aus der Buchhandlung

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A. Bayer

Thalia Mayersche Köln-Nippes

Zum Portrait

5/5

Die Moral der Geschicht: es gibt keine

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Schreibstil von Erdmann gefällt mir wirklich sehr. Er ist nicht direkt Linear und am Anfang hat es mich ein wenig irritiert, dass die Gespräche nicht in Anführungszeichen stehen. Nach der ersten Seite bin ich allerdings darüber hinweggekommen. Um Ehrlich zu sein war ich mir nicht ganz sicher, auf was ich mich hier einlasse und hatte vielleicht auch gehofft mehr über die Geschehnisse von diesem Tag zu erfahren, aber im allgemeinen muss man sagen, dass er alles gesagt hat, was gesagt werden musste. Es ist nicht überemotionalisiert, um künstlich Spannung zu erzeugen, trotzdem kann man gut nachvollziehen, dass der Protagonist offensichtlich leidet (Panikattacken, Zwangsstörungen usw.). Es ist recht nüchtern geschrieben und erfüllt keinen wirklichen Spannungsbogen, scheint zum Teil nichtmal wirklich zu wissen wo es hin gehen soll, trotzdem habe ich es an einem Abend durchgelesen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Eine definitive Leseempfehlung!
  • A. Bayer
  • Buchhändler/-in

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5/5

Die Moral der Geschicht: es gibt keine

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Der Schreibstil von Erdmann gefällt mir wirklich sehr. Er ist nicht direkt Linear und am Anfang hat es mich ein wenig irritiert, dass die Gespräche nicht in Anführungszeichen stehen. Nach der ersten Seite bin ich allerdings darüber hinweggekommen. Um Ehrlich zu sein war ich mir nicht ganz sicher, auf was ich mich hier einlasse und hatte vielleicht auch gehofft mehr über die Geschehnisse von diesem Tag zu erfahren, aber im allgemeinen muss man sagen, dass er alles gesagt hat, was gesagt werden musste. Es ist nicht überemotionalisiert, um künstlich Spannung zu erzeugen, trotzdem kann man gut nachvollziehen, dass der Protagonist offensichtlich leidet (Panikattacken, Zwangsstörungen usw.). Es ist recht nüchtern geschrieben und erfüllt keinen wirklichen Spannungsbogen, scheint zum Teil nichtmal wirklich zu wissen wo es hin gehen soll, trotzdem habe ich es an einem Abend durchgelesen. Ich konnte es einfach nicht mehr aus der Hand legen! Eine definitive Leseempfehlung!

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Angelina Huber

Thalia-Buchhandlung Herder & Thalia

Zum Portrait

5/5

“Ist das, was mir passiert ist, überhaupt schlimm genug?”

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In “Die Ausweichschule” behandelt Kaleb Erdmann das schwere Thema Amoklauf auf eine ungewöhnlich einfühlsame Weise. Trotz des ernsten Hintergrunds gelingt es ihm, eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht von Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit geprägt ist. Besonders bemerkenswert ist, dass der Autor immer wieder Humor einfließen lässt, ohne die Schwere des Themas zu entweichen. Die Figur seiner Mutter, die oft mit einem scharfsinnigen Humor auftritt, hat bei mir oft für das ein oder andere Schmunzeln gesorgt. Das Besondere an diesem Roman ist, dass es keine bloße Erzählung oder ein sachlicher Erfahrungsbericht ist. Erdmann gewährt Einblicke in den Entstehungsprozess des Buches und lässt uns an den Hürden teilhaben, die er überwinden musste, um über seine Geschichte zu schreiben. Diese Reflexion über das Schreiben und das Erzählen macht das Buch zu etwas Tiefgründigerem. Eine besonders eindrucksvolle Szene blieb mir im Gedächtnis, als der “Protagonist” sich im Auto mit einem Dramatiker darüber unterhält, ob er überhaupt berechtigt ist, von seiner Geschichte zu erzählen, immerhin hatte er nie die Toten gesehen. Die Frage, die sich viele nach traumatischen Erlebnissen stellen: “Ist das, was mir passiert ist, überhaupt schlimm genug?”, sorgt für emotionale Tiefe und lässt Raum für viel persönliche Reflexion. Die Ausweichschule ist also mehr als nur eine Erzählung über ein tragisches Ereignis; es ist ein Buch, das auf die komplexen Fragen und Hürden eingeht, die mit dem Verarbeiten von Trauma und dem Erzählen eigener Geschichten verbunden sind.
  • Angelina Huber
  • Buchhändler/-in

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5/5

“Ist das, was mir passiert ist, überhaupt schlimm genug?”

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

In “Die Ausweichschule” behandelt Kaleb Erdmann das schwere Thema Amoklauf auf eine ungewöhnlich einfühlsame Weise. Trotz des ernsten Hintergrunds gelingt es ihm, eine Atmosphäre zu schaffen, die nicht von Traurigkeit oder Niedergeschlagenheit geprägt ist. Besonders bemerkenswert ist, dass der Autor immer wieder Humor einfließen lässt, ohne die Schwere des Themas zu entweichen. Die Figur seiner Mutter, die oft mit einem scharfsinnigen Humor auftritt, hat bei mir oft für das ein oder andere Schmunzeln gesorgt. Das Besondere an diesem Roman ist, dass es keine bloße Erzählung oder ein sachlicher Erfahrungsbericht ist. Erdmann gewährt Einblicke in den Entstehungsprozess des Buches und lässt uns an den Hürden teilhaben, die er überwinden musste, um über seine Geschichte zu schreiben. Diese Reflexion über das Schreiben und das Erzählen macht das Buch zu etwas Tiefgründigerem. Eine besonders eindrucksvolle Szene blieb mir im Gedächtnis, als der “Protagonist” sich im Auto mit einem Dramatiker darüber unterhält, ob er überhaupt berechtigt ist, von seiner Geschichte zu erzählen, immerhin hatte er nie die Toten gesehen. Die Frage, die sich viele nach traumatischen Erlebnissen stellen: “Ist das, was mir passiert ist, überhaupt schlimm genug?”, sorgt für emotionale Tiefe und lässt Raum für viel persönliche Reflexion. Die Ausweichschule ist also mehr als nur eine Erzählung über ein tragisches Ereignis; es ist ein Buch, das auf die komplexen Fragen und Hürden eingeht, die mit dem Verarbeiten von Trauma und dem Erzählen eigener Geschichten verbunden sind.

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Die Ausweichschule

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