Produktbild: Die Farbe des Schattens
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Die Farbe des Schattens Kriminalroman | Deutscher Krimipreis

138

13,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B)

19/11,5 cm

Gewicht

10 g

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98949-6

Beschreibung

Rezension

»Die Autorin Susanne Tägder hat […] nicht nur einen spannenden Krimi geschreiben, sondern auch einen Gesellschaftsroman.« Deutschlandfunk Kultur, 23. September 2025 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Psychologisch tiefschürfend, soziologisch gut skizziert und zudem ungemein spannend.« Susanne Schramm, Aachener Zeitung, 17. November 2025 ("Aachener Zeitung")
»[Es] entsteht nicht nur ein packender, psychologisch plausibler Roman über die menschlich verheerenden Auswirkungen staatlichen Unrechts, sondern auch ein subtiles Porträt der Wendezeit. Denn hier ist eine Autorin am Werke, die sich auf Leerstellen versteht.« Joachim Feldmann, Der Freitag, 13. November 2025 ("der Freitag")
»Behutsam tastet sich Tägder mit den Lesern an die vielen tragischen Figuren heran, wie beim Häuten einer Zwiebel werden ihre Schicksale Schicht für Schicht freigelegt. Überhaupt lässt sich dieser Krimi viel Zeit. […] Das wirkt erfrischend bodenständig – schließlich hat auch die Ganovenjagd im echten Leben recht wenig mit Bondschen Hochglanzmanövern gemein.« Justine Konradt, Die Zeit, 29. Oktober 2025 ("Die Zeit")
»Susanne Tägders Krimi ›Die Farbe des Schattens‹ ist ein scharf beobachteter Nachwende-Roman.« Deutschlandfunk Kultur, 23. September 2025 ("Deutschlandfunk Kultur")
»Nichts beschönigen und Wahrhaftigkeit unwiderstehlich packend darstellen – das ist die große Gabe von Susanne Tägder. Man hat es hier mit echt wirkenden Menschen zu tun – keinen Überhelden.« Annemarie Stoltenberg, NDR Kultur, 09. September 2025 ("NDR Kultur")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2026

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

336

Maße (L/B)

19/11,5 cm

Gewicht

10 g

Auflage

1. Auflage 2026

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-98949-6

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

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  • MoMe

    5/5

    16.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Ein leiser erzählter Kriminalroman mit Tiefgang

    Die Farbe des Schattens spielt wenige Wochen nach den Ereignissen von Das Schweigen des Wassers und kann völlig unabhängig davon gelesen werden. Es werden keine Details zum vorherigen Fall verraten, sondern es wird lediglich ein Blick auf wiederkehrende Figuren geworfen, um sie in dieser Handlung zu etablieren. Die Farbe des Schattens spielt in den frühen Neunzigerjahren, kurz nach der Wende, als Hoffnung und Ernüchterung dicht beieinanderliegen. Susanne Tägder zeichnet ein trostloses und zugleich berührendes Bild einer Gesellschaft im Umbruch. Die Atmosphäre ist geprägt durch das diffuse Gefühl von Unsicherheit, der bröckelnde Ordnung und der aufkeimenden Hoffnungslosigkeit. Das Bild ist so präzise eingefangen, dass ich mich unmittelbar in diese Zeit zurückversetzt fühle. In der fiktiven Stadt Wechtershagen verschwindet ein Junge mitten aus einem Wohngebiet. Kriminalhauptkommissar Arno Groth nimmt die Ermittlungen auf. Der Fall wirkt erschreckend real, nicht zuletzt, weil er auf wahren Begebenheiten beruht. Der Schreibstil ist nüchtern, ruhig und klar. Die Dialoge wirken funktional, aber fangen die emotionalen Untertöne geschickt ein. Zugleich lebt die Erzählung von den präzisen Beobachtungen der Charaktere. Der Fokus liegt klar auf Arno Groths Ermittlungen, doch gelegentlich darf ich durch den personalen Erzähler an der Seite weiterer Figuren sein. Diese kontrollierten Perspektivwechsel erzeugen ein vielschichtiges Bild von Wechtershagen und den Menschen, die dort leben. Die Nebenfiguren bleiben bewusst im Schatten, ohne an Bedeutung zu verlieren, denn sie tragen die Handlung, ohne sie zu dominieren. Arno Groth ist innerlich ein erschöpfter Mann, dessen kriminalistisches Gespür untrennbar mit seinen Erinnerungen und Verlusten verknüpft ist. Seine Ecken und Kanten machen ihn nahbar, seine Hartnäckigkeit treibt die Handlung voran. Obwohl ihm Steine in den Weg gelegt werden, bleibt er seinem Bauchgefühl treu. Er lässt mich an seinen Überlegungen und Plänen teilhaben. Das ermöglicht mir einen ungeschönten Blick in die Ermittlungsarbeit der frühen Neunzigerjahre. Die Farbe des Schattens baut nicht auf spektakuläre Wendungen, Action und die explizite Darstellung von Gewalt, sondern auf eine leise und bedächtige Erzählweise. Beinah beiläufig erwähnte Details treffen mich hart. Das angedeutete Grauen kriecht unter meine Haut und lässt mich nicht mehr los. Die psychologische Genauigkeit, mit der Susanne Tägder Die Farbe des Schattens konstruiert, macht diese Geschichte auf allen Ebenen erschreckend authentisch. Die Farbe des Schattens ist ein ruhiger Kriminalroman, der den Fragen nach Verantwortung, Schuld und dem trügerischen Gefühl von Sicherheit nachspürt. Die Auflösung präsentiert Susannne Tägder ohne Sensationslust. Beinahe sachlich wird der Täter enttarnt, was die Alltäglichkeit des Schreckens umso deutlicher hervorhebt und bei mir eine stille Beklemmung hinterlässt, die lange nachhallt. Fazit: Die Farbe des Schattens ist ein atmosphärisch dichter und psychologisch präziser Kriminalroman, der weniger auf spektakuläre Plot Twists als auf Wirkung setzt.

  • Bewertung

    5/5

    14.02.2026

    Buch (Taschenbuch)

    Verschwunden

    "Die Farbe des Schattens" ist der zweite Kriminalroman von Susanne Tägder. Ich kannte die Autorin nicht. Das hat sich aber nach diesem Buch geändert. Nun muss auch ihr erster Roman gelesen werden "Das Schweigen des Wassers". Die Autorin versteht es ihre LeserInnen mitzunehmen in die Gedankenwelt der verschiedenen Akteure. Sie lässt einen eindrucksvoll teilhaben an den Ängsten, Sorgen, Vorurteilen, Aggressionen und auch den Schicksalen der einzeln Beteiligten. Sicher profitiert sie von ihrer Erfahrung als Richterin. Der Roman handelt in der Zeit nach der Wende in Mecklenburg und es geschieht das Schlimmste was passieren kann - ein Kind verschwindet spurlos. Bis zur letzten Seite lässt einen dieses Buch nicht mehr los. Das Cover ist sehr gut gewählt. Es gefällt mir ausgezeichnet, man weiß sofort, dass etwas Schlimmes passieren wird. Wer Kriminalromane mag wird mit diesem Buch seine Freude haben.

  • mimitatis_buecherkiste

    aus Krefeld

    5/5

    29.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Spannend bis zur letzten Seite

    Der elfjährige Matti Beck wird gesucht, mitten in einem Wohngebiet verschwand der Junge spurlos, die unmittelbar hinzugezogene Polizei tappt im Dunkeln, bis Kriminalhauptkommissar Arno Groth eine Spur findet, die zu einem zurückliegenden Verbrechen führt. Nicht alle sind von dieser Fährte überzeugt, aber Groth gräbt beharrlich weiter und stößt auf Parallelen, die nicht von der Hand zu weisen sind. - »Auf Groths Klopfen öffnen die Becks die Tür, die schlaflose Nacht steht beiden ins Gesicht geschrieben. Im undichten Fass der Hoffnung haben sie an diesem Morgen den Bodensatz erreicht.« (Seite 62) - Susanne Tägder wurde für »Das Schweigen des Wassers« mit dem Wittwer-Thalia-Debütkrimipreis ausgezeichnet und für den Glauser-Preis in der Sparte Debüt nominiert. Mit der vorliegenden Fortsetzung knüpft sie an diesen Erfolg an und legt einen atmosphärischen und tiefgründigen Kriminalroman vor, der sich nicht hinter dem ersten Band zu verstecken braucht. Die Figur des Kriminalhauptkommissars ist gebrochen, aber nicht zerbrochen, er selbst ein akribischer, um nicht zu sagen genialer Ermittler, der sich selbst nicht in den Vordergrund stellt. Man muss den ersten Teil nicht unbedingt gelesen haben, die wichtigsten Informationen werden beiläufig eingestreut, verpasst dann allerdings einen phantastischen Kriminalroman. - »Die Wohnung atmet schwer unter dem Gewicht der Nachlässigkeit. Groth schaut sich um und nimmt wahr, dass sich der Alltag der Becks an den verstreuten Habseligkeiten ablesen lässt. An der Garderobe haben sich die letzten Monate in Schichten angesammelt.« (Seite 19) - Ich bin Team Arno Groth, war nach der Lektüre des ersten Buches bereits mehr als begeistert vom Schreibstil und Plot. Das Wissen um die echten Fälle, die den fiktiven Geschichten zugrundeliegen, verstärkt den Sog der Erzählung und fördert einen Nervenkitzel, dem ich mich kaum entziehen kann. Bereits nach den ersten Seiten kommt bei mir das Gefühl auf, dass dies eines dieser Bücher wird, die man am liebsten sofort erneut lesen möchte, obwohl man sie gerade erst begonnen hat. Und ich werde nicht enttäuscht, außer dadurch, dass ich viel zu schnell am Ende angekommen und nun zum Warten verdammt bin. Ausgezeichnet mit dem dritten Platz beim 42. Deutschen Krimipreis 2025 national. Phänomenal!

  • Streiflicht

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    12.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Groth ist wieder da!

    Das Vorgängerbuch “Das Schweigen des Wassers” habe ich voller Begeisterung gehört und das, obwohl ich kein großer Fan von Hörbücher bin. Ich war allerdings hin und weg von der Atmosphäre und auch von Arno Groth, den ich sehr sympathisch fand. Auch die Zeit, in der das Buch spielt, hat mich neugierig gemacht, denn ich habe sie selbst auch erlebt, aber ich kann mich kaum erinnern und an die ehemalige DDR sowieso nicht. Geschichte also, die noch gar nicht so weit weg ist. Daher wollte ich natürlich unbedingt auch den zweiten Teil der Reihe von Susanne Tägder lesen. Und ich bin wieder begeistert gewesen. Die Stimmung dieser Zeit und die Umgebungsbeschreibungen kommen auch schriftlich richtig gut rüber und nehmen die Leser mit. Der Fall ist noch packender und emotionaler, weil es sich um ein Kind handelt. Die Beamten tappen lange im Dunkeln und düster ist auch die Stimmung. Die Einblicke in die Zeit der Wende fand ich absolut faszinierend und spannend. Ich würde mich sehr über einen dritten Band freuen und gerne weiter mit Hauptkommissar Arno Groth ermitteln.

  • Streiflicht

    5/5

    12.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Groth ist wieder da! Das…

    Groth ist wieder da! Das Vorgängerbuch "Das Schweigen des Wassers" habe ich voller Begeisterung gehört und das, obwohl ich kein großer Fan von Hörbücher bin. Ich war allerdings hin und weg von der Atmosphäre und auch von Arno Groth, den ich sehr sympathisch fand. Auch die Zeit, in der das Buch spielt, hat mich neugierig gemacht, denn ich habe sie selbst auch erlebt, aber ich kann mich kaum erinnern und an die ehemalige DDR sowieso nicht. Geschichte also, die noch gar nicht so weit weg ist. Daher wollte ich natürlich unbedingt auch den zweiten Teil der Reihe von Susanne Tägder lesen. Und ich bin wieder begeistert gewesen. Die Stimmung dieser Zeit und die Umgebungsbeschreibungen kommen auch schriftlich richtig gut rüber und nehmen die Leser mit. Der Fall ist noch packender und emotionaler, weil es sich um ein Kind handelt. Die Beamten tappen lange im Dunkeln und düster ist auch die Stimmung. Die Einblicke in die Zeit der Wende fand ich absolut faszinierend und spannend. Ich würde mich sehr über einen dritten Band freuen und gerne weiter mit Hauptkommissar Arno Groth ermitteln.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    09.12.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Starker zweiter Band

    In zweiten Band der Reihe arbeitet die Autorin die Trostlosigkeit einer fiktiven ostdeutschen Kleinstadt und die Orientierungslosigkeit der Bewohner nur wenige Jahre nach der Wende noch prägnanter heraus. Der Fall um den elfjährigen Matti, der lediglich Brot kaufen sollte und am nächsten Tag tot aufgefunden wird, bildet das Zentrum dieses Kriminalromans. Hauptkommissar Arno Groth ist ein Ermittler alter Schule: Er beobachtet, denkt nach, zieht seine Schlüsse. Gerade aus dieser bedächtigen Art entsteht eine intensive Spannung, die der Lektüre eine fast meditative Stimmung gibt. Ich fühlte mich ähnlich gut unterhalten wie von Friedrich Ani oder Jan Costin Wagner, zwei Autoren, die ich sehr schätze. Gedankenlauschen, das sich beim Lesen einstellt, wenn man Groths Überlegungen Raum und Zeit zum Sacken lässt, beschreibt das Leseerlebnis wohl am treffendsten. Sehr gut!
  • Zum Bewerterprofil von Johanna Jünger

    Johanna Jünger

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    08.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Atmosphäre pur

    Verzweiflung liegt in der Luft in diesem atmosphärischen Krimi, der einen in eine DDR-Kleinstadt zur Wendezeit entführt. Susanne Tädger gelingt es nicht nur einen spannenden Fall zu schreiben, sondern auch das Lebensgefühl einer ganz besonderen Zeit wortgewandt einzufangen. Ich fühlte mich mitten in der Zeit und im Geschehen, obwohl ich die Zeit der Wende ger nicht selbst miterlebt habe. Spannung, die ohne große superheldenhafte Ermittler oder brillante Eingebungen auskommt, echt, verletzlich, verbissen und sensibel für die Menschen, die sie beschreibt. Absoluter Krimi-Hochgenuss. Der Krimi führt zwar ein wenig das Privatleben des Ermittlers weiter, ist aber problemlos auch eigenständig lesbar.
  • Zum Bewerterprofil von R. Braun

    R. Braun

    Thalia Ludwigshafen – Rhein-Galerie

    Buchhändler*in

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    5/5

    24.10.2025

    eBook (ePUB 3)

    Zerrissene Spuren in der Wendezeit

    Die "Farben des Schattens" entwirrt einen packenden Kriminalfall in Ostdeutschland von 1992. Der elfjährige Matti verschwindet, Hauptkommissar Arno Groth stößt auf einen alten Mordfall und eine Gesellschaft im Umbruch. Spannend erzählt, nüchtern und doch verstörend - ein Krimi, der lange nachhallt.
  • Zum Bewerterprofil von Hannelore Wolter

    Hannelore Wolter

    Thalia Zentrale

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.09.2025

    eBook (ePUB 3)

    Plattenbau und Wendezeit

    Kommissar Groth muss ein verschwundenen Kind aufspüren. Der Kollege ist wegen der Stasi- Vergangenheit nicht mehr im Team, aber der Vergangenheit begegnet der Ermittler noch an vielen Stellen.
  • Zum Bewerterprofil von Beate Mildenberger

    Beate Mildenberger

    Thalia Pforzheim

    Buchhändler*in

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    5/5

    13.09.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Wendezeit

    Arno Groth ist zurück in seiner alten Heimat und soll als Hauptkommissar nach der Wende den Kollegen aus dem Osten bei der Umstellung helfen. Die Abgründe und Ängste der Wendezeit werden sehr gut beschrieben und die Vorurteile ihm gegenüber sind immens. Als ein Junge aus einem Wohngebiet verschwindet und das Verbrechen auch auf eine alte Spur in der Vergangenheit zurückführt ist das Misstrauen gegenüber dem "Wessi"-Polizisten spürbar. Susanne Tägder versteht es sehr gut die Atmosphäre der Wendezeit einzufangen und ich kann das Buch nur empfehlen.

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