Ein vergessener Gutshof, eine verhängnisvolle Liebe, eine junge Frau auf der Suche nach ihren Wurzeln
Laura ist schwanger. Ein Wunschkind. Warum kann sie sich nicht freuen? Als ihre geliebte Großmutter Änne schwer erkrankt, merkt Laura, wie wenig sie über ihre eigene Familiengeschichte weiß. Auf der Suche nach Antworten fährt sie zum ehemaligen Gutshof ihrer Familie und taucht immer tiefer ein in die Vergangenheit. Und plötzlich geht es nicht mehr nur um Fragen nach dem Früher, sondern auch um Lauras eigenes Glück.
Über sieben Jahrzehnte zuvor: Die Dachkammer des Gutshofs ist Ännes ganze Welt. Frei bewegen kann sie sich nur nachts. Bis die Begegnung mit Karl ihr Leben und das ihrer Lieben ins Wanken bringt ...
»Eine berührende Familiengeschichte über mehrere Generationen, die von Frankfurt nach Schlesien führt und immer wieder die Frage aufwirft: Wie viel wissen wir eigentlich wirklich über unsere eigene Familie?« Katharina Mahrenholtz
Der große Familienroman von Bestsellerautorin Miriam Georg (»Elbleuchten«)
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Ein berührender und starker Roman über die Frage nach Identität
Buchweltenreise am 01.06.2026
Bewertungsnummer: 3155267
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Worum geht es in "Die Velorene"?
Frankfurt 2019:
Laura steht mitten am Beginn zu einem neuen Leben als sich der Gesundheitszustand ihrer geliebten Großmutter Änne durch einen Unfall gravierend verschlimmert.
Plötzlich drängen sich all die Fragen auf, die sie ihrer Großmutter vielleicht schon länger stellen wollte – vor allem über ihre Kinder- und Jugendjahre im fernen Schlesien.
Doch, was passiert, wenn die Fragen nach Herkunft und Identität unbeantwortet bleiben? Laura beschließt die Antworten in der Vergangenheit selber zu suchen und reist kurzentschlossen zum „Pappelhof“ im ehemaligen Oberschlesien aufzubrechen…
Oberschlesien 1943:
Änne und Luise wachsen mitten im Krieg zu jungen Frauen heran. Beide könnten nicht unterschiedlicher sein und doch verbindet sie das tiefe Band der Schwesternliebe. Ein Band, welches nie zerschnitten werden kann – oder? Als ein russischer Kriegsgefangener auf den Gutshof der Familie Thomke kommt, scheint sich alles zu verändern, denn Karl hat nicht nur ein gefährliches Geheimnis, sondern auch das zarte Band, dass sich zwischen ihm und Luise webt, ist bald nicht mehr zu übersehen. Doch was passiert, wenn die Welt ins Wanken gerät und schon bald zu einer großen, generationsübergreifen Katastrophe wird?
Meinung:
Auf den ersten Blick scheint sich der neue Roman von Miriam Georg in die Bandbreite bereits existierender Erzählungen und Werke zum Thema Flucht und Vertreibung nach dem Zweiten Weltkrieg zu widmen. Doch dieser Eindruck wandelt sich bereits nach den ersten Kapiteln, denn nicht nur die feinen Zwischentöne, die zeitliche Eingrenzung des Handlungsstranges in der Vergangenheit und ein fast psychologisches Portrait einer ganzen Epoche machen Miriam Georgs „Die Verlorene“ zu einer zugleich mitreißenden aber auch höchst berührenden Lektüre.
Familiengeschichten, die auf zwei Zeitebenen erzählt werden, können dem Leser nicht nur auf prosaische Weise häufig eher unbekannte Themen aus ferner und naher Vergangenheit näherbringen, sondern vermögen es zudem den Blick auf die eigene Familiengeschichte zu richten.
„Die Verlorene“ bildet hier keine Ausnahme, vermag jedoch auf eine tiefere und eindrücklichere Weise die Frage nach unserer eigenen Identität stellen. Wieso reagieren wir zum Beispiel in Situationen auf eine ganz bestimmte Art und Weise, die vielleicht gänzlich in Kontrast zu unserem sonstigen Verhalten steht?
Dieser großen Frage spürt der Roman nach und vermag es auf eine ganz besondere Art und Weise. Mit der gewissen Distanz einer fiktiven Handlung, an welcher der Leser oder die Leserin gewissermaßen nur als „Zaungast“ oder die stille Beobachterin teilnimmt, lässt Miriam Georgs neues Buch sowohl durch subtile Tonalitäten als auch mittels der Unerträglichkeiten des Krieges immer wieder Reflexionen zur eigenen Familiengeschichte entstehen. Es ist ein großer und anspruchsvoller Roman über das Schicksal einer ganzen Generation, dessen Triebe bis unsere heutigen Generationen reichen, der mit einer psychologischen Nuanciertheit und emotionalen Druckkraft ausgestattet, das Lesen nicht immer leicht gestaltet. Man ist über die Ungerechtigkeiten und das schier Unbegreifliche des Krieges entsetzt, jedoch fast noch mehr, was in einer solchen Ausnahmesituation mit den Menschen geschehen kann.
Miriam Georg gelingt hier nicht nur ein hoch emotionaler und erschütternder Roman aus dem vergangenen Schlesien, sondern auch ein Buch, welches auch eine unausgesprochene Aufgabe an die unsere Generationen weitergibt, dass Heilung und Ausbrechen aus alten Mustern nur über die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit entstehen können.
FAZIT:
„Die Verlorene“ ist nicht nur ein starkes und höchstberührendes Buch, welches man manchmal aushalten muss, welches aber meisterhaft über die Beziehungen zwischen Schwestern, Müttern und Töchtern, über Vergangenheit und Zukunft und vor allem über die große Frage der Identität erzählt.
Ein absolutes Lesehighlight
niniste aus Kiel am 18.04.2026
Bewertungsnummer: 3113243
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine hervorragend erzählte Familiengeschichte, die unter die Haut geht. Absolutes Lesehighlight!
Schon die ,,,Nordwind- Saga ", die Dilogie ,,Das Tor zur Welt " und die Hansetische Familiensaga ,,,Elbleuchten" und ,, Elbstürme" von Miriam Georg haben mich begeistert, so daß ich ganz gespannt war, was mich in ihrem Roman ,, Die Verlorene " erwartet.
Diesmal geht es in die Gegenwart und die letzten Kriegsjahre. Als Ellen's Mutter Änne über 90jährig stirbt, findet ihre Enkelin Laura in ihrem Haus ein Bild , Dokumente und ein Foto, welches Fragen aufwirft. Was haben diese Dinge zu bedeuten? Liegt darin ein Grund, warum Änne nie über ihre Vergangenheit, ihre erlebte Kindheit und Jugend in Schlesien erzählt hat ? Um etwas darüber herauszufinden, macht sich Laura auf den Weg aus Franfurt nach Polen , um den ehemaligen Gutshof ,, Pappelhof " der Familie zu suchen und vielleicht etwas Licht in die Familiengeschichte zu bringen. Glücklicherwweise findet Laura tatsächlich den Gutshof , auf dem ihre Großmutter und ihre Familie aufgewachsen ist. Mit Ellen als Kleinkind ist sie von dort nach Kriegsende weggegangen, um im westlichen Deutschland zu leben.
Mit den zwei perfekt miteinander verwobenen Zeitebebenen bin ich auf absolut packende Weise in diese hochemotionale Familiengeschichte eingetaucht. Das harte Leben auf dem Gutshof und die Umgebung ist so anschaulich beschrieben, daß ich die Weite des Landes, die Wälder und den Fluss, in dem die Pferde baden , deutlich vor mir sehen konnte. Auch wenn der Krieg nicht unmittelbar dort stattfand, gab es harte Einschnitte. Verluste von Familienmitgliedern und Tieren , die die Wehrmacht für sich beanspruchte oder später die Russen, die sich einquartierten.
Auch die Atmosphäre des Romans ist außergewöhnlich dicht und eindrucksvoll beschrieben. Man spürt förmlich die Zeit und die Umstände, in denen die Geschichte spielt, und wird regelrecht in diese Welt hineingezogen. In den glücklichen Momenten habe ich mich mit den Protagonisten gefreut, habe die Leichtigkeit der Liebe und der Verbundenheit gespürt, aber genauso gehofft und geweint, wenn es schwieriger oder aussichtslos wurde.
Der lebendige Schreibstil, macht es leicht , schnell und vollkommen in die Handlung einzutauchen. Die Personen sind vielschichtig und authentisch gezeichnet, sodass man ihre Gedanken und Gefühle intensiv miterlebt. Ich konnte mich sowohl in Laura und Ellen als auch in Änne, Karl und die weiteren Charaktere auf dem Hof hineinversetzen. Ihre Schicksale haben mich tief berührt und regen zum Nachdenken an.
Die Verlorene“ von Miriam Georg ist ein absolut fesselnder und bewegender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat. Die Autorin schafft es auf beeindruckende Weise, eine tiefgründige Geschichte voller Emotionen, Spannung und Menschlichkeit zu erzählen. Die Spannung ist durchgehend so hoch, daß ich mich nicht von dem Buch lösen konnte, bevor ich das , für mich völlig überraschende, Ende gelesen habe.
Im Nachwort geht die Autorin auf ihre eigene Familiengeschichte ein, die sie zu diesem sehr persönlichen Roman bewegt hat. Eine Geschichte über Verlust, Vertreibung und der damit entstandenen Traumata, über die in der Nachkriegszeit so gut wie niemand gesprochen hat. Auch heute
„Die Verlorene“ ist ein großartiger Roman, der lange nachwirkt und definitiv zu den Büchern gehört, die man nicht so schnell vergisst. Eine klare Leseempfehlung und absolut verdiente 5 Sterne ⭐⭐⭐⭐ für dieses grandiose Lesehighlight.
Meinung aus der Buchhandlung
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Ein wahnsinnig fesselnder Roman über Familie und Geheimnisse, die weit in die Vergangenheit reichen. Die Geschichte verwebt so viele Themen miteinander, dass sie viel mehr ist als nur ein historischer Roman. Es geht um Liebe, Familie und die Suche nach Antworten in der eigenen Herkunft. Für mich war das Buch so spannend wie ein Krimi: Durch die zwei Zeitebenen wird ein enormer Sog aufgebaut, sodass man es spätestens ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen kann.
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Als ihre Großmutter Änne ins Krankenhaus kommt, stößt Laura in deren Wohnung zufällig über Erinnerungsstücke, die einige Rätsel aufgeben. Kurzentschlossen bricht sie auf in Ännes schlesische Heimat, von der diese zwar erzählt hat, dorthin aber nach der großen Flucht direkt nach dem 2. Weltkrieg nie wieder zurück wollte- und das aus gutem Grund… Ein bewegender Familienroman über starke Frauen in dunklen Zeiten- toll!
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