Didaktik und Bildungsverständnis in den Klosterschulen der Spätantike
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- Deutsch ausgewählt
42,95 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
17.03.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
72
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,6 cm
Gewicht
118 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-18436-3
Masterarbeit aus dem Jahr 2025 im Fachbereich Pädagogik - Geschichte der Pädagogik, Note: 1,3, Technische Universität Dortmund (Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft und Berufspädagogik), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Masterarbeit untersucht das didaktische und bildungstheoretische Selbstverständnis klösterlicher Bildung in der Spätantike. Im Zentrum steht die Frage, wie Bildung im monastischen Kontext organisiert, verstanden und praktisch umgesetzt wurde und ob sich daraus ein eigenständiges Bildungsmodell rekonstruieren lässt. Ausgangspunkt bildet die Analyse der Bildungslandschaft der Spätantike, in der Bildung primär funktional, elitär und auf gesellschaftliche Teilhabe ausgerichtet war. Vor diesem Hintergrund werden Klosterschulen nicht als bloße Fortführung antiker Bildungstraditionen verstanden, sondern als bewusste Neuausrichtung von Bildung unter veränderten religiösen Voraussetzungen. Zentrale Grundlage der Untersuchung ist die Regula Benedicti, die als normative Quelle analysiert wird. Dabei zeigt sich, dass Bildung im Kloster nicht durch formalen Unterricht oder ein Curriculum strukturiert ist, sondern durch die Ordnung des gemeinschaftlichen Lebens. Lernen vollzieht sich implizit durch feste Rhythmen von Gebet, Arbeit und Lesung sowie durch Wiederholung und Einübung. Zeit fungiert dabei als wesentliches pädagogisches Medium, das Bildungsprozesse strukturiert und vertieft. Bildung wird somit als langfristiger Prozess verstanden, der auf die Formung von Haltung und Persönlichkeit zielt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem anthropologischen Bildungsverständnis, das den Menschen als formungsbedürftig und gemeinschaftsbezogen begreift. Bildung dient nicht primär der Selbstverwirklichung, sondern der Selbstführung innerhalb einer verbindlichen Ordnung. In einem bildungstheoretischen Vergleich mit Wolfgang Klafki wird gezeigt, dass trotz grundlegender Unterschiede strukturelle Parallelen bestehen, etwa hinsichtlich Ganzheitlichkeit und Prozesshaftigkeit von Bildung. Abschließend wird reflektiert, inwiefern die Regula Benedicti als pädagogische Quelle interpretiert werden kann und welche Erkenntnisse sie für die Bildungs- und Didaktikgeschichte liefert.
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