Veda Thorne hat sich mit ihrem Schicksal abgefunden. Ein Fluch raubt ihr langsam das Leben, und kein Heilmittel scheint zu wirken. Sie lebt in selbst gewählter Isolation, bis ein kleiner Junge ihre Einsamkeit durchbricht. Antaris ist der Sohn von Hiram Ellis, der seine reiche, aber kaltherzige Familie verlassen hat und seinem Kind ein Leben voller Geborgenheit ermöglichen will. Er ahnt nicht, dass ihn ausgerechnet Antaris' neue scharfzüngige Tutorin mehr berühren wird, als er je für möglich gehalten hätte. Und als Veda und Hiram entdecken, dass sie eine tödliche Verbindung zu einem Serienmörder haben, müssen sie lernen, einander zu vertrauen - oder sie riskieren, alles zu verlieren ...
Mich berührt diese Geschichte tief: Veda Thorne, die ihr Leben dem langsamen Verlöschen entgegengetragen hat, wirkt für mich zugleich tragisch und würdevoll. Ihre selbstgewählte Isolation ist kein Drama, sondern ein Schutzmantel, bis ein Kind die Risse zeigt. Antaris als kleiner Lichtblick, der unbeabsichtigt Türen öffnet, macht die Geschichte sofort warm und verletzlich; Kinder in solchen Rollen bringen immer eine ehrliche, ungeschminkte Nähe, die jede Mauer ins Wanken bringt. Hiram fasziniert mich als Gegenpol zur kalten Herkunftsfamilie. Jemand, der bewusst Menschlichkeit wählt, und dessen Fürsorge mehr ist als blosser Schutz sie ist Einladung. Die Idee, dass Veda und Hiram plötzlich in eine tödliche Verbindung zu einem Serienmörder verstrickt sind, erhöht die Dringlichkeit auf beklemmende Weise. Liebe wird hier nicht nur zärtlich, sondern existenziell. Was ich mir wünsche, ist eine Erzählung, die die Zärtlichkeit nicht opfert, während sie die Gefahr auslotet. Szenen, die leise Nähe zeigen ein Blick, eine Hand und zugleich die klaustrophobische Angst, die ein Fluch und ein Verbrechen mit sich bringen. Wenn die Figuren Raum zur Heilung bekommen, ohne dass die Bedrohung verharmlost wird, könnte das Buch mich nachhaltig bewegen, eine Geschichte über Mut, Vertrauen und die überraschende Kraft, die aus Fürsorge erwächst.
Sonja
aus Freiburg
5/5
16.08.2026
eBook (ePUB)
New Adult / urbane Fantasy / Enemies to Lovers / Magie
Veda Thorne hatte es nie sonderlich leicht, aber sie kämpft sich durch. Bis sie einem Serienmörder in die Quere kommt und verflucht wird. Aus unterschiedlichen gründen kann sie den Fluch ruhig stellen, aber er raubt ihr langsam das Leben. Daher will sie eigentlich nicht dem sechsjährigen Antaris helfen, dem Sohn des jüngsten Opfers Grace. Aber da der Vater Hiram zu der Seer-Hassenden Familie Ellis gehört, kann sie nicht ablehnen, um den Jungen vor der Familie zu schützen. Doch Hiram ist anders als seine Familie, weswegen er sie verließ. Nun muss er sich nicht nur mit einem traumatisierten Sohn auseinandersetzen, sondern auch seine entfremdete Familie ertragen. Und dann ist da diese Frau, die alle seine Knöpfe drückt…
Wir folgen beiden abwechselnd. Veda ist klug, talentiert, aber auch geprägt von dem bevorstehenden Tod. Hiram ist stark, aber seine Familie hat Spuren in ihm hinterlassen, die ihn etwas verstockt wirken lassen.
Die Annäherung ist geprägt von Enemies to Lovers und he falls first, aber auch schön mit Single Dad Elementen. Und Antaris ist großartig.
Das Magiesystem ist spannend und wird so nebenbei erklärt. Wobei ein Glossar auch hilfreich wäre, gerade mit den Flüchen.
Aber es ist eben nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern auch ein spannender Fall, der sehr viele spannende Momente erzeugt und auch wirklich Schaden anrichtet. Aber auch gut erklärt, wie es soweit kommen konnte. Die Interaktionen sind sehr gut und alle Nebenfiguren interessant.
Die Sprache ist anspruchsvoll und flott, also kein Buch für nebenher. Die Protas sind Mitte 20 und müssen umdenken, daher ordne ich es noch als New Adult ein, auch wenn der Stil davon abweicht.
Die Figuren sind sehr intelligent und erklären uns nebenbei die verkorkste Politik der Ausgrenzung.
Das Buch mag nicht für jeden etwas sein, aber ich kann es ganz klar empfehlen und gebe daher 5 von 5 Sternen.
Aarany
aus Berlin
4/5
09.08.2026
eBook (ePUB)
Der Fluch
Der Fluch
Cover & Klappentext
Das Cover wurde schön illustriert, passt aber meines Erachtens nach nicht zur Story. Optisch erwartet man etwas Seichtes, was allerdings nicht der Fall ist. Das englische Cover entspricht dem Inhalt mehr.
Letztendlich war es der Klappentext, der mich angesprochen hat, sodass ich neugierig auf das Buch wurde.
Meinung
Veda Thorne ist verflucht, doch damit hat sie sich abgefunden. Sie verbringt ihre Tage in selbst gewählter Isolation, bis Antaris, ein kleiner Junge, auf ihre Hilfe angewiesen ist.
Antaris ist der Sohn von Hiram Ellis, der seine reiche, engstirnige Familie verlassen hat und erst seit Kurzem wieder zurück ist, als er erfahren hat, dass er Vater ist.
Ausgerechnet Veda kann zu Antaris durchdringen, will aber ansonsten nichts mit Hiram zu tun haben, bis beide herausfinden, dass sie eine tödliche Verbindung zu einem Serienmörder haben.
Im Fokus der Geschichte stehen Veda und Hiram. In der dritten Person wechseln sie sich kapitelweise ab.
Der Einstieg ist mir tatsächlich etwas schwergefallen, was aber weniger am Inhalt, sondern am Schreibstil lag. Die Autorin hat sehr viel Wert auf ansprechende Formulierungen gelegt und eine ausgezeichnete Wortwahl. Rein technisch ist ihre Art zu schreiben herausragend. Gerade dieser Umstand macht die Lektüre aber anspruchsvoll. Obwohl der Text flüssig, gar geschmeidig ist, fließt man nicht wirklich durch die Seiten. Zudem drängt sich der Schreibstil meines Erachtens nach zu sehr in den Vordergrund, jedoch ohne die Handlung zu überlagern.
Manchmal muss man sich als Leser erst daran gewöhnen, weil jeder Autor oder jede Autorin ihre Eigenheiten hat. Hier allerdings trat kein Gewöhnungseffekt ein.
Veda wurde schön angelegt. In vielen Belangen war sie mir sympathisch. Ich konnte auch ihre Zurückgezogenheit nachvollziehen. Aber ihre vorgefasste Meinung über Hiram, obwohl sie selbst weiß, wie es ist, vorverurteilt zu werden, empfand ich als anstrengend. Dafür haben mir besonders die Szenen mit Antaris sehr gefallen.
Hiram wiederum ist nicht leicht zu durchschauen. Nicht, dass er besonders geheimnisvoll wäre. Er ist eher ruhig und zurückhaltend. Und er muss einiges einstecken. Trotzdem lässt er alles geduldig über sich entgehen. Seine Art, sich letztendlich in das richtige Licht zu rücken, hat mich beeindruckt.
Die Idee der Magiearten hat es mir angetan. Seer werden extrem ausgegrenzt. Und gerade die Haltung, andere als weniger Wert zu erachten, zeigt sich nach wie vor. In der Vergangenheit und der Gegenwart. Das Thema Toleranz schwingt beinahe in jeder Zeile mit. Das allein sorgt schon für einen gewissen Tiefgang.
Gleichzeitig hat die Autorin unterschiedliche Genre miteinander kombiniert. Von Thriller über Krimi bis Romanze und Fantasy ist alles enthalten. Allerdings geht es hier weniger darum, herauszufinden, wer der Serienmörder ist, denn das ist relativ schnell klar, sondern um die Weiterentwicklung, das Hoffen, das Verändern der Umstände. Und das ist toll gelungen. Die Emotionen waren beinahe greifbar. Ich war gerührt, habe die ein oder andere Träne vergossen und mitgefiebert. Ich hätte nicht erwartet, dass mich diese Geschichte so mitnimmt.
Der Aufbau war in sich stimmig. Die Autorin hat hier ein tolles Händchen für die Tempi bewiesen. Denn in meinen Augen gab es keine Längen. Je nach Szene variiert das Tempo, mal gemächlicher, mal rasanter. So blieb genügend Raum für entspannte Momente, die nicht nur dem Leser Zeit verschafften, um etwas durchzuatmen.
Sogar das Ende hat mir zugesagt. Man wird nicht einfach aus dem Geschehen geworfen, sondern langsam hinausbegleitet.
Unabhängig davon wird mich die Geschichte noch eine Weile beschäftigen.
Insgesamt hat mir die Story ausnehmend gut gefallen. Zwar gab es einige Ungenauigkeiten sowie einige Schwächen, aber darüber kann man hinwegsehen.
Fazit
Sight Unseen hat mich positiv überrascht. Die Autorin überzeugt mit einem herausragenden Schreibstil, gut gezeichneten Protagonisten und einem Gespür für die richtigen Momente, um den Leser grandios zu unterhalten. Ich persönlich freue mich auf ihr nächstes Werk.
Ich vergebe vier von fünf Sternen und eine klare Leseempfehlung.
Bewertung
Thalia Book Circle Community
5/5
06.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Sight Unseen
Das Cover:
Das Cover von Sight Unseen passt unglaublich gut zur Geschichte. Es vermittelt direkt diese Mischung aus Magie, Geheimnissen und einer etwas düsteren Atmosphäre. Die Gestaltung wirkt gleichzeitig verträumt und geheimnisvoll und macht neugierig auf die Welt, die Alexis Marie hier erschaffen hat.
Meine Meinung:
Sight Unseen war mein erstes Buch von Alexis Marie und definitiv nicht mein letztes. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett in dieser besonderen Mischung aus Fantasy, Romance und Mystery gefangen. Die Geschichte verbindet Magie, einen langsamen Gefühlsaufbau und eine spannende Bedrohung zu einer Handlung, die mich immer weiter lesen ließ.
Im Mittelpunkt steht Veda Thorne, eine Frau, die mit einem tödlichen Fluch lebt und sich eigentlich längst mit ihrem Schicksal abgefunden hat. Sie hat sich zurückgezogen und versucht, niemanden zu nah an sich heranzulassen. Gleichzeitig merkt man aber schnell, dass hinter ihrer scharfzüngigen Art unglaublich viel Herz steckt. Veda ist eine starke, eigenwillige Protagonistin, die nicht perfekt sein muss, um unglaublich sympathisch zu sein.
Hiram Ellis ist ihr perfekter Gegenpart. Er hat seine privilegierte, kaltherzige Familie hinter sich gelassen und versucht, seinem Sohn Antaris ein besseres Leben zu ermöglichen. Er wirkt zunächst zurückhaltend und schwer einzuschätzen, zeigt aber schnell, wie viel Liebe und Verantwortungsgefühl in ihm steckt. Besonders schön fand ich die Dynamik zwischen ihm und Veda, denn ihre Beziehung entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Aus anfänglicher Distanz entsteht nach und nach Vertrauen, und genau dieses langsame Annähern hat für mich den Reiz ausgemacht.
Was das Buch für mich besonders macht, ist die Kombination aus emotionaler Tiefe und Spannung. Neben der Liebesgeschichte gibt es einen geheimnisvollen Fall rund um verzauberte Spinnenlilien und einen Serienmörder, wodurch die Geschichte immer wieder neue Spannung bekommt. Die magische Welt wirkt durchdacht und gleichzeitig sehr zugänglich. Alexis Marie schreibt bildhaft, emotional und schafft es, sowohl die leisen Momente als auch die actionreicheren Szenen überzeugend darzustellen.
Besonders positiv überrascht hat mich, wie viel Herz in dieser Geschichte steckt. Es geht nicht nur um Magie und Romantik, sondern auch um Heilung, Vertrauen, Familie und darum, Menschen wieder an sich heranzulassen. Sight Unseen ist ein Einzelband und damit eine abgeschlossene Geschichte.
Mein Fazit:
Ein großartiger Romantasy Roman mit einer starken Heldin, einem tollen Slow Burn und einer spannenden magischen Handlung. Sight Unseen hat mich komplett überrascht und überzeugt. Mein erstes Buch von Alexis Marie wird definitiv nicht mein letztes gewesen sein.
Melanie
5/5
06.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Richtig tolles Buch
Sight Unseen ist weit mehr als eine Liebesgeschichte, es ist eine emotionale Mischung aus Romance, Mystery und Suspense, die mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen hat.
Veda lebt mit einem Fluch, der ihr Stück für Stück das Leben nimmt. Sie hat sich längst mit ihrer Einsamkeit abgefunden, bis der kleine Antaris unerwartet alles verändern. Was zunächst wie eine leise, gefühlvolle Geschichte beginnt, entwickelt sich zu einem packenden Wettlauf gegen die Zeit, als eine tödliche Verbindung zu einem Serienmörder ans Licht kommt.
Alexis Marie schafft es, emotionale Tiefe mit düsterer Spannung zu verbinden. Liebe, Vertrauen, Verlust und Hoffnung stehen gleichermaßen im Mittelpunkt und machen die Geschichte zu einem echten Lesehighlight. Dieses Buch hat mich bis zum Ende mitfiebern lassen und emotional vollkommen abgeholt. Absolute Leseempfehlung!
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