Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
16.02.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
20
Maße (L/B/H)
21/14,8/0,2 cm
Gewicht
45 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-389-17850-8
Studienarbeit aus dem Jahr 2023 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 2,0, Bergische Universität Wuppertal, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Hausarbeit wird das Idealbild der antiken römischen Ehefrau aufgearbeitet und dazu die Beschreibungen einer der bekanntesten Grabinschriften aufgegriffen und in diesem Kontext analysiert: der Laudatio Turiae. Grabinschriften und Trauerreden aus der Antike sind selten so umfangreich überliefert, wie die sogenannte laudatio turiae, eine in Stein gemeißelte Grabinschrift, die der verstorbenen Ehefrau Turia gewidmet ist und auf der Trauerrede des Witwers basiert. Die Quelle in dieser Arbeit soll im Hinblick auf die Darstellung der Turia untersucht werden und dabei beantworten, inwiefern die Beschreibung der Ehefrau zu den weiblichen Idealvorstellungen einer Römerin in der späten Republik und frühen augusteischen Zeit passt oder sich von den Normbildern unterscheidet. Anhand der Quellenbelege werden die Eigenschaften und Beschreibungen der Turia herausgearbeitet und im Verhältnis zu Idealvorstellungen der römischen Ehefrau, der matrona, analysiert und im Kontext der antiken Grabinschrift betrachtet. Außerdem wird Bezug zum historischen Kontext der politischen und sozialen Lebenswelten der Frauen und zur Ehe- und Familiensituation in der späten Republik und der frühen Kaiserzeit hergestellt, da sich Turias Leben über diesen Abschnitt der römischen Antike erstreckte. Dafür wird sowohl ältere als auch aktuellere Forschungsliteratur herangezogen. Die Quelle trägt ihren Namen aufgrund der Vermutung von Filippo Della Torre, dass die Verstorbene eine Frau namens Turia, die Ehefrau von Konsul Quintus Lucretius Vespillo, sei und die Grabrede von dem Konsul verfasst wurde. Dafür spricht, dass einige der Ereignisse, von denen in der Inschrift berichtet wird, mit den Erlebnissen des Konsuls und seiner Frau übereinstimmen, auch wenn sich einige Details unterscheiden. Die Historiker Dieter Flach, Wilhelm Kierdorf und weitere gehen von einer abweichenden Identität aus. In dieser Arbeit ist die Identität der Personen jedoch nicht von großer Bedeutung, es genügt, wenn man sie als Personen der römischen Oberschicht betrachtet. Dies kann man mit Gewissheit sagen, da so eine aufwendig gefertigte Inschrift einen hohen Preis gehabt haben wird, den sich nur vermögende Bürger leisten konnten. Der Einfachheit halber wird die Ehefrau in dieser Arbeit trotzdem Turia genannt.
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