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Alice Horáčková

1. Geteiltes Haus

Geteiltes Haus

Gesprochen von
80

23,99 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Verkaufsrang

2833

Gesprochen von

Isabel Tetzner

Spieldauer

22 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

238

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Sophia Marzolff

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696721

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Verkaufsrang

2833

Gesprochen von

Isabel Tetzner

Spieldauer

22 Stunden und 33 Minuten

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

19.08.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

238

Verlag

Diogenes Verlag

Übersetzt von

Sophia Marzolff

Sprache

Deutsch

EAN

9783257696721

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  • Bewertung

    aus Striegistal

    5/5

    25.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Geteiltes Haus

    Wenn man im Riesengebirge oder im Erzgebirge unterwegs ist, begegnen sie einem immer wieder. Die Zeugen vergangener Generationen aus einer Zeit, wo sie dem kargen Boden Ernten abtrotzten, sich um ihre Tiere sorgten, ihre Familien versorgten. In Orten wie Königsmühle kann man die vergangene Zeit spüren. Auch wenn Alice Horáckovás Buch im Riesengebirge spielt, dieses Drama, dass Dorfgemeinschaften und Familien entzweite, ereignete sich an all diesen Orten. Mir hat besonders gut gefallen, wie die Autorin anhand der Freundschaft der beiden Mädchen Zdenka und Anezka die damalige Zeit wiedergibt, und zwar aus der Sicht der einfachen Leute – der Dorfgemeinschaft, wo vielmals ganz andere Dinge im Vordergrund standen und nicht die Politik. Aber diese streckte ihre Tentakel auch in diese Dörfer aus und aus Freunden wurden Konkurrenten, Spione – all die hässlichen Seiten zeigten sich. Und ich habe immer mehr verstanden, wie es zu dem Bruch; dem Hass gekommen ist. Einfach aus den Handlungen der Einwohner. Die einen hilflos, die anderen Gewinner bis sich das Blatt wendete und was blieb übrig? Ein Buch, dass ich lange wirken lassen musste. Es ist traurig, es war zum Teil verstörend, aber es öffnet die Augen und mahnt eindringlich mit leiser Stimme. Der Schreibstil ist am Anfang sehr gewöhnungsbedürftig. Er ist zum einen erzählend, hält sich aber kaum mit großen Bildern aus. Zum Teil klingt er wie eine monotone Zeugenaussage. Mir hat es sehr gut gefallen und beim nächsten Besuch in der Region werde ich vielleicht einen Hauch eines Echos diesen Romans spüren.

  • Bewertung

    5/5

    23.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine faszinierende Familiengeschichte!

    Bei dem Roman „Geteiltes Haus“ von Alice Horáčková handelt es sich um eine Familiengeschichte, die mich von Anfang an faszinierte und in ihren Bann zog. Da ich sehr an Geschichte interessiert bin, finde ich gleich zu Anfang die Einteilung des Inhaltsverzeichnisses als eine Art Zeitleiste von der k.-u.-k.-Monarchie bis zur Dritten Republik hilfreich. Dass sich die Geschichte im Riesengebirge abspielt und man als Leserin bzw. Leser die Entwicklung von Zdenka und Anezka, zweier Frauen, die im Grenzgebiet aufwachsen, hautnah miterlebt, ist sehr spannend und aufschlussreich. Das Buch umfasst 740 Seiten, sodass den verschiedenen Handlungssträngen genügend Raum und Zeit gegeben wurde. Ganz hinten gibt es sogar eine Auflistung der wichtigsten Personen, die sich lohnt, gleich zu Anfang zu lesen, um eine grobe Orientierung zu haben. Mein Fazit: Ein großartiger und lesenswerter Roman!

  • Dana09

    aus Altomünster

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    In diesem Roman steckt auch ein Teil meiner Familiengeschichte

    Da die Familie meines Vaters aus dem Sudetenland stammt und nach dem 2. Weltkrieg vertrieben wurde, hat „Geteiltes Haus“ mein Interesse geweckt. Der Prolog wäre genau so von meiner Oma oder meiner Tante geschrieben worden. Auch sie (mein Vater war damals erst 10 Jahre alt) fühlten sich in dem kleinen Dorf in Oberbayern keinesfalls willkommen und lange unwohl. Aus den Erzählungen meiner Oma weiß ich, dass das Zusammenleben zwischen Deutschen und Tschechen auch vorher nicht immer einfach und konfliktlos war. Vor diesem Hintergrund erzählt Alice Horáčková ihre Geschichte vom Leben und Miteinander der Bewohner des höchstgelegenen tschechischen Dorfes. Dabei gelingt es ihr, persönliche Erlebnisse mit politischen und historischen Ereignissen zu verbinden. Beim Lesen hatte ich immer wieder das Gefühl, dass meine Familiengeschichte sehr ähnlich ist. Kurioserweise trägt die kleine Dolfi den Namen meiner Großmutter: Adolfine. Man merkt dem Buch an, dass die Autorin großen Wert auf die Ausarbeitung ihrer Figuren gelegt hat. Durch detaillierte und einfühlsame Beschreibungen werden sämtliche Charaktere greifbar und zum Leben erweckt. Auch das kleine Dorf ist so anschaulich und bildhaft geschildert, dass es vor meinem inneren Auge entsteht. Diese tiefgründige und atmosphärische Familiengeschichte konnte mich von Anfang an fesseln und begeistern. Die komplexen Verbindungen zwischen Politik, Historie und persönlicher Biografie einer Familie sind gelungen und fügen sich zu einem bemerkenswerten Gesamtwerk zusammen. Trotz der ca. 730 Seiten und der (leider) ziemlich kleinen Schrift konnte ich das Buch nur schwer aus der Hand legen. Neben der kleinen Schrift ist mein einziger Kritikpunkt, dass ich mir manchmal einen ruhigeren Lesefluss gewünscht hätte. Die Sprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie den verschiedenen Personen und Handlungen bringen Unruhe beim Lesen. Dieser Eindruck hat aber keinen negativen Einfluss auf meine Bewertung. „Geteiltes Haus“ ist für mich eine klare Leseempfehlung für alle, die facettenreiche Familiensagas vor historischem Hintergrund lieben. Da mir dieses Buch viele interessante und angenehme Lesestunden geschenkt hat, bekommt es von mir die Höchstwertung.

  • brauneye29

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    21.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Berührende Geschichte

    Zum Inhalt: In Benetzko im Sudetenland wohnen sowohl Deutsche als auch Tschechen. Es gilbt freidenkende Frau, Wilderer, Stofffabrikanten und viele mehr und bei der Volkszählung wird gar darüber gestritten, welche Nationalität man eigentlich einträgt. Als auch hier der Krieg einzieht, wird es schwierig, denn für welche Seite soll man sich entscheiden? Viele Geschichten auch neben dem Kriegsgeschehen verändern die Menschen. Meine Meinung: Das war mal ein ganz schöner Wälzer, der einen aber mit der wirklich interessanten Geschichte in den Bann zog und nicht langweilig wurde. Das erschreckende und auch bemerkenswerte ist aber, dass das ganze auf einer wahren Geschichte beruht und das macht es dann auch noch mehr berührend und mehr als einmal fragt man sich, wie man all das Erlebte verkraften konnte, wenn man es denn dann überhaupt überlebt hat. Man möchte die Zeit nicht miterlebt haben, weil es wirklich schrecklich gewesen sein muss. Die Autorin hat ein wirklich berührendes Buch geschrieben, dass lesenswert ist. Fazit: Berührende Geschichte

  • Monsieur

    5/5

    20.08.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Menschliche Schicksale machen Geschichte erst wirklich begreifbar

    »Geteiltes Haus« von Alice Horáčková ist ein Roman, bei dem man zunächst meinen könnte, dass Bücher dieser Art heute kaum noch entstehen. Er erzählt von der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, insbesondere von den beiden Weltkriegen, und entfaltet dieses gewaltige historische Panorama aus der Perspektive zahlreicher Figuren und Familien. Gleichzeitig eröffnet die Autorin einen Blick auf diese Epoche, der sich überraschend frisch und eigenständig anfühlt und damit weit über das hinausgeht, was man aus vergleichbaren historischen Romanen bereits kennt. Vielleicht liegt dies auch daran, dass tschechische Literatur im deutschsprachigen Raum noch immer vergleichsweise selten präsent ist. Gerade dadurch gelingt Alice Horáčková etwas, woran viele Romane dieses Genres scheitern: Sie reiht nicht lediglich bekannte historische Ereignisse aneinander, sondern erschafft ein außergewöhnlich vielstimmiges Gesamtbild, in dessen Mittelpunkt nicht die historischen Fakten selbst stehen, sondern die Menschen, die sie erleben müssen. Mit einem umfangreichen Figurenensemble erfüllt sie zwar die Erwartungen an einen epochenübergreifenden Familienroman, doch gelingt ihr zugleich das Kunststück, den Leser nie den Überblick verlieren zu lassen. Jede Figur ist mit großer Sorgfalt ausgearbeitet, besitzt ihre eigene Stimme, ihre individuellen Hoffnungen und Ängste und entwickelt sich glaubwürdig innerhalb der Handlung. Darüber hinaus sind die Beziehungen zwischen den einzelnen Erzählern organisch miteinander verwoben, sodass keine Figur beliebig oder lediglich funktional erscheint. Vielmehr greifen die verschiedenen Lebenswege ineinander und ergeben ein geschlossenes Bild einer Gesellschaft, die von Krieg, Armut, Angst, Vertreibung und Verlust erschüttert wird, deren Menschen jedoch trotz aller Rückschläge nicht aufhören, an ihrem Leben und ihrer Zukunft festzuhalten. Besonders beeindruckend ist dabei, wie Horáčková historische Ereignisse niemals isoliert schildert, sondern sie stets aus dem Alltag ihrer Figuren heraus entwickelt. Große politische Umbrüche spiegeln sich in kleinen familiären Entscheidungen, in Freundschaften, Nachbarschaften und Liebesbeziehungen wider. Dadurch gewinnt der Roman eine bemerkenswerte emotionale Nähe, ohne jemals sentimental zu werden. Immer wieder zeigt sich, wie eng persönliche Schicksale mit den gesellschaftlichen Entwicklungen verwoben sind und wie unterschiedlich Menschen auf dieselben historischen Herausforderungen reagieren. Gerade diese Vielstimmigkeit verleiht dem Roman eine besondere Tiefe, weil sie keine einfachen Antworten liefert, sondern Widersprüche, Zweifel und unterschiedliche Perspektiven zulässt. Das macht »Geteiltes Haus« nicht nur zu einem historischen Roman, sondern ebenso zu einer eindringlichen Erzählung über menschliche Standhaftigkeit, Identität und die Fähigkeit, selbst in den dunkelsten Zeiten Hoffnung zu bewahren. Auch stilistisch geht die Autorin ein bemerkenswertes Wagnis ein. Für einen Roman dieses Umfangs entscheidet sie sich nicht für ausladende Beschreibungen oder epische Ausschmückungen, sondern für eine knappe, rhythmische und ausgesprochen prägnante Sprache. Erzählt wird ausschließlich in kurzen Kapiteln, die häufig nur wenige Seiten umfassen und mitunter beinahe lyrisch wirken. Dennoch transportieren sie eine erstaunliche Fülle an Emotionen, Gedanken und Entwicklungen und treiben die Handlung zugleich konsequent voran. Gerade zu Beginn verlangt diese Erzählweise dem Leser ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Konzentration ab, denn wichtige Details verbergen sich oft in scheinbar beiläufigen Sätzen. Hat man sich jedoch auf diesen Rhythmus eingelassen, entwickelt der Roman einen außergewöhnlichen Sog, der den Leser immer tiefer nach Benetzko im Riesengebirge hineinführt und ihn unmittelbar an den Gedanken und Gefühlen seiner Bewohner teilhaben lässt. Alice Horáčková gelingt damit der schwierige Spagat, eine tschechisch-deutsche Geschichte zu erzählen, die zwar bekannte historische Muster des 20. Jahrhunderts aufgreift, diese jedoch durch ihre kulturelle Perspektive und vor allem durch ihr tiefes Verständnis für menschliche Beziehungen entscheidend erweitert. Gemeinsam mit der hervorragenden Übersetzung von Sophia Marzolff entsteht so ein Roman, der nicht nur historisch überzeugt, sondern auch literarisch eine außergewöhnliche Qualität besitzt. Ich selbst kann mich kaum daran erinnern, in den vergangenen Jahren einen derart ausgereiften, eindringlichen und zugleich eigenständigen Roman über den Zweiten Weltkrieg gelesen zu haben. Am ehesten drängt sich noch ein Vergleich mit »Alles Licht, das wir nicht sehen« von Anthony Doerr auf. Dennoch lässt sich »Geteiltes Haus« nur bedingt mit diesem Werk vergleichen, denn ebenso wie Doerr hat auch Alice Horáčková eine ganz eigene literarische Sprache und Erzählweise gefunden, die ihrem Roman innerhalb der gegenwärtigen Literaturlandschaft ein bemerkenswertes Alleinstellungsmerkmal verleiht. Für den Diogenes Verlag ist »Geteiltes Haus« ein Roman, wie man ihn dort in den vergangenen Jahren etwas vermisst hat: ein literarisches Flaggschiff, ein ambitioniertes Werk und zugleich ein Risiko, das sich in jeder Hinsicht auszahlt. Es würde kaum überraschen, wenn Alice Horáčkovás Roman am Ende zu den bedeutendsten diesjährigen Neuerscheinungen des deutschen Buchmarktes gezählt werden dürfte.

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