KI-Beratung Beta

Produktbild: Emil
Neu

Emil Auf dem Weg durch das kurze 20. Jahrhundert

1

25,00 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Czernin

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19,3/13,2/2,2 cm

Gewicht

334 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0921-9

Beschreibung

Rezension

»Strouhals Schreiben sammelt Spurenund beginnt Erinnerungsschichten freizulegen, um schließlich die Form des Vergessens genauer zu bestimmen, die einer Verständigung über das Geschehene entgegensteht.«
Datum

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.10.2026

Verlag

Czernin

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

19,3/13,2/2,2 cm

Gewicht

334 g

Auflage

1

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-7076-0921-9

Herstelleradresse

Czernin Verlags GmbH
Piaristengasse 1
1080 Wien
AT

Email: office@czernin-verlag.com

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Ein neues Kapitel für Ihre Bücher

Schenken Sie Ihren alten Schätzen ein zweites Leben und erhalten Sie dafür eine Thalia Geschenkkarte.

Jetzt verkaufen
Jetzt verkaufen

Kundinnen und Kunden meinen

Informationen zu Bewertungen

Zur Abgabe einer Bewertung ist eine Anmeldung im Konto notwendig. Die Authentizität der Bewertungen wird von uns nicht überprüft. Wir behalten uns vor, Bewertungstexte, die unseren Richtlinien widersprechen, entsprechend zu kürzen oder zu löschen.

Die Bewertungen sind nach Format, Anzahl Sterne und Datum sortiert.

  • Bellis-Perennis

    aus Wien

    5/5

    13.10.2026

    eBook (ePUB 3)

    Auf den Spuren des Vaters

    Universitätsprofessor und Autor Ernst Strouhal zeichnet mit dieser Biografie das Bild seines Vater Emil Huk (1911-1989) nach, über den es, anders als über Strouhals Mutter Ilse (1918-1969) und seinen mütterlichen Großvater Ernst Benedikt (1882-1973) keinen Wikipedia-Eintrag gibt. Also, nicht dass ich Wikipedia für der Weisheit letzten Schluss halte, aber einen Eintrag als österreichischer Widerstandskämpfer gegen Austrofaschismus und Nationalsozialismus wäre Emil Huk schon wert. Wer ist er also, dieser Emil Huk? Geboren in der Brigittenau, dem zwanzigsten Wiener Gemeindebezirk, einem Arbeiterbezirk, in dem bittere Armut herrscht. Nach dem Zerfall der Donaumonarchie und der daraus resultierenden Arbeitslosigkeit erhält er, wie zahlreich andere Kinder, kaum Schulbildung. Angeregt durch seinen Vater verbringt er aber seine Tage in den Arbeiter- und Gewerkschaftsbibliotheken, wo er mit den Werken von Marx, Lenin und Trotzki in Berührung kommt. Er schließt sich schon als Jugendlicher den Kommunisten an, erlebt den Ständestaat, und ist bei den Februarkämpfen von 1934 dabei. Er kämpft gegen den Austrofaschismus und den Nationalsozialismus. Wird da wie dort verhaftet, kann über abenteuerliche Wege nach Frankreich fliehen, lebt als Staaten- und Papiereloser immer von der Abschiebung bedroht, in der Schweiz und kehrt nach 1945 nach Wien zurück, um mit den anderen heimgekehrten Kommunisten die Partei in Wien (und Österreich) wieder aufzubauen. Sein Glaube an den Kommunismus ist unerschütterlich. Erst mit den Aufständen in der DDR (1953) und Ungarn gerät seine Überzeugung ins Wanken(1956) bis er sich letztendlich nach der Niederschlagung des Prager Frühlings (1968) von der Idee der Diktatur des Proletariats lossagt. Den Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 und den Zerfall der UdSSR wenig später, wird Emil Huk, der am 8, März 1989 stirbt, nicht mehr erleben. Meine Meinung: Ich kenne ja zahlreiche Flucht- und Familiengeschichte jüdischer Familien bzw. politisch Verfolgter. Mein eigener Großvater mütterlicherseits, den ich nicht kennengelernt habe, ist als Sympathisant der Kommunisten ebenfalls nach Moskau geflüchtet und im Dunstkreis der Roten Armee zurückgekehrt. Emil Huks Geschichte ist auf Grund von Briefen und Tagebucheintragungen zahlreicher Familienmitglieder der Familien Huk und Benedikt sowie durch die penible Recherche von Autor Emil Strouhal für mich persönlich besonders lebendig. Zum Teil liegt es auch daran, dass ich die Umgebung in der Emil Huk in der Brigittenau aufgewachsen ist, recht gut kenne. Das Polizeikommissariat in der Pappenheimgasse gibt es übrigens noch immer. Sehr interessant zu lesen ist die ambivalente Haltung der Schweiz Flüchtlingen gegenüber: Juden wurde (außer sie waren reich) kein Asyl gewährt, politisch Verfolgten schon. Das gibt Emil Huk, dessen Familie jüdische Vorfahren hat, ein wenig Spielraum in der Schweiz. Gültige Papiere erhält er trotzdem nicht. Diese Biografie zeigt, dass man auch im Alter seine Überzeugungen über Bord werfen kann. Sie reiht sich in das Regal der Bücher ein, die ich bestimmt mehrmals lese werde. Zudem werde ich mir „Vier Schwestern“ besorgen, jenes Buch das die Geschichte Strouhals mütterlicher Familie beschreibt Fazit: Gerne gebe ich dieser höchst interessanten Familiengeschichte, die den beschwerlichen Weg zur Demokratie beschreibt, 5 Sterne und eine Leseempfehlung.

Kundinnen und Kunden meinen

5

1

4

0

3

0

2

0

1

0

Bewertungen (1)

Weitere Artikel finden Sie in

Die Leseprobe wird geladen.
  • Produktbild: Emil