Pastor Hauke Steiner dachte an die Sintflut. Es schüttete wie aus Eimern. Das passte, denn er war von seiner Gemeinde in die Verbannung geschickt. Der vorbildliche Hirte hatte sich mit einem Schäfchen aus der Herde seiner Schutzbefohlenen eingelassen, während seine Ehe noch nicht ganz zu Ende war. Das passte gar nicht. Und nun hätte er fast noch eine Radfahrerin überfahren.In Norderbüll sollte er innere Einkehr halten, ein Dorf in der Küstenödnis Schleswig-Holsteins, Wasser, Sand und nasse Wiesen. Doch bald erfährt der Pfarrer, dass dort ein mitmenschliches Sich-umeinander-Kümmern herrscht. Statt strenger Gebote pflegt man augenzwinkernde Nachsicht. Hier ist es die Herde, die den Hirten nach ihrem Gusto einhegt. Hier entsteht Heimat dadurch, dass jeder von jedem alles weiß und man sich gegenseitig akzeptiert. Die Nordfriesländer sind offenbar gar nicht so »dröge«, wie sie in oberflächlicher Betrachtung zu sein scheinen.In diesem Sinne sollte die dörfliche Novelle von Thomas Christen langsam gelesen werden, um die warme Mitmenschlichkeit und den etwas versteckten Humor des echten Nordens auch zu entdecken. Gemeinsam mit Pfarrer Hauke, der schließlich bekennt, dass er in Norderbüll etwas jenseits göttlicher Gebote eine neue Heimat gefunden hat.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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Thomas Christens „Der Hirte von Norderbüll“ ist eine leise, herzerwärmende Erzählung, die mit feinem Humor und viel Zärtlichkeit von Schuld, Verbannung und der überraschenden Kraft menschlicher Nähe erzählt.
Handlung
Pastor Hauke Steiner findet sich nach einer Strafversetzung in Norderbüll wieder, einem kleinen Dorf in der Küstenödnis Schleswig-Holsteins, wo Regen, Sand und nasse Wiesen auf den reuigen Sünder warten. Der Grund für seine Verbannung: Er hat sich mit einem Schäfchen aus seiner Gemeinde eingelassen, während seine Ehe noch nicht ganz zu Ende war. Was als Strafe gedacht ist, entpuppt sich jedoch als unerwartete Chance auf Neuanfang.
Die Novelle gewährt einen immer wieder erwärmenden Einblick in ein Dorf in Norddeutschland, in dem statt strenger Gebote augenzwinkernde Nachsicht gepflegt wird und ein mitmenschliches Sich-umeinander-Kümmern herrscht. Es geht viel um zwischenmenschliche Beziehungen, warme Begegnungen und auch immer wieder Momente zum Schmunzeln.
Charaktere
Die Geschichte bevölkern viele sympathische Figuren, die authentisch und liebenswert gezeichnet sind. Pastor Hauke ist ein gefallener Hirte, der sich in seiner neuen Heimat zurechtfinden muss und dabei auf eine störrische, aber herzliche Dorfgemeinschaft trifft. Die einzelnen Charaktere sind sympathisch dargestellt und laden dazu ein, sich in ihre Welt einzufühlen. Gemeinsam mit dem Pfarrer, der schließlich bekennt, dass er in Norderbüll etwas jenseits göttlicher Gebote eine neue Heimat gefunden hat, erlebt der Leser eine himmlische, kurzweilige und unterhaltsame Geschichte.
Sprache
Der Ton ist humorvoll, einfühlsam und mit einem Augenzwinkern versehen. Insgesamt handelt es sich um einen angenehmen, flüssigen Schreibstil, der sehr dazu einlädt, das Buch in einem Rutsch zu lesen.
Gesamteindruck
„Der Hirte von Norderbüll“ ist eine richtig schöne Novelle, die mich menschlich sehr berührt hat. Es ist eine kurze, aber insgesamt sehr unterhaltsame, facettenreiche Geschichte, die keine große, dramatische Handlung bietet, sondern eine, bei der man sich zurücklehnt und immer mal wieder schmunzelt.
Es ist ein schönes Buch für Zwischendurch, das ich gerne weiterempfehle. Die Novelle trifft den Nerv zwischen Vergangenheit und Neuanfang und zeigt auf liebevolle Weise, wie Menschlichkeit und Akzeptanz Heimat schaffen können.
Claudia R.
aus Berlin
5/5
15.08.2026
Buch (Taschenbuch)
himmlisch
Klappentext / Inhalt:
Pastor Hauke Steiner dachte an die Sintflut. Es schüttete wie aus Eimern. Das passte, denn er war von seiner Gemeinde in die Verbannung geschickt. Der vorbildliche Hirte hatte sich mit einem Schäfchen aus der Herde seiner Schutzbefohlenen eingelassen, während seine Ehe noch nicht ganz zu Ende war. Das passte gar nicht. Und nun hätte er fast noch eine Radfahrerin überfahren.
In Norderbüll sollte er innere Einkehr halten, ein Dorf in der Küstenödnis Schleswig-Holsteins, Wasser, Sand und nasse Wiesen. Doch bald erfährt der Pfarrer, dass dort ein mitmenschliches Sich-umeinander-Kümmern herrscht. Statt strenger Gebote pflegt man augenzwinkernde Nachsicht. Hier ist es die Herde, die den Hirten nach ihrem Gusto einhegt. Hier entsteht Heimat dadurch, dass jeder von jedem alles weiß und man sich gegenseitig akzeptiert. Die Nordfriesländer sind offenbar gar nicht so »dröge«, wie sie in oberflächlicher Betrachtung zu sein scheinen.
In diesem Sinne sollte die dörfliche Novelle von Thomas Christen langsam gelesen werden, um die warme Mitmenschlichkeit und den etwas versteckten Humor des echten Nordens auch zu entdecken. Gemeinsam mit Pfarrer Hauke, der schließlich bekennt, dass er in Norderbüll etwas jenseits göttlicher Gebote eine neue Heimat gefunden hat.
Cover:
Das Cover zeigt einen Pastor mit Hirtenstab in einer Herde Schafe, wobei das eine Schaf diesen ziemlich anhimmelt, was anhand der großen Augen gut ersichtlich ist. Das Ganze ist sehr schön und fast schon etwas humorvoll umgesetzt. Die Zeichnung trifft das Ganze sehr gut und ich finde das Cover auf jeden Fall ansprechend.
Meinung:
Eine himmlisch unterhaltsame und kurzweilige Geschichte. Eine tolle Novelle für Zwischendurch mit einem Augenzwinkern und vielen Facetten, wie es das Leben schreibt. Hauke ist Pastor und lässt sich nach Nordfriesland versetzen, dort lernt er Land und Leute kennen und viele kleine Geschichten schreiben hier ein tolles Werk, welches sich kurzweilig und gut lesen lässt.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen zum Buch zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Schnell findet man in Geschichte und Geschehnisse hinein. Die Beschreibungen sind bildlich und man kann sich hier Situationen und das Beschriebene sehr gut vorstellen. Man kommt gut in die dörfliche Idylle hinein und die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten, welche sehr gut herausgearbeitet wurden und so auch für einen gewissen Charme sorgen. Auch eine große Prise Humor darf nicht fehlen und rundet es im Gesamten sehr schön ab.
Es ist in 7 Kapitel gegliedert, welche sich gut lesen lassen. Die Anfänge und Überschriften sind gut hervorgehoben und ersichtlich. Auch die Überschriften selbst sind gut und passend gewählt, ohne selbst zu viel dabei zu verraten. Gliederung und Gestaltung hat mir gut gefallen. Am Ende erfährt man auch noch etwas über den Autor und die Nordfriesland Hymne in Hochdeutscher Nachempfindung ist ebenfalls angehangen und rundet es sehr schön ab.
Das Nordfriesische Flair wird hier sehr schön erfasst. Einige Nordfriesische Sprichwörter und Floskeln werden hier sehr schön mit eingestreut und zugleich als Fußnote übersetzt. Das fand ich sehr gut gemacht und gibt dem Ganzen auch den gewissen Lokalkolorit.
Die Geschichte selbst ist recht unaufgeregt, aber mega sympathisch, humorvoll und lebensnah umgesetzt. Mir hat das Ganze sehr gut gefallen und für einen wundervolle Leseatmosphäre gesorgt.
Fazit:
Eine himmlisch unterhaltsame, humorvolle und kurzweilige Geschichte.
Bewertung
5/5
10.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Pastor Steiner in Norderbüll
Inhalt: Pastor Hauke Steiner dachte an die Sintflut. Es schüttete wie aus Eimern. Das passte, denn er war von seiner Gemeinde in die Verbannung geschickt. Der vorbildliche Hirte hatte sich mit einem Schäfchen aus der Herde seiner Schutzbefohlenen eingelassen, während seine Ehe noch nicht ganz zu Ende war. Das passte gar nicht. Und nun hätte er fast noch eine Radfahrerin überfahren. In Norderbüll sollte er innere Einkehr halten, ein Dorf in der Küstenödnis Schleswig-Holsteins, Wasser, Sand und nasse Wiesen. Doch bald erfährt der Pfarrer, dass dort ein mitmenschliches Sich-umeinander-Kümmern herrscht. Statt strenger Gebote pflegt man augenzwinkernde Nachsicht. Hier ist es die Herde, die den Hirten nach ihrem Gusto einhegt. Hier entsteht Heimat dadurch, dass jeder von jedem alles weiß und man sich gegenseitig akzeptiert. Die Nordfriesländer sind offenbar gar nicht so »dröge«, wie sie in oberflächlicher Betrachtung zu sein scheinen. In diesem Sinne sollte die dörfliche Novelle von Thomas Christen langsam gelesen werden, um die warme Mitmenschlichkeit und den etwas versteckten Humor des echten Nordens auch zu entdecken. Gemeinsam mit Pfarrer Hauke, der schließlich bekennt, dass er in Norderbüll etwas jenseits göttlicher Gebote eine neue Heimat gefunden hat.
Die Geschichte war für mich perfekte Sonntagslektüre. Man kommt gemeinsam mit Pastor Steiner in Norderbüll an, lernt die dörfliche Idylle dort kennen, die Menschen mit ihren Eigenarten schätzen und fühlt sich einfach wohl. Das Ganze immer begleitet von einem Augenzwinkern und einer Menge feinsinnigen Humor.
Der Schreibstil ist eloquent, in der heutigen Zeit liest man so etwas eher selten. Ich würde mir wünschen, dass Thomas Christen irgendwann eine Fortsetzung schreibt und wir erfahren, wie es mit dem Pastor und seinen Schäfchen weitergeht.
Zum Cover: erst war ich etwas befremdet, hat mich das Bild doch eher an ein Kinderbuch erinnert. Je länger ich es betrachte und in die Geschichte eingefunden habe, finde ich es aber doch sehr passend zu dieser Novelle. Es ist mal etwas ganz anderes und dadurch auch einzigartig.
Bewertung
5/5
09.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Eine Gute-Nacht-Geschichte
Die Novelle „Der Hirte von Norderbüll“ handelt von Hauke Steiner, der Pastor ist und nach Norderbüll in Nordfriesland versetzt wird. Dort lernt er Land und Leute kennen und geht seinem Beruf nach.
Wer nun an „Don Camillo und seine Herde“ denkt, der wird bald große Unterschiede feststellen: Die Stärke von Hauke ist das Zuhören, nicht das Handeln. Der Humor dieses Buches ist viel feinsinniger. Der Untertitel „Etwas jenseits der Gebote“ bezieht sich eher auf Haukes Privatleben aus der Zeit, bevor die Handlung einsetzt.
Das Buch beschreibt Menschen, ihre Schwächen und ihr Zusammenleben. Es kommt ohne erhobenen Zeigefinger aus, sondern akzeptiert Land und Leute so wie sie eben sind. Ein gutes Buch, um den Tag unaufgeregt zu Ende gehen zu lassen. Eine Gute-Nacht-Geschichte.
Wem kann man das Buch empfehlen? Vermutlich wird das gelungene Cover genau die richtige Zielgruppe ansprechen. Das Buch hält, was es verspricht.
Bewertung
5/5
08.08.2026
Buch (Taschenbuch)
Ja, ja Herr Pfarrer, wer vom rechten Weg abkommt, der muss mit den Konsequenzen leben
Tja, wenn man sich als Pfarrer nicht so ganz korrekt verhält, dann muss man halt mit den Konsequenzen leben. Ob einem diese letztendlich gar nicht gefallen oder etwa doch, das muss jeder Leser selbst heraus finden. Ich fand ja alleine das Buchcover schon so ansprechend, dass ich das Buch in der Buchhandlung sofort in die Hand genommen hätte bzw. in meinem Fall es online genauer betrachtet habe. Der Hirte mit seinen Schäfchen gibt den Inhalt eigentlich schon gut wieder. Wer sich in das Leben in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt, hineinversetzen möchte, immer Mal schmunzeln oder auch nachdenken möchte und so ein paar nette Stunden verbringen will, der ist mit diesem Buch gut beraten.
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