Ist es wirklich ein ganz gewöhnlicher Freitag im November? Die fast vierzehnjährige Kim, eine verträumte Außenseiterin, kommt von der Schule. Bald daheim! Morgen hat sie Geburtstag. Endlich vierzehn.
Sie lebt mit ihrer Mutter in einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg. Es war mal wieder ein schlimmer Schultag. Boshafte Mitschüler sind davon überzeugt, dass Kim nicht ganz normal ist, und selbst ihre Mutter befürchtet das ab und zu. Auf dem Nachhauseweg geschehen eigenartige Dinge, denen Kim noch keine große Beachtung schenkt. Als sie ihr Haus erreicht, muss sie feststellen, dass ihr Schlüssel nicht mehr ins Schloss passt.
Und nicht nur das.
Ihr Name ist von der Klingel verschwunden. Die Namen aller Nachbarn auch. In
ihrem Haus leben lauter fremde Leute. Dort, wo am Morgen noch ihre Wohnung war, hängen jetzt hässliche Gardinen in den Fenstern, die sie nicht kennt. Träumt Kim oder ist das die Wirklichkeit? Ihre Mutter ist beruflich unterwegs und nicht erreichbar.
Ist Kim in einer "Anderen Welt" - oder liegt dem Ganzen ein Verbrechen zugrunde?
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Außergewöhnlicher, überraschender Thriller mit gut durchdachtem Ende
Bewertung aus Leiben am 19.06.2016
Bewertungsnummer: 958086
Bewertet: Buch (Paperback)
Kim, eine verträumte Außenseiterin, kommt von der Schule. Bald daheim! Morgen hat sie Geburtstag. Endlich wird sie vierzehn. Sie lebt mit ihrer Mutter in einem Mietshaus in Berlin-Kreuzberg. Es war mal wieder ein schlimmer Schultag. Auf dem Nachhauseweg geschehen eigenartige Dinge, denen Kim noch keine große Beachtung schenkt. Als sie ihr Haus erreicht, muss sie feststellen, dass ihr Schlüssel nicht mehr ins Schloss passt. Und nicht nur das.Ihr Name ist von der Klingel verschwunden. Die Namen aller Nachbarn auch. Träumt Kim oder ist das die Wirklichkeit? Ihre Mutter ist beruflich unterwegs und nicht erreichbar. Auch ihre Tante geht nicht ans Telefon. Ein Albtraum beginnt. Schließlich wird es Nacht. Die Stadt zeigt ihre unfreundlichen Seiten. Ist Kim tatsächlich verrückt oder liegt dem Ganzen ein Verbrechen zugrunde? Ingredienzien (u.a.): eine überforderte Mutter, ein abwesender Vater, eine lesbische Tante, eine böse Schulfreundin, ein sehr böser Nachbar, die Stadt im November, Nebelkrähen. Ist es wirklich ein ganz gewöhnlicher Freitag im November?
Das Cover des Buches ist zwar eher unscheinbar und düster, aber genau passend zu diesem Roman.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut, die Protagonisten und Orte gut beschrieben, dazu wechselt die Erzählperspektive zwischen mehreren Personen.
Das Buch beginnt mit einer Geschichte, die ich eher dem Genre Fantasy, Drama und Roman zugeordnet hätte. Dabei baut die Autorin die Spannung sehr gut auf und dank starkem, gut durchdachtem Ende entpuppt sich die ganze Geschichte definitiv als Thriller, den man kaum besser verpacken hätte können.
Einige Ungereimtheiten sind mir nichtsdestotrotz aufgefallen:
1) Als Kim bei Alex ihre Mutter anruft und diese trotz mehrmaligem Klingeln nicht drangeht, spekuliert Kim, ob das Handy ein- oder ausgeschalten ist. Wenn es ausgeschalten ist, würde es aber nur einmal läuten!
2) Wie kann Frau Caspary als Diabetologin (oder wie genau im Buch geschrieben: Fachärztin für Diabetologie) arbeiten, obwohl sie nicht promoviert hat und daher auch keinen Doktortitel besitzt?
Fazit: Außergewöhnlicher, überraschender Thriller mit gut durchdachtem Ende, den ich nur weiterempfehlen kann.
Ein Thriller? Ein Roman? Eine gelungene Mischung aus beidem!
Kasin am 22.12.2015
Bewertungsnummer: 901174
Bewertet: Buch (Paperback)
"In meinem Kopf ist zu viel. Oder zu wenig. Oder alles durcheinander." (Kim, Seite 258)
Bei diesem Buch musste ich außergewöhnlich lange überlegen, wie ich diese Rezension schreiben soll.
Aber das Buch und die enthaltene Geschichte um die Jugendliche Kim ist eben so außergewöhnlich.
Auf dem Cover steht Thriller, aber es ist ein großartiger Roman. Wenn es als Roman betitelt wäre, hätte ich wohl gemeint dass ein Thriller darinnen versteckt ist.
Für alle eingefleischten Thrillerfans, die gerne und mit Vorliebe Serienkiller folgen, extravagante Kommissare und Ermittler bevorzugen und keinerlei Probleme mit blutigen und detaillierten Taten haben - dieses Buch ist all dies nicht.
Aber zuerst einmal ganz kurz zur Story:
Kim ist 13, noch, denn bald ist ihr 14. Geburtstag. Das Wochenende steht vor der Türe und nach der Schule ist Kim auf dem Heimweg. Bereits dort geschehen einige seltsame Vorfälle. Zu Hause dann der große Schock - an den Klingelschildern stehen komplett andere Namen, ihr Schlüssel passt nicht und eine fremde Person spricht durch die Sprechanlage.Kim ist ohnehin schon verwirrt genug und nun restlos verzweifelt. Die Mutter unterwegs, der Vater schon lange fort, so iist Kim auf sich gestellt - in einer Großstadt, Nachmittags, Abends, Nachts.
Kim ist die Hauptprotagonistin und sie wird erzählt, pausenlos, fast schon ohne Punkt und Komma, aber nicht in der Ich-Form, sondern aus ihrem Kopf heraus.
Über das, was sie in diesen wenigen Stunden erlebt. Jede Menge Gedanken, Überlegungen, Gefühle, Ängste und so manche davon richtig tiefgründig.
Sie ist ein seltsamer junger Mensch, Zahlen kennt sie zu allen möglichen und unmöglichen Dingen.
Ich würde sie als 'schräg' aber sehr liebenswürdig bezeichnen, genau wie ihre Tante Felicitas und den Polizisten Kummer.
Sehr menschlich dargestellte Personen, bei denen man gerne mal anklopfen möchte um sie zurecht zu rücken.
Das Buch 'spielt' nur wenige Stunden.
Vom 14. November 11.30 Uhr bis zum 15. November 13.05 Uhr.
Solch eine kurze Zeit, sollte man denken, aber sie ist fast endlos, zumal Kim kaum zum schlafen kommt.
Den Schreibstil habe ich als grandios empfunden. Auf so eine lockere Art wurden sehr ernsthafte Themen angesprochen. Dinge die leider dazugehören in dem alltäglichen Mit- oder Gegeneinander.
Sei es Mobbing in der Schule, Beschimpfungen, Missachtung, Ignoranz oder Selbstsucht.
Hier wurde die volle Bandbreite negativer Erfahrungen einer Heranwachsenden ausgeschöpft. Ein naives, junges Mädchen, die trotz aller schlechten Erfahrungen an das Gute glaubt.
Jetzt fragt man sich vielleicht, wo ist da der Thriller?
Vielleicht in den Opfern? Der unterschwelligen, ständigen Spannung?Dem nicht wissen was da geschieht? Fragen und Neugierde beim lesen?
Ein jeder wird diese Geschichte ganz alleine für sich interpretieren.
Ich fand sie großartig.
Deshalb vergebe ich 5 von 5 Sternen.
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