Produktbild: Faschismus ist keine Meinung

Faschismus ist keine Meinung Stabil bleiben in autoritären Zeiten

2

19,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

PDF

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Nein

Verkaufsrang

5770

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

236 (Printausgabe)

Dateigröße

5796 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783406849251

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PDF

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Verkaufsrang

5770

Erscheinungsdatum

09.07.2026

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

236 (Printausgabe)

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5796 KB

Sprache

Deutsch

EAN

9783406849251

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  • lielo99

    aus Bad Münstereifel

    5/5

    09.08.2026

    eBook (PDF)

    "Helmut, nimm uns an die Hand und führe uns ins Wunderland"

    Das Buch „Faschismus ist keine Meinung“ beginnt mit einer Mahnung. Der Autor schaut besorgt nach Sachsen-Anhalt. Hier steht die AfD mit über 40% als stärkste Fraktion da. Kann es tatsächlich sein, dass bei den anstehenden Wahlen diese Partei den Ministerpräsidenten stellt? Sein Blick geht auch in die USA, wo Tech-Milliardäre die Demokratie aushebeln. Ein Zitat aus den Buch lautet wie folgt: „Demokratie ist keine Dienstleistung, die liefern muss. Sie funktioniert nur mit einer lebendigen Zivilgesellschaft, die Verantwortung übernimmt.“ Ilko-Sascha Kowalczuk wurde in Ostdeutschland geboren und lebte dort bis zum Mauerfall. Wer, wenn nicht er, kennt sich also mit den Problemen und Gedanken der Bürger ebenda bestens aus? Diese sanfte Revolution erlebte er hautnah mit und schreibt dazu, dass nur wenige Menschen auf die Straße gingen. Erst als die Mauer fiel, wagte sich die Mehrzahl aus ihren Häusern und feierte den Umsturz. Am 26.11.1989 sprach die bekannte Autorin der DDR, Christa Wolf. während einer Ansprache diesen Satz: „DDR ist ein Hort des Antifaschismus, der Umwelt, der Solidarität und des Friedens.“ Ja, so war das damals und es ist kaum nachzuvollziehen, wie sehr sich die Einstellung geändert hat. Heute gibt es kaum noch politische Gegner (was ja normal ist), es sind Feinde. Nein, nicht nur in den neuen Bundesländern. Man lese sich die Sätze von Merz und Söder durch, die sie gegenüber den Grünen äußersten. Herr Kowalczuks Gedanken zum Erstarken der AfD und des BSW sind interessant. Die Menschen sind enttäuscht von der Wende. Viele empfinden die „Wessis“ als erhaben und herabschauend. In den „sozialen“ Netzwerken kann man es täglich nachlesen. Viele von ihnen vergessen, dass sie laut nach der D-Mark riefen und nicht damit rechneten, welche Umstellung auf jeden persönlich zukam. Ein weiterer interessanter Punkt ist die heutige Verherrlichung der DDR. Diese Nostalgie entspricht in keiner Weise den tatsächlichen Gegebenheiten damals. Ostalgie scheint ein neues Schlachtwort zu sein. Viele von denen, die sich angeblich damit identifizieren, waren 1989 noch gar nicht geboren. Es wird übernommen, was ihnen andere zuflüstern und sie verinnerlichen es ungefiltert. Ein Buch, das die Probleme beim Namen nennt. Es ist ein Sachbuch und sollte mehrmals gelesen werden. Nur dann kann man sich sicher sein, dass wirklich alle Gedanken erfasst werden.

  • Bewertung

    aus Dortmund

    5/5

    18.07.2026

    eBook (PDF)

    Sehr gute Analyse

    ILKO-SASCHA KOWALCZUK: FASCHISMUS IST KEINE MEINUNG Deutschland ist trotz aller Probleme nach wie vor eines der politisch stabilsten, sozial sichersten, wirtschaftlich stärksten und gesellschaftlich freiheitlichsten Länder der Welt. Doch Populisten und Extremisten vermitteln ein ganz anderes Bild, versuchen auch in Deutschland die Demokratie zu demontieren. Was können wir ihnen entgegen setzen? Wie bleibt man stabil in den neuen autoritären Zeiten? Ilko-Sascha Kowalczuk ruft in seinem neuen Buch dazu auf, sich in die eigenen Angelegenheiten einzumischen und dafür zu kämpfen, dass unsere Freiheit, unsere Demokratie, unsere Rechtstaatlichkeit nicht den Menschenfeinden ausgeliefert werden. Und er beschreibt, wie in Ostdeutschland die Vergangenheit verklärt wird, um die Diktatur zu verharmlosen. Denn die DDR-Geschichte ist ein Schlachtfeld, auf dem um die Akzeptanz autoritärer Staatsvorstellungen gerungen wird. Noch sind die Demokratie- und Freiheitsfreunde in der Mehrheit, aber sie müssen sich zeigen anstatt herum zu jammern und zu schweigen. Demokratie funktioniert nur mit einer lebendigen Zivilgesellschaft, die widerspricht, protestiert, mitmacht, organisiert, herausfordert, Verantwortung übernimmt. Ilko-Sascha Kowalczuk beschreibt den Weg, den unsere Gesellschaft zum Faschismus genommen hat bzw. nimmt. Dabei legt er sein Augenmerk auf die östlichen Bundesländer, auch im Verhältnis zu den westdeutschen. Und da ist doch vieles schief gelaufen bei der Wiedervereinigung. Er zeigt aber auch deutlich auf, daß das keine Entschuldigung ist für eine Rückkehr zur Diktatur, maximal eine Erklärung. Bei all dem dürfen wir nicht vergessen, daß auch im Osten die AfD keine Mehrheit hat. Arbeiten wir alle daran, daß es so bleibt.

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Unsere Meinungen

  • Zum Bewerterprofil von Simone Büchner

    Simone Büchner

    Thalia Coburg

    Buchhändler*in

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    5/5

    30.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nüchtern betrachtet

    In seinem neuen Buch analysiert Ilko-Sascha Kowalczuk die politischen Entwicklungen in den neuen Bundesländern und lässt dabei persönliche Erfahrung einfließen. Er richtet den Blick auf die Prägung durch die SED-Diktatur, auf weitergegebene Denkmuster und auf die bis heute fortwirkende Sehnsucht nach einem Staat, der Verantwortung abnimmt. Daneben setzt er sich mit verbreiteten Mythen über die DDR und die Wiedervereinigung auseinander und benennt Aspekte der Vergangenheit, die häufig ausgeblendet, verharmlost oder verklärt werden. Gerade in der Rückschau ein erhellender Sachtext mit vielen unbequemen Wahrheiten, die treffen wo es weh tut.
  • Zum Bewerterprofil von Michael Hermanns

    Michael Hermanns

    Mayersche Aachen

    Buchhändler*in

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    5/5

    19.07.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!

    Also beim Titel bin ich nicht ganz bei ihm. Spätestens seitdem Nazis nun bei ihren Versammlungen die DDR-Hymne singen, glaube ich, dass wir weniger ein Problem mit Faschismus als einfach nur mit Dummheit haben. Aber das macht es nicht besser und ist am Ende nur ein Streit um Worte. Wichtiger ist, dass dieses Buch einmal einige Wahrheiten ausspricht bzw. so manchem Zeitgenossen um die Ohren haut, was dringend nötig ist! Deutschland ist trotz all seiner Probleme immer noch ein soziales, politisches und ökonomisches Paradies und hier zu leben eine Gnade. An der DDR ist so rein gar nichts gewesen, was man verherrlichen oder dem man nachtrauern kann. Schon gar nicht, wenn man selbst unter 50 ist... Die größte Bedrohung für uns und unsere Lebensart ist das Russland Putins, das einen imperialistischen Eroberungskrieg führt, den es nicht gewinnen darf. Und vor allem: Freiheit und Demokratie bedeuten nicht auch ein Wohlstandsversprechen. Es sind Werte an sich, die auch nicht "liefern" müssen. Dass das alles nötig ist, aufgeschrieben zu werden, sollte den letzten normalen Menschen unter uns wachrütteln. Egal, ob uns nun Dummheit bedroht oder etwas anderes.

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