Strukturwandel des Hotelmarkts. Wie Motel One die klassische 3-Sterne-Hotellerie verdrängt Eine strategische Analyse nach Porters Five Forces und der Blue Ocean Strategy
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Sprache:Deutsch
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Nein
Erscheinungsdatum
23.06.2026
Verlag
GRINSeitenzahl
(Printausgabe)
Dateigröße
744 KB
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
EAN
9783389196137
Die zentrale These: Motel One markiert nicht das Ende der klassischen 3-Sterne-Hotellerie, sondern steht für deren fortschreitende Segmentierung und Spezialisierung. Methodisch verknüpft die Arbeit zwei Perspektiven des strategischen Managements. Porters Branchenstrukturanalyse (Five Forces) dient der Bewertung der fünf Wettbewerbskräfte des deutschen Marktes - von der Substitutionsbedrohung durch Airbnb bis zur hohen Käufermacht durch OTAs und Preistransparenz. Die Blue-Ocean-Strategie nach Kim und Mauborgne erklärt anschließend, wie Motel One über Nutzeninnovation einen eigenen Marktraum erschloss.
Im Kern steht die hybride Strategie "Viel Design für wenig Geld": Über das ERRC-Prinzip eliminiert das Unternehmen branchenübliche, aber wenig wertstiftende Leistungen wie Zimmerservice und Konferenzräume, während es Design, zentrale Innenstadtlagen und das "One Lounge"-Konzept gezielt aufwertet. Eine datengestützte Analyse untermauert den Erfolg: Mit einer EBITDA-Marge von 54 % liegt Motel One deutlich vor Wettbewerbern wie B&B Hotels und Premier Inn. Flankierende Bausteine - das Loyalitätsprogramm "beOne" mit rund 70 % Direktbuchungsquote und die hauseigene "One University" gegen den Fachkräftemangel - wirken als zusätzliche Wettbewerbsbarrieren.
Die kritische Diskussion bleibt nicht bei der Erfolgsgeschichte stehen: Sie reflektiert die Grenzen beider Modelle, etwa die Gefahr nachträglicher Rationalisierung von Blue-Ocean-Erfolgen, und fragt, wann nachrückende Imitatoren wie citizenM oder Premier Inn den blauen Ozean erneut "rot" färben. Damit liefert die Arbeit ein ganzheitliches Bild eines Marktes, in dem Nischen wachsen und die generische Mitte schrumpft.
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