Handbuch der gefährlichen Güter. Gesamtwerk Merkblätter 1-4577. Erläuterungen I und II. Transport- und Gefahrenklassen. Gruppenmerkblätter
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- Deutsch ausgewählt
3.499,00 €
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Set mit diversen Artikeln
Erscheinungsdatum
04.12.2026
Abbildungen
Etwa 15000 S. 16 Bände.
Herausgeber
Jörg Holzhäuser + weitereVerlag
Springer BerlinSeitenzahl
224
Maße (B/H)
15,5/23,5 cm
Auflage
41. Auflage 2027
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-662-74133-7
Das Hommel Handbuch der gefährlichen Güter ist ein umfassendes Nachschlagewerk, das sich auf die Klassifikation und Handhabung von gefährlichen Gütern spezialisiert. Es gibt Informationen zu nationalen und internationalen Transportvorschriften und zu Notfallmaßnahmen bei Unfällen mit gefährlichen Gütern sowie Hinweise für die ärztliche Erstbehandlung von Personen. Dieses Handbuch ist ein unverzichtbares Werkzeug für Fachleute in den Bereichen Feuerwehr, Transport, Logistik, Gefahrgutmanagement und Sicherheitsberatung.
Im „Hommel“ werden rund 4570 Chemikalien erfasst und nach einem einheitlichen Muster auf Merkblättern die Gefahren, die Handhabung und Verhaltensregeln bei Freisetzung beschrieben. Die Merkblätter werden regelmäßig von erfahrenen Fachexperten aktualisiert und bewertet, um mit rechtlichen Entwicklungen Schritt zu halten. Bietet tabellarische Übersichten, chemisch-physikalische Daten und von Fachleuten geprüfte Einstufungen & Kennzeichnungen. Gilt in vielen Unternehmen und Behörden als rechtlich abgesichertes Nachschlagewerk. Es ist also kein gewöhnliches Buch, sondern ein technisches Handbuch, das hilft, gefährliche Güter rechtskonform, sicher und effizient zu handhaben.
Anhand des sogenannten „Gefahrendiamanten“, eines Symbols, das sich auf jedem Merkblatt findet, ist es möglich, einen schnellen, groben Überblick über die Feuergefahr, Gesundheitsgefahr und die Reaktionsgefahr eines jeden gelisteten Stoffes zu erhalten. Ferner ist anhand eines Symbols erkennbar, ob der Stoff in gefährlicher Weise mit Wasser reagiert. Anhand des Hazchem-Codes ist schnell und einfach erkennbar, welche Schutzstufe bei der Schutzbekleidung notwendig ist und ob der Stoff eher eingedeicht oder verdünnt werden sollte.
Farblich unterteilt findet man auf dem Stoffmerkblatt in roter Farbe die Hinweise für die Brandbekämpfung. In blauer Farbe findet man Hinweise für den behandelnden (Not-) Arzt.
Für alle Gefahrgüter, die im Hommel enthalten sind, wurden die GHS-Kennzeichnungen mit aufgenommen: Signalworte, Piktogramme, sowie die neuen Gefahrenhinweise (H-Statements) und Sicherheitshinweise (P-Statements).
Stoffname, Physikalische Daten, Gefahrgut/Gefahrstoff, Erscheinungsbild
Bei der Übernahme aus der REACH-Registrierdatenbank werden die Daten auf Plausibilität und Konsistenz geprüft. Die H-Sätze werden auf Grundlage der experimentellen Daten, wie z.B. Schmelzpunkt, Siedepunkt, Flammpunkt oder Akute Toxizität, überprüft. Die aufgeführten Piktogramme werden mit den H-Sätzen abgeglichen und fehlende P-Sätze nach Bedeutung für den Arbeitsschutz ergänzt. Bei fehlenden Transportangaben werden die Verpackungsgruppe, die Gefahrenklassen und die UN-Nummer ermittelt. Die geltenden und Grenzwerte werden mit TRGS 900, TRGS 903 und TRGS 910 abgeglichen, die europäischen BOELV-Werten werden aufgenommen. Die Lagerklassen nach TRGS 510 werden ergänzt, ebenso fehlende gefährliche Zersetzungsprodukte und bekannte Unverträglichkeiten, die zu gefährlichen Reaktionen führen können.
Verhalten bei Freiwerden und Vermischen mit Luft
Es wird beschrieben, ob der Stoff bei Freisetzung mit der Luft reagiert oder explosionsfähige Mischungen mit der Luft bildet. Bilden sich diese Mischungen durch Erwärmen oder Erhitzen wird dies ebenfalls erwähnt. Bei festen Stoffen wird erwähnt, ob sich explosionsfähige Staub-Luft-Gemische bilden können.
Verhalten bei Freiwerden und Vermischen mit Wassern
Es wird ausgeführt, ob der Stoff leichter oder schwerer als Wasser ist, in welchem Masse sich der Stoff in Wasser löst und ob sich durch das Vermischen mit Wasser wassergefährdende Mischungen bilden. Wenn die Stoffe mit Wasser reagieren oder beim Vermischen ätzende Lösungen bilden, wird dies ebenfalls erwähnt.
Reaktivität
Es werden gefährliche Stoffe benannt, die sich bei der Verbrennung des Stoffes bilden. Zudem wird auf mögliche Reaktionen des Stoffes wie spontane Zersetzung oder Polymerisation beschrieben. Falls der Stoff mit bestimmten Substanzen reagiert, wird dies erwähnt.
Sicherheitsmaßnahmen
Im Bereich Sicherheitsmaßnahmen werden die Erstmaßnahmen beschrieben, die Einsatzkräfte direkt an der Einsatzstelle beachten müssen um sich selbst nicht zu gefährden und eine Schadensausweitung zu vermeiden. Dazu gehören Hinweise zur Anfahrt und Aufstellung der Einsatzfahrzeuge, eine Entscheidungshilfe welche Schutzkleidung mindestens zu tragen ist und Anleitungen zum sicheren Umgang mit dem ausgetretenen Stoff.
Schutz und Einsatzmaßnahmen
Mit den Schutz- und Einsatzmaßnahmen werden Handlungsanleitungen zum Schutz der Umgebung und der ungeschützten Personen gegeben, sowie die Möglichkeiten für eine weitergehende Beratung beschrieben. Hier finden sich auch Hinweise auf die anzuwendende Messtechnik um den Stoff zu identifizieren, oder die von ihm ausgehende Gefahren zu erkennen.
Bekämpfung der Unfallfolgen
Bei der Bekämpfung der Unfallfolgen stehen Hinweise zur Brandbekämpfung und Maßnahmen zur Bekämpfung von Leckagen im Vordergrund. Neben den geeigneten Löschmitteln, in Abhängigkeit vom Ausmaß eines Brandes, werden auch Hinweise für eine sichere Entsorgung und geeignete Möglichkeiten für eine Dekontamination gegeben.
Gruppenmerkblätter
Die vor einigen Jahren eingeführten Gruppenmerkblätter dienen dazu die Lücken für Substanzen zu schließen, die nicht durch eine spezifisches UN-Nummer, sondern nur durch sogenannte n.a.g. UN-Nummern deklariert werden.
Gesundheitsgefährdung
Die Auswirkungen für die Gesundheit, die von dem Kontakt mit dem Stoff ausgehen können, werden anhand der Informationen aus Tierversuchen oder aus Fallberichten dargestellt und die möglicherweise zu erwartenden Symptome erläutert. Es wird eine Empfehlung gegeben, wann auch ohne oder bei zunächst nur leichten Symptomen zum Aufsuchen eines Arztes, ggf. sofort, geraten wird.
Erste Hilfe
Maßnahmen, die Ersthelfenden nach einem Stoffkontakt bei den Betroffenen frühzeitig durchführen können, werden beschrieben. Durch diese soll bereits aufgetretene und möglicherweise noch zu erwartenden Symptome verringert und Folgeschäden verhindert werden. Wenn Kontakt mit Stoffen bei der Hilfeleistung für die Helfenden eine Gefahr darstellen, werden entsprechende Schutzmaßnahme empfohlen.
Hinweise für den Arzt
Ärztinnen und Ärzten werden zusätzliche Informationen zur Wirkung des Stoffes, die für die Behandlung wichtig sind, gegeben. Wenn Stoff-spezifische Maßnahmen angezeigt sind, werden diese beschrieben (z. B. spezifische Antidots). Zusätzliche Hinweise informieren über geeignete Diagnose- und Überwachungsverfahren (z.B. Laboruntersuchungen) und Konsultationen (z.B. Augenarzt, Brandverletzten-Zentrum). Hinweise über die Auswirkung eines einmaligen Kontakts auf Krebsgefahren sowie die Fruchtbarkeit und das ungeborene Kind erlauben eine auf Daten gestützte Beratung der Betroffenen.
Gewässerverunreinigung
Die Beurteilung von Gewässerverunreinigungen durch gefährliche Stoffe erfolgt im Hommel anhand verschiedener Maßstäbe: Die Einstufung und Kennzeichnung gemäß GHS und die Wassergefährdungsklasse werden ergänzt mit einer Einschätzung der akuten aquatischen Toxizität und einer Gesamtbewertung von längerfristigen Folgen nach Unfall. Damit bietet der Hommel eine Kombination unterschiedlicher Aspekte der Schädigung von Gewässern. Anhand von recherchierten Einzelwerten, die im Band „Erläuterungen II: Gewässerverunreinigung“ und im Hommel interaktiv dokumentiert sind, erfolgt eine Prüfung und Plausibilitätskontrolle der Bewertungen zur Gewässerverunreinigung.
Diese Datensammlung liefert in transparenter und nachvollziehbarer Weise die Grundlagen der Bewertungen zur Gewässerverunreinigung im Hommel und bietet gleichzeitig den Nutzern des Hommel die Möglichkeit die Daten auch für andere Zwecke zu verwenden, zum Beispiel für die Erstellung von Sicherheitsdatenblättern oder bei der Bewertung von Ergebnissen chemischer Analysen von kontaminierten Standorten.
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