Irgendwann, so im Jahre 2001, da fragte mich ein Freund, ob ich wisse, was denn "Gothic Country" sei. Er hatte den Begriff in einer Musikzeitschrift entdeckt und hielt die Beschreibung für einen schlechten Scherz.
Wenig später war uns dann klar: Es gibt "Gothic Country" - denn es gibt Sixteen Horsepower. Und die machen ihrem Genre alle Ehre. Mit Gothics hat das allerdings recht wenig zu tun: Es geht eher um eine andere düstere Trostlosigkeit, den geheimnisvollen amerikanischen Süden, die verzweifelte Hoffnung auf den Erlöser... Sixteen Horsepower ist ein bisschen Wahnsinn und Endzeitstimmung- aber strahlt ebenso ungebrochene Romantik aus. Hätte Ambrose Bierce je Musik gemacht, wer weiß, vielleicht hätte sie ja so geklungen? (Wer mir nocht glaubt, sollte unbedingt einmal den Song "Black Soul Choir" hören.)
Wenn ich bei einer Band jemals Gänsehaut bekommen habe, dann bei dieser. Dafür sorgt zum einen David Eugene Edwards klagend-schöne Stimme, sowie die teils ausgefallene Instrumentalisierung. "Secret South" ist - neben Sackcloth´n´Ashes- mein absolutes Lieblingsalbum der Band. Und mein drittliebstes Album aller Zeiten. Und ich bin sehr wählerisch! :)
Leider gibt es Sixteen Horspower nicht mehr, aber DEE macht immer noch Musik. Woven Hand heisst sein neues Projekt und trifft ebenfalls den gleichen Nerv wie seine Vorgängerband.
Auch ein Tipp für alle Fans von Nick Cave & Jay Munly. Es lohnt sich! Einmal gehört, nie vergessen.
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