Seit Jahren verbringen Heinz Strunk und sein österreichischer Freund und Kollege C. Weihnachten in der Fremde. Eigentlich egal wo, Hauptsache Meerblick, eine gepflegte Anlage mit gutem Essen und ein Kasino in der Nähe. Die beiden bevorzugen nämlich das, was die meisten Europäer bevorzugen: Die Kein-Erlebnis-Reise, bei der die Erholung nicht durch tolle Erlebnisse, neue Anregungen oder interessante Urlaubsbekanntschaften erreicht wird, sondern durch Nicht-Erkrankung, körperliche Ruhe und keine Gewichtszunahme. Anders gesagt: Den größten Erholungswert haben Reisen, auf denen nichts passiert.Zur Jahreswende 2006/2007 geht es diesmal nach Mombasa - Kenia, ein Land, von dem Heinz lediglich weiß, dass Ernst August von Hannover dort einen Hotelier vor ein paar Jahren angeblich krankenhausreif geschlagen haben soll. Naja, egal. Ob Karibik, Asien oder Afrika (Australien ist eindeutig zu weit weg): Hauptsache, die Sonne scheint. Die erste Woche verläuft wie geplant. Doch am zweiten Weihnachtsfeiertag sind in Kenia Wahlen angesetzt, und plötzlich finden sich die beiden Sonnensucher in einem Bürgerkrieg wieder...
Kundinnen und Kunden meinen
2.0/5.0
Bewertung
2/5
23.04.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein Hamburger und ein Wiener in Mombasa
In „In Afrika“ erzählt Heinz Strunk, der Autor von einem Urlaub in Kenia mit seinem Freund C. (hierbei soll es sich wohl um Christoph Grissemann, einen österreichischen Kabarettist und Moderator handeln).
Seit Jahren verbringen die beiden zur Weihnachtszeit einen gemeinsamen Urlaub. Urlaubsziel ist egal, Hauptsache es gibt Meer, Sonne, eine gepflegte Hotelanlage und ein Casino in der Nähe. Die beiden sind weder an tollen Erlebnissen, Sehenswürdigkeiten oder Urlaubsbekanntschaften interessiert, wichtig ist vor allem, nicht krank zu werden, nicht zuzunehmen und viel Ruhe.
Also geht es dieses Mal, im Dezember 2007, nach Mombasa.
Über Kenia selbst erfährt man wenig – und bei dem Wenigen handelt es sich um allgemeine Plattitüden und Klischees.
Das Buch besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil spielt sich in der Hotelanlage ab mit der immer gleichen täglichen Routine: man trifft sich um Punkt 9 Uhr zum Frühstück, dann geht es an den Pool zum Lesen oder Schlafen, Mittagessen, wieder Pool, Abendessen, Unterhaltungsprogramm in der Anlage.
Im zweiten Teil geht es dann tatsächlich auch mal in die Stadt nach Mombasa, um ins Casino zu gehen und Frauen zu treffen, mit denen sie Zeit in Bars und Discos verbringen. Die Damen werden natürlich dafür bezahlt.
Heinz Strunk kann natürlich mit Sprache umgehen, aber mit seinem Humor kann ich leider überhaupt nichts anfangen. Für mich waren die 268 Seiten dieses Werkes nichts als eine Aneinanderreihung von Allgemeinplätzen, Plattheiten und Klischees. Da werden die anderen Gäste des Hotels durch den Kakao gezogen, Kenia und die Kenianer kommen auch nicht besser weg - nichts als Klischees und Vorurteile.
Dem Buch kann man höchstens etwas abgewinnen, wenn man es als Persiflage des deutschen „Normalo“ - Pauschalurlaubers sieht: irgendwo hinreisen ohne die geringste Ahnung bzw. das geringste Interesse an Land und Leuten, Hauptsache schönes Wetter, Schnitzel und Bier. Aber muss man darüber tatsächlich ein Buch schreiben?
Wie gesagt, ich konnte mit dem Buch überhaupt nichts anfangen, der Humor ist nicht meiner, ich konnte nicht mal schmunzeln, es hat mich nur genervt. Und wenn es nicht so schnell zu lesen gewesen wäre, hätte ich es sicher abgebrochen.
Gekauft hätte ich mir das Buch ohnehin nicht, habe es in einem öffentlichen Bücherschrank gefunden. Und nun überlege ich ernsthaft, ob es wieder dorthin zurückwandert oder ob ich es nicht doch lieber gleich in die Papiertonne entsorge. Naja, Strunk-Fans wird es wohl gefallen, also doch Bücherschrank, Hauptsache ich habe es nicht im Haus!
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5/5
31.03.2020
Buch (Taschenbuch)
Erholung vom Urlaub
Reisen ist das neue Statussymbol von heute, möglichst weit weg und am besten eine Kreuzfahrt buchen. All das Paradoxe und eigentlich manchmal Unangenehme, das wir beim Reisen auf uns nehmen, bringt niemand so unterhaltsam auf Papier wie Heinz Strunk.
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4/5
30.03.2011
eBook (ePUB)
Kurzweilig witzig
Wie immer jagt auch im neuen Buch von Heinz Strunk ein Scherz den nächsten, der Leser schmunzelt sich quer durch das Buch. Dieses Mal unterwegs in Afrika erwartet uns weniger ein Reisebericht als eine Spaß-Reise mehr oder minder aufregender Art. Bissige Seitenhiebe sowie (selbst)ironische Beobachtungen machen "In Afrika" mehr als lesenswert. Prädikat: gelungen.
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