Nach dem Welterfolg von »Judith und Hamnet«: Der neue, mitreißende Roman von Bestseller-Autorin Maggie O'Farrell.Auf einer windgepeitschten Halbinsel, die sich weit in den Atlantik erstreckt, arbeiten Tomás und sein Sohn Liam für den Ordnance Survey, der ganz Irland kartieren soll. Wir schreiben das Jahr 1865, und das Land ist gezeichnet von der Großen Hungersnot, die ihre Heimat verwüstet und entvölkert hat. An einem regnerischen Herbsttag verlieren sich Sohn und Vater in einem kleinen Hain. Als Tomás zurückkehrt, meint er, seine Berufung gefunden zu haben: Die Karten, die er anfertigt, sollen zum Zeugnis der Katastrophe werden und damit jenen dienen, die das irische Erbe erhalten wollen. Besessen von seiner Idee, krempelt Tomás das Leben seiner Familie um – die mit ihm fortan auf diesem alten, ewigen Land leben wird.Eine irische Familie, deren Kinder sich verlieren und finden. Ein Land voller verborgener Schätze und einander überlagernder Leben. Ein uralter Hain und die Geister, die darin wohnen. Maggie O'Farrell gelingt das Kunststück, all das zu einem tief bewegenden Roman zu verweben. Sie erzählt davon, wie weder das Land noch die Geschichte je wirklich still halten: Nichts verschwindet, nichts vergeht.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Bewertung
aus Bergisch Gladbach
5/5
06.09.2026
eBook (ePUB 3)
Überwältigend
Mit diesem Roman hat Maggie OFarrell den Höhepunkt ihres schriftstellerischen Könnens erreicht. Zum Inhalt brauche ich nichts zu sagen, aber dieses Werk ist wirklich brillant, geschrieben in dem für Frau OFarrell so einzigartigen Stil voller Poesie und sprachlicher Eleganz. Eingebettet in die Landschaft an der irischen Westküste erfahren wir vom Schicksal einer Familie, die durch die Wirren der Zeit und persönlicher Tragik zerissen wird. Großartig!
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
24.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mystisch, dicht und mitreissend
Maggie O’Farrells „Land“ hat mich begeistert. Der dichte Schreibstil verlangt Aufmerksamkeit, doch die fesselnde Geschichte belohnt sie: Sie zieht einen hinein, obwohl – oder gerade weil – man sich vor ihrem Fortgang fürchtet. Wunderbar sind der historische und der kartografische Hintergrund sowie die Perspektiven der Figuren. Besonders faszinieren das nur angedeutete Übernatürliche und die Verbindung von Kartografie, Wissenschaft und Erzählen. Daraus erwächst die Erkenntnis, dass das Land, das wir besiedeln, kein Besitz, sondern ein lebendiges Wesen ist, das unsere Kultur, unsere Vergangenheit und unsere Zukunftsperspektiven prägt.
Heidimirweidibeidi
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
01.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine magische Reise durch Zeit, Schicksal und Erinnerung
Wenn ein Land Geschichten bewahrt ✨
Land von Maggie O’Farrell ist eines dieser Bücher, die man nicht einfach liest – man taucht hinein. Mit ihrer einzigartigen, bildhaften und zauberhaften Sprache erschafft sie eine Welt voller Mystik, Geheimnisse und leiser Magie, in der Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind.
Die Geschichte erzählt von Verlust, Liebe, Familie und der tiefen Verbindung zwischen Menschen und einem Ort. Besonders berührt hat mich, wie sich bestimmte Elemente über Generationen hinweg wiederholen und zeigen, dass unser Leben immer auch von dem geprägt ist, was vor uns war.
Nicht jeder Handlungsstrang hat mich am Ende vollständig überzeugt, und der letzte Teil war mir teilweise etwas zu dicht an Ereignissen. Trotzdem bleibt Land für mich eines der zauberhaftesten Bücher, die ich seit Langem gelesen habe.
Ein poetisches, atmosphärisches und nachhallendes Leseerlebnis für alle, die sich gerne in eine besondere Sprache, Geschichte und eine Prise Mystik verlieren. ✨
Bewertung
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
31.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Magisch berührend!
Land ist ein historischer Roman, welcher in der grossen Hungersnot seine Wurzeln hat, und auch noch viele Jahrtausende vorher.
Die Autorin führt mir einer sehr schönen Sprache durch eine Familiengeschichte, deren Ende ich mir anders gewünscht hätte. Ein Buch voller Geschichte, Mystik, Natur, Rückbesinnung auf sich selbst und seine Werte besonders einer der Hauptfiguren. Eine absolute Leseempfehlung.
Boockpicker
Orell Füssli Book Circle Community
5/5
29.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
absolut beeindruckende Geschichte
Da wird ein bitter armes Leben beschrieben, wie wir es uns nicht vorstellen können. Diese Hungersnot in Irland muss grausam gewesen sein, wenn ganze Dörfer ausstarben und die Leichen kaum begraben werden konnten. Der Alltag des Kartografen wird bildhaft dargestellt, ebenso die Hilflosigkeit von Liam, der ja nichts falsch machen darf. Mit dem Hein und der Quelle kommt ein unheimliches Element in die Geschichte, eine Kraftquelle? ein verbotener Ort? Und welche Geister sind die schlimmeren, jene im Hein oder jene, die der Priester heraufbeschwört?
“Father Joseph … quillt über von Liebe und Vergebung. Er wird triumphieren, er wird obsiegen, und dieser Sünder wird errettet werden”. (105)
“Er lächelt herab zu dem vor ihm liegenden Sünder: Der Augenblick der Bezwingung ist nah, dess ist er gewiss”. (106)
Das Schicksal von Tomás wird eindrücklich geschildert, die unwürdigen und grausamen Zustände in den Kinderheimen, aber auch sein eiserner Wille, der ihm hoffentlich auch jetzt zugutekommen wird. Nachdem Liam nach dem Zusammenbruch von Tomás sehr viel Verantwortung übernommen hatte, kann er jetzt wieder Kind sein, und die Mutter Phina versucht die Familie zusammenzuhalten. “Ihm (Liam) war klar, dass man sich mit einer Karte niemals verirren konnte. Mit einer Karte konnte ein Mensch immer wissen wo er war”. (130)
Die Geschichte nimmt mit dem Wegzug aus Dublin rasant Fahrt auf, und die Vergangenheit des Hains und der Halbinsel werden eindrücklich geschildert. Tomás nimmt also seine Familie mit auf die Halbinsel, mitten in den geheimnisvollen Hain. Das Haus ist allerdings eine Ruine, Phina weigert sich da einzuziehen und landet vorübergehend bei der Witwe. Zum Erstaunen aller legt sich Tomás richtig ins Zeug, baut Haus und Hof wieder auf, das Leben kehrt zurück. Nur – Liam will auf jeden Fall Priester werden, weg von zuhause, und keinesfalls Father Joseph enttäuschen. Sein Wunsch – nicht mit Tomás auf eine Vermessungstour zu müssen – geht mit seinem Unfall auf tragische Weise in Erfüllung. Enda schmuggelt sich anstelle von Liam in den Vermessungstrupp und findet ihre Berufung im Geigenspiel, und Eugene kann immer noch nicht sprechen.
Dann stirbt Phina plötzlich, an gebrochenem Herzen. Das stellt alles auf den Kopf. Liam geht nun endgültig weg, Tomás verunfallt schwer und verliert seine rechte Hand, und Enda verschwindet klammheimlich Richtung Kanada. Bei Liam kommen Zweifel, ob er wirklich für dieses frömmelnde und unterwürfige Leben im Orden gemacht ist. Rose führt Haushalt und Hof, so gut sie kann, und Tomás streift umher, nimmt sich vor, sein Tal, seine Herkunft zu finden.
O’Farrel führt diese Familiengeschichte auf beeindruckenden Umwegen zu einem unerwarteten Ende: Liam als gemachter Mann, Eugene in seiner Art sehr zufrieden und weise, Enda und Rose leben zusammen in der neuen Welt, jede mit ihren besonderen Fähigkeiten. Die Charaktere sind sehr überzeugend gezeichnet in ihren jeweiligen Eigenarten, werden im Lauf der Geschichte immer markanter. Die Schilderungen der Landschaft, ihrer Vergangenheit, ihrer Natur und ihres Charakters sind sehr eindrücklich, man taucht völlig ein in diese grün-feuchte Atmosphäre, in die geheimnisvolle Stille der Moore und Haine. Der Hain mit seiner tiefen Quelle, mit dem Fisch und dem Ring bildet einen Rahmen, mit dem Hund als Wesen, das die Zeiten überdauert. Im Ganzen drin die Zuversicht, dass das Leben kommt und geht, Menschen und Häuser verwandeln sich über die Zeiten hinweg und behalten doch ihren jeweiligen Charakter. Ein sehr dichtes, eindrucksvolles Buch, ein Buch, das mitreisst, nachdenklich macht und tief in verborgene Wirklichkeiten blicken lässt.
«Komm her zu mir», erwidert Enda, die immer noch bei dem Hund kauert, ihr Herz läuft über vor Mitleid, vor Liebe, sie streckt die Arme nach Rose aus, und plötzlich weiss sie, dass sie alles bewältigen kann, was sie erwartet, sie beide erwartet, und dass sich alles finden wird, weil ihre Schwester gekommen ist» (537).
«Während er sich nähert, erscheint ihm alles vertraut und fremd zugleich. … Liam ist desorientiert und meint doch genau zu wissen, wo er sich befindet: Er ist heimatlos und doch zu Hause, dieser Ort ist tief in ihm und doch ausserhalb. Und die Frage, die ihn unaufhörlich martert: Wer ist er hier noch, wenn all seine Leute fort sind»? (542).
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5/5
30.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Königin der Sprachkunst brilliert erneut
Ein kaleidoskopartiges Panorama über die irische Gesellschaft nach der großen Hungersnot 1852: Tomás ist Kartograph für die „Rotröcke“ und hadert nach einem schicksalshaften Erlebnis damit, für den Feind zu arbeiten. Sein Sohn Liam will einen anderen Weg gehen, als der Vater für ihn vorgesehen hat. Tochter Enda will so viel mehr vom Leben als sie als Mädchen anstreben darf. Und dann sind da noch Mutter Phina, die pflichtbewusste Rose und der stumme Eugene. Sie alle müssen kämpfen, um in einer rauen und erbarmungslosen Epoche zu überleben.
„Land“ ist erneut Literatur in ihrer eigenen Klasse. Egal, welches Adjektiv man verwendet, um diese sprachliche Kunst, dieses Feuerwerk der Worte und Bilder zu beschreiben, es wird Maggie O’Farrell nicht gerecht. Niemand schafft es so gekonnt wie sie, Gegensätze miteinander zu verbinden – eine raue Geschichte weich zu erzählen, einen hohen Stil zugänglich zu gestalten und ein Thema groß zu machen, das für den Rest der Welt nicht relevant erscheint. Hochachtung vor diesem Können!
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5/5
09.08.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unfassbar gut geschrieben, spannend bis zur letzten Seite
Die Handlung spielt auf einer Halbinsel in Irland – kurz nach der großen Hungersnot, im Jahr 1865. Tomas, ein leidenschaftlicher und gewissenhafter Landvermesser, arbeitet zunächst für die „Rotröcke“, die britische Besatzungsarmee, und vermisst das Land neu. Bis ihm klar wird: Mit der Neuvermessung soll nicht nur die Landschaft verändert, sondern auch die Geschichte des Landes umgeschrieben werden. Er weigert sich – und genau hier beginnt eine verschlungene, mitunter mystische, unglaublich spannende und berührende Familiengeschichte.
Erzählt werden die Schicksale von Tomas und seiner Frau Phina sowie ihrer vier Kinder Liam, Enda, Rose und Eugene. Es ist ein Buch über Verlust und Wiederfinden, über prägende Lebensentscheidungen – und darüber, wie Geschichte Familien formt.
Unfassbar gut geschrieben, spannend bis zur letzten Seite, ein wenig mystisch und gleichzeitig herzzerreißend schön. Maggie O’Farrell ist und bleibt für mich eine begnadete Geschichtenerzählerin.
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5/5
23.07.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein fesselnder Ritt durch Raum und Zeit!
WOW!
Bei diesem Buch fällt mir es sehr schwer die Rezension kurz zu halten, weil es so viele Elemente gibt, über die ich schwärmen möchte!
Ich habe beim Lesen gelacht, geweint, mich leicht gegruselt und bin unfassbar neugierig geworden auf das Land, das die gebürtige Irin, Maggie O'Farrell, in ihrem tiefschürfendem Erzählstil darlegt.
Wer sich Zeit für den Einstieg nimmt, wird reich belohnt.
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