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Produktbild: Weiter als der Ozean
Band 1 Vorbesteller

Weiter als der Ozean

Aus der Reihe Kanada
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16

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Vicky Preuss

Spieldauer

12 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

05.10.2026

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

30

Verlag

Gerth Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783689461256

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie Hörbücher innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Hörbuch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Hören durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um Hörbücher zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei einem tolino-Buchhändler haben.

Gesprochen von

Vicky Preuss

Spieldauer

12 Stunden

Abo-Fähigkeit

Nein

Erscheinungsdatum

05.10.2026

Hörtyp

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Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

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30

Verlag

Gerth Medien

Sprache

Deutsch

EAN

9783689461256

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  • annislesewelt

    aus Wülfrath

    5/5

    29.12.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    erschütternd, eindrücklich, fesslend

    Laura, eine junge Kammerzofe im Hause Frasier, bekommt die Nachricht das ihre Mutter schwer erkrankt ist und ihre 3 jüngeren Geschwister (die Zwillinge Kathie und Garth 14 Jahre alt und Grace 7 Jahre alt) in das Waisenhaus gebracht worden sind. Sie lässt alles stehen und liegen und reist in die Heimat um für ihre Familie da zu sein. Dann ist da noch: Andrew, der Sohn ihrer Herrin, der ein gottesfürchtiger Mann mit einem großen Herzen für Menschen in Not ist weshalb er auch als Anwalt arbeiten möchte. Er stellt zeitgleich mit seinem Kollegen Henry Dowd Untersuchungen für das Innenministerium in Sachen Kinderemigration an. Als Laura nun also bei ihrer Mutter ankommt sind ihre Geschwister schon auf dem Weg nach Kanada und sie beginnt den Kampf um sie zurück zu holen. Sie ahnt nicht welche Hindernisse sich ihr in den Weg stellen werden und das ein Erfolg aussichtslos ist. Während sich Laura auf die Suche nach ihren Geschwistern macht, dabei trifft sie auf Andrew, gibt es immer wieder Einblicke in deren Leben. Hauptsächlich in Kathies. Sie ist eines der vielen Kinder das verschifft wurde um in Kanada entweder in Haushalten mitzuhelfen oder auf den Feldern oder Ställen zu arbeiten. Einige der Kinder konnten auch adoptiert werden. Ich habe mich mit allen drei Charakteren verbunden gefühlt, konnte Lauras Sorge so nachempfinden, ihre Entscheidungen verstehen und habe mit ihr um ihre Geschwister gekämpft. Kathie hat mich allerdings am meisten beeindruckt. Sie ist so unglaublich jung, so verletzlich, von den Geschwistern getrennt und ist dann allein in einer lieblosen Umgebung. Ich habe mit ihr geweint und gelitten. Sie ist so ausdrucksstark beschrieben das man meint sie zu kennen. Auch Andrew ist gut beschrieben, sein Kampf um das Gute, aber auch seine Schwächen, seine Gutgläubigkeit sind authentisch geschildert. Manches Schlimme in der Welt kann man sich eben nicht vorstellen bevor man es sieht und das ist richtig gut in ihm veranschaulicht worden. In "Weiter als der Ozean" werden dramatische Erlebnisse und große Verletzungen geschildert. Dieses Buch beruht auf wahren Begebenheiten und die Schilderungen habe mir Gänsehaut bereitet, allerdings keine angenehmen. Es ist grausam was damals gemacht wurde. Kinder, die Anfang des 20. Jahrhunderts in ein Waisenhaus kamen, entweder weil sie Waisen waren oder aus unterschiedlichen Gründen nicht von den Eltern versorgt werden konnten, kamen nur schlecht wieder raus. Eltern können sie nur selten besuchen und wenn sie sie zurückhaben wollten mussten sie erst die Unterbringung bezahlen. Da sie aber oft selbst am Existenzminimum lebten wird das nicht oft möglich gewesen sein. Also wurde mit den Kindern Geld verdient indem sie eben emigrieren mussten und am Ende meist allein in einem fremden Haushalt leben und arbeiten mussten. Dieses Buch erschüttert und lässt nicht los, es regt zum nachdenken an und ich hätte beim lesen sehr oft weinen können. Die beschriebene Not ging mir unter die Haut doch am meisten beeindruckt hat mich die Message: "Gott steht über allem, er ist da. Wir können mit ihm reden und er schenkt Frieden. Vor allem Kathie lebt in diesem Bewusstsein. Carrie Turansky ist ein Buch gelungen das vergangene Geschehnisse aufarbeitet und aufzeigt. Es ist definitiv der eindrücklichste Roman den ich seit langem gelesen habe. Trotz der Schwere der Geschichte lässt es sich leicht und flüssig lesen, ich konnte es - einmal angefangen - kaum aus der Hand legen. Dieses Buch lässt einen schaudern, mit den Tränen kämpfen, fassungslos auf die geschriebenen Worte starren und verzweifelt fragen: Wie konnte das alles passieren? Wenn man sich für Geschichte interessiert und ein Buch lesen mag das mehr ist als leichte Unterhaltung sollte dieses wählen. Ich habe es nicht bereut.

  • sophies.booklove_

    5/5

    24.09.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Familienbande überwinden Ozeane

    Cover: Dieses Cover ist vermutlich eines der schönsten Cover in meinem Regal. Trotzdem wirkt es nicht nur schön, sondern spiegelt auch den Inhalt des Buches treffen wider. Inhalt: Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie McAlister, deren Vater vor zwei Jahren tragisch verstorben ist. Um über die Runden zu kommen, arbeitet die älteste Schwester Laura als Kammerzofe auf einem Anwesen. Als ihre Mutter Edna erkrankt, eilt Laura zurück nach London, um für ihre Geschwister und ihre Mutter zu sorgen. Ihre drei kleinen Geschwister sind in der Zwischenzeit allerdings bereits in einem Waisenhaus untergebracht worden. Trotz ihres festen Plans für die Kinder das Sorgerecht zu übernehmen und für ihren Unterhalt aufzukommen, hat sie keine Chance mehr sie nach Hause zu holen. Viele der Waisenkinder werden nämlich immer wieder nach Kanada verschifft, um dort ein neues Leben zu beginnen. Auch die drei Kinder werden auf diese Reise geschickt, ohne dass ihre Familie benachrichtigt wurde. Nun ist Laura entschlossen trotzdem nicht aufzugeben und einen Weg zu finden ihre Geschwister wiederzufinden. Zeitgleich soll der junge Anwalt Andrew Frasier einen Bericht über die Kinderemigration nach Kanada verfassen und die Wege von ihm und Laura kreuzen sich dabei. Er beschließt sie zu unterstützen und gemeinsam begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Meinung: Carrie Turansky spricht in diesem Roman ein wichtiges historisches Thema an, das nicht in Vergessenheit geraten sollte. Dabei schafft sie es viele unterschiedliche Aspekte und Perspektiven zu beleuchten. Das Buch ist aus drei Sichtweisen geschrieben, sodass man zum einen Einblick in die Suche nach den Geschwistern erhält, aber auch in die Gefühlswelt der Kinder, die damals England verließen, um einen Neustart ins Unbekannte zu wagen. Ihre Unsicherheiten, Hoffnungen und Erfahrungen sind wirklich eindrücklich. Die Handlung fesselt und man möchte das Buch, vor allem gegen Ende, kaum noch aus der Hand legen. Es passiert sehr viel, aber die Ereignisse wirken nicht übereilt oder übertrieben, sondern realistisch. Auch die Charaktere können überzeugen. Jeder macht für sich eine Charakterentwicklung durch und auch ihr Glauben wird einzeln auf die Probe gestellt. Dabei kann man sich auch für sein persönliches Glaubensleben manche Dinge mitnehmen. Laura muss z.B. stark sein, um ihre Familie zusammenzuhalten und möchte doch auch manchmal selber in Verzweiflung und Angst versinken. Trotzdem lernt sie Gott in diesen Situationen mehr zu vertrauen und sieht dass er einen Plan und einen Weg hat. Am eindrücklichsten waren für mich allerdings die Schicksale der Kinder in Kanada. Oft waren ihre Erlebnisse erschreckend und wirklich bewegend. Fazit: Dieser Roman bietet eine bewegende Geschichte über ein wichtiges historisches Thema, das nicht vergessen werden sollte. Man schließt die Charaktere ins Herz und verfolgt gespannt ihre Geschichte.

  • Klaudia K.

    aus Emden

    5/5

    08.04.2021

    eBook (ePUB)

    Das Schicksal der Waisenkinder

    Der auf Tatsachen beruhende und sehr zu Herzen gehende christliche Roman "Weiter als der Ozean" von Carrie Turansky beschreibt das Schicksal von Kindern, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Waisenhäusern ungefragt als Arbeitskräfte nach Kanada verschifft wurden. Die Handlung beginnt in London um das Jahr 1909. Edna McAlister ist eine junge Witwe mit vier Kindern. Die älteste Tochter Laura arbeitet als Kammerzofe der Familie Frasier. Um die jüngeren Kinder sorgt sich Edna mit unermüdlicher Kraft bis sie eines Tages schwer erkrankt ins Krankenhaus gebracht wird. Zur damaligen Zeit werden die Kinder in solchen Fällen sofort in das nächst gelegene Waisenhaus gerbracht. Laura versucht verzweifelt das Sorgerecht für ihre Geschwister zu bekommen, doch bevor der Fall überhaupt entschieden ist, werden die Kinder Grace, Katie und Garth ungefragt nach Kanada verschickt. Laura ist fest entschlossen ihre Geschwister wieder nach Hause zu bringen. Andrew Fraiser, der Sohn ihrer Arbeitgeberfamilie, ist Rechtsanwalt. Er untersucht für die Regierung, unter welchen Umständen Waisenkinder nach Kanada vermittelt und wie diese dort untergebracht werden. Dies ist für Laura ein glücklicher Umstand, denn so kann sie sich mit ihm auf die Reise nach Kanada machen, um nach ihren Geschwistern zu suchen. Es ist für den Leser nahezu unbegreiflich und mehr als bestürzend zu erfahren, welches Schicksal auf alle Geschwister wartet... Die sehr schöne Sprache mit der die Autorin die ergreifenden Schicksale der Kinder beschreibt berührt den Leser zu tiefst. Ihre malerische Ausdrucksweise erzählt die bewegende Geschichte in eindrucksvollen Bildern und die präzise Recherchearbeit rekonstruiert die bedrückende historisch belegte Wahrheit für den Leser, der das Geschehen fassungslos verfolgend um die Kinder bangt. Alleine wie die "Auswahl des passenden Kindes" vorgenommen wurde ist eine menschenunwürdige Prozedur, welche alle Kinder über sich ergehen lassen mussten. Manche Kinder hatten Glück und wurden in eine liebe Familie entsandt; doch der Mehrzahl von ihnen erging es so wie Katie. Sie wurde in der Familie misshandelt, ausgenutzt, erhielt kaum etwas zu Essen, musste jedoch von früh bis spät abends für die "Pflegefamilie" schwer arbeiten. Sie hat zu Gott gebetet, dass er sie doch aus der Knechtschaft befreien möge. Garth, ihr Zwillingsbruder, hatte etwas mehr Glück, denn er wurde von einem Herrn ausgewählt, der ihn zwar gut behandelte aber dafür erst mit achtzehn Jahren zurück zu seiner Mutter durfte. Es war ihm bis dahin nur erlaubt seiner Mutter Briefe zu schreiben. Die Autorin gestaltete ihre Romanfiguren auf bemerkenswert einfühlsame Weise, um die zentrale Botschaft der Geschichte optimal herauszuarbeiten. So ist Laura eine fürsorgliche und liebevolle Frau, die sich zum Ziel gesetzt hat ihre Geschwister wieder nach Hause zu holen. Andrew Fraiser ist ein empathischer junger Mann, der mit seinem Freund Henry Doubt gerne helfen möchte, ihre nach Kanada verschleppten und nahezu unauffindbaren Geschwister wieder zu finden. Aus meiner Sicht ist dieser Roman ein sehr wichtiger Beitrag, der als wertvolles Zeitzeugnis für diese kaum bekannte und schon fast vergessene menschliche Tragödie von Carrie Turansky geschrieben wurde. Sehr schön fand ich, wie es der Autorin gelang Aspekte unseres Glaubens in die Geschichte einzuweben. Ganz besonders gelungen ist diese bei Katie, die aus dem Tal der Schmerzen erlöst wurde. Gott hat ihre Gebete erhört. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung dieses wertvollen und eindrucksvollen Romans, die am Ende des Buches angekündigt wurde. Einen herzlichen Dank für den außerordentlich zu Herzen gehenden Roman, und für die Publikation durch den Gert Medien Verlag, sowie Netgalley.de für die Bereitstellung eines Leseexemplars.

  • Bewertung

    5/5

    08.04.2021

    eBook (ePUB)

    Bemerkenswertes Buch basierend auf wahren Begebenheiten

    Klappentext: London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Edna McAlister mit aller Kraft um die Versorgung ihrer drei jüngsten Kinder. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftigt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht - noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag Hunderte britischer Kinder - ob tatsächlich Waisen oder nicht - nach Kanada verschickt werden. Laura beschließt zu handeln, wohl wissend, dass sie damit eine Menge aufs Spiel setzt ... Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern. Dieser Roman der mehrfach preisgekrönten Autorin Carrie Turansky basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält. Fazit: Schon der Klappentext machte mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen will. Ich erwartete eine Geschichte, die mich berühren würde und zusätzlich noch eine gewisse Aufklärung, da ich bisher von dieser Kinderverschickung wenig Ahnung hatte. Kaum hatte ich das Buch in den Händen, konnte ich es nicht mehr zur Seite legen, so gebannt war ich von der Geschichte der Geschwister. Edna McAlister hat nach dem Unfalltod ihres Mannes große Probleme, ihre Familie zu ernähren. Ihre älteste Tochter Laura hat sich als Kammerzofe verdingt, um die Mutter zu unterstützen. Auch Katie und Garth tragen das ihrige zum Lebensunterhalt bei. Grace ist noch zu jung um ihre geliebte Mama zu unterstützen. Als die Mutter schwer krank wird, beginnen schlimme Zeiten für die Kinder. Ihre Mutter wird ins Krankenhaus gebracht und die drei jüngsten Kinder landen im Waisenhaus. Als Laura davon erfährt, reist sie schnellstmöglich nach London, um sich um ihre Geschwister zu kümmern und sie aus dem Heim zu holen. Doch überall trifft sie Ablehnung und unglaubliche Härte, da ihre Geschwister als Besitz der jeweiligen Heime betrachtet werden. Bevor Laura Hilfe bekommt, befinden sich die Geschwister schon auf dem weg nach Kanada. Nun ist Lauras Kampfwille gefordert, denn sie will ihre Geschwister auf jeden Fall zurückholen. Ob das gelingen kann, müsst ihr leider selbst lesen. Ich war schon tief erschüttert, als ich lesen musste wie die Kinder behandelt wurden nachdem die Mutter ins Krankenhaus gebracht wurde. Dieses traurige Leben im Heim und dann auch noch die Trennung nach Jungen und Mädchen und das Verbot der Kontaktaufnahme. Welche Narben diese Kinder behalten haben können wir nur ansatzweise erahnen. Auch die Härte der Familie gegenüber kann ich kaum in Worte fassen. Da werden die Kinder gegen den Willen der Mutter und Schwester ins Heim gebracht und es gibt keine Möglichkeit mehr sie zu sehen oder zurückzuholen. Da hatte ich Tränen in den Augen. Doch halt, lest die Geschichte selbst. Als wäre dies nicht schon genug, werden die Kinder auch noch innerhalb kürzester Zeit nach Kanada verschifft, um dort ein angeblich besseres Leben führen zu können. Doch was die Kinder erwartet ist völlig anders. Doch auch das müsst ihr leider selbst lesen und dabei entdecken, welche Missstände aufgedeckt werden. Ich war auf jeden Fall tief erschüttert. Sämtliche Charaktere wurden authentisch und lebensnah angelegt, so dass ich sehr tief in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen konnte. Die ganze Familie tat mir unglaublich leid und ich hoffte bis zum Schluss, dass alles gut ausgeht. Auch wenn Laura an manchen Stellen etwas naiv erschien, hatte sie schnell meine Achtung und Sympathie gewonnen, da sie immer wieder über sich selbst hinauswächst, um ihre Geschwister zu finden. Auch weitere Charaktere konnten schnell meine Sympathie gewinnen, während es auch einige gab, die mir absolut unsympathisch waren. Der Schreibstil war so fesselnd und lebendig, dass ich mir sämtliche Gegebenheiten sehr gut vorstellen konnte und regelrecht in diese Zeit versetzt wurde. Mir ging diese Geschichte unter die Haut und sie wird mich noch lange beschäftigen. Ich bin froh, dieses Buch entdeckt zu haben und empfehle es unbedingt zu lesen. Da es einen Folgeband geben wird, kann ich es kaum erwarten, diese Familie weiter zu begleiten. Da die Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, gibt sie Kindern eine Stimme, die bisher viel zu wenig Aufmerksamkeit bekamen. Toll gemacht.

  • Bewertung

    aus Berlin

    5/5

    30.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kinderemigration nach Kanada

    Die Autorin Carrie Turansky, erzählt in ihrem neuen Roman „Weiter als der Ozean“, eine dramatische Geschichte zu Beginn des 20. Jahrhunderts über Kinderemigration von London nach Kanada. Inhalt: Verschickt auf die andere Seite der Welt London, 1909: Nach dem Tod ihres Mannes kämpft Edna McAlister darum, für ihre drei jüngsten Kinder zu sorgen. Ihre älteste Tochter Laura ist auf einem Anwesen als Hausmädchen beschäftigt. Als Edna ernsthaft erkrankt, werden die Kinder in einem Waisenhaus untergebracht – noch bevor Laura das Sorgerecht für ihre Geschwister einfordern kann. Die junge Frau weiß um die Tatsache, dass Tag für Tag hunderte britischer Kinder nach Kanada verschifft werden. Laura beschließt zu handeln. Gleichzeitig findet der junge Anwalt Andrew Frasier heraus, dass bei der Vermittlung der Kinder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Gemeinsam mit Laura macht er sich auf die Suche nach den drei Geschwistern. Dieser Roman basiert auf wahren Begebenheiten. Er beleuchtet das Schicksal einer jungen Frau, die trotz schwieriger Situationen erlebt, dass Gottes Hand sie auch im tiefsten Tal schützt und hält. Meine Meinung: Welch ein dramatischer Einstieg in diese Geschichte. Der Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut und fesselt mich mit seiner berührenden Intensivität. Als Edna ernsthaft erkrankt und ins Krankenhaus kommt, sind die drei Geschwister Katie, Garth und Grace ohne Geld, auf sich alleine gestellt. Um für sich und seine Schwestern etwas zu Essen zu haben, stiehlt Garth ein Brot und besiegelt damit ein ungeheures Schicksal. Die Polizei kommt nach Hause und als feststeht, dass die Kinder ohne Betreuung sind, werden sie ins Kinderheim gebracht. Selbst die Heimleiterin ist erbarmungslos und hört sie nicht an. Zu allem Leid werden sie auch noch voneinander getrennt und dürfen sich nicht einmal sehen. Nach und nach werden die Geschwister auf die Emigration nach Kanada, vorbereitet. Selbst als Laura nach Hause kommt, kann sie die Mutter zwar im Krankenhaus besuchen aber darf ihre Geschwister nicht sehen. Das Drama nimmt seinen Lauf... Als Laura erfährt, dass ihre drei Geschwister bereits auf dem Weg nach Kanada sind, macht sie sich auf den Weg nach Liverpool um sie aus dem dortigen Heim, abzuholen. Angekommen, entscheidet sie sich kurzfristig, nicht ihren richtigen Namen zu nennen und bewirbt sich im Heim auf eine offene Stelle. Sie erfährt, die Mädchen und auch Garth, sind bereits mit dem Schiff unterwegs nach Kanada. Nach anfänglichem Zögern, reist Laura mit der nächsten Gruppe von Mädchen, nach Kanada. Ausgerechnet hier erfährt sie, dass auch Andrew mit seinem Chef Henry Dowd, sich an Bord befindet. Bekommt sie Hilfe von den beiden? In Kanada angekommen, werden Katie, Garth und Grace voneinander getrennt und bei unterschiedlichen Familien untergebracht. Welches grausame Schicksal sie erwartet, ist unfassbar… Fazit: Die dramatische Geschichte über Kinderemigration sensibilisiert auf das Unrecht vieler schutzloser Kinder zu Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Ereignisse sind eindrucksvoll erzählt und die Protagonisten sind in jeder ihrer Handlungen, gut eingebunden. Die Spannung bleibt bis zum Schluss erhalten. Auf die Fortsetzung der Geschichte mit all ihrer Protagonisten, freue ich mich sehr. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Kundinnen und Kunden meinen

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