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Produktbild: Die geheimen Archive des Vatikan
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Die geheimen Archive des Vatikan und was sie über die Kirche verraten

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Beschreibung

Produktdetails

Zustand

Sehr gut

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

21.08.2024

Abbildungen

mit 10 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14,6/2,4 cm

Gewicht

434 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710005908666

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21.08.2024

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Seitenzahl

240

Maße (L/B/H)

21,8/14,6/2,4 cm

Gewicht

434 g

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

2710005908666

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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  • Michael Sterzik

    aus Wallenhorst

    2/5

    19.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Nur und wirklich nur für interessierter Zeitreisende

    Der Vatikan – eine Festung der Geheimnisse, umwoben von Mythen und Spekulationen. Hinter seinen jahrhundertealten Mauern lagern nicht nur Geschichte, sondern auch Sprengstoff. Der Heilige Stuhl hütet Dokumente, Korrespondenzen, Zeugnisse und päpstliche Briefwechsel, die das Potenzial haben, unser Verständnis der Weltgeschichte zu erschüttern. Es ist der Schatzsaal der Macht und der menschlichen Fehlbarkeit, denn auch jeder Kirchenfürst ist letztlich nur ein Mensch mit seinen Geheimnissen. Die Rede ist vom Apostolischen Archiv – jenem Ort, der oft fälschlicherweise noch als „Geheimarchiv“ bezeichnet wird, weil er viele Wahrheiten hinter verschlossenen Türen für sich behält. 85 Kilometer Akten und detektivischer Spürsinn Achtzig Kilometer Akten aus über einem Jahrtausend – das Vatikanische Archiv ist das größte und älteste der Welt. Es ist kein Ort für freies Stöbern. Hier setzt man auf detektivischen Spürsinn, und genau diesen bringt Hubert Wolf, renommierter Professor für Kirchengeschichte in Münster, in seinem fesselnden Buch zum Einsatz. Wolf ist international bekannt für aufsehenerregende Funde, die schonungslos hinter die Kulissen von Tradition und dem Dogma der Unfehlbarkeit blicken lassen. Seine „Tiefenbohrungen“ in den Archiven enthüllen verstörende Skandale, die unser Bild der Kirche nachhaltig verändern: ● Von vergessenen mächtigen Frauen bis zu verborgenen Missbrauchsfällen (wie im römischen Nonnenkloster Sant’Ambrogio). ● Zu folgenschweren Entscheidungen bezüglich Bücherverboten, Inquisitionsverfahren, dem Zölibat und dem Unfehlbarkeitsdogma. Der wohl brisanteste Teil befasst sich mit der Haltung des Vatikans zu Nationalsozialismus und Holocaust: Hat Papst Pius XII. geschwiegen, was wusste er? Die jüngst freigegebenen Akten aus seinem Pontifikat liefern Aufschluss: Wolf fand Tausende anrührender Bittbriefe jüdischer Verfolgter an den Papst. Der Weg dieser Briefe durch die vatikanischen Instanzen macht das Ausmaß der Informationen deutlich, die in Rom landeten, und wie darauf reagiert wurde. Zwischen Fachwissen und Langeweile Obwohl Wolfs Funde für die Wissenschaft von unschätzbarem Wert sind, enttäuscht das Werk in seiner Gesamtheit. Der Leser spürt, dass es sich hier zu großen Teilen um Vorlesungsskripte handelt, was dem Stil eine extreme Nüchternheit und Überfrachtung mit überflüssigen Details verleiht. Dies ist keine packende Geschichtserzählung. Wolfs schriftstellerischer Stil ist träge und langweilig, und die historischen Themen sind für ein breites Publikum nicht zeitgemäß. Man vermisst schmerzlich eine Behandlung aktuellerer Korrespondenzen, etwa von Papst Johannes Paul II., der doch oft in hochbrisante politische und gesellschaftliche Situationen involviert war. Zudem werden die wirklich großen Fragestellungen nicht abschließend beantwortet; die Thesen bleiben oft Andeutungen, da sich der Vatikan seine Karten nicht gänzlich in die Hand schauen lassen will. Fazit Der eigentliche Wert des Buches liegt in der nüchternen Bestätigung, dass der „Glaube“ in der Geschichte der Katholischen Kirche immer wieder als Instrument für eigene Machtansprüche missbraucht wurde – sei es durch harte Urteile gegen Andersgläubige oder das Brandmarken von Wissenschaftlern und Astrologen als Ketzer. Für den spezialisierten Vatikan-Experten mag Wolfs detaillierte Recherche neues Material bieten. Für den allgemeinen Leser jedoch bleibt das größte Manko: der extrem nüchterne, träge Stil und die fehlende Aktualität, die es zu keinem Zeitpunkt schafft, die brisanten Inhalte spannend und originell zu vermitteln. Das Buch ist eine Pflichtlektüre für Archivare und Theologen, aber kein fesselndes Werk für Geschichtsinteressierte. Michael Sterzik

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  • Produktbild: Die geheimen Archive des Vatikan
  • Einleitung
    Nadeln im Heuhaufen

    1. Heiliger Vater, retten Sie uns
    Bittschreiben von Juden an Pius XII.

    2. Der Papst, der geschwiegen hat
    Pius XII. und der Holocaust

    3. Dogma oder Diplomatie
    Pius XII. und seine deutschen Prägungen

    4. Totalkontrolle des Wissens
    Der Index der verbotenen Bücher

    5. Tribunal für einen Toten
    Die Theologie vor der Inquisition

    6. Die Inszenierung des Geheimen
    Von den Tücken der Papstwahl

    7. Es war immer schon so!
    Erkenntnisse aus den Archiven für eine Kirchenreform

    8. Ehelosigkeit als Dogma
    Die Erfindung des Zölibats

    9. Die Unfehlbarkeit der Päpste
    Ein Blick hinter die Kulissen

    10. Mord auf Befehl der Gottesmutter
    Skandal im Nonnenkloster Sant’Ambrogio

    Dank

    Anmerkungen
    Literaturhinweise
    Personenregister