Ein Vater, der sein Leben verlängern will.Eine Hackerin, die am Tod verdient.Ein Konzern, der entscheidet, was Wahrheit ist.Wahrheit ist nur noch eine Frage der Rechenleistung.Alena Novak lebt zwei Leben. Nach außen eine unauffällige Lektorin - in Wahrheit eine der brillantesten Hackerinnen Europas, die sich in den Datenströmen zwischen Prag, Vaduz und Düsseldorf bewegt wie andere in ihrer Wohnung. Fälschen ist ihr Handwerk, und sie ist gut darin, keine Fragen zu stellen.Doch als im Auftrag des todkranken Stefan Kellner eine Versicherungspolice manipuliert, verliert Alena die Kontrolle. Denn die Kriminellen, mit denen sie sich eingelassen hat, verfolgen eigene Pläne - ebenso wie die Konzerne, ein ehemaliger russischer Geheimdienstmann und eine undurchsichtige Frau, die im Hintergrund die Fäden zieht. Alle haben begriffen, dass künstliche Intelligenz nicht nur Bilder und Stimmen fälschen kann, sondern die Wirklichkeit selbst.Während Stefan Kellner gegen seine Diagnose kämpft und der Journalist Finn Martinez einer regelrechten Betrugsfabrik auf die Spur kommt, wird aus Alenas Routine ein Überlebenskampf. Sie muss sich entscheiden: Bleibt sie die Darknet-Söldnerin, die sie immer war - oder stellt sie sich einem System entgegen, das Wahrheit auf Bestellung produziert?"Programmierte Lügen" verbindet Wirtschaftskrimi, Tech-Thriller und eine Prise Familienroman zu einem hochaktuellen Pageturner über Deepfakes, Macht und Verrat - und über die Frage, die uns alle betrifft: Woran erkennen wir morgen noch, was echt ist?
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„Programmierte Lügen“ verbindet einen raffinierten Versicherungsbetrug mit einer besonders interessanten Ausgangssituation. Stefan plant alles unter der Voraussetzung, bald an ALS zu sterben. Als eine experimentelle Therapie plötzlich Hoffnung macht, gerät das gesamte Konstrukt ins Wanken.
Genau dieser Widerspruch hat mir sehr gut gefallen. Was zunächst wie ein genialer Plan aussieht, entwickelt zunehmend ein Eigenleben. Dazu kommen digitale Manipulation, eine Hackerin, ein undurchsichtiger Notar sowie Fragen rund um Versicherung, Medizin und Justiz.
Die Handlung ist durchdacht und hält die Spannung aufrecht, ohne sich nur auf Action zu verlassen. Besonders interessant fand ich die moralischen Grauzonen und die Frage, wie leicht digitale Informationen zur vermeintlichen Wahrheit werden können.
Einige sprachliche Vergleiche waren für meinen Geschmack etwas außergewöhnlich, haben mich aber eher zum Schmunzeln gebracht.
Bewertung
5/5
29.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Mitreissender Triller mit brenndend aktuellem Hintergrund
Manche Bücher unterhalten, andere lassen einen nachdenklich zurück. Programmierte Lügen schafft es, beides miteinander zu verbinden. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Geschichte gefesselt. Der Autor versteht es, Spannung aufzubauen, die Handlung immer wieder in eine andere Richtung zu lenken und dabei ein Thema aufzugreifen, das aktueller kaum sein könnte.
Im Mittelpunkt steht die Hackerin Alena Novak, eine Figur, die ich trotz ihrer besonderen Fähigkeiten und der Situationen, in die sie gerät, als ausgesprochen sympathisch empfunden habe. Sie ist keine unnahbare Heldin, sondern eine Figur, der man gerne folgt und deren Handlungen einen immer wieder beschäftigen. Anders erging es mir mit ihrem Begleiter Alex. Er war mir von Anfang an suspekt und geradezu zuwider. Bei ihm hatte ich ständig das Gefühl, dass man nicht alles für bare Münze nehmen sollte, was er sagt oder tut. Diese unterschiedlichen Eindrücke der Figuren machen einen zusätzlichen Reiz der Geschichte aus, denn man beginnt unweigerlich, die Menschen hinter ihren Worten und Handlungen zu hinterfragen.
Besonders interessant fand ich auch den Familienvater, der versucht, seiner Familie durch Lug und Betrug zu helfen. Seine Notlage ist durchaus nachvollziehbar, und man kann verstehen, warum er glaubt, keinen anderen Ausweg zu haben. Gleichzeitig bleibt ein ungutes Gefühl zurück. Denn auch wenn die Beweggründe menschlich verständlich erscheinen mögen, stellt sich unweigerlich die Frage, wie weit man gehen darf, um seine Familie zu schützen, und wann aus einer vermeintlich guten Absicht etwas Unvertretbares wird. Gerade diese moralischen Grauzonen machen die Geschichte für mich so interessant. Es gibt nicht einfach nur Schwarz und Weiß, sondern Entscheidungen, deren Folgen man kritisch hinterfragen muss.
Was das Buch für mich besonders auszeichnet, ist seine Aktualität. Die digitale Welt ist allgegenwärtig, und die Informationstechnik spielt in der Geschichte eine zentrale Rolle. Die Präsenz von EDV und digitalen Technologien ist auf nahezu jeder Seite spürbar, ohne dass das Thema wie ein künstlich eingefügtes Beiwerk wirkt. Im Gegenteil: Die technischen Aspekte sind eng mit der Handlung verwoben und tragen wesentlich zur Spannung bei. Dabei wird deutlich, dass sich der Autor mit den angesprochenen Techniken und Zusammenhängen intensiv auseinandergesetzt hat. Die technischen Details wirken kompetent dargestellt und verleihen der Geschichte Glaubwürdigkeit. Auch Leserinnen und Leser, die sich nicht täglich mit IT beschäftigen, können sich auf die Handlung einlassen, während technisch interessierte Leser hier zusätzliche Anknüpfungspunkte finden.
Auch die Figurenzeichnung hat mich überzeugt. Die Charaktere sind klar umrissen, wirken realistisch und werden nicht unnötig überzeichnet. Ihre Handlungen und Reaktionen bleiben nachvollziehbar, selbst wenn man ihre Entscheidungen nicht immer gutheißen kann. Gerade diese Glaubwürdigkeit sorgt dafür, dass man sich auf die Geschichte einlässt und mit den Figuren auseinandersetzt. Sie wirken nicht wie bloße Werkzeuge, um die Handlung voranzutreiben, sondern wie Menschen mit eigenen Motiven, Schwächen und Widersprüchen.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm und zugänglich. Er zieht einen schnell in die Geschichte hinein und versteht es, die Spannung aufrechtzuerhalten. Die Handlung entwickelt einen Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Man möchte wissen, wie sich die Ereignisse weiterentwickeln, welche Zusammenhänge sich noch offenbaren und ob die eigenen Vermutungen tatsächlich zutreffen.
Besonders reizvoll sind dabei die Wendungen. Einerseits gibt es Entwicklungen, die man im Laufe der Geschichte durchaus erahnen kann. Andererseits hält die Handlung immer wieder Überraschungen bereit, mit denen man nicht unbedingt gerechnet hat. Gerade dieses Wechselspiel macht für mich einen großen Teil des Lesevergnügens aus. Man glaubt, eine Situation einschätzen zu können, beginnt, sich ein Bild von den Beteiligten zu machen, und muss die eigenen Überlegungen dann doch wieder überdenken. So bleibt die Geschichte lebendig und spannend, ohne dass die Wendungen um ihrer selbst willen konstruiert wirken.
Programmierte Lügen ist für mich deshalb weit mehr als ein unterhaltsamer Thriller. Das Buch verbindet eine packende Geschichte mit einem Thema, das uns alle betrifft, und wirft Fragen auf, die über die letzte Seite hinaus nachwirken. Wie viel Vertrauen können wir digitalen Informationen noch entgegenbringen? Wie leicht lassen wir uns von scheinbar überzeugenden Beweisen oder glaubwürdig wirkenden Personen beeinflussen? Und was geschieht, wenn die technischen Möglichkeiten schneller wachsen als unsere Fähigkeit, ihre Folgen zu überblicken?
Mein Fazit: Ein spannender, intelligenter und stellenweise aufwühlender Thriller, der mich von Anfang bis Ende überzeugt hat. Die sympathische Hauptfigur, die zwiespältigen Charaktere, die glaubwürdig eingebundenen ITthemen und die abwechslungsreiche Handlung ergeben eine gelungene Mischung. Besonders gefallen hat mir, dass die Geschichte nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt und dabei eine gewisse Unruhe hinterlässt. Wer spannende Geschichten mit aktuellem Bezug zur digitalen Welt mag und sich gerne auf überraschende Entwicklungen einlässt, sollte diesem Buch eine Chance geben.
Für mich ist Programmierte Lügen ein Buch, das nicht nur während des Lesens fesselt, sondern auch danach noch Fragen aufwirft und genau das macht für mich einen gelungenen Thriller aus.
Bewertung
5/5
27.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Der perfekte Betrug - bis Überleben wichtiger wird.
Ich war absolut begeistert von "programmierte Lügen". Es gibt nichts, was ich bemängeln könnte. Das Buch strotzt vor super ausgearbeiteten Charakteren, spannender Handlung und vielen Verstrickungen. Joss Keel ist es gelungen einen klasse Technik-Thriller zu kreieren. Man will das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen. Wirklich spannend und intelligent geschrieben. Meinerseits eine absolute Leseempfehlung.
Sylvias-Lesezimmer
aus Ingelbach
5/5
05.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein genialer Plan der außer Kontrolle gerät
Klappentext:
Der Roman erzählt die Geschichte zweier Menschen, die ein genialer Versicherungsbetrug verbindet: Stefan Kellner, IT-Sicherheitsingenieur in Düsseldorf, der nicht mehr lange zu leben hat. Statt zu kapitulieren, trifft er eine radikale Entscheidung zur Absicherung seiner Familie: Er kontaktiert die Hackerin Alena Novak mit der Aufgabe, die wesentlichen Spuren seines Lebens in der digitalen Welt neu zu schreiben.
Mit dem obskuren Notar Dr. Bürkli in Vaduz konstruiert Alena eine perfekte Operation. Doch ihr System wird zum Monster. Denn eine experimentelle Gentherapie kann Stefan retten ein Wendepunkt, der alles infrage stellt: Stefan muss sterben, damit der Betrug sich rechnet.
Über zehn Monate verschränken sich die Perspektiven der Beteiligten zu einem vielschichtigen Bild unserer Gegenwart: Versicherung, Medizin, Justiz. Dabei berührt der Roman die Frage, was Wahrheit noch bedeutet, wenn sich nahezu alles – Verträge, Daten, Erinnerungen – manipulieren lässt. Und wer dann noch zwischen Wirklichkeit und Inszenierung unterscheiden kann.
„Programmierte Lügen“ von Joss Keel ist ein Thriller, der sich das Thema KI vorgenommen hat.
In seiner Geschichte verknüpft Joss Keel auf raffinierte Weise ein zutiefst menschliches Schicksal mit den kühlen Mechanismen des Cyber-Betrugs.
Hochaktuell und spannend beschreibt der Autor das Szenario.
Die Charaktere, die Joss Keel ins Leben gerufen hat, bewegen sich in einer moralischen Grauzone.
Stefan Kellner ist IT-Sicherheitsingenieur in Düsseldorf und hat nur noch 3 Jahre zu leben. Stefan will seine Familie abgesichert wissen, was ihn zu einer kriminellen Tat treibt.
Alena Novák ist eine der besten Hackerinnen Europas. Offiziell lebt sie als unauffällige Lektorin. Sie wird mit den unkontrollierbaren Konsequenzen ihres eigenen Algorithmus konfrontiert.
Die Gegenspieler und Strippenzieher finden sich vom eiskalten Komplizen Alex über zwielichtige Notare bis hin zu mächtigen Tech-Konzernen.
Der Schreibstil von Joss Keel ist dynamisch und packend. Man merkt, dass der Autor tief in die Materie von KI-Systemen und Cyberkriminalität eingetaucht ist. Fachbegriffe werden verständlich in die Erzählung eingebunden, ohne den Lesefluss zu stören.
Durch den Wechsel der Perspektiven über einen baut der Autor eine immense psychologische und dramaturgische Spannung auf.
„Programmierte Lügen“ ist weit mehr als ein klassischer Wirtschaftskrimi oder Tech-Thriller. Es ist ein erschreckend realistisches Szenario.
Ich habe das Buch mit Spannung gelesen.
Bewertung
aus Vettweiß
4/5
29.10.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Betrug
Sowohl der Titel als auch das Cover passen sehr gut zur Geschichte.
Wir haben hier mehrere Akteure, aus deren Sicht die Kapitel geschrieben sind. Dazu bekommen wir jeweils Zeitpunkt und Ort genannt, um uns an einer Art Zeitstrahl orientieren zu können.
Es geht im Grunde genommen um eine Idee zum Versicherungsbetrug, die in der Realität nicht ganz so leicht umzusetzen wäre wie es in diesem Thriller beschrieben wird.
Der Schreibstil ist angenehm, die Story hat eine sehr gute Grundlage. Die verschiedenen Perspektivwechsel bringen Spannung rein. Kleine Cliffhanger am Ende der Kapitel spornen zum Weiterlesen an.
Die Akteure werden gut beschrieben und deren Handlungen sind im Großen und Ganzen absolut nachvollziehbar.
Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich hatte viel Spaß beim Lesen.
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