Der teleologische Gottesbeweis Darstellung und Kritik klassischer Versuche sowie eine Reformulierung anhand der Feinabstimmung der physikalischen Naturkonstanten und kosmologischen Anfangswerte
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.01.2027
Verlag
Mohr SiebeckSeitenzahl
540
Maße (L/B)
23,2/15,5 cm
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-16-200842-8
Jonas Leister behandelt das Phänomen der Feinabstimmung (engl. fine-tuning) in einer umfassenden naturwissenschaftlichen, philosophischen und religionsphilosophischen Analyse. Anhand aktueller Phänomene für Feinabstimmung der Naturkonstanten aus der Teilchenphysik und Kosmologie wird auf Basis des mathematischen Wahrscheinlichkeitskalküls des Bayesianismus die Erklärungsbedürftigkeit des Phänomens präzise nachgewiesen. Zudem wird die Erklärungsbedürftigkeit gegenüber aktuellen Einwänden, wie des sog. "Problem of old evidence", auf Grundlage von Wissensschaftstheorie und des Objektiven Bayesianismus verteidigt.
Im nachfolgenden Teil werden sämtliche Erklärungsmöglichkeiten der Feinabstimmung vorgestellt und deren jeweilige Erklärungskraft detailliert bewertet. So werden die Erklärungen des Anthropischen Prinzips, einer theory of everything , eines Multiversums und einer Design-Hypothese eingängig vorgestellt und untersucht. Die Erklärungsoption des Anthropischen Prinzips wird in ihren sog. starken und schwachen Versionen analysiert. Eine Analyse einer endgültigen physikalischen Theorie bzw. theory of everything wird an Umfänglichkeit und Detailschärfe erstmals konsequent an wissenschaftstheoretischen Kriterien orientiert. Am meisten Raum nimmt die Analyse der Multiversums-Hypothese ein. Hierbei werden ebenso Multiversumstheorien mittels der Stringtheorie und der kosmologischen Inflationstheorie wie solche aus Big Bounce-Modellen und mittels der Evolutionären Entwicklung von Schwarzen Löchern untersucht. Anhand der aktuellen Forschungsliteratur zu Multiversumstheorien wird der Status der empirischen Bestätigung aufgezeigt und bewertet. Einen großen Teil der Untersuchung nehmen die Fragen ein, anhand welcher Empirielage ein Multiversum von Seiten der Wissenschaftstheorie als bestätigt gilt und ob anhand des gegenwärtigen Forschungsstand der Feinabstimmung auf die Existenz eines Multiversums geschlossen werden kann. Die Design-Hypothese wird in Aufnahme der empiristischen Philosophie anhand von David Hume analysiert. Im Spiegel der Kritik der Kant'schen Kritik, dem Idealismus des Späten Schelling und der Gottesbeweiskritik Hegels wird eine profilierte Position herausgearbeitet, welche den Erfolg des teleologischen Beweisversuchs nachweist. Zugleich wird nachgewiesen, dass anhand der empiristischen Grundprämissen einem teleologischen Deismus eine höhere Wahrscheinlichkeit zukommt als einem klassischen Theismus.
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