Lebenssinn ohne Mutterschaft Wie gewollt kinderlose Frauen Sinn, Identität und ein erfülltes Leben gestalten
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- Deutsch ausgewählt
54,99 €
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.01.2027
Abbildungen
II, 84 S. 1 Abb.
Verlag
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbHSeitenzahl
84
Maße (L/B)
23,5/15,5 cm
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-658-53761-6
Dieses Buch untersucht erstmals systematisch, wie bewusst kinderfreie Frauen ihrem Leben Sinn verleihen und welche biografischen Prozesse ihre Sinnkonstruktionen prägen. Es schließt damit eine Forschungslücke an der Schnittstelle von Lebenssinnforschung, Identitätsforschung und der Forschung zu freiwilliger Kinderfreiheit.
Während Mutterschaft in westlichen Gesellschaften nach wie vor als zentrale Quelle von Sinn, Identität und Erfüllung gilt, bleibt weitgehend unbeantwortet, wie Frauen, die sich bewusst gegen Kinder entscheiden, ihren Lebensweg deuten und alternative Sinnquellen entwickeln. Obwohl die Zahl kinderfreier Frauen kontinuierlich zunimmt, konzentriert sich die bisherige Forschung vor allem auf Motive der Kinderfreiheit, gesellschaftliche Zuschreibungen oder Lebenszufriedenheit. Die Frage nach der Entstehung von Lebenssinn jenseits der Mutterschaft wurde bislang kaum untersucht.
Auf Grundlage einer empirischen Mixed-Methods-Studie rekonstruiert dieses Buch die biografischen Sinnkonstruktionen kinderfreier Frauen in der Lebensmitte. Im Mittelpunkt stehen die individuellen Deutungsprozesse, über die Erfahrungen, Beziehungen und Lebensentscheidungen zu einem sinnerfüllten Lebensentwurf zusammengeführt werden. Die Ergebnisse zeigen, dass Lebenssinn nicht an Mutterschaft gebunden ist, sondern sich in eigenständigen und tragfähigen Sinnstrukturen entfaltet. Dabei erweisen sich insbesondere Selbstverbundenheit, persönliche Entwicklung, Verbundenheit mit anderen sowie das Erleben von Wirksamkeit als zentrale Quellen eines sinnerfüllten Lebens.
Theoretisch verbindet das Buch die psychologische Lebenssinnforschung nach Tatjana Schnell und Viktor E. Frankl mit dem narrativen Identitätsansatz von Dan P. McAdams und entwickelt daraus eine biografische Perspektive auf Lebenssinn im Kontext freiwilliger Kinderfreiheit. Damit leistet es einen eigenständigen Beitrag zur psychologischen und sozialwissenschaftlichen Lebenssinnforschung sowie zu aktuellen Debatten über Geschlecht, Identität und vielfältige Lebensentwürfe.
Das Buch richtet sich an Forschende, Lehrende und Studierende der Psychologie, Soziologie, Gender Studies und Sozialen Arbeit sowie an Fachkräfte aus Beratung und Psychotherapie. Darüber hinaus bietet es allen wissenschaftlich Interessierten fundierte Einblicke in die Entstehung von Lebenssinn, Identität und biografischer Entwicklung jenseits traditioneller Vorstellungen von Familie und Mutterschaft.
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