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Unorthodox

Geschenkausgabe

Die Geschenkausgabe mit der abgerundeten Ecke: anspruchsvolle Haptik, hochwertiges Papier, mit Lesebändchen, kleines Format.

Am Tag seines Erscheinens führte »Unorthodox« schlagartig die Bestsellerliste der New York Times an und war sofort ausverkauft. Wenige Monate später durchbrach die Auflage die Millionengrenze. In der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Deborah Feldman führt uns bis an die Grenzen des Erträglichen, wenn sie von der strikten Unterwerfung unter die strengen Lebensgesetze erzählt, von Ausgrenzung, Armut, von der Unterdrückung der Frau, von ihrer Zwangsehe. Und von der alltäglichen Angst, bei Verbotenem entdeckt und bestraft zu werden. Sie erzählt, wie sie den beispiellosen Mut und die ungeheure Kraft zum Verlassen der Gemeinde findet – um ihrem Sohn ein Leben in Freiheit zu ermöglichen. Noch nie hat eine Autorin ihre Befreiung aus den Fesseln religiöser Extremisten so lebensnah, so ehrlich, so analytisch klug und dabei literarisch so anspruchsvoll erzählt.

Ausstattung: mit Lesebändchen

Portrait
DEBORAH FELDMAN (geb. 1986, New York) wuchs in der chassidischen Satmar-Gemeinde im zu Brooklyn gehörenden Stadtteil Williamsburg, New York, auf. Ihre Muttersprache ist Jiddisch. Sie studierte am Sarah Lawrence College Literatur. Heute lebt die Autorin mit ihrem Sohn in Berlin.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 576
Erscheinungsdatum 14.10.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-442-71905-1
Verlag btb
Maße (L/B/H) 14,5/9,5/2,8 cm
Gewicht 250 g
Übersetzer Christian Aus d. Französischen v. Ruzicska
Verkaufsrang 2212
Buch (Taschenbuch)
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Buchhändler-Empfehlungen

Für ein selbst bestimmtes Leben...

Anja Werner, Thalia-Buchhandlung Leverkusen

Seit langer Zeit hat mich kein Buch mehr so getroffen und begeistert wie die autobiografische Erzählung von Deborah Feldman. In "Unorthodox" beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend in einer orthodoxen jüdischen Gemeinde in New York. Ihr einziger Lichtblick in einer Welt voller Verbote und Gebote sind die Bücher, die sie heimlich liest und die Beziehung zu ihrer Großmutter. Diese hat als einzige aus ihrer Familie den Holocaust überlebt. "Unorthodox" ist keine oberflächliche Anklageschrift gegen die jüdische Sekte. Es ist eine reflektierende und im Stil der europäischen Romane des 19. Jahrhunderts gehaltene Erzählung über ein Leben, das mit einem Aufbruch in ein selbstgewähltes Leben endet.

Verstörender Einblick in das Leben einer jüdischen Sekte

Esther Kolbe, Thalia-Buchhandlung Berlin

Beflügelt durch meine vorherige Lektüre griff ich zu diesem bemerkenswerten Buch von Deborah Feldman. Die Autorin ist in einer sehr restriktiven jüdischen Sekte aufgewachsen, die v.a. im New Yorker Stadtteil Williamsburg beheimatet ist. Im Buch beschreibt sie ihre Kindheit und Jugend bis hin zur arrangierten Hochzeit mit 18 Jahren. Schon früh wendet sie sich verbotener englischer Literatur zu und will mehr sein als 'nur' die Frau, die ihrem Mann Kinder in die Welt setzt. Der Schritt hinaus aus der Gemeinschaft ist jedoch mit vielen Hürden verbunden und bedeutet den Bruch mit Familie und Freunden. Das Buch liest sich wie die Geschichte einer jungen Frau Anfang des 20. Jahrhunderts und spielt doch in der heutigen Zeit. Wie man sich vorstellen kann, musste die Autorin mit Veröffentlichung dieser Autobiografie viel Hass und Verachtung ertragen, da es als Affront gilt soviel über die Satmarer Juden preiszugeben. Probleme sollen selbstverständlich intern geklärt werden, ob Mord, Vergewaltigung oder Missbrauch. Die geschätzte Größe der Gemeinschaft variiert zwischen 50.000 und 120.000 Anhängern, die wiederum eine große und geschätzte Wählergruppe repräsentieren. Diese will man augenscheinlich nicht verärgern und so wird von den Behörden großzügig über strafrechtliche Vergehen hinweggesehen. Es ist umso beeindruckender, was für eine unglaublich inspirierende und starke Frau Deborah Feldman geworden ist. Mit der Entscheidung dieses Buch zu schreiben hat sie viel getan, um allen Aussteigern eine Stimme zu geben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
29 Bewertungen
Übersicht
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Eine Erzählung, die berührt
von chipie2909 am 04.03.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Zugegeben: Hätte ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt, ich hätte es nicht gekauft. Das Cover gestaltet sich unscheinbar und auch der Klappentext hätte mich nicht umgehauen. Aber zum Glück bekam ich dieses Meisterwerk geschenkt und ich bin wirklich dankbar, dass ich so die Autorin Deborah Feldman ein großes Stück ihres Le... Zugegeben: Hätte ich dieses Buch in der Buchhandlung entdeckt, ich hätte es nicht gekauft. Das Cover gestaltet sich unscheinbar und auch der Klappentext hätte mich nicht umgehauen. Aber zum Glück bekam ich dieses Meisterwerk geschenkt und ich bin wirklich dankbar, dass ich so die Autorin Deborah Feldman ein großes Stück ihres Lebens begleiten durfte. Dieses Buch ist ein autobiografischer Debütroman einer Schriftstellerin, die in der chassidischen Satmar-Gemeinde in Williamsburg, New York, aufwuchs. Dort herrschen die strengsten Regeln einer ultraorthodoxen jüdischen Gruppe weltweit. Ich fand es schockierend, als ich feststellte, dass die Autorin erst 1986 geboren wurde und diese Lebensweise in der heutigen Zeit immer noch existiert. Deborah musste sich unfassbaren Regeln unterwerfen und sie merkte schon früh, dass diese chassidische Satmar-Gemeinde nicht ihre Welt ist. Für sie stand immer fest: Sie will mehr vom Leben! Also begann sie zu rebellieren, was von ihren Mitmenschen natürlich nicht toleriert wurde. So hofft sie mit der arrangierten Hochzeit mit Eli etwas mehr Freiheit zu bekommen. Doch auch dieser Wunsch erfüllt sich nicht. Und so fühlt sie sich hin- und hergerissen zwischen ihrer Gemeinde und dem Wunsch nach Unabhängigkeit. Es wundert mich überhaupt nicht, dass dieses Buch am Tag seines Erscheinens schlagartig die Bestsellerliste der New York Times anführte! Deborah Feldman erzählt aus ihrem Leben mit einer lebendigen und fesselnden Schreibart. Um ehrlich zu sein, wusste ich bis dato nicht, welch strenge Regeln ultraorthodoxe Gemeinden aufstellen und konnte viel aus dem Buch lernen. Die Stärke, die in Deborah Feldman steckt, ist in jedem einzelnen Satz zu lesen und ich konnte das Buch kaum noch aus der Hand legen. Ich musste unbedingt wissen, wie es in ihrem Leben weiterging und habe mit ihr mitgelitten und mitgehofft. Ich bewundere sie dafür, dass sie wirklich den Mut und die Kraft fand, aus ihrer Welt auszubrechen und komplett neu anzufangen. Und dies ohne sozialem Netzwerk und ohne finanzielle Mittel. Fazit: Diese biografische Erzählung der Jüdin ist absolut lesenswert! Ich kann mir gut vorstellen, es irgendwann nochmal zu lesen und werde mir auch das zweite Buch der Autorin, „Überbitten“, zulegen.

Extreme Religionsausübung
von Everett am 28.04.2018
Bewertet: Klappenbroschur

Deborah Feldman wächst in Williamsburg, New York auf, innerhalb der chassidischen Satmar-Gemeinde, einer der strengsten ultraorthodoxen jüdischen Gruppen. Es herrschen sehr strenge Regeln, die die Autorin anhand ihrer Kindheit und Jugend schildert. Dabei versteht man als Leser sehr schnell, wie unerträglich es für einen frei den... Deborah Feldman wächst in Williamsburg, New York auf, innerhalb der chassidischen Satmar-Gemeinde, einer der strengsten ultraorthodoxen jüdischen Gruppen. Es herrschen sehr strenge Regeln, die die Autorin anhand ihrer Kindheit und Jugend schildert. Dabei versteht man als Leser sehr schnell, wie unerträglich es für einen frei denkenden Men-schen sein muss. Sicherlich gibt es auch Regeln für die Männer, doch für die Frauen ist es wesentlich schlimmer und so viele befolgen sie, nehmen es als gottgegeben hin. Früh hei-raten, Kinder bekommen, den Haushalt machen und für die vielen Feiertage kochen. An-sonsten eher in Armut leben und wegen der abrasierten Haare eine Perücke tragen. Dann muss man sich ein Mal im Monat „reinigen“ und ist eine gewisse Zeit unrein. Nach und nach schafft Deborah es, sich ihre kleinen Freiheiten zu schaffen und sich dann zu trennen und ein ganz neues Leben zu beginnen. Dann sind da noch so viele Kleinigkeiten, die mich als nicht sehr religiösen Menschen nur den Kopf schütteln lassen. Deborah Feldman schildert ihr Leben in der Satmar-Gemeinde in einem guten Schreibstil. Wie sie es erlebt hat, aus ihren Erinnerungen und ihren Gefühlen. Aber nicht reißerisch oder bewusst emotional. Es reicht in dieser From vollkommen aus, damit ich mir als Leser die Verhältnisse annähernd vorstellen konnte. Es ist nachvollziehbar geschrieben und das Ende freut mich. Sehr viel mehr kann und mag ich gar nicht erwähnen, weil man das Buch und die Ge-schichte von Deborah selber erlesen muss. Es ist zu Recht Bestseller genannt und gibt ei-nem einen Einblick in ein eher völlig unbekanntes religiöses Leben. Es macht deutlich, dass alles Extreme mit Vorsicht zu genießen ist.

Sehr packend und intensiv
von einer Kundin/einem Kunden aus Nürnberg am 06.03.2018
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Fand das Buch von der ersten Seite an packend. Da man über die eingeschworene Gemeinde der chassidischen Juden sehr wenig weiß war es zudem sehr interessant und informativ. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und war immer wieder aufs Neue etwas befremdet über die Lebensart und die Begründung dafür so zu leben. Ein starke... Fand das Buch von der ersten Seite an packend. Da man über die eingeschworene Gemeinde der chassidischen Juden sehr wenig weiß war es zudem sehr interessant und informativ. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und war immer wieder aufs Neue etwas befremdet über die Lebensart und die Begründung dafür so zu leben. Ein starkes Buch von einer starken Frau die sich gegen den ihr vorbestimmten Weg entschieden hat und ausgebrochen ist aus den Zwängen der Gemeinschaft um sich und ihrem Sohn eine bessere/ andere Zukunft zu schaffen.