Auf Erden sind wir kurz grandios

Roman

Ocean Vuong

(90)
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Beschreibung

"Ein grandioses Buch! Eine Reise in die Vergangenheit, in die Kindheit, nach Vietnam, in die Gewalt und die Liebe." Sasa Stanisic - Der Debütroman von Ocean Vuong

„Lass mich von vorn anfangen. Ma …“ Der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird. Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Schizophrenie der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Vuong schreibt mit alles durchdringender Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen. Das kraftvollste Debüt der letzten Jahre, geschrieben in einer Sprache von grandioser Schönheit.

Ocean Vuong wurde 1988 in Saigon, Vietnam, geboren und zog im Alter von zwei Jahren nach Amerika, wo er heute lebt. Für seine Lyrik wurde er mehrfach ausgezeichnet, zuletzt u.a. mit dem Whiting Award for Poetry (2016) und dem T.S. Eliot Prize (2017). Bei Hanser erschienen zuletzt sein Debütroman Auf Erden sind wir kurz grandios (2019) und der Gedichtband Nachthimmel mit Austrittswunden (2020).

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 22.07.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26389-5
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20,8/13,2/3 cm
Gewicht 388 g
Originaltitel On earth we're briefly gorgeous
Auflage 9
Übersetzer Anne-Kristin Mittag

Buchhändler-Empfehlungen

Erstaunlich intensiv und mitreißend

V. Adamczyk, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Bei weitem das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ocean Vuong erschüttert mit wunderschöner sprachgewalt und beschreibt seine Erinnerungen mit erschütternder Intensität, Klarheit und unverblümter Präzision. Sein unvergleichlicher, poetischer Schreibstil macht es nahezu unmöglich, nicht mitzufühlen. Ein absolutes Meisterwerk.

Philipp Buschatz, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein Buch über den Vietnamkrieg, über Flucht, über das Aufwachsen in einem fremden Land. Fast hätte ich das Lesen abbrechen müssen, weil einige Szenen so unter die Haut gehen. Aber dann findet dieses Buch Hoffnung und erzählt von einer großen (queeren) Liebe.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
90 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Der Brief eines Sohnes an seine Mutter. Sie wird ihn nicht lesen. Als Tochter eines US-Soldaten und einer Vietnamesin hat sie nie lesen gelernt. Die Verhältnisse bleiben schwierig für ihren schmächtigen, schwulen Sohn. Vuong erzählt von diesem Großwerden: Mobbing in der Schule, vor der Tür, Gewalt zu Hause - mit Inseln liebevoll... Der Brief eines Sohnes an seine Mutter. Sie wird ihn nicht lesen. Als Tochter eines US-Soldaten und einer Vietnamesin hat sie nie lesen gelernt. Die Verhältnisse bleiben schwierig für ihren schmächtigen, schwulen Sohn. Vuong erzählt von diesem Großwerden: Mobbing in der Schule, vor der Tür, Gewalt zu Hause - mit Inseln liebevoller Fürsorge. Vuong lässt nichts aus. Zu brutal? Nein. Seine Sprache - einfach grandios!

grandios erzählt
von geheimerEichkater aus Essen am 11.07.2021
Bewertet: Taschenbuch

Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde. Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von sein... Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde. Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von seiner Großmutter und Mutter „little dog“ genannt wird, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken, hat seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam verbracht, war dort zu weißhäutig und somit Außenseiter. Danach hat sich seine Mutter mit Kind und ihrer Mutter auf den Weg in die USA gemacht, um Oceans Vater und ihren Ehemann zu finden. Oceans Großmutter gab sich selber den Namen Lan (Orchidee), weil sie und ihre Geschwister nur durchnummeriert waren, nannte ihre Tochter Rose. Alle drei leben nun in den USA, sind dort aber Außenseiter; Lan kann die Sprache nicht, bleibt in den Kriegserlebnissen und Geschichten gefangen, zwischen Napalmwolken, Soldaten und klickenden Gewehren, die sie immer wieder hört und erlebt. Auch ihre vielen Erzählungen und Geschichten fallen aus einer anderen Zeit, zeigen Hoffnungslosigkeit und die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache. Nicht nur ihr Geist, auch ihr Körper wird von den schrecklichen Erlebnissen buchstäblich zerfressen. Oceans Mutter (Rose) hat in ihrem Leben viel Gewalt kennengelernt und gibt diese auch an little dog weiter. Rose ist Analphabetin und wird den Brief ihres Sohnes niemals lesen; sie arbeitet in einem Nagelstudio; gewohnt, sich zeitlebens zu beugen und zu krümmen, entschuldigt sie sich bei den Kunden für alles, einem Mantra gleich. Auch sie fühlt sich aus Außenseiterin, ermahnt Ocean ständig, nicht aufzufallen. „Denk dran, fall bloß nicht auf. Du bist schon vietnamesisch.“ Und genau das bekommt Ocean ständig zu spüren; so ist er um dazuzugehören zu gelb. Er lebt mit Großmutter und Mutter zusammen in äußerst bescheidenen und stets hart erkämpften Verhältnissen, bewältigt die Schule gut, sucht sich einen Arbeitsplatz in der Tabakernte, verliebt sich in den Enkel (Trevor) des Eigentümers und entdeckt mit diesem seine Homosexualität . Während Ocean in die Stadt zieht und studiert, setzt sich Trevor wohl unbeabsichtigt den goldenen Schuß, so wie schon viele andere ihm bekannte Jugendliche aus der Gegend, in der die Chancen schlecht stehen. Ocean Vuong beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eigenen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel – manchmal geradzu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Man erlebt wie Worte in Erinnerungen hineinziehen, die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache samt dem Herausfallen aus dieser und wie es sich anfühlt, gesichts- und namenlos zu leben. Ocean Vuong beschreibt sehr nachvollziehbar, wie man im Krieg und den Erinnerungen daran lebt, sich ausgegrenzt und ausrangiert fühlt., vom ewigen Kampf ums Überleben und lder Weigerung einfach zu sterben., von er Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. „Alles Gute ist woanders.“ oder „Sein oder nicht sein.Das ist hier die Frage.Eine Frage, stimmt, aber keine Wahl.“ (S.77) Und letztendlich findet Ocean seinen Weg, nicht nur sein Leben zu akzeptieren, sondern auch aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betracheten und wertzuschätzen: „Neimand soll gleuben, wir seien die Frucht der Gewalt – sondern, dass Gewalt, die durch die Frucht hindurch gegangen ist, sie nicht verderben konnte.“ (S.251) Der Roman umfaßt ungefähr 260 Seiten; er vermittelt sprachgewaltig und auch zwischen den Zeilen (persönliche) Geschichte, zeigt Kriegserlebnisse und ihre Spuren in der Seele auf, beschreibt den Verlust von Heimat, Gesicht, Muttersprache und Formen von Ausgrenzung. Er ist sehr emotional geschrieben, zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnungslosigkeit und Arrangieren. Ich mußte den Roman immer wieder beiseite legen und eine Pause einlegen; er liest sich nicht einfach so…. Er beeindruckt, fesselt und verstört und zieht in seinen Bann.

Eine grandiose Geschichte!
von overwhelmedbybooks am 09.07.2021

Das Buch geht über einen Jungen, der einen Brief an seine Mutter schreibt, welche nicht lesen kann, über seine Großmutter, welche durch den Vietnam Krieg schizophren geworden ist und über die erste große Liebe. Wie soll ich eine Rezension schreiben, die diesem Buch gerecht wird? Ich glaube ich fange mal von vorne an… Schon mit... Das Buch geht über einen Jungen, der einen Brief an seine Mutter schreibt, welche nicht lesen kann, über seine Großmutter, welche durch den Vietnam Krieg schizophren geworden ist und über die erste große Liebe. Wie soll ich eine Rezension schreiben, die diesem Buch gerecht wird? Ich glaube ich fange mal von vorne an… Schon mit dem ersten Satz hat mich die Story gepackt. Ocean Vuongs Schreibstil ist grandios. Einfach poetisch, fesselnd und mitreißend. Ich glaube ich habe noch nie so viel in einem Buch gefühlt, wie in diesem. Ich habe mit jedem Satz mich mehr und mehr in das Buch verliebt. Das Buch ist definitiv sehr „schwer“, nicht im Sinne vom Gewicht, sondern von den Thematiken. Ich musste ab und zu eine Pause beim Lesen machen, einfach weil mir die Geschichte so nahe ging und ich es etwas auf mich wirken lassen musste. Alle Charaktere waren so herzergreifend. Mit ihren Ecken und Kanten. Mit all ihren Fehlern haben sie dennoch einen Platz in meinem Herzen‍ Ich glaube ich habe auch noch nie so viele Zitate und Stellen in einem Buch markiert wie in diesem. Ich kann das Buch wirklich jedem ans Herz legen!


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