Ein Roman, der die amerikanische Identität neu definiert. Und der Brief eines Sohnes an die vietnamesische Mutter, die ihn nie lesen wird: Die Tochter eines amerikanischen Soldaten und eines vietnamesischen Bauernmädchens ist Analphabetin, kann kaum Englisch und arbeitet in einem Nagelstudio. Sie ist das Produkt eines vergessenen Krieges. Der Sohn, ein schmächtiger Außenseiter, erzählt – von der Krankheit der Großmutter, den geschundenen Händen der prügelnden Mutter und seiner tragischen ersten Liebe zu einem amerikanischen Jungen. Ocean Vuong schreibt mit traumhafter Klarheit von einem Leben, in dem Gewalt und Zartheit aufeinanderprallen.
Ein neues Kapitel für Ihre Bücher
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„Auf Erden sind wir kurz grandios“ hat mich mit seiner gefühlvollen und bildhaften Sprache beeindruckt. Die Geschichte ist emotional, ehrlich und regt zum Nachdenken über Familie, Liebe und das Leben an. Ein besonderes Buch, das mich lange beschäftigt hat und das ich gerne weiterempfehle.
Bewertung
Book Circle Community
5/5
16.02.2025
Buch (Taschenbuch)
|: Aua! Wow! :|
Phu, was für ein Buch!
Sprachlich wunderschön poetisch und schon fast magisch. Vuongs Sprache hat mich gefesselt, die entstandenen Bilder haben berührt, angeekelt und erschreckt.
Die Rohheit und Härte gepaart mit Herzlichkeit und Liebe machen dieses Buch für mich unbeschreiblich gut.
Um diesen Roman zu lesen, brauchte ich mehrere Pausen. Vuongs erschaffene Bilder liessen mich oft nicht so schnell los.
Bewertung
5/5
26.07.2021
Buch (Taschenbuch)
Erstaunlich intensiv und mitreißend
Bei weitem das beste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Ocean Vuong erschüttert mit wunderschöner sprachgewalt und beschreibt seine Erinnerungen mit erschütternder Intensität, Klarheit und unverblümter Präzision. Sein unvergleichlicher, poetischer Schreibstil macht es nahezu unmöglich, nicht mitzufühlen.
Ein absolutes Meisterwerk.
geheimerEichkater
aus Essen
5/5
11.07.2021
Buch (Taschenbuch)
grandios erzählt
Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde.
Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von seiner Großmutter und Mutter „little dog“ genannt wird, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken, hat seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam verbracht, war dort zu weißhäutig und somit Außenseiter. Danach hat sich seine Mutter mit Kind und ihrer Mutter auf den Weg in die USA gemacht, um Oceans Vater und ihren Ehemann zu finden.
Oceans Großmutter gab sich selber den Namen Lan (Orchidee), weil sie und ihre Geschwister nur durchnummeriert waren, nannte ihre Tochter Rose. Alle drei leben nun in den USA, sind dort aber Außenseiter; Lan kann die Sprache nicht, bleibt in den Kriegserlebnissen und Geschichten gefangen, zwischen Napalmwolken, Soldaten und klickenden Gewehren, die sie immer wieder hört und erlebt. Auch ihre vielen Erzählungen und Geschichten fallen aus einer anderen Zeit, zeigen Hoffnungslosigkeit und die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache. Nicht nur ihr Geist, auch ihr Körper wird von den schrecklichen Erlebnissen buchstäblich zerfressen.
Oceans Mutter (Rose) hat in ihrem Leben viel Gewalt kennengelernt und gibt diese auch an little dog weiter. Rose ist Analphabetin und wird den Brief ihres Sohnes niemals lesen; sie arbeitet in einem Nagelstudio; gewohnt, sich zeitlebens zu beugen und zu krümmen, entschuldigt sie sich bei den Kunden für alles, einem Mantra gleich. Auch sie fühlt sich aus Außenseiterin, ermahnt Ocean ständig, nicht aufzufallen. „Denk dran, fall bloß nicht auf. Du bist schon vietnamesisch.“ Und genau das bekommt Ocean ständig zu spüren; so ist er um dazuzugehören zu gelb. Er lebt mit Großmutter und Mutter zusammen in äußerst bescheidenen und stets hart erkämpften Verhältnissen, bewältigt die Schule gut, sucht sich einen Arbeitsplatz in der Tabakernte, verliebt sich in den Enkel (Trevor) des Eigentümers und entdeckt mit diesem seine Homosexualität . Während Ocean in die Stadt zieht und studiert, setzt sich Trevor wohl unbeabsichtigt den goldenen Schuß, so wie schon viele andere ihm bekannte Jugendliche aus der Gegend, in der die Chancen schlecht stehen.
Ocean Vuong beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eigenen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel – manchmal geradzu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Man erlebt wie Worte in Erinnerungen hineinziehen, die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache samt dem Herausfallen aus dieser und wie es sich anfühlt, gesichts- und namenlos zu leben. Ocean Vuong beschreibt sehr nachvollziehbar, wie man im Krieg und den Erinnerungen daran lebt, sich ausgegrenzt und ausrangiert fühlt., vom ewigen Kampf ums Überleben und lder Weigerung einfach zu sterben., von er Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. „Alles Gute ist woanders.“ oder „Sein oder nicht sein.Das ist hier die Frage.Eine Frage, stimmt, aber keine Wahl.“ (S.77) Und letztendlich findet Ocean seinen Weg, nicht nur sein Leben zu akzeptieren, sondern auch aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betracheten und wertzuschätzen: „Neimand soll gleuben, wir seien die Frucht der Gewalt – sondern, dass Gewalt, die durch die Frucht hindurch gegangen ist, sie nicht verderben konnte.“ (S.251)
Der Roman umfaßt ungefähr 260 Seiten; er vermittelt sprachgewaltig und auch zwischen den Zeilen (persönliche) Geschichte, zeigt Kriegserlebnisse und ihre Spuren in der Seele auf, beschreibt den Verlust von Heimat, Gesicht, Muttersprache und Formen von Ausgrenzung. Er ist sehr emotional geschrieben, zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnungslosigkeit und Arrangieren. Ich mußte den Roman immer wieder beiseite legen und eine Pause einlegen; er liest sich nicht einfach so…. Er beeindruckt, fesselt und verstört und zieht in seinen Bann.
GeheimerEichkater
aus Essen
5/5
11.07.2021
Buch (Taschenbuch)
grandios erzählt Bei „Auf…
grandios erzählt Bei „Auf Erden sind wir kurz grandios“ handelt es sich um den ersten Roman Ocean Vuongs, der zuvor für seine Lyrik ausgezeichnet wurde. Ocean Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines im Vietnamkrieg dort lebenden US-Soldaten ist. Ocean, der von seiner Großmutter und Mutter „little dog“ genannt wird, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken, hat seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam verbracht, war dort zu weißhäutig und somit Außenseiter. Danach hat sich seine Mutter mit Kind und ihrer Mutter auf den Weg in die USA gemacht, um Oceans Vater und ihren Ehemann zu finden. Oceans Großmutter gab sich selber den Namen Lan (Orchidee), weil sie und ihre Geschwister nur durchnummeriert waren, nannte ihre Tochter Rose. Alle drei leben nun in den USA, sind dort aber Außenseiter; Lan kann die Sprache nicht, bleibt in den Kriegserlebnissen und Geschichten gefangen, zwischen Napalmwolken, Soldaten und klickenden Gewehren, die sie immer wieder hört und erlebt. Auch ihre vielen Erzählungen und Geschichten fallen aus einer anderen Zeit, zeigen Hoffnungslosigkeit und die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache. Nicht nur ihr Geist, auch ihr Körper wird von den schrecklichen Erlebnissen buchstäblich zerfressen. Oceans Mutter (Rose) hat in ihrem Leben viel Gewalt kennengelernt und gibt diese auch an little dog weiter. Rose ist Analphabetin und wird den Brief ihres Sohnes niemals lesen; sie arbeitet in einem Nagelstudio; gewohnt, sich zeitlebens zu beugen und zu krümmen, entschuldigt sie sich bei den Kunden für alles, einem Mantra gleich. Auch sie fühlt sich aus Außenseiterin, ermahnt Ocean ständig, nicht aufzufallen. „Denk dran, fall bloß nicht auf. Du bist schon vietnamesisch.“ Und genau das bekommt Ocean ständig zu spüren; so ist er um dazuzugehören zu gelb. Er lebt mit Großmutter und Mutter zusammen in äußerst bescheidenen und stets hart erkämpften Verhältnissen, bewältigt die Schule gut, sucht sich einen Arbeitsplatz in der Tabakernte, verliebt sich in den Enkel (Trevor) des Eigentümers und entdeckt mit diesem seine Homosexualität . Während Ocean in die Stadt zieht und studiert, setzt sich Trevor wohl unbeabsichtigt den goldenen Schuß, so wie schon viele andere ihm bekannte Jugendliche aus der Gegend, in der die Chancen schlecht stehen. Ocean Vuong beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eigenen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel – manchmal geradzu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Man erlebt wie Worte in Erinnerungen hineinziehen, die Flüchtigkeit von Heimat und Muttersprache samt dem Herausfallen aus dieser und wie es sich anfühlt, gesichts- und namenlos zu leben. Ocean Vuong beschreibt sehr nachvollziehbar, wie man im Krieg und den Erinnerungen daran lebt, sich ausgegrenzt und ausrangiert fühlt., vom ewigen Kampf ums Überleben und lder Weigerung einfach zu sterben., von er Ohnmacht und Hoffnungslosigkeit. „Alles Gute ist woanders.“ oder „Sein oder nicht sein.Das ist hier die Frage.Eine Frage, stimmt, aber keine Wahl.“ (S.77) Und letztendlich findet Ocean seinen Weg, nicht nur sein Leben zu akzeptieren, sondern auch aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betracheten und wertzuschätzen: „Neimand soll gleuben, wir seien die Frucht der Gewalt – sondern, dass Gewalt, die durch die Frucht hindurch gegangen ist, sie nicht verderben konnte.“ (S.251) Der Roman umfaßt ungefähr 260 Seiten; er vermittelt sprachgewaltig und auch zwischen den Zeilen (persönliche) Geschichte, zeigt Kriegserlebnisse und ihre Spuren in der Seele auf, beschreibt den Verlust von Heimat, Gesicht, Muttersprache und Formen von Ausgrenzung. Er ist sehr emotional geschrieben, zwischen Liebe und Gewalt, Hoffnungslosigkeit und Arrangieren. Ich mußte den Roman immer wieder beiseite legen und eine Pause einlegen; er liest sich nicht einfach so…. Er beeindruckt, fesselt und ver
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5/5
04.06.2025
Buch (Taschenbuch)
Grandios
Das Buch ist als Brief an seine Mutter geschrieben: innig, liebevoll, poetisch, mit einer so schönen Sprache, dass man Sätze nochmal lesen muss. Es ist so kraftvoll, herzzerreißend und manchmal eklig, dass man auch mal unterbrechen muss.
Ich empfehle auch sehr das erstklassig gelesene Hörbuch von Julian Horeysek!
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5/5
02.05.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein wundervolles Buch der Gegensätze
In "Auf Erden sind wir kurz grandios" verschriftlicht Lyriker Ocean Vuong seine Kindheit, Jugend und Familiengeschichte in Form eines Briefes an seine analphabetische Mutter. Dass er sonst Gedichte schreibt, merkt man schnell. Die Sprache ist kreativ, bildhaft, rhythmisch und sehr emotionsgeladen. Der Stil vermittelt eine Sanftheit und Ruhe, die der Erzählung, welche vor allem durch Gewalt und Schicksalsschläge geprägt ist, deutlich widerspricht. Man bekommt das Gefühl, dass jedes Wort mit Bedacht ausgesucht wurde. Ein Kunstwerk!
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5/5
27.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Warum habe ich dieses Buch nicht früher gelesen?
Ocean Voung schreibt einen Brief an seine Mutter, die Analphabetin ist und diesen niemals lesen wird. Ein Roman über Verlust, die erste Liebe, Immigration und Familientrauma. Ein unglaublich poetisch, zärtlicher und tiefer Schreibstil trifft auf einen tragischen Plot. Wer dieses Buch noch nicht gelesen hat, sollte dies unbedingt tun.
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5/5
15.03.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Unbeschreiblich schön und tragisch.
Ocean Vuong schreibt auf einer poetischen und magischen Art und Weise. Jeder Satz und jedes Wort in diesem Buch hat es bis in mein Herz geschafft. Ein Sohn, der seiner analphabetischen Mutter Briefe schreibt, in denen er über seine Kindheit und das Aufwachsen in Amerika reflektiert. Sein Leben war nicht leicht und von Tragik geprägt, seine Mutter ahnungslos. Ich wollte dieses Buch nicht mehr aus der Hand nehmen und bin froh es endlich gelesen zu haben. Es war definitiv eine Bereicherung.
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5/5
24.06.2024
Buch (Taschenbuch)
»Man sagt, nichts hält ewig, dabei hat man nur Angst, dass es länger hält, als man es lieben kann.«
Vuong schreibt mit diesem Buch einen Brief an seine Mutter, die Tochter eines vietnamesischen Bauernmädchens und eines US-Soldaten. Oceans Familie, die seine ersten beiden Lebensjahre in Vietnam gelebt hat, wurde nie vollkommen von der Gesellschaft akzeptiert. In Folge dessen hat sich seine Mutter mit ihm und seiner Großmutter auf den Weg in die USA gemacht, in der Hoffnung ihrem Sohn ein besseres Leben zu ermöglichen. Seit jeher wird er von seiner Großmutter nur "little dog" genannt, um die Geister zu täuschen und vom Kindsraub abzuschrecken.
Der Autor beschreibt den Weg seiner kleinen Familie und auch seinen eignen im Besonderen, häufig in ganz ungewohnter Sprache und Blickwinkel - manchmal geradezu poetisch und ein anderes Mal erdrückend und niederschmetternd. Ein schmerzhaft schöner Roman, einfach großartig!
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