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Das Licht ist hier viel heller

Roman

Maximilian Wenger war einer der Großen, ein Bestsellerautor, ein Macher. Jetzt steht er vor einem Scherbenhaufen: Niemand will mehr seine Romane lesen, und seine Frau hat ihn gegen einen Fitnesstrainer eingetauscht. In einer kleinen Wohnung unweit von Salzburg verkriecht er sich vor der Welt.
Wengers achtzehnjährige Tochter Zoey plant ihre Zukunft nach ganz eigenen Vorstellungen. Schnell merkt sie, dass sie dabei an ihre Grenzen stößt – und das Erwachsenwerden mit Schmerz verbunden ist.
Dann bekommt Wenger diese Briefe. Obwohl sie an seinen Vormieter adressiert sind, öffnet er sie, und es trifft ihn wie ein Schlag: Sie sind brutal und zart, erschütternd und inspirierend. Wer ist die geheimnisvolle Fremde, die von flüchtigem Glück, Verletzungen und enttäuschter Hoffnung erzählt? Was Wenger nicht weiß: Auch Zoey liest heimlich in den Briefen. Sie hat etwas erlebt, das sich in diesen wütenden Worten spiegelt. Beide, Vater und Tochter, werden an einen Scheideweg geführt, an dem etwas Altes endet und etwas Neues beginnt.

Intelligent, schlagfertig-humorvoll und mit großer Empathie schreibt Mareike Fallwickl über das Gelingen und Scheitern von Liebe, Freundschaft und Familie, digitale und analoge Scheinwelten, Machtmissbrauch, weibliche Selbstbestimmung – und entfacht einen Sog, der fesselt bis zum Schluss.

»Ein Roman, wie er aktueller nicht sein könnte. Ein Roman, über den man sprechen wird und muss. Und der zutiefst berührt.« Florian Valerius, @literarischernerd
Portrait
Mareike Fallwickl, 1983 in Hallein bei Salzburg geboren, arbeitet als freie Texterin, schreibt für eine Salzburger Zeitung eine wöchentliche Kolumne und betreibt seit 2009 einen Literaturblog. Sie lebt im Salzburger Land. 2018 erschien ihr literarisches Debüt »Dunkelgrün fast schwarz« in der Frankfurter Verlagsanstalt, das von Lesern gefeiert und unter anderem für den Österreichischen Buchpreis sowie das »Lieblingsbuch der Unabhängigen« nominiert wurde.
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Beschreibung

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 30.08.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-627-00264-0
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/3,4 cm
Gewicht 495 g
Auflage 1
Verkaufsrang 5317
Buch (gebundene Ausgabe)
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Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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pointiert, intelligent und humorvoll
von fantafee am 26.02.2020

Das Licht ist hier viel heller, von Mareike Fallwickl. Oh, eine junge Autorin aus Österreich, momentan irgendwie mein Beuteschema, aus dem ich mir großes Lesevergnügen verspreche. Und ich lag damit genau richtig. Erzählt wird aus zwei Perspektiven. Zum einen der von Maximilian Wenger, ein abgehalfterter Bestsellerautor M... Das Licht ist hier viel heller, von Mareike Fallwickl. Oh, eine junge Autorin aus Österreich, momentan irgendwie mein Beuteschema, aus dem ich mir großes Lesevergnügen verspreche. Und ich lag damit genau richtig. Erzählt wird aus zwei Perspektiven. Zum einen der von Maximilian Wenger, ein abgehalfterter Bestsellerautor Mitte fünfzig, der nicht nur seinem Erfolg, sondern auch seiner daran geknüpften Männlichkeit nachtrauert. Nix los in der Hose. Seine Ex hat ihn durch einen viel jüngere Fitness-Coach ausgetauscht und so sitzt er in seiner verlotterten Junggesellenbude und kämpft mit einer monumentalen Schreibblockade. Auch seine Kinder, Zoey und Spin treffen sich nur lustlos mit ihm. Von Zoey, der achtzehnjährigen Tochter erfahren wir mehr, über sie und ihre bindungsschwache Familie. Denn auch die Mutter ist in ihrer Rolle völlig überfordert und stets auf der Suche nach Selbstverwirklichung. Allein zur Haushälterin Barbara und besonders zu ihrem Bruder Spin hat sie eine enge Beziehung. Sie selbst steht kurz vor der Matura und versucht vorbei an den Vorstellungen ihrer Eltern eine eigene Zukunft aufzubauen. Auf ihrem geheimen Weg muss sie leider einige schmerzhafte Erfahrungen machen. Als drittes Element des Romans, lesen wir eingestreute Briefe einer unbekannten Frau, die mit diesen ergreifenden Briefen versucht, sich einen schweren Schmerz von der Seele zu schreiben. Obwohl an jemand anderen adressiert, landen die Briefe bei Max Wenger, der irgendwann erkennt, dass er daraus Kapital schlagen könnte. Zoey liest sie ebenfalls und auch in ihr lösen sie etwas aus. Ich bin ganz begeistert, wieviel Freude mir dieses Buch beim Lesen bereitet hat. Intelligent und humorvoll geschrieben, wird der Blick in pointierten Szenen wie mit einer Lupe auf aktuelle Themen gelenkt. Es geht um #metoo, Instagram und seine Influenzer, toxische Männlichkeit, sexuelle Gewalt, oberflächliche und sozial unfähige Gesellschaft und auch die Literaturszene bekommt etwas ab. Die Stimmung habe ich als ruhig empfunden, die große Kraft dahinter, war aber immer spürbar. Es ist unglaublich, wie realistisch hier der ‚alte weiße Mann‘ beschrieben wird, der glaubt, mit einer scheinbaren Zuwendung zu feministischen Themen, habe er einen Orden verdient. Er sonnt sich im Erfolg, mimt den Fortschrittlichen und vergisst dabei, dass er damit eine weitere Frau missbraucht; dem Raub geistigen Eigentums. Max Wenger, du stehst mitten drin und hast doch nichts verstanden. Eine klare Leseempfehlungen für alle, die gerne genauer hinschauen.

Durchwachsen
von einer Kundin/einem Kunden am 16.02.2020

Maximilian Wenger, ein abgehalfterter, müder, alter Autor versinkt im Selbstmitleid. Seine Tochter, hochpubertär, versucht aus der heilen shiny Instagram-Welt, die ihre Mutter aufgebaut hat, auszubrechen und vergisst, dass es wehtun kann, etwas kaputt zu machen. Nach "Dunkelgrün, fast schwarz" waren die Erwartungen an das neue ... Maximilian Wenger, ein abgehalfterter, müder, alter Autor versinkt im Selbstmitleid. Seine Tochter, hochpubertär, versucht aus der heilen shiny Instagram-Welt, die ihre Mutter aufgebaut hat, auszubrechen und vergisst, dass es wehtun kann, etwas kaputt zu machen. Nach "Dunkelgrün, fast schwarz" waren die Erwartungen an das neue Buch von Mareike Fallwickl hoch. Stellenweise schimmert es durch, ihr Talent, das die Beschreibungen von Raf und Moritz so roh und echt wirken hat lassen, aber über weite Strecken im Buch fragt man sich, ob es wehgetan hat. So viel Dummheit und so viel Klischee zu schreiben. Dem Protagonisten tut sein Chauvinismus offensichtlich nicht weh, aber der Leser spürt ihn, den Frust, der sich aufbaut, den Zorn auf diesen weinerlichen white old man, der es nicht und nicht schafft das richtige zu tun. So jemanden zu schreiben, muss wehtun. Genauso wie die dumme blonde Insta-Mum, die sooo muschelig verschlossen ist, dass der Leser mit dem Vorschlaghammer, plump, darauf gebracht werden muss, dass hinter ihrer hohlen Fassade mehr steckt. Aber leise, leise macht sich im Leser der Gedanke breit, dass hinter der Fassade nur Rigips und Karton steckt und die Figur tatsächlich so eindimensional ist, wie sie wirkt. Einzig an der Beschreibung von Zoey erkennt man das Können der Autorin, auch wenn man sich manchmal fragt, ob sie weiß, wie Jugendliche reden. Kein Sechzehnjähriger fragt doch , ob man "mal was trinken gehen will". Das ist der Jargon der Twenty-Somethings, die sich auf Tinder unverbindlich verabreden. Insgesamt also ein eher durchwachsenes zweites Buch der Autorin, mit wenigen Highlights und ansonsten wenig Außergewöhnlichem.

von einer Kundin/einem Kunden aus Solingen am 06.09.2019
Bewertet: anderes Format

Es gibt viele Wege dieses Thema in Literatur zu verwandeln und der Autorin ist dies meisterhaft gelungen. Sanft und eindringlich lässt sie uns den Schmerz spüren. Empfehlenswert!