Milchmann

Roman

Anna Burns

(139)
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Beschreibung

»'Milchmann' ist stilistisch vollkommen unverwechselbar. In einem Moment beängstigend, dann wieder inspirierend. Überwältigend.«
Jury des Man Booker Prize

- SPIEGEL BESTSELLER
- Man Booker Prize 2018 (Fiction)
- National Book Critics Circle Award 2018 (Fiction)
- Orwell Prize 2019

»Der Tag, an dem Irgendwer McIrgendwas mir eine Waffe auf die Brust setzte, mich ein Flittchen nannte und drohte, mich zu erschießen, war auch der Tag, an dem der Milchmann starb.« Mit Milchmann legte Anna Burns das literarische Großereignis des vergangenen Jahres vor. Ein Roman über den unerschrockenen Kampf einer jungen Frau um ein selbstbestimmtes Leben – weltweit gefeiert und ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize.

Eine junge Frau zieht ungewollt die Aufmerksamkeit eines mächtigen und erschreckend älteren Mannes auf sich, Milchmann. Es ist das Letzte, was sie will. Hier, in dieser namenlosen Stadt, erweckt man besser niemandes Interesse. Und so versucht sie, alle in ihrem Umfeld über ihre Begegnungen mit dem Mann im Unklaren zu lassen. Doch Milchmann ist hartnäckig. Und als der Mann ihrer älteren Schwester herausfindet, in welcher Klemme sie steckt, fangen die Leute an zu reden. Plötzlich gilt sie als »interessant« – etwas, das sie immer vermeiden wollte. Hier ist es gefährlich, interessant zu sein.

Doch was kann sie noch tun, nun, da das Gerücht einmal in der Welt ist? Milchmann ist die Geschichte einer jungen Frau, die nach einem Weg für sich sucht – in einer Gesellschaft, die sich ihre eigenen dunklen Wahrheiten erfindet und in der jeglicher Fehltritt enorme Konsequenzen nach sich zieht.

Stimmen zur englischen Ausgabe

»Ein einzigartiger Blick auf Irland in Zeiten des Aufruhrs.«
Jury des Man Booker Prize

»Brillant. Die beste Booker-Preisträgerin seit Jahren.«
Metro

»Tiefgründige, ausdrucksstarke, eindringliche Prosa.«
Sunday Telegraph

»Auf ein solches Buch haben wir dreißig Jahre lang gewartet.«
Vogue

»Originell, witzig, entwaffnend schräg. Einzigartig.«
The Guardian

»Beeindruckend, wortstark, lustig.«
Irish Times

»Milkman blickt mit schwarzem Humor und jugendlicher Wut auf die Erwachsenenwelt und deren brutale Absurditäten.«
The New Yorker

»Dieser Roman knistert vor intellektueller Kraft.«
New Statesman

Anna Burns, geboren in Belfast, Nordirland, ist Autorin mehrerer Romane. 2018 erhielt sie für »Milchmann« den Man Booker Prize. Das Buch wurde zu einer internationalen Sensation und mit zahlreichen weiteren Preisen ausgezeichnet, u. a. dem Orwell Prize und dem National Book Critics Circle Award. »Milchmann« erscheint in 23 Ländern. Es ist der erste Roman von Anna Burns, der auf Deutsch veröffentlicht wird. Anna Burns lebt in East Sussex, England.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 22.02.2020
Verlag Tropen
Seitenzahl 452
Maße (L/B/H) 21,6/14,9/4,3 cm
Gewicht 638 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel Milkman
Übersetzer Anna-Nina Kroll
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-608-50468-2

Buchhändler-Empfehlungen

Definitiv kein 08/15 Buch

Victoria Schick, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Sicherlich keine leichte Lektüre. Mit ihrem ganz eigenen Schreibstil hat Anna Burns mit "Milchmann" ein sehr interessantes Buch abgeliefert. Leider konnte ich während der rund 450 Seiten nicht wirklich Zugang finden. Die Geschichte verlangt volle Aufmerksamkeit und ich musste die teilweisen zu langen Passagen doppelt und dreifach lesen. Obwohl ich mich mit dem Roman schwergetan habe, bewundere ich das Talent der Autorin und bin froh, ein so ausgefallenes Buch gelesen zu haben.

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Ein anspruchsvolles Buch, dessen eigenwilligen, und auch recht bedrückenden, Inhalt man sich, nicht zuletzt dank des Schreibstils, durchaus hart erkämpfen muss. Ausufernd, zäh und mühsam, aber zugleich auch besonders, intensiv, tiefsinnig und so ganz anders als erwartet.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
139 Bewertungen
Übersicht
28
47
30
23
11

Gute Unterhaltung
von Zimtstern's Bücherregenbogen aus Mönchengladbach am 28.03.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Dieses Buch hat ein tolles Cover, die Farben sind gut gewählt. Diese lassen alles harmonisch wirken. Nur das der Inhalt etwas ganz anderes bietet. Es geht um den Nordirlandkonflikt der 1970 er Jahre. Die Protagonistin ist in Belfast. & der Milchmann wird auf sie aufmerksam. Mir ging es so das ich beim Lesen die Zweifel, Ze... Dieses Buch hat ein tolles Cover, die Farben sind gut gewählt. Diese lassen alles harmonisch wirken. Nur das der Inhalt etwas ganz anderes bietet. Es geht um den Nordirlandkonflikt der 1970 er Jahre. Die Protagonistin ist in Belfast. & der Milchmann wird auf sie aufmerksam. Mir ging es so das ich beim Lesen die Zweifel, Zerrissenheit & Ängste gespürt habe. Der Schreibstil ist schon locker, wenn auch manchmal etwas schwerer. Da keine der Protagonisten beim Namen genannt wird. Das hat das Lesen gerade am Anfang etwas schwierig gemacht.

Ohne Namen
von einer Kundin/einem Kunden am 30.07.2020

Was sofort auffällt ist, dass keine der Charaktere einen Namen hat. Jeder wird nach Familienstand, Beruf oder Beziehung zur Protagonistin bezeichnet und so weiß man sofort wer, wer ist. Doch wenn eine Figur Mutter heißt, dann verhält sie sich natürlich auch nur wie die Mutter. Abgesehen von der Protagonistin, findet sich jeder ... Was sofort auffällt ist, dass keine der Charaktere einen Namen hat. Jeder wird nach Familienstand, Beruf oder Beziehung zur Protagonistin bezeichnet und so weiß man sofort wer, wer ist. Doch wenn eine Figur Mutter heißt, dann verhält sie sich natürlich auch nur wie die Mutter. Abgesehen von der Protagonistin, findet sich jeder in seine Rolle ein. Auch der verheiratete Mann, den sie Milchmann nennt, und der ihr nachstellt. Blöderweise spielt alles zu einer Zeit in der sexuelle Belästigung erst bei einem tatsächlichem Übergriff stattgefunden hat. Daher muss der Leser mitleiden als es zur ersten, sehr unangenehmen, Begegnung mit ihm kommt. Genial geschrieben und mit etwas Durchhaltevermögen ein echtes Lesevergnügen, mit seitenweise Denkanstößen.

Leider nichts für mich
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 27.07.2020

Ich hatte mich auf "Milchmann" sehr gefreut, die positiven Kritiken haben mich neugierig gemacht. Aber leider habe ich es nicht geschafft, in den Roman einzutauchen. Obwohl ich die Themen und die Figuren durchaus spannend fand, hatte ich große Probleme mit dem – von vielen Kritikern so genannten – "Kunstgriff" der Autorin Anna B... Ich hatte mich auf "Milchmann" sehr gefreut, die positiven Kritiken haben mich neugierig gemacht. Aber leider habe ich es nicht geschafft, in den Roman einzutauchen. Obwohl ich die Themen und die Figuren durchaus spannend fand, hatte ich große Probleme mit dem – von vielen Kritikern so genannten – "Kunstgriff" der Autorin Anna Burns, die Figuren, den Ort und die Zeit nie genau zu definieren und in einer Art abstrakten Realität, einer Schwebe zu lassen. Ähnlich zäh wie das Leben der Protagonistin habe ich die geschriebenen Zeilen empfunden. Da ist nur diese diffuse Welt, an die ich nicht andocken konnte. Ich muss aber unbedingt anfügen, dass ich das Buch (aus oben genannten Gründen) nicht zu Ende gelesen habe und mir daher auch kein vollständiges Urteil darüber bilden kann.


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