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Normale Menschen

Roman

Sally Rooney

(34)
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Beschreibung

Die Geschichte einer intensiven Liebe: Connell und Marianne wachsen in derselben Kleinstadt im Westen Irlands auf, aber das ist auch schon alles, was sie gemein haben. In der Schule ist Connell beliebt, der Star der Fußballmannschaft, Marianne die komische Außenseiterin. Doch als die beiden miteinander reden, geschieht etwas mit ihnen, das ihr Leben verändert. Und auch später, an der Universität in Dublin, werden sie, obwohl sie versuchen, einander fern zu bleiben, immer wieder magnetisch, unwiderstehlich voneinander angezogen. Eine Geschichte über Faszination und Freundschaft, über Sex und Macht.

»Süffig, klug und absolut klischeefrei«

Sally Rooney wurde 1991 geboren, ist in Castlebar, County Mayo, aufgewachsen und lebt in Dublin. Ihre frühen Arbeiten sind erschienen in The New Yorker, Granta, The White Review, The Dublin Review, The Stinging Fly, Kevin Barrys Stonecutter und der Anthologie Winter Pages. Sie studierte am Trinity College Dublin, zunächst Politik, machte dann ihren Master in Literatur. Sie war dort 2013 die Nr. 1 bei den European University Debating Championships. Rooneys Debütroman »Gespräche mit Freunden« war Book of the Year in Sunday Times, Guardian, Observer, Daily Telegraph und Evening Standard. Der Roman kam auf die Shortlist des Sunday Independent Newcomer of the Year Award 2017, des International Dylan Thomas Prize und des Rathbones Folio Prize 2018. Rooney war die Gewinnerin des Sunday Times/Peters Fraser & Dunlop Young Writer of the Year Award 2017, den u.a. auch Zadie Smith und Sarah Waters gewannen. Rooney ist inzwischen Redakteurin des irischen Literaturmagazins The Stinging Fly. Ihr zweiter Roman »Normal People« wurde für den Man Booker Prize 2018 nominiert und gewann u.a. den Costa Novel Award, den An Post Irish Novel of the Year Award und den British Book Award (Novel of the Year und Book of the Year)..
Zoë Beck, geboren 1975, lernte Klavier und studierte Literatur. Nach diversen Film- und Theaterjobs arbeitet sie heute als Autorin und Übersetzerin. Für ihre Romane und Kurzgeschichten wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Friedrich-Glauser-Preis.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 17.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87542-2
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,1/14,4/3,3 cm
Gewicht 520 g
Originaltitel Normal People
Übersetzer Zoë Beck
Verkaufsrang 236

Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Rostock

Nach über einem Jahr endlich auch in deutscher Übersetzung: Ein Buch über Freundschaft und das "Erwachsenwerden", über Liebe und Sex, ohne dabei in das Kitschige zu verfallen. Kurzweiliges Lesevergnügen für "Normale Menschen", für alle.

Eric Rupprecht, Thalia-Buchhandlung Berlin

Sally Rooney, mit ihrem Debütroman "Gespräche mit Freunden" direkt ganz oben in den Bestsellerlisten, kann auch in ihrem neuen Roman mit ihrem Stil punkten und schreibt wunderbar spannende Geschichte wie aus dem Leben gegriffen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
34 Bewertungen
Übersicht
20
9
1
2
2

Zwei junge Menschen und ihr ganz eigenes Miteinandersein
von einer Kundin/einem Kunden am 28.09.2020

Marianne und Connell gehen auf dieselbe Schule und haben eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Denn unterschiedlicher kann man kaum sein. Marianne kommt aus einem reichen Elternhaus, ist aber ist der Schule eine absolute, zwar sehr kluge, aber eben Außenseiterin. Connell, ebenfalls einer der besten in seiner Klasse, d... Marianne und Connell gehen auf dieselbe Schule und haben eigentlich überhaupt nichts miteinander zu tun. Denn unterschiedlicher kann man kaum sein. Marianne kommt aus einem reichen Elternhaus, ist aber ist der Schule eine absolute, zwar sehr kluge, aber eben Außenseiterin. Connell, ebenfalls einer der besten in seiner Klasse, dagegen ist ein Sportcreak und auch sonst sehr beliebt, kommt aber aus, man kann schon sagen, sehr bescheidenen Verhältnissen. Seine Mutter putzt bei Mariannes Familie. Ab und zu reden sie miteinander, wenn Connell seine Mutter von der Arbeit abholt, aber sonst gehen sie sich ziemlich bewusst aus dem Weg, vielleicht auch, weil beide fühlen, da ist etwas zwischen uns, das kann man sich nicht erklären. Später beim Studium stoßen die beiden dann wieder aufeinander und die Beziehung, die sie letztendlich doch miteinander eingehen, ist 'bemerkenswert'. Da ist Nähe und Entfremdung, miteinander leben und sich aneinander abarbeiten, Sex, Emazipation, Zurückstecken und vielleicht auch Liebe, aber das wüssten die beiden wahrscheinlich nicht einmal selbst zu beantworten. Diese Beziehung begleitet sie, auf ihrem Weg zum Erwachsen werden und zum 'sich selbst sein' auch, was ja nicht unbedingt miteinander einher geht. Es ist nicht die Geschichte an sich, die die Faszination dieses Buches ausmacht und es ist wirklich eine Faszination. Es ist das, was die Autorin daraus macht, diese Intensität, diese Echtheit und diese ganz eigene Weise, eine Situation und dieses Buch besteht eigentlich aus einer fortlaufenden Aneinanderreihung von Situationen, zu schildern, zu beleuchten, uns Lesern nahe zu bringen. Für mich war 'Normale Menschen' ein absolut gelungenes außergewöhnliches Buch, das mich von der ersten Seite an hineingezogen hat in Marianne + Connell. Anders geschrieben würde man es vielleicht irgendwann leid werden, diesem Ja-Nein-Paar beim Leben zuzusehen, aber hier ist es einfach großartig. Und ich weiß schon jetzt, die nächste Geschichte, bei der Sallly Rooney darübersteht, wird sofort bei mir landen und ich werde sie verschlingen.

Sensationell modern und mutig: Hoffentlich bald Schullektüre
von Constanze Pachner aus Viernheim am 27.09.2020

"Ein zukünftiger Klassiker", ' Das literarische Phänomen des Jahrzehnts", sagt The Guardian. Wie treffend dies doch klingt. Ich bin durch diese Geschichte gerast wie auf einer Wasserrutsche. Es erzählt von zwei jungen Erwachsenen, die nicht unbedingt in ein Gefüge passen und dieses auf ihre individuelle Art, über viele Umwege... "Ein zukünftiger Klassiker", ' Das literarische Phänomen des Jahrzehnts", sagt The Guardian. Wie treffend dies doch klingt. Ich bin durch diese Geschichte gerast wie auf einer Wasserrutsche. Es erzählt von zwei jungen Erwachsenen, die nicht unbedingt in ein Gefüge passen und dieses auf ihre individuelle Art, über viele Umwege erkennen sowie akzeptieren lernen. Dass sie beide sich hierfür brauchen, um endlich frei von Zweifeln zu sein, wissen sie lange nicht. Dieses Buch passt so in unsere Zeit, wie ein Deckel auf einen Topf. Es nimmt mutig kein Blatt vor den Mund, nimmt das Innenleben junger Erwachsener ernst und verdichtet, wie konfus die Welt wird, wenn man versucht sich zu ändern. Ob es gelingt, bleibt da hingestellt. Sicher bleibt für mich, dass Sally Rooney hier etwas 'Neues' geschaffen hat, welches meiner Meinung nach in die Schullektüre werden könnte. Das Thema in seiner Umsetzung ist so unglaublich modern, tiefsinnig und lehrreich, wie ebenso die Sprachkunst. Berauscht war ich von der Art, wie die wörtliche Rede ohne Satzzeichen in den Fließtext eingebaut ist. Es lässt den Leser noch tiefer in den Text sinken, um die feinen unterschiedlichen Nuancen der Sprechakte wahrnehmen zu können. Ich bin gespannt, was mit diesem Werk noch geschieht!

Zwischenmenschliches
von einer Kundin/einem Kunden am 05.09.2020

Es geht um Liebe, Hass, Sehnsucht, Isolation, Wahn und Freundschaft: In Sally Rooneys herausragendem zweiten Roman wird gelebt bis das Herz bricht und wieder zu schlagen beginnt. Über den Verlauf von vier Jahren, zwischen dem Ende von High School und College, schildert sie das außergewöhnliche Miteinander von Marianne und Conne... Es geht um Liebe, Hass, Sehnsucht, Isolation, Wahn und Freundschaft: In Sally Rooneys herausragendem zweiten Roman wird gelebt bis das Herz bricht und wieder zu schlagen beginnt. Über den Verlauf von vier Jahren, zwischen dem Ende von High School und College, schildert sie das außergewöhnliche Miteinander von Marianne und Connell. Kein Liebesroman im klassischen Sinne, vielmehr ein psychologisches Drama im Rahmen einer jahrelangen On-Off-Beziehung. Gegensätze und Gemeinsamkeiten halten sich bei ihnen die Waage: Seine Mutter ist die Putzfrau ihrer Familie, beide sind gleichermaßen hoch intelligent und sensibel, doch während Connell auf Grund seines sportlichen Talents und guten Aussehens überall beliebt und angesehen ist, fühlen sich Mariannes MitschülerInnen von ihr ständig ungewollt provoziert und machen sie zur vollkommenen Außenseiterin – wären da nicht die wenigen und daher umso wertvolleren Begegnungen mit Connell im Haus ihrer Eltern. Beide werden im Verlauf der folgenden Jahre Glück und Schmerz, Depression und Momente des Aufgehobenseins erfahren. Auch wenn mitunter mehrere Monate vergehen, in denen sie getrennt voneinander sind oder auch Beziehungen mit anderen Menschen eingehen, kreisen sie wie Erde und Mond untrennbar umeinander, kommen sich näher, entfernen sich. Die gefeierte irische Jungautorin gibt dem Roman von Beginn an einen heutzutage in der Literatur höchst selten gewordenen Ton: Sie erzählt im Präsens. Das mag im ersten Moment wenig spektakulär klingen, doch verleiht es der Erzählung einen unglaublichen Sog und eine besondere Unmittelbar- und Eindringlichkeit. Dieser Eindruck wird noch mehr verstärkt, da sie sich auf den knapp 300 Seiten vollkommen auf ihre ProtagonistInnen fokussiert. Manche Menschen begleiten sie auf ihrem Weg, tauchen hier und da vielleicht sogar wiederholt auf, doch stets bleibt die innere Entwicklung von Marianne und Connell im Mittelpunkt. Ein eindrücklicher und zutiefst emotionaler Roman ohne Klischees und Plattitüden: So kann ein moderner Liebesroman im 21. Jahrhundert klingen.


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