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PS: Es gibt Lieblingseis

Luzie Loda

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Beschreibung

Der sechsjährige Bella wird eingeschult. Die Vorfreude ist groß. Doch der Anfang gestaltet sich schwieriger als gedacht...
Eine Geschichte für Kinder, die sich mit Intergeschlechtlichkeit beschäftigt.

Luzie Loda studierte in Potsdam Kulturarbeit sowie Europäische Medienwissenschaft und war für ein akademisches Auslandsjahr an der University of Fine Arts in Poznań. Sie spezialisierte sich auf die Bereiche Kunst- und Kulturvermittlung für eine junge Zielgruppe und arbeitete auch schon während ihres Studiums für unterschiedliche
Auftraggeber*innen (z.B. Jugendmuseum Schöneberg, FEZ-Berlin, Internationales Festival zur illustrierten Kinder- und Jugendbuchliteratur „Das Düstere und das Heitere“ in Müncheberg). Mit "PS: Es gibt Lieblingseis" (2018) veröffentlicht sie ihr erstes Kinderbuch..
Menschenrechtlerin, Intersexuelle Menschen e. V.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 44
Altersempfehlung 4 - 7 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 24.05.2018
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-944442-46-4
Reihe Ruby & Morticia
Verlag Marta Press UG (haftungsbeschränkt)
Maße (L/B/H) 21,6/21,5/0,7 cm
Gewicht 294 g
Auflage 2
Verkaufsrang 104287

Kundenbewertungen

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Schöne Ansätze & hilfreiche Impulse
von Lia48 am 13.09.2020

INHALT: Der 6-jährige Bella ist aufgeregt, sein erster Schultag steht bevor! Zum Glück war er schon am Schnuppertag hier und hat sich mit Alex angefreundet, der nun auch in seiner Klasse ist. Doch für Bella ist es am Anfang trotzdem nicht einfach. Es kann schwierig sein, wenn Menschen nur in nur zwei Gruppen eingeteilt werden,... INHALT: Der 6-jährige Bella ist aufgeregt, sein erster Schultag steht bevor! Zum Glück war er schon am Schnuppertag hier und hat sich mit Alex angefreundet, der nun auch in seiner Klasse ist. Doch für Bella ist es am Anfang trotzdem nicht einfach. Es kann schwierig sein, wenn Menschen nur in nur zwei Gruppen eingeteilt werden, wie groß & klein oder männlich & weiblich. Bella ist intergeschlechtlich… INFO: Intergeschlechtliche Menschen weisen Merkmale des weiblichen und des männlichen Geschlechts auf und sind rein biologisch weder Mann noch Frau. Bei manchen von ihnen stellt sich erst in der Pubertät oder noch später heraus, dass sie intergeschlechtlich sind. Der Begriff „Intersexuell“ wird von den Betroffenen meist abgelehnt, da es sich um ein rein medizinisches Wort handelt. Sie bevorzugen eher „intergeschlechtlich oder „inter*“. MEINUNG ZUM BUCH: Intergeschlechtlichkeit ist sicherlich kein einfaches Thema für ein Kinderbuch. Und dennoch bin ich ein Freund davon, für alle schwierigen Themen Kinderbücher zur Hand zu haben, um Kindern etwas auf einfühlsame Art und Weise nahezubringen. Die Motivation hinter dem Buch, Kindern zu erklären, dass es nicht nur Mädchen & Jungen gibt, finde ich gut. Anschaulich wird dargestellt, mit welchen Schwierigkeiten Bella zu kämpfen hat: Er muss sich in der Schule plötzlich zwischen Jungen- und Mädchentoilette entscheiden – auf der Jungentoilette wird er jedoch nicht gerne gesehen. Im Sport soll es zwei Gruppen geben: Mädchen und Jungen. Doch die Klasse protestiert. Den Ansatz, wie den Kindern schließlich nahegebracht wird, dass es nicht immer nur entweder oder gibt, hat mir äußerst gut gefallen. Die Kinder sollen sich dafür in jeweils zwei Gruppen aufstellen: Haben sie glatte Haare oder Locken? Sind sie groß oder klein? Ist ihr Lieblingseis Erdbeer oder Schokolade? Es gibt kein Richtig oder Falsch. Und manchmal hat oder mag man etwas von mehreren Möglichkeiten. Ein schöner Vergleich! Der Altersempfehlung vom Verlag kann ich mich hier leider nicht anschließen. Statt ab 3 Jahren würde ich das Buch eher ab einem Alter von 6 Jahren einsetzen. Denn für jüngere Kinder würde ich das Thema noch weiter herunterbrechen. Hinten im Buch gibt es von der Bildungsinitiative Queerformat (Beratung zu geschlechtlicher und sexueller Vielfalt) einige Anregungen, wie man mit Kindern über das Buch und über Intergeschlechtlichkeit sprechen kann. An sich finde ich die gut, man kann sicherlich die ein oder anderen Impulse aufgreifen, um sich weiter damit auseinanderzusetzen. Die dortige Erklärung von Intergeschlechtlichkeit jedoch, mit angeblich einfachen Worten für Kinder, finde ich leider nicht kindgerecht, sondern mehr für Erwachsene formuliert. Die Illustrationen sind sicherlich Geschmacksache. Mir gefällt der Zeichenstil zwar nicht so gut, doch durch die klaren, weniger detailreichen Grafiken, konzentriert man sich mehr auf den Inhalt der Geschichte und wird nicht durch Bilder abgelenkt. Während einem Kennenlernspiel in der Schule erwähnt Bella, dass er kein Mädchen ist. Die Lehrerin geht darauf ein und sagt der Klasse, dass Bella intergeschlechtlich ist. Bella erklärt dies dann. Die Reaktion der Lehrerin war sehr direkt und hätte meiner Meinung nach auch nach hinten losgehen können, indem Bella sich vielleicht hätte bloßgestellt fühlen können. Das hat mir hier nicht so gut gefallen. Sonst hat das Buch gute Ansätze. FAZIT: Das Buch hat schöne Ansätze und enthält hilfreiche Impulse um mit Kindern ab ca. 6 Jahren über Intergeschlechtlichkeit ins Gespräch zu kommen. Von mir gibt es 3,5/5 Sterne.


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