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Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Georg Friedrich Wilhelm Hegel wird 1770 in Stuttgart geboren. Die Tübinger Studienzeit erlebt er mit Hölderlin und Schelling zusammen als Stipendiat im Evangelischen Stift. Nach kurzer Hauslehrerzeit habilitiert sich Hegel 1801 in Jena und erhält dort auf Vermittlung Goethes 1805 eine Professur. Es folgen Stationen in Nürnberg als Rektor des Aegidiengymnasiums und ein Ruf an die Universität Heidelberg. Ab 1818 wirkt er dann als Nachfolger Fichtes an der Universität Berlin. Die hegelsche Philosophie gilt in ihrer umfassenden und einheitlichen Systematik als Vollendung des deutschen Idealismus. Hegel stirbt 1831 in Berlin vermutlich an einer Magenkrankheit..
Martin Walter studierte Mathematik und Philosophie. Zu Hegel verfasste er mehrere Aufsätze, u. a. in den Hegel-Studien 53/54 (2020) zur Metapher der »Eule der Minerva« in den »Grundlinien der Philosophie des Rechts«..
Georg Lasson (* 13. Juli 1862 in Berlin; † 2. Dezember 1932 in Berlin) war ein deutscher evangelischer Theologe und Philosoph. Lasson, der Sohn des Philosophen Adolf Lasson, arbeitete nach dem Studium der Evangelischen Theologie und Philosophie als Hilfsprediger in Potsdam und als Pfarrer in Friedersdorf bei Storkow. Von 1902 bis 1927 war er Pfarrer an der Bartholomäuskirche in Berlin-Friedrichshain. 1926 bis 1929 war er Vorsitzender des Reichsverbands für Kindergottesdienst und Sonntagsschule.

Lasson veröffentlichte einige einzelne Predigten, war aber vor allem neben seiner pfarramtlichen Arbeit auch wissenschaftlich tätig. Nach einigen Veröffentlichungen zur Systematischen Theologie und zur neueren Kirchengeschichte beschäftigte er sich ab 1902 intensiv mit der Philosophie, insbesondere der Philosophie Georg Wilhelm Friedrich Hegels. Er veröffentlichte mehrere Monographien zu philosophischen Themen sowie zum Verhältnis von Theologie und Philosophie und gab die erste kritische Ausgabe der Werke Hegels heraus.

Dissertatio philosophica de orbitis planetarum. Philosophische Dissertation über die Planetenbahnen von Georg Wilhelm Friedrich Hegel

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Dissertatio philosophica de orbitis planetarum. Philosophische Dissertation über die Planetenbahnen
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In seiner zur Erlangung der Lehrbefugnis in Jena angefertigten und 1801 veröffentlichten Habilitationsschrift diskutiert Hegel den Anspruch, die Bewegungsgesetzmäßigkeiten der Himmelskörper im Sonnensystem mit mathematischen Methoden zu beschreiben. Mit dieser Themenwahl knüpft er an Schellings Naturphilosophie an. Der erste Abschnitt enthält eine scharfe Kritik des mathematisch-mechanischen Ansatzes Newtons, im zweiten beschäftigt er sich ausführlich mit einer eigenen, philosophischen Konstruktion der Planetenbewegung.
Der letzte und kürzeste Abschnitt ist es, der in der Folgezeit und bis in die Gegenwart »in einer konfusen Mischung aus Ressentiment und Ignoranz« (W. Jaeschke) zu heftiger Abwehr geführt hat. Hegel geht auf die um 1800 brandaktuelle Debatte um die Planetenanzahl ein, indem er selbst eine Hypothese zur Berechnung der Planetenbahnabstände auf Grundlage eines platonischen Zahlenverhältnisses aufstellt.
Die klassische Übersetzung des lateinischen Textes und der zwölf Thesen durch Georg Lasson wird ergänzt durch die erstmalige Übersetzung des Entwurfs zur Disputation.

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