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Profilbild von Christian Simon Christian Simon Buchhandlung: Mayersche Trier
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Meine letzte Rezension Eine Frau und ein Mann von Niklas Maak
Niklas Maak und Leanne Shapton fahren durch Montana in den USA, auf den Spuren der Stephen-King-Verfilmung "The Shining". Sie erreichen ein Reservat, in dem Native Americans gemeinsam mit Amish People leben. Sie erzählen von gemeinsamer Geschichte, Konflikten, unterschiedlichen Perspektiven auf Land, Leben, Gesellschaft - und davon, dass sie alle, jeder auf seine Weise, außerhalb der US-Mehrheitsgesellschaft stehen. In einem kleinen Ort, neben Geschäften und geparkten Pferdekutschen, finden sie schließlich einen Skatepark, der ausschließlich von Kindern der Bitterroot Salish genutzt wird, nicht von den Kindern der Amish. Es sind Beschreibungen und Beobachtungen wie diese, die "Eine Frau und ein Mann" so lesenswert machen. Doch was das alles mit "Shining", Road Trips, einer reichen Hotelerbin und eintausend Buddha-Statuen zu tun hat, ist das Geheimnis dieses wunderbaren Buchs. Die Texte sind von Niklas Maak, die Illustrationen/Aquarelle wurden von Leanne Shapton auf gemeinsamen Fahrten zu berühmten Filmschauplätzen in Europa und den USA gemalt. Ich empfehle dieses Buch allen, die literarische Inspiration abseits von Romanen schätzen und gerne schön gestaltete Bücher in den Händen halten.
ab 26,00 €
Eine Frau und ein Mann
4/5
4/5

Eine Frau und ein Mann

Niklas Maak und Leanne Shapton fahren durch Montana in den USA, auf den Spuren der Stephen-King-Verfilmung "The Shining". Sie erreichen ein Reservat, in dem Native Americans gemeinsam mit Amish People leben. Sie erzählen von gemeinsamer Geschichte, Konflikten, unterschiedlichen Perspektiven auf Land, Leben, Gesellschaft - und davon, dass sie alle, jeder auf seine Weise, außerhalb der US-Mehrheitsgesellschaft stehen. In einem kleinen Ort, neben Geschäften und geparkten Pferdekutschen, finden sie schließlich einen Skatepark, der ausschließlich von Kindern der Bitterroot Salish genutzt wird, nicht von den Kindern der Amish. Es sind Beschreibungen und Beobachtungen wie diese, die "Eine Frau und ein Mann" so lesenswert machen. Doch was das alles mit "Shining", Road Trips, einer reichen Hotelerbin und eintausend Buddha-Statuen zu tun hat, ist das Geheimnis dieses wunderbaren Buchs. Die Texte sind von Niklas Maak, die Illustrationen/Aquarelle wurden von Leanne Shapton auf gemeinsamen Fahrten zu berühmten Filmschauplätzen in Europa und den USA gemalt. Ich empfehle dieses Buch allen, die literarische Inspiration abseits von Romanen schätzen und gerne schön gestaltete Bücher in den Händen halten.

Christian Simon
  • Christian Simon
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Eine Frau und ein Mann von Niklas Maak

Meine Lieblingswerke

  • Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan
    5/5

    Kleine Dinge wie diese

    Stille Sätze, einzigartige Stimmung. Nur hundert Seiten, die so viel wiegen wie vierhundert. Als hätte Claire Keegan diese Erzählung aus einem Stein geschlagen. Obendrein erschienen als wunderschönes, hochwertiges Hardcover bei Steidl. So muss Literatur sein!

    Christian Simon
    • Christian Simon
    • Buchhändler/-in Mayersche Trier

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    Kleine Dinge wie diese von Claire Keegan
  • Die Postkarte von Anne Berest
    5/5

    Die Postkarte

    Anne Berest nähert sich in „Die Postkarte“ der eigenen Familiengeschichte über unterschiedliche Wege und Personen, sie thematisiert dabei das jüdische Leben im Frankreich der Gegenwart und während der Besatzungszeit im Zweiten Weltkrieg. „Die Postkarte“ beginnt in Russland, bei Anne Berests Urgroßeltern, die als Juden und ehemalige Revolutionäre das Land verlassen. Die Ziele der Familie liegen überall in Europa sowie in Palästina, das von Familienoberhaupt Nachman als sicherstes Fluchtziel gesehen wird - auch wenn die Arbeit auf der Farm wenig mit den bisherigen Karrieren der Familie gemein hat. Ihr Weg führt sie nach Riga, später nach Paris. Mit der deutschen Besatzung 1940 werden sämtliche Familienmitglieder Anne Berests interniert und später nach Auschwitz deportiert. Nur ihre Großmutter Myriam überlebt, kämpft erst in der Résistance und später für die rechtliche Anerkennung der Toten ihrer Familie als Opfer der Nationalsozialisten. Anne Berest hat mit „Die Postkarte“ einen außerordentlichen Roman geschrieben, der jüdische Familiengeschichte erzählt und politische Leerstellen füllt - die Rolle der Behörden während der Besatzungszeit, der Geschichte der Rückkehrenden aus den Lagern - und der letztlich am Innersten unser europäischen Geschichte rührt.

    Christian Simon
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    • Buchhändler/-in Mayersche Trier

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    Die Postkarte von Anne Berest
  • Dschinns von Fatma Aydemir
    5/5

    Dschinns

    Fatma Aydemir ist für mich eine der talentiertesten Erzählerinnen in Deutschland. Beeindruckend, wie literarisch mühelos sie diesen Jahrzehnte umfassenden Familienroman aussehen lässt. Vor allem emotional hat mich das gekriegt. Tolle Figuren, interessante Perspektiven, kritische Themen - "Dschinns" ist einer der besten Romane in diesem Jahr!

    Christian Simon
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    Dschinns von Fatma Aydemir
  • Die Nacht unterm Schnee von Ralf Rothmann
    5/5

    Die Nacht unterm Schnee

    Ralf Rothmann ist ein außergewöhnlicher Erzähler - und "Die Nacht unterm Schnee" ein ausgesprochen eindrucksvoller Roman. In feinen Beobachtungen und poetischer Sprache - die mal sehr persönlich und mal distanziert, schonungslos ist - entwickelt Rothmann komplexe Figuren, skizziert ihre Lebenswege vom Land in Schleswig bis ins Ruhrgebiet. In all seinen Figuren lebt die Vergangenheit fort - Krieg, Flucht, Gewalt - und sie wird an die kommende Generation weitergeben, bewusst oder unbewusst. "Die Nacht unterm Schnee" ist der Abschluss einer Trilogie, doch muss man "Im Frühling sterben" (2015) und "Der Gott jenes Sommers" (2018) nicht vorher gelesen haben. Für mich einer der besten Romane im kommenden Herbst. Große Literatur, emotional bewegend, sprachlich wunderschön zu lesen und gleichzeitig erschreckend, das Erzählte nachzuempfinden.

    Christian Simon
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    Die Nacht unterm Schnee von Ralf Rothmann
  • Durch das große Feuer von Alice Winn
    5/5

    Durch das große Feuer

    In „Durch das große Feuer“ steckt so viel gesellschaftliche Dramatik, soziale Ungerechtigkeit, so viel ausgesprochener wie still erduldeter Konflikt und so viel Reflexion über Literatur und Lyrik, es hätte für drei Romane gereicht. Alice Winn versucht sich in ihrem Debüt am erzählerischen Kunststück, all dies zu einer herzzerreißenden, fast schmökerhaften Spannungserzählung zusammenzuführen. Die zwischenmenschliche Dynamik in englischen Elite-Internaten, die gesellschaftliche Tabuisierung von Homosexualität, die Auswirkungen eines fest verwurzelten Klassensystems und allen voran der grausame Stellungskampf im Ersten Weltkrieg, im „Niemandsland“ - geschildert in schonungsloser Deutlichkeit, die die Brutalität und umfassende menschliche Verrohung möglichst realitätsnah wiederzugeben sucht. „Durch das große Feuer“ ist im besten Sinne auf konventionelle und eingängige Art erzählt. Alice Winn schafft eine mitreißende, spannende, in Momenten sogar sehr unterhaltsame Geschichte, die mich auch formal begeistert hat. Die Briefe, die Rolle der Schülerzeitung, gut fünfhundert Seiten, pageturnend zu lesen, über eine verlorene, verschwendete, weggeworfene Generation junger Männer; über verlorene Hoffnung, verlorenen Sinn, über das Ausgeliefertsein an die Gewalt des modernen Krieges. Und über das, was diese jungen Menschen dennoch weitermachen lässt. Absolutes Highlight in diesem Frühjahr!

    Christian Simon
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    • Buchhändler/-in Mayersche Trier

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    Durch das große Feuer von Alice Winn

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