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Linnéa Weiß Buchhandlung: Thalia Neuss – Rheinpark - Center Neuss
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Meine letzte Rezension Das können wir uns nicht leisten von Miriam Davoudvandi
Miriam Davoudvandi bringt uns mit ihrem Erfahrungsbericht ein Thema näher, das laut Statistik über 13 Millionen Menschen in Deutschland betrifft: ein Leben, dass von Armut bedroht ist. Davoudvandi erzählt über eine Kindheit und Jugend auf kleinstem Raum, voller Einschränkungen, Scham und Vorurteile. Sie legt dar, wie behaftet das Thema Armut weiterhin ist, dass Armut niemals eine Entscheidung ist (wie es so gern von Menschen mit mehr Mitteln behauptet wird) und wie das System, in dem wir leben, kaum Möglichkeiten bietet armutsgefährdeten Menschen aus der Armut rauszuhelfen. Die Autorin geht außerdem darauf ein, wie weitreichend Armut ist, wie sie sich auf Psyche und Gesundheit auswirkt, wie sie Kindheit und Jugendliche prägt, wie sie ausgrenzt und Angst schürt und jeden Aspekt des Lebens vereinnahmt.  Ein Buch, das unbedingt von allen gelesen werden sollte, insbesondere von denjenigen, die politisch in unserem Sozialstaat etwas bewirken könnten.
ab 18,00 €
Produktbild Das können wir uns nicht leisten
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Das können wir uns nicht leisten

Miriam Davoudvandi bringt uns mit ihrem Erfahrungsbericht ein Thema näher, das laut Statistik über 13 Millionen Menschen in Deutschland betrifft: ein Leben, dass von Armut bedroht ist. Davoudvandi erzählt über eine Kindheit und Jugend auf kleinstem Raum, voller Einschränkungen, Scham und Vorurteile. Sie legt dar, wie behaftet das Thema Armut weiterhin ist, dass Armut niemals eine Entscheidung ist (wie es so gern von Menschen mit mehr Mitteln behauptet wird) und wie das System, in dem wir leben, kaum Möglichkeiten bietet armutsgefährdeten Menschen aus der Armut rauszuhelfen. Die Autorin geht außerdem darauf ein, wie weitreichend Armut ist, wie sie sich auf Psyche und Gesundheit auswirkt, wie sie Kindheit und Jugendliche prägt, wie sie ausgrenzt und Angst schürt und jeden Aspekt des Lebens vereinnahmt.  Ein Buch, das unbedingt von allen gelesen werden sollte, insbesondere von denjenigen, die politisch in unserem Sozialstaat etwas bewirken könnten.

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Ich, die ich Männer nicht kannte
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    5/5

    Ich, die ich Männer nicht kannte

    Obwohl Jaqueline Harpmans Roman schon einige Jahrzehnte alt ist, hat er mich aus den Socken gehauen und bewiesen, dass die These dahinter nicht an Bedeutung verloren hat. "Ich, die ich Männer nicht kannte" hat mich tief beeindruckt und gleichzeitig verstört wie kaum ein anderes Buch, das ich je gelesen habe. Beim Lesen wächst innerlich eine leise, aber unerbittliche Beklemmung, die sich kaum abschütteln lässt. Was diesen Roman für mich und viele andere so besonders macht, ist für sein philosophischer Ansatz und seine radikale Endgültigkeit. Harpman nimmt ihren Protagonistinnen alles, was dem Leben normalerweise Sinn und Halt gibt. Erinnerungen, Beziehung, Bedeutung, all das scheint in der leeren Welt der Frauen ausgelöscht, oder nicht mehr wichtig. Es existiert kein tröstliches Ereignis, keine Antworten auf die großen Fragen der Frauen, wir als Leser wissen ebenso wenig und suchen verzweifelt auf jeder Seite mit ihnen. Zurück bleibt am Ende eine fast greifbare Leere, die beinahe körperlich wehtut. Harpman hinterfragt was uns Menschen ausmacht, was wir neben Nahrung brauchen, um uns menschlich zu fühlen. Die enorme Kraft hinter dieser kurzen, aber überwältigenden Lektüre hat mich wirklich sprachlos gemacht. Kein leichtes Buch, aber eines, das ich für seine Wucht und Ehrlichkeit unbedingt weiterempfehle und mich sehr lange nicht mehr loslassen wird.

  • Produktbild Das können wir uns nicht leisten
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    5/5

    Das können wir uns nicht leisten

    Miriam Davoudvandi bringt uns mit ihrem Erfahrungsbericht ein Thema näher, das laut Statistik über 13 Millionen Menschen in Deutschland betrifft: ein Leben, dass von Armut bedroht ist. Davoudvandi erzählt über eine Kindheit und Jugend auf kleinstem Raum, voller Einschränkungen, Scham und Vorurteile. Sie legt dar, wie behaftet das Thema Armut weiterhin ist, dass Armut niemals eine Entscheidung ist (wie es so gern von Menschen mit mehr Mitteln behauptet wird) und wie das System, in dem wir leben, kaum Möglichkeiten bietet armutsgefährdeten Menschen aus der Armut rauszuhelfen. Die Autorin geht außerdem darauf ein, wie weitreichend Armut ist, wie sie sich auf Psyche und Gesundheit auswirkt, wie sie Kindheit und Jugendliche prägt, wie sie ausgrenzt und Angst schürt und jeden Aspekt des Lebens vereinnahmt.  Ein Buch, das unbedingt von allen gelesen werden sollte, insbesondere von denjenigen, die politisch in unserem Sozialstaat etwas bewirken könnten.

  • Produktbild Missing Page - Tödliche Worte
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    5/5

    Missing Page - Tödliche Worte

    "Missing Page" hat mich von der ersten bis zur letzten Seite einfach nur umgehauen. Die Geschichte von Krimi-Genie Katie Kento hat mit jedem Kapitel mehr Spannung kreiert, mich nachts wachgehalten und mich - auch wenn ich natürlich nicht auf das richtige Ergebnis gekommen bin - mit Antonia gemeinsam ermitteln lassen. Dabei erinnert der Fall rund um das schottische Herrenhaus, dem kleinen Kreis an Verdächtigen und der Kombinationsgabe von Toni an die klassischen Detektivromane à la Sherlock Holmes und Hercule Poirot und zollt jenen Klassikern Respekt, ohne albern oder nachahmend zu wirken. Mord vermischt sich auf den Seiten mit einem Cold Case, Toni selbst wird immer wieder von ihrer Vergangenheit und den Verlust ihrer Mutter eingeholt, das von der Außenwelt abgeschottete Herrenhaus mutiert immer mehr zum Spukhaus. Gleichzeitig zeigt uns die Autorin durch den Schreibwettbewerb immer wieder ihre Liebe für das Schreiben und die Liebe zu Geschichten. Definitiv ein fantastischer Young Adult Krimi, der sich durchaus als würdig für Krimifans jeder Altersklassen erweist.

  • Produktbild The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
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    5/5

    The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe

    Ich lese wirklich selten Bücher mehr als einmal, aber "Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe" kann ich gar nicht oft genug lesen und empfehlen. Ali Hazelwoods Geschichte sprüht auf jeder Seite nur so vor Humor, Leichtigkeit und Charme - so gut wie jedes Kapitel zaubert einem direkt ein kleines Schmunzeln aufs Gesicht. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass man natürlich irgendwie weiß wie die "vorgetäuschte" Liebesgeschichte zwischen Olive und Adam ausgeht. Allein die Ausgangssituation der Handlung ist so sympathisch und chaotisch süß, dass man den Rest der Geschichte einfach aufsaugen will. Von all ihren Büchern (und sie sind wirklich alle wieder aufs Neue gut) ist und bleibt dies definitiv mein liebstes Hazelwood Buch. Ganz klare Leseempfehlung!

    • The Love Hypothesis – Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe
    • Ali Hazelwood
    • ab 12,00 €
  • Produktbild Wie kann sie nur?
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    5/5

    Wie kann sie nur?

    Sophie Passmann trifft mit ihrem neuen Buch definitiv einen Nerv: klug, bissig, selbstkritisch und total nahbar zerlegt sie aktuelle Social-Media-Dynamiken und Trends und hinterfragt popkulturelle Phänomene, die vor allem durch das Internet (wieder) aufgekommen sind. Zwischen Trends, Likes und Shitstorm geht sie darauf ein, wie vor allem Frauen ihren Wert durch ebendiese bestimmen, sich gegenseitig kritisieren, oder neue Idole bestimmen. Immer wieder habe ich mich selbst wiedergefunden, ertappt gefühlt, manchmal erleichtert dadurch, dass ich nicht die einzige bin, die sich oft in der Scrollfalle gefangen sieht. Mit Witz und Schärfe regt sie dazu an den eigenen Konsum - ob digital, oder physisch - zu hinterfragen. Ich bin nicht nur begeistert von "Wie kann sie nur?", ich bin "obsessed"...

  • Produktbild Sag, die blauen Flecke kommen vom Spielen
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    5/5

    Sag, die blauen Flecke kommen vom Spielen

    Dieser ehrliche, harte und authentische Bericht hat mich immer wieder zu Tränen gerührt und tief in mir etwas bewegt. Betty Taube erzählt über eine von Alkoholismus und Gewalt geprägte Kindheit und die Folgen, die sie dadurch erleben und durchleiden musste. Anstatt zu beschuldigen und anzuprangern schreibt sie schonungslos ehrlich, aber auch emphatisch und reflektiert über ihre Kindheit und Jugend als „Coa“ (Abkürzung für „Children of addicts“). Für viele Betroffene ganz sicher ein wichtiges Buch, um sich in Erlebnissen wiederzufinden und sich nicht allein zu fühlen. Besonders die hilfreichen Kapitel am Ende führen vor Augen, was Betroffene machen können, um sich Hilfe zu suchen und welche Baustellen es bezüglich des Themas Abhängigkeit in Deutschland immer noch gibt. Betty gibt einem immer noch schambehafteten Thema eine Plattform, enttabuisiert und klärt auf. Ein ganz großes Dankeschön an Betty, für deine Aufklärungsarbeit, deinen Mut und deine Bereitschaft diese Erlebnisse mit uns und der Welt zu teilen.

  • Produktbild Pina fällt aus
    • Linnéa Weiß
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    5/5

    Pina fällt aus

    "Pina fällt aus" ist einer dieser Romane, der tief im Inneren etwas bewirkt und nach dem die Welt ein kleines Stückchen heller erscheint. Pina ist für Sohn Leo alles - sie ist sein Anker, seine Sonne, sie gibt ihm genau die Ruhe und Struktur, die er braucht. Als Pina wochenlang im Krankenhaus liegt muss Leo einen anderen Weg finden, um durch den Alltag zu kommen. Da treten seine drei Nachbar*innen in sein Leben und versuchen Leos Alltag ohne Pina so gut es geht aufrecht zu erhalten. Ich habe geweint, gelacht, die Augen verdreht, den Kopf geschüttelt und nachdenklich dagesessen. Pina, Leo und die schrullige, liebenswerte Hausgemeinschaft sind mir zum Ende hin so sehr ans Herz gewachsen, dass ich sie nicht gehen lassen wollte. Vera Zischke vermischt in ihrem Roman biographische Inhalte und ruft damit zu mehr Empathie und Verständnis auf, hilft Themen wie Autismus zu normalisieren und lässt uns an Leos einzigartigen Blick auf die Welt teilhaben. Und natürlich an seinem großen Traum Busfahrer zu werden. Ein großartiges und wundervolles Buch, dass wir alle unbedingt brauchen.

  • Produktbild Monstergott
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    5/5

    Monstergott

    In „Monstergott“ beleuchtet Autorin Caroline Schmitt erschreckend genau das Leben in einer Freikirche anhand des Geschwisterpaares Esther und Ben. Beide befinden sich, ohne es voneinander zu wissen, bereits zu Beginn des Buches in einer Art Glaubenskrise und hinterfragen immer stärker ihre Beziehung zu Gott und zum Glauben allgemein. Während es bei Ben um Schuldgefühle aufgrund seiner Sexualität geht, hadert Esther mit dem Frauenbild des Pastors und der Menschen um sie herum. Caroline Schmitt lässt ihre beiden Protagonist*innen anhand ihrer Zweifel immer mehr die Prinzipien der Kirche in Frage stellen und stellt überdeutlich die Gefahren für Psyche, Selbstwert und Gesundheit heraus, die die gefährlichen Wertvorstellungen einer solchen Gemeinschaft mit sich bringt. Besonders aktuell ein wichtiges Thema, da Freikirchen durch Social Media einen enormen Push erleben und jungen Leuten ihre teils sehr fragwürdigen Glaubensansätze ungefiltert im Netz nahelegen. Ein wichtiger Aufruf zum kritischen Hinterfragen was Religion und Glaube darf und welche Rolle die Kirche im eigenen Leben spielen sollte.

  • Produktbild Ava liebt noch
    • Linnéa Weiß
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    5/5

    Ava liebt noch

    Tiefer, ehrlicher und ungefilterter hätte diese Wucht eines Romans nicht sein können. „Ava liebt noch“ ist wie ein Befreiungsschlag, der so vielen Fragen nachgeht, die sich eine Mutter und Ehefrau laut einem großen Teil der Gesellschaft vermutlich gar nicht stellen darf: darf ich meine Entscheidungen hinterfragen und ein eigenes Leben haben? Oder stelle ich mich für immer hinten an? Haben meine Bedürfnisse überhaupt noch einen Wert, sind sie von Belang? In „Ava liebt noch“ geht Vera Zischke genau diesen Fragen nach und schreibt damit nieder, was oft gedacht und nicht ausgesprochen wurde. Mitten aus dem Leben, authentisch und sprachlich unfassbar gut geschrieben.

  • Produktbild Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
    • Linnéa Weiß
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    5/5

    Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an

    Noch nie hat mich ein Teil der Panem Reihe so sehr erschüttert, wie Suzanne Collins aktuellster Beitrag zum Land der Hungerspiele. Dieses Mal folgen wir einem jungen Haymitch, der als eines der 48 Tribute an der 50. Ausgabe der Spiele und somit dem zweiten Jubel-Jubiläum zum Teilnehmen gezwungen wird. Eingebettet ist Haymitchs Geschichte in eine tragisch-traurige Liebesgeschichte zwischen ihm und seiner liebenswürdigen, sanften Freundin, Leonore Dove. Wir folgen Haymitchs Erzählungen vom Tag der Ernte bis zu seiner Rückkehr nach Distrikt 12 und erfahren wie er der tragische, gebrochene Mentor wird, der Katniss und Peeta 24 Jahre später beistehen wird. Niemals war ein Teil der Reihe schmerzhafter, erschreckender und hoffnungsloser, als die Erzählung der 50. Hungerspiele. Niemals erfüllen Collins Worte einen mit mehr Wut über jedes Regime auf dieser und jeder fiktiven Welt, das mit Gewalt und Angst sein Volk unterdrückt und klein hält. Niemals schien ein Beitrag zu Panems Welt wichtiger und realer als heute. Die Macht von Manipulation, verdrehter Wahrheit und gelenkter Meinung war niemals so aktuell wie heute. Ich habe mich in so viele der jungen, von Angst und teils auch Hoffnung erfüllten Tribute verliebt, dass ich den Ablauf der Spiele kaum ausgehalten habe. Besonders die willensstarke Maysilee und das Schicksal der kleinen Louella, beziehungsweise Lou Lou, haben mich mehr mitgenommen als mir lieb war. Dennoch ist Collins Werk selbst so viele Jahre nach der Erschaffung von Panem so brillant und brisant wie eh und je. Eine erschreckende, ehrliche und traurige Parabel über die Dinge, zu denen Menschen auch heute fähig sind und in der Vergangenheit fähig waren.

    • Die Tribute von Panem L. Der Tag bricht an
    • Suzanne Collins
    • ab 26,00 €

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