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V. Teschner Buchhandlung: Thalia Coburg
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Meine letzte Rezension Das Reich der Verdammten von Jay Kristoff
* Zum Inhalt: In „Das Reich der Verdammten“, dem phänomenalen zweiten Band von Jay Kristoffs Dark-Fantasy-Saga, wird die epische und tragische Geschichte um Gabriel de León nahtlos fortgesetzt. Nach den verheerenden Ereignissen des ersten Teils ist die Welt Elidaen weiterhin im ewigen Halblicht gefangen, und der Niedergang der Menschheit scheint unaufhaltsam. Gabriel, der letzte Silberwächter und legendäre Vampirjäger, ist gebrochen, gefangen und gezwungen, seine Geschichte dem Chronisten der Vampire zu erzählen. Doch die Erzählung in der Gegenwart spiegelt den unerbittlichen Kampf der Vergangenheit wider: Gemeinsam mit der geheimnisvollen Celene und einem Netz aus wackeligen Allianzen muss Gabriel einen Weg finden, den Heiligen Gral zu schützen – die vermeintlich einzige Rettung gegen die Armee der Vampire. Kristoff spinnt hier ein dichtes Netz aus uralten Prophezeiungen, dem unbarmherzigen Krieg zwischen den verschiedenen Vampir-Blutlinien und Gabriels ganz persönlichem Rachefeldzug, der ihn an die dunkelsten Orte seiner eigenen Seele führt. *Meine Meinung: Ich bin absolut begeistert – Jay Kristoff hat mich mit dieser Fortsetzung wieder vollkommen in den Bann gezogen! Das Buch ist extrem fesselnd und spannend geschrieben; ich konnte es von der ersten Sekunde an kaum aus der Hand legen. Das düstere Dark-Fantasy-Setting ist voller Lügen, Intrigen, Schrecken und unvorhersehbarer Überraschungen. Die Sprache ist, wie man es von Kristoff gewohnt ist, derb und vulgär, was aber einfach perfekt zur rauen Atmosphäre und der Welt passt. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es eine explizite Darstellung von extremer Gewalt und Sexualität gibt, weshalb ich mich der 18+-Empfehlung definitiv anschließe. Besonders hervorheben möchte ich folgende Punkte: * Charaktere & Dynamik: Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wirken unglaublich glaubwürdig und echt. Man fühlt in jeder Szene richtig mit ihnen mit. * Erzählstil: Der Perspektivenwechsel zwischen Celene und Gabriel ist überhaupt nicht störend, sondern absolut geschickt und harmonisch in die Erzählung eingebettet. * Tolles Extra: Der Personenüberblick am Anfang ist extrem hilfreich, um nach der Pause wieder problemlos in die komplexe Erzählung hineinzufinden. Zudem erwecken die meisterhaften Illustrationen die Geschichte optisch zum Leben. * Ein großes Lob auch an das Hörbuch: Sprecher Robert Frank macht einen fantastischen Job! Er spricht die Geschichte so glaubwürdig, echt und emotional, dass man regelrecht im Geschehen versinkt. * Mein Fazit: Jay Kristoff bricht einem das Herz auf die schönste, düsterste Art und Weise Ein absolut packendes Jahreshighlight. Wer düstere Fantasy liebt, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Ganz klare 5 von 5 Sternen!
ab 28,00 €
Produktbild Das Reich der Verdammten
5/5
  • V. Teschner
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5/5

Das Reich der Verdammten

* Zum Inhalt: In „Das Reich der Verdammten“, dem phänomenalen zweiten Band von Jay Kristoffs Dark-Fantasy-Saga, wird die epische und tragische Geschichte um Gabriel de León nahtlos fortgesetzt. Nach den verheerenden Ereignissen des ersten Teils ist die Welt Elidaen weiterhin im ewigen Halblicht gefangen, und der Niedergang der Menschheit scheint unaufhaltsam. Gabriel, der letzte Silberwächter und legendäre Vampirjäger, ist gebrochen, gefangen und gezwungen, seine Geschichte dem Chronisten der Vampire zu erzählen. Doch die Erzählung in der Gegenwart spiegelt den unerbittlichen Kampf der Vergangenheit wider: Gemeinsam mit der geheimnisvollen Celene und einem Netz aus wackeligen Allianzen muss Gabriel einen Weg finden, den Heiligen Gral zu schützen – die vermeintlich einzige Rettung gegen die Armee der Vampire. Kristoff spinnt hier ein dichtes Netz aus uralten Prophezeiungen, dem unbarmherzigen Krieg zwischen den verschiedenen Vampir-Blutlinien und Gabriels ganz persönlichem Rachefeldzug, der ihn an die dunkelsten Orte seiner eigenen Seele führt. *Meine Meinung: Ich bin absolut begeistert – Jay Kristoff hat mich mit dieser Fortsetzung wieder vollkommen in den Bann gezogen! Das Buch ist extrem fesselnd und spannend geschrieben; ich konnte es von der ersten Sekunde an kaum aus der Hand legen. Das düstere Dark-Fantasy-Setting ist voller Lügen, Intrigen, Schrecken und unvorhersehbarer Überraschungen. Die Sprache ist, wie man es von Kristoff gewohnt ist, derb und vulgär, was aber einfach perfekt zur rauen Atmosphäre und der Welt passt. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es eine explizite Darstellung von extremer Gewalt und Sexualität gibt, weshalb ich mich der 18+-Empfehlung definitiv anschließe. Besonders hervorheben möchte ich folgende Punkte: * Charaktere & Dynamik: Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wirken unglaublich glaubwürdig und echt. Man fühlt in jeder Szene richtig mit ihnen mit. * Erzählstil: Der Perspektivenwechsel zwischen Celene und Gabriel ist überhaupt nicht störend, sondern absolut geschickt und harmonisch in die Erzählung eingebettet. * Tolles Extra: Der Personenüberblick am Anfang ist extrem hilfreich, um nach der Pause wieder problemlos in die komplexe Erzählung hineinzufinden. Zudem erwecken die meisterhaften Illustrationen die Geschichte optisch zum Leben. * Ein großes Lob auch an das Hörbuch: Sprecher Robert Frank macht einen fantastischen Job! Er spricht die Geschichte so glaubwürdig, echt und emotional, dass man regelrecht im Geschehen versinkt. * Mein Fazit: Jay Kristoff bricht einem das Herz auf die schönste, düsterste Art und Weise Ein absolut packendes Jahreshighlight. Wer düstere Fantasy liebt, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Ganz klare 5 von 5 Sternen!

Meine Lieblingswerke

  • Produktbild Für Polina
    • V. Teschner
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    5/5

    Für Polina

    Eine herzerwärmende Liebesgeschichte über den jungen Hannes Prager, der sich in das außergewöhnliche Mädchen Polina verliebt. Mit einer Melodie, die der talentierte Junge für sie komponiert, versucht er all seinen Emotionen für sie Ausdruck zu verleihen. Es ist ihre Melodie, so einzigartig wie das Mädchen und später die Frau, für die sie geschrieben wurde. Doch wie das Leben so spielt, verlieren sich die beiden aus den Augen. Hannes hört auf, Klavier zu spielen, und arbeitet stattdessen als Klavierträger. Doch in all den folgenden Jahren fühlt er nichts als Leere. Er kann Polina nicht vergessen. Doch als einzigen Anhaltspunkt hat er nur ihre Melodie, um sie wiederzufinden. Selten habe ich bei einem Buch so mitgefiebert! Die Charaktere sind so lebensecht und detailliert gestaltet, dass man sie von der ersten Seite an ins Herz schließt. Man fühlt mit dem jungen Hannes auf all den Irrungen und Wirrungen, die sein Leben nimmt, und der sich dabei oftmals nur über die Musik auszudrücken weiß. Dabei wünscht man sich nichts sehnlichster, als dass seine Träume und Wünsche in Erfüllung gehen, allem voran sein Sehnen nach der wundervollen Polina. All die Höhen und Tiefen seines Lebens haben mich mehr als einmal zu Tränen gerührt. Mein Fazit: Dieses Buch wird definitiv nicht das letzte von Takis Würger sein, das ich lesen werde!

  • Produktbild Metall der Götter
    • V. Teschner
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    5/5

    Metall der Götter

    Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich den letzten Band der zweiten Ära der Nebelgeborenen-Reihe beendet. Lachend, weil es mir sehr viel Spaß gemacht hat, dem Ermittlerduo Wax und Wayne durch das „moderne“ Scadrial zu folgen. Und weinend, weil ich mich nun von einigen der liebenswerten und schrulligen Charaktere verabschieden muss, die Sanderson geschaffen hat. Dieses Mal sind die beiden Gesetzeshüter mit einer Bedrohung konfrontiert, die weit über die Grenzen ihres Planeten, ja sogar ihres Planetensystems, hinausgeht: Die Göttin Autonomie, die versucht, Scadrial zu vernichten, und sich dabei einiger Mitglieder des Kreises bedient. Darunter ist ausgerechnet auch Telsin, Wax‘ Schwester, die als Avatar der Göttin auf ihrem Planeten fungiert. Entsprechend lernt man in diesem Werk Sandersons auch erstmals ganz konkret die Organisation der Geistblüter kennen, die sich aus Mitgliedern verschiedener Planetensysteme zusammensetzt, welche sich in diesem Fall dem Schutz von Scadrial verschrieben haben und die scheinbar einen Schatz endlosen Wissens über die verschiedenen Planeten, deren Götter und der dort jeweils herrschenden Kräfte zu haben scheinen. Dadurch wird dem Leser zum ersten Mal richtig bewusst, in welchen beeindruckenden Maßstäben Sanderson sein Universum – das Cosmeer – angelegt hat, mit welcher Detailverliebtheit und wie durchdacht all seine Welten sind. Und was soll ich sagen? Ich habe alle Bücher in dieser Reihe verschlungen, immer gespannt auf neue kleine oder größere Enthüllungen, die Brandon Sanderson mir offenbart hat. Die Dynamik zwischen den Charakteren war ein Genuss, insbesondere die zwischen Wax und Wayne, und hat mir mehr als einmal ein Schmunzeln oder gar ein Lachen entlockt. Die Handlung ist spannend, temporeich und niemals langweilig oder langatmig. Einziges Manko ist lediglich die etwas uneinheitliche Übersetzung der Namen über die verschiedenen Teile der Reihe hinweg. So heißt etwa Wax manchmal „Dawnshot“ und dann wieder etwas sperrig „Morgenschuss“, was für manch einen Leser sicher verwirrend sein mag. Mein Fazit: Auch wenn ich es am Anfang nicht gedacht hätte, aber die aus der ersten Ära bekannte Allomantie fügt sich erstaunlich gut in diese neue Welt mit Schusswaffen, Dampflokomotiven und Anfängen der Elektrizität ein. Umso gespannter bin ich trotz Abschied von einigen liebgewonnenen Charakteren auf die dritte Ära der Nebelgeborenen-Reihe, wenn es dann wieder heißt: „Es gibt immer ein weiteres Geheimnis…“

  • Produktbild Das Reich der Verdammten
    • V. Teschner
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    5/5

    Das Reich der Verdammten

    * Zum Inhalt: In „Das Reich der Verdammten“, dem phänomenalen zweiten Band von Jay Kristoffs Dark-Fantasy-Saga, wird die epische und tragische Geschichte um Gabriel de León nahtlos fortgesetzt. Nach den verheerenden Ereignissen des ersten Teils ist die Welt Elidaen weiterhin im ewigen Halblicht gefangen, und der Niedergang der Menschheit scheint unaufhaltsam. Gabriel, der letzte Silberwächter und legendäre Vampirjäger, ist gebrochen, gefangen und gezwungen, seine Geschichte dem Chronisten der Vampire zu erzählen. Doch die Erzählung in der Gegenwart spiegelt den unerbittlichen Kampf der Vergangenheit wider: Gemeinsam mit der geheimnisvollen Celene und einem Netz aus wackeligen Allianzen muss Gabriel einen Weg finden, den Heiligen Gral zu schützen – die vermeintlich einzige Rettung gegen die Armee der Vampire. Kristoff spinnt hier ein dichtes Netz aus uralten Prophezeiungen, dem unbarmherzigen Krieg zwischen den verschiedenen Vampir-Blutlinien und Gabriels ganz persönlichem Rachefeldzug, der ihn an die dunkelsten Orte seiner eigenen Seele führt. *Meine Meinung: Ich bin absolut begeistert – Jay Kristoff hat mich mit dieser Fortsetzung wieder vollkommen in den Bann gezogen! Das Buch ist extrem fesselnd und spannend geschrieben; ich konnte es von der ersten Sekunde an kaum aus der Hand legen. Das düstere Dark-Fantasy-Setting ist voller Lügen, Intrigen, Schrecken und unvorhersehbarer Überraschungen. Die Sprache ist, wie man es von Kristoff gewohnt ist, derb und vulgär, was aber einfach perfekt zur rauen Atmosphäre und der Welt passt. Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass es eine explizite Darstellung von extremer Gewalt und Sexualität gibt, weshalb ich mich der 18+-Empfehlung definitiv anschließe. Besonders hervorheben möchte ich folgende Punkte: * Charaktere & Dynamik: Die Charaktere und ihre Beziehungen zueinander wirken unglaublich glaubwürdig und echt. Man fühlt in jeder Szene richtig mit ihnen mit. * Erzählstil: Der Perspektivenwechsel zwischen Celene und Gabriel ist überhaupt nicht störend, sondern absolut geschickt und harmonisch in die Erzählung eingebettet. * Tolles Extra: Der Personenüberblick am Anfang ist extrem hilfreich, um nach der Pause wieder problemlos in die komplexe Erzählung hineinzufinden. Zudem erwecken die meisterhaften Illustrationen die Geschichte optisch zum Leben. * Ein großes Lob auch an das Hörbuch: Sprecher Robert Frank macht einen fantastischen Job! Er spricht die Geschichte so glaubwürdig, echt und emotional, dass man regelrecht im Geschehen versinkt. * Mein Fazit: Jay Kristoff bricht einem das Herz auf die schönste, düsterste Art und Weise Ein absolut packendes Jahreshighlight. Wer düstere Fantasy liebt, kommt an dieser Reihe nicht vorbei. Ganz klare 5 von 5 Sternen!

  • Produktbild Das Reich der Vampire
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    5/5

    Das Reich der Vampire

    In Jay Kristoffs Roman "Das Reich der Vampire" taucht man ein in eine düstere Fantasy-Erzählung in einer fiktiven Welt, in der durch den sogenannten Tagestod (Verdunkelung der Sonne) die Heere der Vampire auf dem Vormarsch sind. Ihnen in den Weg stellen sich die sogenannten Silberwächter, eine Gruppe aus Halbblütern – halb Vampir, halb Mensch – die teilweise Zugriff auf die Fähigkeiten ihrer vampirischen Väter haben. Sie verbieten sich jedoch den Konsum von frischem Blut, sondern befriedigen ihren Durst stattdessen vorübergehend durch die Droge Sanctus – eingekochtem Blut von Vampiren oder deren Abkömmlingen, versehen mit weiteren Zutaten. Ich habe tatsächlich etwas gebraucht, um mit diesem Buch warmzuwerden. Das Buch ist aus Sicht des letzten Silberwächters - Gabriel de León - erzählt, der nach dem vermeintlichen Sieg der Vampire gefangen genommen wurde. Insbesondere am Anfang tat ich mir schwer mit der teilweise doch sehr derben Erzählweise des Silberwächters Gabriel de León. Denn: Das Buch ist eine Art “Interview”. In seinem Gefängnis sucht einer der Vampire – ein Geschichtsschreiber – im Auftrag seiner Herrin Gabriel auf, um dessen Geschichte niederzuschreiben. Dadurch wechseln sich längere Erzählpassagen des Wächters immer wieder mit kürzeren Einschüben im Turm ab, in denen der Vampir Gabriels Erzählung etwa kommentiert oder Nachfragen dazu stellt. Außerdem kommt es dadurch gerade zu Beginn des Buches häufiger zu Zeitsprüngen zurück in die Vergangenheit de Leóns, da dieser seine Kindheit und Jugend und damit seinen Eintritt in den Silberorden als Grundlage für seine Erzählung der jüngsten Ereignisse um den heiligen Gral nutzt. Gerade zu Beginn fand ich diese Zeitsprünge etwas verwirrend und störend im Erzählfluss. Aber sie sind eben ein Versuch, die Hintergründe Gabriels möglichst in die Rahmenhandlung (das Interview im Turm) einzupassen, wenn auch etwas erzwungen. Angekommen in der Erzählung der näheren Vergangenheit um die Gralsgemeinschaft nimmt die Geschichte hingegen richtig Fahrt auf und entpuppt sich als spannende, wendungsreiche und sehr stimmige Erzählung, die es schafft, eine enge Beziehung zwischen den Lesenden und den Charakteren aufzubauen. Man kann sich sehr gut in die authentischen Figuren einfühlen und fühlt stark mit ihnen, wenn sie erneut einen Vorstoß der Vampire erleiden bzw. verhindern müssen. Auch die Dynamik zwischen den Figuren macht dabei richtig Spaß. Mein Fazit: Trotz etwas holprigem Einstieg ein erstklassiger, origineller Vampirroman, der einen bis zur letzten Seite fesselt und bei dem (endlich) mal keine Liebesgeschichte im Vordergrund steht.

  • Produktbild Ein wenig Leben
    • V. Teschner
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    4/5

    Ein wenig Leben

    Wer nach einem Buch sucht, in welches man tief eintauchen kann und das den Begriff "Schicksalsschlag" neu definiert, wird hier fündig - und vermutlich tief erschüttert wieder auftauchen. Hanya Yanagihara hat mit ihrem monumentalen Werk keinen klassischen Roman geschrieben, sondern ein emotionales Epos über die Grenzen der menschlichen Leidensfähigkeit und die rettende Kraft der Freundschaft. Die Geschichte folgt vier Freunden über Jahrzehnte hinweg in New York. Doch im Zentrum steht unweigerlich Jude St. Francis, dessen mysteriöse und von Traumata gezeichnete Vergangenheit wie ein Schatten über der Erzählung liegt. Yanagihara skizziert diesen Lebensweg mit einer Intensität, die beim Lesen fast physisch spürbar wird. Selten gelingt es einem Werk, den Lester so bedingungslos in die Gefühlswelt der Charaktere zu ziehen. Man leidet nicht nur mit ihnen - man existiert für die Dauer der Lektüre an ihrer Seite. Das Buch schont wirklich niemanden: Es thematisiert tiefsten Schmerz und Traumata, bietet aber gleichzeitig Momente reinster Freude und tiefer Verbundenheit. Doch trotz des schweren Themas ist die Sprache elegant und der Inhalt absolut soghaft, was den dicken Wälzer zu einem regelrechten Pageturner macht. Mein Fazit: Ein wenig Leben ist kein Buch für zwischendurch. Es ist eine emotionale Grenzerfahrung, die mich zutiefst bewegt und noch lange nach dem Beenden beschäftigt hat. Ein Meisterwerk für alle, die Literatur suchen, die unter die Haut geht und dort bleibt.

  • Produktbild Blumen für Algernon
    • V. Teschner
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    5/5

    Blumen für Algernon

    Durch eine experimentelle Operation erhält der geistig behinderte Charlie Gordon plötzlich eine überragende Intelligenz, die schließlich sogar die der Forscher überflügelt. Doch trotz oder gerade wegen dieser Intelligenz hat Charlie große soziale Probleme. Sein einziger Freund ist die Maus Algernon, die als erstes Lebewesen mit der gleichen Methode behandelt wurde. Doch dann zeigen sich in dem Verhalten der Maus zunehmend Auffälligkeiten und Charlie ahnt, dass auch seine erworbene Intelligenz nicht von Dauer sein wird. Besonders hervorzuheben ist der Schreibstil des Buchs. Es besteht aus Berichten, die von Charlie selbst aus der Ich-Perspektive verfasst worden sind. Man merkt deutlich anhand des jeweiligen Sprachniveaus, wie sich seine Intelligenz im Verlauf der Handlung verändert. Seine Sätze sind zunächst einfach, kurz, sogar mit Fehlern. Dann werden sie zunehmend komplexer, länger, akademischer. Aber trotz oder gerade wegen seines offenkundigen Endes hat mich das Buch sehr stark berührt. Es wirft zahlreiche Fragen auf, die trotz des Alters des Buchs noch immer top-aktuell sind. Fragen wie: Was darf Wissenschaft? Und: Was bestimmt über den Wert eines Menschen? Dürfen wir überhaupt darüber bestimmen? Mein Fazit: Ein Buch, das einen nicht mehr so schnell loslässt, das sehr lange zum Nachdenken anregt und das man nicht so schnell vergisst!

  • Produktbild Alexander
    • V. Teschner
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    5/5

    Alexander

    In seinem ersten Kinderbuch entführt uns Ferdinand von Schirach in die antike Stadt Kaliste. Nachdem ein machthungriger König die Heimat ins Unglück gestürzt hat, wird der junge Alexander auf eine wichtige Mission geschickt: Er soll unvoreingenommen „gute Gesetze“ und Grundrechte finden, um eine erneute Tyrannei sowie einen drohenden Krieg abzuwenden. Ferdinand von Schirach erzählt damit in Alexander die Geschichte eines jungen Menschen, die sich mit einem ernsten und zugleich hochaktuellen Thema auseinandersetzt. Auf einfühlsame und verständliche Weise gelingt es ihm, schwierige Inhalte so aufzubereiten, dass auch ein jüngeres Publikum einen Zugang findet, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Ich fand das Buch absolut beeindruckend und bewegend. Obwohl hier ein sehr ernstes und wichtiges Thema wie Demokratie und Gerechtigkeit behandelt wird, schafft es der Autor meisterhaft, seinem jungen Lesepublikum ganz wesentliche Werte und Botschaften verständlich zu vermitteln. Begleitet wird die tiefgründige Geschichte von liebevollen, vierfarbigen Zeichnungen, die der Autor sogar selbst entworfen hat und welche die Atmosphäre perfekt unterstreichen. Mein Fazit: Ein kraftvolles, unvergessliches Buch für Jung und Alt! Eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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